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План практических занятий
Устные темы
Geografische Lage der Bundesrepublik Deutschland
Territorium und Grenzen
Die Bundesrepublik Deutschland liegt in Mitteleuropa. Deutschland hat neun Nachbarn. Das sind Dänemark, Polen, Tschechien, Österreich, die Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande. Außerdem bilden Nord - und Ostsee eine natürliche Grenze.
Die Bundesrepublik Deutschland hat eine Fläche von ungefähr km2.
Bevölkerung
Anfang 2006 lebten in der BRD etwa 83 Millionen (Mio.) Menschen, davon 7,5 Mio. Ausländer. Es gibt kleine nationale Minderheiten: Sorben, Friesen und Dänen. Fast jeder dritte Einwohner der Bundesrepublik lebt in einer der 83 Großstädte (über Einwohner). Die Mehrheit wohnt dagegen in Kleinstädten und Dörfern. Drei Städte haben mehr als eine Million Einwohner: Berlin mit 3,4 Mio. im Osten, Hamburg mit 1,7 Mio. im Norden und München mit 1,2 Mio. im Süden. Annähernd 1 Mio. Einwohner hat Köln.
Oberflächengestalt
Von Norden nach Süden gliedert sich das Territorium der BRD in drei Großlandschaften. Das Norddeutsche Tiefland erstreckt sich von der dänischen Grenze bis zu den Städten Köln im Westen und Cottbus im Osten. Es folgt das Deutsche Mittelgebirge mit Bergen bis zu 1.200 m Höhe. Es geht in das süddeutsche Alpenvorland über. Südlich der Stadt München beginnen die Alpen. Die deutschen Landschaften sind reizvoll und malerisch. Etwa 30% der Fläche Deutschlands sind mit Wald bedeckt.
Gewässer
In Deutschland gibt es viele Flüsse. Vier große Flüsse münden in die Nordsee: der Rhein, die Ems, die Weser und die Elbe. Die Donau durchfließt Europa von Westen nach Osten und mündet ins Schwarze Meer, die Oder mündet in die Ostsee. In Deutschland gibt es einige Binnenseen.
Klima
Das Klima der BRD ist gemässigt. Im Sommer ist es nicht sehr warm, im Winter nicht sehr kalt. Das Wetter ist sehr wechselhaft, mit Niederschlägen zu allen Jahreszeiten. Der Wind kommt meistens von Westen.
Staatlicher Aufbau der Bundesrepublik Deutschland
Geschichte
Nach der Niederlage im 2. Weltkrieg wurde Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt. 1949 entstanden zwei deutsche Staaten: die BRD und die DDR. Beide Staaten entwickelten sich getrennt voneinander. Am 3. Oktober 1990 haben sich die beiden deutschen Staaten vereinigt. Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. Die Verfassung der BRD heißt das Grundgesetz.
Die BRD ist Mitglied der UNO (seit 1973), der NATO (seit 1955) und der EU (seit 1957).
Staatssymbole
Die Flagge der BRD ist Schwarz-Rot-Gold. Das Wappen der BRD stellt einen einköpfigen schwarzen Adler dar. Die Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland ist die dritte Strophe des Gedichts “Das Lied der Deutschen” von Hoffmann von Fallersleben; die Melodie stammt von Joseph Haydn.
Der Bundespräsident
Der Bundespräsident ist das Staatsoberhaupt der BRD. Er wird von der Bundesversammlung für fünf Jahre gewählt und darf einmal wiedergewählt werden.
Seine Aufgaben sind vor allem repräsentativer Natur, u. a. die völkerrechtliche Vertretung der Bundesrepublik Deutschland. Seit 2004 amtiert Horst Köhler.
Der Bundeskanzler
Der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Regierungspolitik. Er bildet die Regierung. Nur der Kanzler wird vom Parlament gewählt, und er allein ist diesem verantwortlich. Seit November 2005 hat Deutschland eine Bundeskanzlerin. Ihr Name ist Angela Merkel. Sie vertritt die CDU.
Der Bundestag
Der Bundestag wird alle vier Jahre neu gewählt.
Jeder Bürger, der das 18. Lebensjahr erreicht hat, ist wahlberechtigt und wählbar. Die Beteiligung an Wahlen ist freiwillig. Jeder Wähler hat zwei Stimmen. Mit der Erststimme wählt er einen Kandidaten seines Wahlkreises, mit der Zweitstimme eine Partei. Parteien, die weniger als 5% der Zweitstimmen erreichen, scheiden aus.
Die Hauptaufgaben des Bundestages sind Gesetzgebung, Wahl des Bundeskanzlers und Kontrolle der Regierung.
Der Bundesrat
Im Bundesrat sind die Bundesländer vertreten. Der Bundesrat wird nicht gewählt. Er besteht aus 69 Mitgliedern der 16 Landesregierungen.
Der Bundesrat wirkt bei der Gesetzgebung und bei der Verwaltung des Bundes mit.
Politische Parteien
Im 16. Deutschen Bundestag sind 6 politische Parteien vertreten:
die Christlich-Demokratische Union, die Christlich-Soziale Union, die Sozialdemokratische Partei, die Freie Demokratische Partei, die Linke und Bündnis 90/Die Grünen.
Der Bund und die Bundesländer
Seit 1990 besteht die Bundesrepublik Deutschland aus 16 Bundesländern. Das sind in alphabetischer Reihenfolge: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.
Die Bundesländer üben vor allem die Kulturhoheit aus. Sie sind. für das Bildungswesen, die Verwaltung, das Kommunalrecht und die Ordnungsbehörden zuständig.
Wirtschaft der BRD
Die BRD gehört zu den führenden Industrieländern der Welt. Mit ihrer wirtschaftlichen Gesamtleistung steht sie in der Welt an dritter Stelle. Im Welthandel nimmt Deutschland sogar den zweiten Platz ein. Die Wirtschaft der BR Deutschland besteht aus drei Sektoren. Das sind Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen. Zwei Drittel aller Deutschen arbeiten im Diensleistungssektor. Dazu gehören z. B. Banken, Versicherungen, Handel, Gastronomie und Hotelgewerbe. Eine große Rolle spielt der Tourismus. Die Währung heißt der Euro.
Das deutsche Wirtschaftssystem ist als ”soziale Marktwirtschaft“ bekannt.
Dieses Wirtschaftssystem führte der erste Wirtschaftsminister der Bundesrepublik Deutschland, Ludwig Erhard, 1950 ein.
Zum System der sozialen Sicherheit in Deutschland gehören u. a. Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung, Unfallversicherung und Pflegeversicherung. Die Versicherung ist im allgemeinen Pflicht.
Die Bundesrepublik Deutschland ist ein hochentwickelter Industriestaat. Aber Deutschland ist arm an Bodenschätzen. Nur Steinsalz und Kalisalz sowie Braunkohle und Steinkohle kommen in größeren Mengen vor. Andere Rohstoffe müssen in grossen Mengen importiert werden.
Die industriellen Schwerpunkte sind Fahrzeugbau, Elektrotechnik, Chemie, Stahl - und Maschinenbau. Die wichtigsten Standorte der Industrie befinden sich in Baden-Württemberg, im Ruhrgebiet und in Bayern. Solche deutschen Firmen wie Daimler-Chrysler, Volkswagen, Opel, BASF, VEBA, Siemens, Bosch und viele andere sind weltbekannt.
Deutschland ist der größte Exporteur der Welt. Ausgeführt werden vor allem Autos, Maschinen, chemische und elektrotechnische Produkte, Nahrungsmittel, Textilien, Eisen und Stahl, Metall- und Kunststofferzeugnisse. Importiert werden vor allem Gemüse, Obst, Südfrüchte, Kaffee, Tee, Kakao, Rohstoffe, Bekleidung, Textilien, EDV, Büromaschinen und anderes. Die wichtigsten Handelspartner sind in erster Linie EU-Staaten: Frankreich, die Niederlande, Italien, Großbritannien sowie auch die USA. Die BRD ist der größte Handelspartner Russlands.
Deutschland verfügt über eine leistungsfähige Landwirtschaft. Der wichtigste Zweig der Landwirtschaft ist die Viehzucht. Angebaut werden vor allem Weizen, Roggen, Gerste, Hopfen, Kartoffeln, Zuckerrüben, Wein und andere landwirtschaftliche Kulturen. Deutschland produziert mehr Zucker, Wein, Milch und Milchprodukte, Rind - und Kalbfleisch, Schweinefleisch und Weizen, als die Bevölkerung verbraucht. Deutschland ist ein reiches Land. Der Lebensstandard der Bevölkerung ist sehr hoch. Aber im Lande gibt es auch viele Arbeitslose. Die wirtschaftlichen Kosten der deutschen Einheit sind enorm hoch.
Weihnachten in Deutschland
Weihnachten ist das größte Fest in Deutschland. Man feiert Weihnachten am 25. und 26. Dezember. Die Zeit vor Weihnachten ist die Adventszeit, die Vorbereitungszeit auf Weihnachten. Der Advent beginnt am ersten Sonntag nach dem 26. November.
In jeder deutschen Wohnung ist auf dem Tisch ein Adventskranz zu sehen. An der Wand hängt oft ein Adventskalender.
Die Geschäfte sind schon im November weihnachtlich dekoriert. Der bekannteste Weihnachtsmarkt in Deutschland ist der Christkindlmarkt in Nürnberg. Auf den Weihnachtsmärkten kann man Christbaumschmuck, Kerzen, Krippenfiguren, Weihnachtspyramiden, Lebkuchen, Tannenbäume und Geschenke für Kinder kaufen.
Am 6. Dezember ist der Nikolaustag. Am 5. Dezember putzen die Kinder sorgfältig ihre Schuhe. Dann stellen sie ihre Schuhe auf. Darin legt der Nikolaus ein Geschenk.
Die Kinder schreiben Wunschzettel. Sie schreiben an den Weihnachtsmann oder an das Christkind. Auf dem Wunschzettel steht geschrieben, welches Geschenk sich das Kind wünscht. Auch Erwachsene schreiben Briefe an ihre Verwandten und Freunde, denen sie frohe Weihnachten und ein gutes, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr wünschen.
Endlich kommt der 24. Dezember. Dieser Tag heißt “Heiliger Abend”. In den Schulen sind die letzten Tage vor dem Fest bereits schulfrei. Die ganze Familie ist zu Hause. Die besten Kleider werden angelegt. Die Lichter am Baum brennen und die Tannenzweige duften so herrlich. Die Bescherung beginnt. Die Kinder freuen sich über die Geschenke. Auch die Erwachsenen beschenken sich gegenseitig. Es werden Weihnachtslieder gesungen. Das bekannteste deutsche Weihnachtslied heißt “Stille Nacht! Heilige Nacht!”
Auch im Radio und Fernsehen wird Weihnachtsmusik von Mozart, Bach und Händel übertragen. Dann wird gegessen und getrunken. Typisch sind vor allem warme Getränke: z. B. der Weihnachtspunsch und der Glühwein. Am häufigsten werden ein Schweinebraten oder eine knusprige Weihnachtsgans gegessen. Um Mitternacht gehen viele Leute zum Weihnachtsgottesdienst.
Am 25. Dezember, am ersten Weihnachtstag, ist Christi Geburt. An diesem Tag ist man gewöhnlich zu Hause. Der zweite Weihnachtstag ist ein ausgesprochener Besuchstag. Zu Weihnachten geben die Deutschen sehr viel Geld aus. Viele sehen darin ein Geschenkfest.
Am 31. Dezember ist Silvester. An Silvester geht es überall in Deutschland hoch her. Am 1. Januar beginnt das Neue Jahr.
Berlin
In der Bundesrepublik Deutschland gibt es viele Städte, z. B. Berlin, Hamburg, München, Köln, Stuttgart, Düsseldorf und andere. Die Hauptstadt Deutschlands ist Berlin. Die Stadt nimmt eine Fläche von etwa 900 km2 ein. In Berlin wohnen 3,4 Millionen Menschen. Gleichzeitig ist Berlin auch ein Bundesland. Die Stadt gliedert sich in 12 Bezirke.
Berlin ist eine alte Stadt. Berlin entstand im 13. Jahrhundert. Nach dem Zweiten Weltkrieg teilten die Siegermächte die Stadt in vier Sektoren; ab 1948 existierten ein Westberlin und ein Ostberlin. Elf Monate lang dauerte die Blockade Westberlins durch die Sowjetunion. 1961 wurde die Berliner Mauer gebaut. Sie fiel am 9. November1989. Am 3.10.1990 wurde die Stadt wieder vereinigt. Seitdem ist Berlin wieder die Hauptstadt Deutschlands.
Berlin liegt an den Flüssen Spree und Havel und wird von zahlreichen Seen umgeben. Die Stadt hat mehr Brücken als Venedig. Das Bundesland Brandenburg umschließt Berlin völlig.
Berlin ist die größte Industriestadt Deutschlands. Wichtigster Industriezweig ist die Elektroindustrie. Es folgen Nahrungsmittelindustrie, Maschinen - und Fahrzeugbau, chemische Industrie und Konfektion. Die Touristen besuchen zahlreiche Kultur - und Kunststätten.
Berlin ist eine sehr schöne Stadt. In der Stadt sind viele Parks, Grünanlagen und Gärten. Eines der Wahrzeichen Berlins ist das Brandenburger Tor. Eine sehr schöne Straße ist Unter den Linden, die sich in Ostberlin befindet. Die in der Nähe liegende Museumsinsel beherbergt eine Reihe von bedeutenden Museen, z. B. das Pergamonmuseum. Im östlichen Teil der Stadt liegen weiter das Rote Rathaus, der Alexanderplatz mit dem Fernsehturm und der Weltzeituhr, der Treptower Park mit dem Ehrenmal für die gefallenen Sowjetsoldaten und andere Sehenswürdigkeiten. In Westberlin liegen das Reichstagsgebäude, der Kurfürstendamm, die Siegessäule, die Straße des17. Juni, der Tiergarten, der Zoo und viele weitere Sehenswürdigkeiten.
In Berlin gibt es viele Schulen und Hochschulen, z. B. die Humboldt-Universität, Freie Universität Berlin, Technische Universität u. a. In der Stadt sind mehrere Theater: die Deutsche Staatsoper, das Berliner Ensemble u. a. Berlin ist eine Reise wert.
Johann Wolfgang von Goethe
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Johann Wolfgang von Goethe wurde am 28. August 1749 in Frankfurt am Main in der Familie eines wohlhabenden Bürgers geboren.
Mit sechzehn ging Goethe zum Jurastudium nach Leipzig. 1770 setzte er sein Studium in Straßburg fort. Aus dieser Zeit stammen seine ersten lyrischen Gedichte, z. B.“Mailied” und “Heidenröslein”. Es folgten Goethes hervorragende Werke: “Götz von Berlichingen”, “Die Leiden des jüngen Werthers”, “Egmont” und andere. Viele Jahre seines Lebens verbrachte Goethe in Weimar. Dort lernte er Friedrich Schiller kennen. Aus der Bekanntschaft erwuchs bald eine enge Zusammenarbeit. Zusammen mit Schiller gründete Goethe das Weimarer Nationaltheater.
Goethe war nicht nur der größte deutsche Dichter, er war auch Politiker und Wissenschaftler. Goethe war überzeugt, dass es notwendig ist, Fremdsprachen zu lernen. “Wer eine fremde Sprache nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen”- diese Worte von Goethe kennt jeder Mensch, der mit Fremdsprachen zu tun hat.
Goethes berühmtestes Werk ist der “Faust”. Über 50 Jahre seines Lebens hat Goethe daran gearbeitet. Alexander Puschkin nannte den “Faust” die beste Schöpfung des menschlichen Geistes.
Goethe starb in Weimar am 22. März 1832 im Alter von 82 Jahren. Viele Werke von Goethe sind in verschiedene Sprachen übersetzt, darunter auch ins Russische. Jeder Schüler in Russland kennt das Gedicht “Wanderers Nachtlied“, das von Michail Lermontow so meisterhaft übersetzt wurde.


