Für verfassungsrechtlichen Fragen ist der Staats - gerichtshof der Freien Hansestadt Bremen gebildet.

III

Die Hanse

Über 200 Städte gehörten zwischen 12. und 17. Jahrhundert dem Städtebund der Hanse. Dieser Bund war wirtschaftlich und politisch wichtiger als jeder deutsche Staat vor 1871 und militärisch stärker als manches Königreich seiner Zeit.

Die Hanse war gegründet worden als Zusammenschluss deutscher Kaufleute im Ausland, zum Schutze vor Überfällen, zur Durchsetzung ihrer Interessen und zur gemeinsamen Nutzung von Büros und Lagerhäusern.

Seit Mitte des XIV. Jahrhunderts kontrollierte dieser Städtebund unter der Führung Lübecks den gesamten Nord - und Ostseehandel. Die Mitglieder der Hanse fassten wichtige Beschlüsse gemeinsamen Interessen, die für alle Mitglieder der Hanse verbindlich waren.

Im Laufe der Zeit wurde Hanse so mächtig, dass sie es im Stande war, 1370 Krieg gegen den dänischen König um ihre Pivilegien und um den Zugang zur Ostsee zu führen. Der Städtebund siegte und zwang Dänemark einen neuen König auf. Die Hanse schützte ihren Markt, der sich von London im Westen bis nach Nowgorod im Osten erstreckte.

Man transportierte Rohstoffe, wie Pelze, Wachs, Salz, Honig und Bernsteine aus dem Osten und transportierte Metallwaren, Textilien, Wein und Bier aus dem Westen. Die Hanse unterhielt Handelsrouten zu fast jeder größeren Stadt Nord - und Mitteleuropas.

Der Höhepunkt der hansischen Macht war am Ende des XV. Jahrhunderts überschritten. Immer mehr Fürsten gewannen die Kontrolle über die auf ihrem Gebiet liegenden Städte. Der Aufstieg der Nationalstaaten (wie Schweden, Russland, England) engte den Raum weiter ein. Die Solidarität der Hansestädte zerbrach. 1598 wurde der letzte ausländische Stützpunkt der Hanse, London, aufgegeben.

Freie und Hansestadt Hamburg

Einwohner 1,7 Mio

Fläche 756 qkm

Landeshauptstadt Hamburg

I

Hamburg ist die zweitgrößte deutsche Stadt, der wichtigste Seehafen Deutschlands und sein größter Außenhandelsplatz. Hier haben sich zum Beispiel 185 Firmen aus China (einschließlich Hongkong), 135 aus Japan und 60 aus Taiwan angesiedelt; insgesamt gibt es über 3 000 Firmen, die im In- und Außenexport tätig sind. Traditionelle hafenbezogene Industrien sind Werften, Raffinerien und Veredelungsbetriebe für ausländische Rohstoffe. Die Hansestadt hat sich zu einer nordeuropäischen Dienstleistungsmetropole entwickelt.

Als eines der ersten Mitglieder des Handelsbundes der „Hanse“ war Hamburg deren wichtigster Umschlagplatz an der Nordsee. Die Kaiser Sigismund und Maximilian bezeichneten diese Stadt 1410 bzw. 1510 als kaiserlich und frei. Das Reichskammergericht erklärte Hamburg 1618 zur freien Reichsstadt. Seine Eigenstaatlichkeit hat Hamburg bis heute bewahrt. Könige und Fürsten haben Hamburg nie regiert: Immer waren es die Bürger selbst, die das Regiment in der Stadtrepublik ausübten.

Hamburg ist Deutschlands zweitdrößter Industriestandort und Zentrum einer Metropolregion von 3,3 Millionen Menschen.

Der Hafen, einer der größten der Welt, nimmt mit 75 Quadratkilometern Fläche ein Zehntel des Hamburger Stadtgebietes ein. Im Containerumschlag steht Hamburg nach Rotterdam auf Platz zwei in Europa. Hamburg ist auch ein Bankenzentrum für Norddeutschland und eine der größten Versicherungsstädte Deutschlands. Mit über 95 Generalkonsulaten und Konsulaten ist Hamburg die größte Konsularstadt der Welt.

Die Kaufmannsstadt Hamburg war und ist als Ort der Freiheit und Toleranz zugleich eine Stadt der Kultur. 1678 wurde hier die erste ständige Oper Deutschlands gegründet: Georg Friedrich Händel () brachte in Hamburg seine erste Oper („Almira“) auf die Bühne. Georg Philipp Telemann und Karl Philipp Emanuel Bach wirkten hier. Ein berühmter Sohn Hamburgs ist der Komponist Johannes Brahms (), auch Felix Mendeslssohn Bartholdy (1809 in Hamburg geboren) ist eng mit Hamburg verbunden. Anfang der sechziger Jahre des XX. Jahrhunderts begannen die Beatles ihre internationale Karriere im Hamburger Vergnügungsviertel St. Pauli.

II

Die Freie und Hansestadt Hamburg ist Land der Bundesrepublik Deutschland. Nach der Verfassung vom 6.6.1952 steht die Gesetzgebung der Bürgerschaft zu. Diese besteht mindestens aus 120 Abgeordneten, die in allgemeiner, gleicher, unmittelbarer und geheimer Wahl gewählt werden. Zur Wahrnehmung besonders bestimmter Aufgaben wird ein aus dem Präsidenten der Bürgerschaft und 20 von der Bürgerschaft aus ihrer Mitte gewählten Mitgliedern bestehender Bürgerausschuss gebildet.

Die Landesregierung führt die Bezeichnung Senat. Die Mitglieder des Senats (Senatoren) werden von der Bürgerschaft gewählt. Der Senat wählt aus seiner Mitte seinen Präsidenten und dessen Stellvertreter (Erster und Zweiter Bürgermeister). Der Senat als Kollegium (nicht der Erste Bürgermeister) bestimmt die Richtlinien der Politik; Er führt und beaufsichtigt die Verwaltung (zum Teil durch Senatskommissionen). Der Senat hat das Recht, gegen ein von der Bürgerschaft beschlossenes Gesetz innerhalb eines Monats Einspruch zu erheben, worauf die Bürgerschaft nochmals mit der Mehrheit ihrer gesetzlichen Mitgliederzahl das Gesetz beschließen muss, wenn es zustande kommen soll.

НЕ нашли? Не то? Что вы ищете?

Die örtliche Verwaltung obliegt Bezirksämtern, Ortsämtern und Ortsdienststellen.

Zur Entscheidung verfassungsrechtlicher Streitigkeiten ist das Hamburgische Verfassungsgericht gebildet.

III

Felix Mendelssohn Bartholdy

Am 8. Februar 1809 wurde Felix Mendelssohn Bartholdy in Hamburg geboren. Das war der deutsche Komponist, Dirigent, Klavierspieler, Pädagoge.

Schon sehr früh zeigte sich seine starke musikalische Begabung. Mit sechs Jahren erhielt er von der Mutter den ersten Klavierunterricht, mit neun Jahren spielte er bereits öffentlich ein schwieriges Klavierkonzert. Bald begann er selbst zu kompinieren. Mit elf Jahren schrieb er seine ersten Sinfonien, Konzerte und Lieder. Mozart, Haydn und Beethoven waren seine Vorbilder. Das Haus der Familie Mendelssohn war Mittelpunkt eines Gesellschaftskreises, dem bedeutende Gelehrte, Musiker und Schriftsteller angehörten. Hier verkehrten der Philosoph Hegel, der naturforscher Alexander von Humboldt, der Dichter Heinrich Heine, der Sprachforscher Jacob Grimm und der Komponist Karl Maria von Weber. Karl Friedrich Zelter, der Direktor der Singakademie, hat in der musikalischen Entwicklung Felix Mendelssohn Bartholdys eine große Rolle gespielt.

Im Frühjahr 1825 schickten ihn die Eltern nach Paris zum Direktor des Konservatoriums. Ein Jahr später schrieb der Sibzehnjährige eines seiner Meisterwerke: die Ouvertüre zu Schakspeares „Sommernachtstraum“. Sein späteres Schaffen war auch mit England und Italien verbunden.

Mit 26 Jahren wurde er zum Leiter des Konzertsaals „Gewandhaus“ in Leipzig. Mendelssohn führte in Leipzig den Gebrauch des Taktstockes beim Dirigieren ein. Auf den Konzertprogrammen erschienen immer wieder die Werke der großen klassischen Meister Haydn, Mozart, Beethoven, die Werke Bachs und Händels.

Robert Schumann nannte Mendelssohn „Mozart des XIX. Jahrhunderts“ und Heinrich Heine nannte Ihn „Musikalisches Wunder“.

Felix Mendelssohn Bartholdy starb im Jahre 1847.

Der „Hochzeitsmarsch“ von Mendelssohn ist eine allen bekannte bei der Eheschließung aufgeführte Melodie.

Hessen

Einwohner 6,0 Mio

Fläche 21 114 qkm

Landeshauptstadt Wiesbaden

I

Mit sechs Millionen Einwohnern sowie rund 21 000 Quadratkilometern Fläche ist Hessen das fünftgrößte deutsche Land. Es ist heute eines der großen Wirtschaftszentren Deutschlands und zählt zu den dynamischsten Regionen Europas.

Bekannter als die Landeshauptstadt Wiesbaden ist Frankfurt am Main als internationaler Finanzplatz. Wie bisher die Deutsche Bundesbank hat seit dem 1. Januar 1999 auch die Europäische Zentralbank hier ihren Sitz; hinzu kommen über 400 Geschäftsbanken und die größte deutsche Börse. Frankfurt ist auch Standort bedeutender Industrie - und Technologiebranchen und ein führender Messeplatz. Der Frankfurter Flughafen verzeichnet das höchste Fracht - und zweithöchste Passagieraufkommen der europäische Flugplätze.

Die Region weist eine wechselhafte Geschichte auf. Zur nationalen Gedenkstätte ist die Frankfurter Paulkirche geworden, in der 1848-49 die Nationalversammlung tagte, das erste demokratisch legitimierte deutsche Parlament.

Die Universitätsstädte Marburg (77 000 Einwohner) und Gießen (74 400 Einwohner) sowie die Stadt Wetzlar (53 700) sind durch optische Industrie bekannt. Die Landeshauptstadt Wiesbaden (270 000 Einwohner) ist nicht nur ein Verwaltungszentrum, sondern auch ein elegantes Heilbad.

Vier Industriebranchen - Chemie, Fahrzeug- und Maschinenbau sowie Elektroindustrie - haben zusammen mit der Dienstleistungsmetropole Frankfurt (etwa 500 000) Einwohner) zu seiner ökonomische Stärke verholfen. Weltbekannt sind Hessener Firmen wie Hoechst, Degussa und Rütgers in Frankfurt oder Merck in Darmstadt mit ihren Chemieprodukten, Pharmazeutika, Farben oder auch Fertigungskomponenten für die Computerindustrie ebenso wie das Opel-Stammwerk in Rüsselsheim, VW in Baunatal oder die Thyssen-Henschel-Werke in Kassel

Frankfurt ist die Geburtsstadt Johann Wolfgang von Goethe. International herausragende kulturelle Ereignisse in Hessen sind die größte Buchmesse der Welt in Frankfurt und die Kunstschau „dokumenta“ in Kassel.

II

Die Verfassung des Landes Hessen vom 1.12.1946 behandelt im ersten Hauptteil die Rechte des Menschen: Gleichheit und Freiheit, Grenzen und Sicherung der Menschenrechte, soziale und wirtschaftliche Rechte und Pflichten, Staat, Kirchen, Religions - und Weltanschauungsgemeinschaften, Erziehung und Schule. Hessen ist in 2 Regierungsbezirke eingeteilt, diese wiederum in Landkreise und kreisfreie Städte.

Die Gesetzgebung liegt grundsätzlich beim Landtag, doch kann die Landesregierung gegen Gesetzesbeschlüsse Einspruch einlegen, der vom Landtag nur durch Mehrheitsbeschluss der gesetzlichen Mitgliederzahl ausgeräumt werden kann. Außerdem kann das Volk im Wege eines Volksentscheids nach vorhergegangenem Volksbegehren Gesetze beschließen. Der Landtag besteht aus den vom Volk in freier, gleicher, geheimer und unmittelbarer Wahl gewählten Abgeordneten.

Die Landesregierung besteht aus dem vom Landtag gewählten Ministerpräsidenten und den von diesem ernannten Ministern. Sie bedarf des durch besonderen Beschluss ausgesprochenen Vertrauens des Landtags, der sie nur durch konstruktives Misstrauenvotum ablösen kann. Der Ministerpräsident führt den Vorsitz in der Landesregierung und leitet deren Geschäfte; er bestimmt die Richtlinien der Politik, innerhalb derer jeder Minister den ihm anvertrauten Geschäftszweig selbstständig und unter eigener Verantwortung gegenüber dem Landtag leitet.

III

Johann Wolfgang von Goethe

Johann Wolfgang von Goethe, der Dichter, Naturwissenschaftler, Philosoph und Staatsmann, bedeutender Repräsentant der bürgerlich-humannistischen Klassik, innerhalb der deutschen Nationalliteratur, größter Dichter Deutschlands und eine der universalsten Dichterpersönlichkeit der Weltliteratur, wurde am 28. August 1749 in der Famile des kaiserlicher Rates in Frankfurt am Main geboren.

Er erhielt seine erste Ausbildung durch seinen Vater und mehrere Lehrer. folgte das Jurastudium in Leipzig. setzte er sein Studium in Strassburg (Lizentiat der Rechte) fort.1771 arbeitete er als Rechtsanwalt in Frankfurt, 1772 als Praktikant am Rechtskammergericht in Wetzlar, dann kehrte er nach Frankfurt zurück. Hier erlebte er eine seiner fruchtbarsten Schaffensperioden. Dann folgten seine Reisen nach der Schweiz, nach Berlin und Potsdam. Seit 1779 wurde er zum Geheimen Rat; er arbeitete an allen wichtigen Regierungsgeschäften. !781 wurde er geadelt und wurde zum Präsidenten der Finanzkammer. Ab 1781 betrieb Goethe intensiv naturwissenschaftliche Studien (Entdeckung des Zwischenkieferknochens beim Menschen). 1786-88 folgte seine Flucht aus Weimar nach Italien und seine „Wiedergeburt in Italien“.

war er Direktor des Weimarer Theaters und Oberleiter aller Kunst - und Wissenschaftseinrichtungen des Herzogtums. 1794 begann seine Freundschaft und fruchtbare Zusammenarbeit mit Schiller an einigen Zeitschriften. Diese Freundschaft dauerte bis zum Tode Schillers.

1827/ 1830 erschienen 40 Bände der „Ausgabe letzter Hand“.

Das gewaltigste Werk Goethes jedoch, das ihn im Weltmaßstab zum Inbegriff eines ganz großen bürgerlichen Klassikers macht, ist die monumentale dramatische Dichtung „Faust“, die ihn sein ganzes Leben begleitete. Diese Werk wurde zum Sinnbild des schöpferischen Menschen und der Menschheitsgeschichte überhaupt.

Goethe starb am 26. März 1832. Er wurde in der Weimarer Fürstengruft (heute „Goethe – und - Schiller-Gruft“) neben den frühgestorbenen Dichterfreund Schiller beigesetzt.

J. W. von Goethe

„Wandrers Nachtlied“

(из Гёте)

Über allen Gipfeln

ist Ruh,

In allen Wipfeln

Spürest du

Kaum einen Hauch;

Die Vögelein schweigen im Walde.

Warte nur, balde

Ruhest du auch.

Горные вершины

Спят во тьме ночной;

Тихие долины

Полны свежей мглой;

Не пылит дорога,

Не дрожат листы …

Подожди немного,

Отдохнёшь и ты.

Mecklenburg-Vorpommern

Einwohner 1,8 Mio

Fläche 23 170 qkm

Landeshauptstadt Schwerin

I

Mecklenburg-Vorpommern liegt im Nordosten Deutschlands. Das ist ein dünn besiedeltes Land (rund 80 Einwohner pro Quadratkilometer) mit vorwiegend landwirtschaftlichem Charakter. Das Land mit seinen vielen Binnenseen (der größte Müritz) hat eine Fläche von 117 Quadratkilometern und bietet eine reizvolle Erholungs - landschaft.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern entstand nach dem zweiten Weltkrieg als Teil der Deutschen Demokratischen Republik, wurde wenig später aufgelöst und in drei Bezirke unterteilt, bis es 1990 als Land der Bundesrepublik Deutschland neu entstand. In Mecklenburg-Vorpommern leben heute rund 1,83 Millionen Einwohner.

Markante gotische Backarchitektur kennzeichnet die alten Hansestädte des Landes, wie Rostock, Wismar, Strahlsund und Greifswald. Jahrhundertelang waren die Ostseehäfen Umschlagplätze für die Waren aus und nach Skandinavien. Rostock und Greifswald sind traditionsreiche Universitätsstädte. Die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern ist Schwerin (111 000 Einwohner). Sehenswert ist vor allem das Schloss, die ehemalige Residenz der Großherzöge von Mecklenburg-Schwerin, heute Sitz des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern.

Größte Stadt des Landes ist Rostock mit 221 000 Einwohnern. Die Marienkirche weist eine astronomische Uhr aus dem 15. Jahrhundert auf. Bekannt ist die Stadt wegen ihres Seebades Warnemünde.

Die wichtigsten Branchen der Marktwirtschaft sind Schiffbau, die Nahrungs - und Genussmittelindustrie, die Bauwirtschaft, der Maschinenbau, die Baustoffindustrie und die Holzindustrie. Eine wichtige Rolle spielen die Seehäfen. Größter Hafen ist Rostock. Zunehmend an Bedeutung gewinnt auch der Hafen Mukran auf Rügen, der eine schnelle Verbindung ins Baltikum gewährleistet.

Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Mecklenburg-Vorpommern ist der Fremdenverkehr. Etwa 3 Millionen Gäste kommen jährlich nach Mecklenburg-Vorpommern. Der bekannteste Touristenmagnet ist Rügen, Deutschlands größte Insel (930 qkm).

Zu den bekanntesten Persönlichkeiten aus dem Gebiet des heutigen Mecklenburg-Vorpommern zählt der Maler Caspar David Friedrich () aus Greifswald, der in vielen Bildern die Landschaft seiner Heimat romantisch verklärte; der Flugpionier Otto Lilienthal () führte hier zahlreiche Gleitflüge durch.

II

Nach der Verfassung vom 23.5.1993 ist Mecklenburg-Vorpommern ein republikanischer, demokratischer. sozialer und dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen verpflichteter Rechtsstaat.

Die Gesetzgebung erfolgt durch den Landtag oder durch Volksentscheid. Gesetzentwürfe werden von der Landesregierung aus der Mitte des Landtags oder durch Volksbegehren eingebracht. Der Landtag kann das Vertrauen nur dadurch entziehen, dass er mit der Mehrheit seiner Mitglieder einen Nachfolger des Ministerpräsidenten wählt.

Das Landesverfassungsgericht (Gesetz vom 19.7.1994) besteht aus sieben Richtern. Sie werden auf Vorschlag eines besonderen Ausschusses vom Landtag mit Zweidrittel-Mehrheit gewählt.

Einige Abschnitte der Verfassung befassen sich mit den Grundrechten und den Staatszielen. Die kulturelle Eigenständgkeit ethnischer und nationaler Minderheiten wird besonders geschützt.

Mecklenburg-Vorpommern wurde durch das Landeseinführungsgesetz der ehemaligen DDR vom 22.7.1990 mit Wirkung vom 3.10.1990 errichtet und ist seit demselben Tage gemäß dem Einigungsvertrag mit dem Wirksamwerden des Beitritts Land der Bundesrepublik Deutschland.

III

Rudolf Virchow

Rudolf Virchow war für mehrere Jahrzehnte geradezu die Personifizierung der Medizin in Deutschland.

Rudolf Vorchow wurde am 13. Oktober 1821 in dem kleinen städtchen Schivelbein in Pommern in der Familie eines Handlungsdieners geboren. Er hatte wegen des billigen Studiums an der Militäräztlichen Akademie in Berlin studiert und war 1846 Prosektor an der Charite [ʃarti′ε] geworden. Das war ein Krankenhaus in Berlin, gegründet 1710, seit 1810 Bestandteil der Universität, jetzt Krankenhausviertel, das 25 Gebäude mit rund 3 000 Betten umfasst. Er war ein Mann von ungewöhnlicher Aktivität. Sein Arbeitstag mochte morgens um 6 Uhr beginnen und bis 1 Uhr nachts hinziehen. Virchow war immer frisch, in der Vorlesung wie beim Sezieren, im Parlament wie in den Beratungen der zahlreichen Kommissionen, denen er angehörte.

1856 wurde Virchow Professor der pathologischen Antomie in der Charite. Hier gründete er das erste Institut für pathologische Anatomie in Deutschland. Er übte einen entscheidenden Einfluss auf die preußische Gesundheitspolitik aus. Als Mitglied der Berliner Stadtverordnetenversammlung setzte er die Kanalisation der Hauptstadt und die Anlage von Rieselfeldern durch. Der Schöpfer der modernen Pathologie war auch Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender der deutschen Anthropologischen Gesellschaft. Er forderte die breiteste Anwendung von Gymnastik und eine vernünftige Ernährung sowie Aufklärung und Erziehung der Bevölkerung in hygienischen Fragen.

Rudolf Virchow starb am 5. September 1902 in Berlin.

Niedersachsen

Einwohner 7,8 Mio

Fläche 47 338 qkm

Landeshauptstadt Hannover

I

Niedersachsen ist das zweitgrößte Land der Bundesrepublik (47 338 Quadratkilometer) und damit größer als die Schweiz. Niedersachsen hat rund 7,8 Millionen Einwohner. Hinzu kommen jedes Jahr Millionen von Gästen, die Erholung auf den sieben Inseln, im Harz, im Weserbergland, im Teutoburger Wald in der Lüneburger Heide (dem ältesten deutschen Naturpark) suchen.

Die Landeshauptstadt Hannover (523 000 Einwohner) ist Industrie - und Dienstleistungszentrum, Sitz eines weltbekannten Schreibwarenherstellers und Europas größten Reiseunternehmens TUI. Die größte Industriemesse der Welt und die internationale Großschau der Kommunikationstechnik zeigen alljährlich die neuesten Entwicklungen.

Der Volkswagen-Käfer, made in Wolfsburg, ist das meistgebaute Auto der Welt; er wird heute noch in Mexiko produziert. Die Volkswagen AG ist das größte Unternehmen des Landes, sie hat bisher über 50 Millionen Automobile in Niedersachsen produziert. In Peine und Osterode werden Videorecorder und CD-Player gebaut. In Salzgitter produziert man unter anderem Lastkraftwagen. Wilhelmshaven ist der einzige deutsche Tiefseehaven für Supertanker. Erdgas aus Niedersachsen deckt ein Fünftel des Verbrauchs der Bundesrepublik. Die Niedersächsische Energieagentur projektiert zwischen Ems und Elbe die Alternativen für das dritte Jahrtausend: Strom aus Wind, aus Sonne, aus Deponiegas und aus Biomasse.

Diederik Pining aus Hildesheim landete in dänischen Diensten 19 Jahre vor Columbus in Amerika, und zwar auf dem Festland. Der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz entwickelte in Hannover das binäre Zahlungssystem und baute die erste funktionsfähige Rechenmaschine der Welt. Carl Friedrich Gauß aus Braunschweig erfand den Telegraphen, Robert Wilhelm Bunsen aus Göttingen die Zink-Kohle-Batterie, Werner von Siemens aus Lenthe die Stromerzeugung per Dynamo, Emil Berliner aus Hannover das Grammophon. Karl Jatho glückte in Hannover der erste Motorflug der Geschichte, drei Monate vor den Versuchen der amerikanischen Brüder Wright. 1961 erschien der letzte Band des „Deutschen Wörterbuches“: 123 Jahre lang wurde an diesem Wörterbuch gearbeitet. Begonnen hatten dieses Jahrhundertwerk die Brüder Grimm 1838 an der Göttinger Universität.

Das Braunschweiger Herzog-Anton-Ulrich-Museum ist das älteste Kunstmuseum des europäischen Kontinents.

II

Die vorläufige Verfassung Niedersachsens vom 13.4.1951 ist durch die Niedersächsische Verfassung vom 19.5.1993 wesentlich geändert worden.

Die Gesetzgebung liegt beim Landtag, der aus dem Volke in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählten Abgeordneten besteht. Daneben ist eine Beteiligung des Volkes durch Volksinitiative, Volksbegehren und Volksentscheid vorgesehen.

Die vollziehende Gewalt wird durch die Landesregierung ausgeübt, die aus dem Ministerpräsidenten und den Ministern besteht. Der Ministerpräsident wird vom Landtag gewählt, er beruft die Minister. Der Landtag kann die Landesregierung durch konstruktives Misstrauenvotum ablösen.

Der Ministerpräsident bestimmt die Richtlinien der Politik, innerhalb derer jeder Minister seinen Geschäftsbereich selbstständig leitet.

Niedersachsen ist in 4 Regierungsbezirke eingeteilt, diese wiederum in Landkreise und kreisfreie Städte.

Der Staatsgerichtshof entscheidet über die verfassungsrechtlichen Streitigkeiten.

III

Die Brüder Grimm

Jacob Ludwig Karl Grimm war der Begründer der Germanistik als Literatur - und Sprachwissenschaft, der Erforscher der deutschen Märchen, Sagen, altdeutscher Dichtung, der Mythologie und Volkspoesie.

Er wurde am 4. Januar 1785 als Sohn eines Amtsmannes in Hanau geboren. Von 1802 an studierte er Jura bei Savigny, dem bedeutenden deutschen Juristen, Professor der Rechte an der Marburger Universität, dem Führer der historischen Rechtsschule. 1804 wurde Jacob Grimm Savignys Mitarbeiter in Paris. 1816 arbeitete er als zweiter Bibliothekar in Kassel. Jacob machte sich hier in Kassel an die Ausarbeitung einer Deutschen Grammatik.

Mit diesem Werk begründete Jacob Grimm die historische germanische Grammatik. Seit 1829 war er als Professor für deutsche Altertumswissenschaft in Göttingen tätig.

Die Hauptwerke Jacob Grimms sind die „Deutsche Grammatik“, die „Deutsche Mythologie“ und die „Geschichte der deutschen Sprache“.

Er starb am 20. September 1863 in Berlin.

Sein jüngerer Bruder Wilhelm Karl Grimm war der berühmte Märchen - und Sagensammler und –forscher, Mitbegründer der Germanistik, Herausgeber zahlreicher mittelhochdeutscher Dichtungen. Er wurde am 24. Februar 1786 in Hanau geboren. Zusammen mit seinem Bruder hat er auch Jura in Marburg studiert. Seit 1814 arbeitete er als Bibliothekssekretär in Kassel. 1820 wurde er zum Bibliothekar in Göttingen und ein Jahr später zum Professor. Seit 1841 war er Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin. Er arbeitete immer in enger Gmeinschaft mit seinem Bruder Jacob.

Wilhelm Grimm starb am 16. September 1859.

Wilhelm und Jacob Grimm gaben die Kinder - und Hausmärchen () heraus. Bis an ihr Lebensende vermehrten und verbesserten sie bei sieben Neuauflagen die Märchensammlung. Zu den berühmtesten Märchen der Brüder Grimm gehören: „Aschenputtel“, „Der Wolf und sieben Geißlein“, „Die Bremer Stadtmusikanten“, „Rotkäppchen“, „Schneewittchen“ u. a.

Die Krönung ihrer Lebensarbeit war die Herausgabe des etymologischen und sprachgeschichtlich angelegten monumentalwerkes „Deutsches Wörterbuch“ (Bände 1,2,3,4 im Jahre 1852), später durch andere fortgesetzt und im Jahre 1962 in 32 Bänden durch die Deutsche Akademie der Wissenschaften in Berlin abgeschlossen.

Nordrhein-Westfalen

Einwohner 18 Mio

Fläche 34 078 qkm

Landeshauptstadt Düsseldorf

I

Nordrhein-Westfalen ist ein europäisches Industrierevier, modernes Technologiezentrum, Kultur - und Medienland. Nordrhein-Westfalen, das mit fast 18 Millionen Menschen bevölkerungsreichste Land, hat in den letzten Jahrzehnten einen tiefgreifenden Strukturwandel vollzogen. Aus dem Land von Kohle und Stahl ist ein Land von Kohle und Stahl und neuen zukunftsträchtigen Branchen geworden, das wegen seiner hervorragenden Infrastruktur ein attraktiver Standort für innere und ausländische Investoren ist. Die Bevölkerungsdichte des Landes zählt mit 527 Einwohnern pro Quadratkilometer zu den höchsten in Europa. Das Ruhrgebiet Nordrhein-Westfalens ist Europas größtes Industriegebiet mit rund 5,4 Millionen Einwohnern Außerdem ist das Land Standort der Großkraftwerksindustrie und der chemischen Industrie.

Bonn am Rhein (303 000 Einwohner) wurde 1949 zur vorläufigen Hauptstadt der Bundesrepublik gewählt. Nach der Vereinigung Deutschlands wurde Berlin zur endgültigen Hauptstadt, die „Bundesstadt“ Bonn wird jedoch auch in Zukunft eine wichtige Rolle als Verwaltungs - und Wirtschaftszentrum in Deutschland behalten.

Viele neue Arbeitsplätze sind auf dem Mediensektor entstanden. 1996 eröffnete der amerikanische Medienkonzern „Time Warner“ in Bottrop-Kirchhellen einen Filmpark und Filmstudios, für mehr als 360 Millionen Mark die größte Inverstition, die es auf diesem Sektor in Deutschland je gab.

Rund 66% der Beschäftigten Nordrhein-Westfalens sind heute im Dienstleistungssektor tätig. Der Strukturwandel war hier auch immer mit ökologischer Erneuerrung verbunden. Mit seinen innovativen Unternehmen im Bereich des Umweltschutzes ist das Land ein in Europa führendes Zentrum der Umwelttechnologie geworden.

Das rege Wirtschaftsleben stützt sich auf zahlreiche Autobahnen, Schienen und Wasserstraßen, die Großstädte wie Köln (964 000 Einwohner), Essen (612 000), Dortmund (597 000), Düsseldorf ((571 000), Duisburg (533 000) und viele andere miteinander verbinden. Hinzu kommen die Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn; Duisburg am Rhein besitzt den größten Binnenhafen der Welt.

44 der 100 größten Firmen in Deutschland haben ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf ist einer der größten deutschen Bankenplätze. Bei den Versicherungs - unternehmen nimmt Köln einen der vorderen Plätze in Deutschland ein. Mit Düsseldorf, Köln, Dortmund und Essen besitzt Nordrhein-Westfalen vier international konkurrenzfähige Messestandorte.

Seit den siebziger Jahren des XX. Jahrhunderts ist in Nordrhein-Westfalen eine der dichtesten und vielfältigsten Hochschullandschaften entstanden: 52 Hoch - und Fachschulen bereiten an 70 Standorten rund 510 000 Studentinnen und Studenten auf ihre berufliche Zukunft vor.

Ein Netz von Technologiezentren und Transferstellen - darunter zehn Institute der Max-Plank - Gesellschaft sowie das Zentrum für Innovation und Technik „Zenit“ - sorgt dafür, dass das Know-how der Hochschulen auch den mittleren und kleineren Betrieben zugute kommt.

Weit mehr als zwölf Millionen Menschen besuchen jährlich die 570 Museen des Landes.

II

Die gesetzgebende Gewalt in Nordrhein-Westfalen übt das Parlament (der Landtag) aus. Der Landtag besteht aus den Abgeordneten, die vom Volk in allgemeiner, gleicher, unmittelbarer, geheimer und freier Wahl auf fünf Jahre gewählt werden.

Die Landesregierung besteht aus dem Ministerpräsidenten und den Landesministern. Nach Artikel 3 der Landesverfassung wird der Ministerpräsident vom Landtag gewählt. Er bestimmt vor allem die Richtlinien der Politik des Lades, führt den Vorsitz in der Landesregierung und leitet ihre Geschäfte. Zu seinen Aufgaben gehört es auch, die Minister zu ernennen und zu entlassen. Die Ministerien stehen als oberste Landesbehörden an der Spitze der Verwaltung.

Als Oberstes Gericht Nordrhein-Westfalens für staatsrechtliche Fragen besteht der Verfassungsgerichtshof. Weitere Obergerichte des Landes sind: die Obergerichte in Düsseldorf und Köln, das Oberverwaltungsgericht in Münster sowie das Landessozialgericht in Essen.

III

Heinrich Heine

Heinrich Heine, der größte deutsche Dichter und Publizist des XIX. Jahrhunderts, die bedeutendste Gestalt der deutschen revolutionären Demokratie, wurde am 13. Dezember 1797 als Sohn eines Kaufmanns in Düsseldorf geboren. Nach dem Besuch des Lyzeums in Düsseldorf 1815 war er als Kaufmannlehrling in Frankfurt tätig. 1819 begann sein Jurastudium in Bonn, Berlin, Göttingen. 1825 trat Heine vom Judentum zur evangelischen Kirche über.

führte der als Dichter bereits bekannte Heine ein Wanderleben, u. a. in Hamburg, London, München, Italien, Berlin, Potsdam, Helgoland, aber als freischaffender Schriftsteller finanziell von seinem reichen Onkel abhängig. 1813 siedelte er, um dem Druck der Reaktion zu entgehen, nach Paris über, wo er fortan als Dichter und Journalist tätig war.

1843 begann seine Freundschaft mit Karl Marx. 1843 und 1844 folgten seine Reisen nach Hamburg. 1845 verschlimmerte sich seine Krankheit, 1848 begann die „Matrazengruft“, an die Heine bis zu seinem Tode gefesselt war.

Bereits am Ende seiner ersten Schaffensperiode war Heine ein in Deutschland weithin bekannter Dichter. Die Gedichtsammlung „Buch der Lieder“ (1827) erlangte eine für die deutsche Literatur ungewöhnliche Popularität und Verbreitung.

Die bedeutendsten Werke Heines aus der Zeit seiner Freundschaft mit Karl Marx aber sind das Gedicht „Die schlesischen Weber“, in dem Heine den Weberaufstand 1844 darstellt, und die satirische epische Verdichtung „Deutschland. Ein Wintermärchen“,das den Höhepunkt des Heineschen Schaffens bedeutet. Dieses Werk gilt seiner weltanschaulicher Reife wegen zu Recht als eine der größten poetischen Leistungen der deutschen Literatur des XIX. Jahrhunderts.

Heinrich Heine starb am 17. Februar 1856 in Paris..

Rheinland-Pfalz

Einwohner 4,0 Mio

Fläche 19 849 qkm

Landeshauptstadt Mainz

I

Das Land Rheinland-Westfalen wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges am 30. August 1946 von der französischen Militärregierung geschaffen. Dabei wurden einige Teile zusammengefügt, die zuvor niemals verbunden waren: Teile der perußischen Rheinprovinzen, die linksrheinischen Gebiete Hessens und die bayerisch geprägte Pfalz. Im Lauf der Zeit wuchs Rheinland-Pfalz zusammen.

Die geographische Lage Rheinland-Pfalzes ist sehr vorteilhaft. Das modern ausgebaute Netz von Autobahnen und Bundesstraßen, die schnellen Bahnverbindungen zwischen den Städten Mainz, Kaiserstautern, Trier, Ludwigshafen und Koblenz, die großen Wasserstraßen Rhein und Mosel sowie die Nachbarschaft zu drei ökonomisch starken Zentren - Rhein-Main, Rhein-Neckar und Rhein-Ruhr - bieten beste Voraussetzungen dafür, dass Rheinland-Pfalz heute zu den dynamischsten Regionen Deutschlands zählt. Das Verhältnis der Bevölkerung zu den drei angrenzenden Nachbarstaaten (Frankreich, Luxemburg und Belgien) ist traditionell gut.

Der Mainzer Kurfürst war Erzkanzler des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“. Die älteste Synagoge Deutschlands wurde ab 1034 in romantischem Stil in Worms errichtet. In dieser Stadt lehnte der Reformator Martin Luther auf dem Reichstag von 1521 den Widerruf seiner Thesen ab. In Koblenz kämpfte 300 Jahre später die liberale Zeitung „Rheinischer Merkur“ gegen die napoleonische Herrschaft und gegen die Pressezensur.

Das Weltmuseum der Druckkunst, das Gutenberg-Museum in Mainz, zeigt seine Schütze in der Geburtsstadt des Erfinders des Buchdrucks, Johannes Gutenberg (). In Trier wurde der Philosoph und Begründer des wissenschaftlichen Sozialismus Karl Marx () geboren.

Из за большого объема этот материал размещен на нескольких страницах:
1 2 3