Mit einer Exportquote von rund 40 Prozent ist das Land deutscher Exportmeister. Die Wirschaft ist hier außerordentlich vielseitig: Rheinland-Pfalz ist ein Zentrum des Weinbaus, ein bedeutender Holzproduzent, einer der großen Chemiestandorte und Zulieferer für den Automobilbau. Bedeutendster industrieller Arbeitgeber ist die chemische und kunststoffverarbeitende Industrie: die Badische Anilin - und Soda-Fabrik (BASF) in Ludwigshafen ist das größte Chemiewerk Europas. Europas größte Fernsehanstalt, das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) hat ihren Sitz in Mainz.

II

In einem ersten Hauptteil der Verfassung vom 18.5.1947 werden Grundrechte und Grundpflichten statuiert: Freiheitsrechte, Gleichheitsrechte und öffentliche Pflichten der Einzelpersonen, Ehe und Familie, Schule, Bildung und Kulturpflege, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Selbstverwaltung der Kommunen, Wirtschafts - und Sozialordnung. Rheinland-Pfalz ist in drei Regierungsbezirke eingeteilt, diese wiederum in Landkreise und kreisfreie Städte.

Die Gesetzgebung liegt grundsätzlich beim Landtag, doch können Gesetze auch im Wege des Volksentscheids zu Stande kommen. Der Landtag besteht aus 100 vom Volk gewählten Abgeordneten.

Die vollziehende Gewalt liegt bei der Landesregierung, die aus dem Ministerpräsidenten und den Ministern besteht. Der Ministerpräsident wird vom Landtag gewählt. Er ernennt die Minister. Die Regierung bedarf zur Übernahme der Geschäfte noch der ausdrücklichen Bestätigung des Landtags. Der Ministerpräsident führt den Vorsitz in der Landesregierung; er bestimmt die Richtlinien der Politik und ist dafür dem Landtag verantwortlich. Innerhalb dieser Richtlinien leitet jeder Minister seinen Geschäftsbereich, der durch die Landesregierung bestimmt wird, selbständig und unter eigener Verantwortung gegenüber dem Landtag. Dieser kann der Regierung, dem Ministerpräsidenten oder einzelnen Ministern das Vertrauen entziehen.

Zur Entscheidung verfassungsrechtlicher Streitigkeiten besteht ein Verfassungsgerichtshof.

III

Johannes Gutenberg

Johannes Gensfleisch zum Gutenberg wurde zwischen 1394 und 1399 als jüngstes von drei Kindern einer Mainzer Patrizierfamilie geboren.

1411 kam es in Mainz zum Kampf zwischen den Patriziern und Verbänden von Handwerkern und Gutenberg sollte emigrieren. Lange Jahre lebte er in Strassburg und betrieb mancherlei handwerkliche Kunst. In Straßburg ließ er seine erste Druckerpresse bauen. Er war damit beschäftigt, die Technologie des Buchdrucks zu verbessern.

Als Gutenberg die neue Technologie fast fertig ausgearbeitet hatte, kehrte er um 1444 nach Mainz zurück. Hier gelangten ihm die ersten Drucke. Die Erfindung des Buchdruckes mit beweglichen Lettern durch Gutenberg um bedeutet den wichtigsten Abschnitt in der Geschichte des Buches. An der Stelle der einmaligen Handschrift trat das gedruckte Buch als Massenartikel mit größter Verbreitungsmöglichkeit. Diese Erfindung förderte die Entwicklung von Wissenschaft, Wirtschaft in Verkehr in der vielfältigsten Weise. Die Buchdruckerkunst trat 1460 in Bamberg, 1466 in Köln und danach in Nürnberg auf. Um 1500 gab es in Deutschland schon über 60 Druckorte.

1455 oder 1456 wurde Gutenbergs Hauptwerk, die Bibel, vollendet. Aus unbekannten Gründen kam es zwischen Gutenberg und seinem Geldverleiher zu Streitigkeiten, und das Gericht verurteilte Gutenberg zur Rückzahlung des geliehenen Geldes. Alle Erzeugnisse der Gutenbergschen Kunst gingen ohne Gutenbergs Namen in die Welt. Erst als Gutenberg fast 70 Jahre alt war, wurde ihm die verdiente Anerkennung zuteil, und der Bischof zu Mainz bewilligte ihm eine kleine Rente.

Am 3. Februar 1468 ist Johannes Gutenberg in Mainz gestorben. Auf seiner Gedenktafel in Mainz kann man heute die Worte lesen: „Hier auf dem grünen Berge wurde die Kunst des Buchdruckes erfunden, von hier aus verbreitete sich das Licht in die Welt.“

Saarland

Einwohner 1,1 Mio

Fläche 2 570 qkm

Landeshauptstadt Saarbrücken

I

Saarland ist das kleinste deutsche Flächenland. Die politische Entwicklung dieses Landes spiegelt die Wechselfälle der deutschen Geschichte im XX. Jahrhundert wider. Das an Kohlengruben und Stahlwerken reiche Gebiet wurde mit Inkrafttreten des Versailler Vertrages nach dem Ersten Weltkrieg 1920 vom Deutschen Reich abgetrennt und unter die Verwaltung des Völkerbundes gestellt. 1935 entschied sich die Bevölkerung mit über 90 Prozent der Stimmen für die politische Rückgliederung nach Deutschland. Ähnliches geschah nach dem Zweiten Weltkrieg: Die Besatzungsmacht Frankreich schloss die Grenze des Saarlandes zum übrigen Deutschland. Die Saarländer entschieden sich in einer Volksabstimmung 1955 erneut mit großer Mehrheit für die Zugehörigkeit zur Bundesrepublik. Frankreichs Zustimmung zu diesem Wunsch setzte einen Meilenstein auf dem Weg zur deutsch-französischen Aussöhnung. Die Rückgliederung am 1. Januar 1957 erfolgte gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik.

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Die Saar, ein Nebenfluss der Mosel, hat dem Land den Namen gegeben. Die Saar ist ein beliebtes Ziel von Touristen und Wanderern.

Die Saarhauptstadt Saarbrücken (188 000 Einwohner) ist zugleich Industriestandort und Kongressstadt, sie richtet die Internationale Saarmesse aus. Die Universität des Saarlandes in Saarbrücken sowie Musik-, Kunst - und weitere Hoch - und Fachhochschulen werden auch von vielen Studenten aus den Nachbarländern besucht.

Der Name der Stadt Saarlouis erinnert daran, dass hier vor rund 300 Jahren der französische König Ludwig XIV. eine Festung zum Schutz seiner Eroberungen im Westen Deutschlands errichten ließ.

Traditionelle Branchen Saarlands sind Glas- und Keramikindustrie, Maschinenbau, Metallverarbeitung, Elektrotechnik und chemische Industrie. Zu den Schwerpunkten gehören Informations - und Kommunikations - technologie, Materialforschung, Produktionstechnologie und Medizintechnik.

II

Nach Ablehnung des zwischen Frankreich und der Bundesrepublik vereinbarten Saarstatuts vom 23.10.1954 durch die saarländische Bevölkerung am 23.10.1955 beschloss der Landtag des Saarlandes am 14.12.1956 den Anschluss an die Bundesrepublik. Dementsprechend erließ der Bundestag am 23.12.1956 das Gesetz über die Eingliederung des Saarlandes.

Die Gesetzgebung liegt grundsätzlich beim Landtag; doch können Gesetze auch durch Volksentscheid beschlossen werden. Der Landtag besteht aus 50 Abgeordneten, die vom Volk nach den Grundsätzen des Verhältniswahlrechts gewählt werden.

Die vollziehende Gewalt wird von der Landesregierung als oberster Behörde ausgeübt. Sie besteht aus dem Ministerpräsidenten und den Ministern. Der Ministerpräsident wird vom Landtag gewählt; er ernennt mit Zustimmung des Landtags die Minister. Er führt den Vorsitz in der Landesregierung, leitet ihre Geschäfte und bestimmt die Richtlinien der Politik, innerhalb derer jeder Minister seinen Geschäftsbereich selbständig leitet. Die Landesregierung trägt gegenüber dem Landtag die Gesamtverantwortung für ihre allgemeine Politik und jeder Minister die Einzelverantwortung für seinen Geschäftsbereich.

Über die verfassungsrechtlichen Streitigkeiten entscheidet ein Verfassungsgerichtshof.

III

Max Ophüls

Der große deutsche Filmautor und Regisseur Max Ophüls wurde am 6. Mai 1902 als Maximilian Oppenheimer in Saarbrücken geboren. Er hat einige Jahre als Schauspieler und Regisseur in den Theatern Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gearbeitet.

Bedeutende Erfolge Max Ophüls gehören zum Jahr 1932. Das waren der Opernfilm „Die verkaufte Braut“ und die Verfilmung „Liebelei“ («Флирт») nach Schiller, wo er sehr genau die Atmosphäre des Lebens in Wien Ende des XIX. Jahrhunderts darstellte.

1933 musste er aus Deutschland emigrieren. Er arbeitete in Italien, in den Niederlanden, in Frankreich.

lebte und arbeitete Max Ophüls in den USA, aber seine Filme brachten ihm keinen Erfolg.

Nach dem II. Werltkrieg kehrte Ophüls nach Europa zurück und drehte zwischen 1950 und 1955 in Frankreich die Filme, die ihn berühmt machten.

Er starb 1957 in Hamburg.

Seit 1980 findet immer im Januar das Filmfestival Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken statt. Der Preis wird von einer internationalen Jury an Jungfilmer verliehen.

Freistaat Sachsen

Einwohner 4.5 Mio

Fläche 18 413 qkm

Landeshauptstadt Dresden

I

Sachsen ist mit rund 247 Einwohnern pro Quadratkilometer das bevölkerungsreichste Land unter den neuen Ländern und weist eine lange industrielle Tradition auf. Das Städtedreieck Dresden – Leipzig – Chemnitz war vor dem zweiten Weltkrieg das industrielle Herz Deutschlands. Leipzig (457 000 Einwohner) war einer der Brennpunkte des gewaltlosen Widerstandes gegen das Regime der DDR. Die großen Montagsdemonstrationen gipfelten am 9. Oktober 1989 in dem Ruf: „Wir sind das Volk!“.

An der Gesamtproduktion der Industrie haben neben dem Ernährungsgewerbe der traditionsreiche Maschinenbau, der Fahrzeugbau, die Metallerzeugung und - verarbeitung und die Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten und

–einrichtungen die höchsten Anteile. Zugleich entwickelt sich Dresden und sein Umland zu einem Zentrum der Mikroelektronik.

Die Porzellanmanufaktur Meißen existiert seit 1710. Das Markenzeichen, die gekreuzten blauen Schwerter sind weltbekannt. Johann Friedrich Böttger () hatte 1708 in seinem Laboratorium in Dresden die Rezeptur des „Weißen Goldes“ entdeckt.

Die erste Spiegelreflexkamera der Welt wurde in Dresden konstruiert, und heute so alltägliche Dinge wie Zahnpastatube, Filterzigarette, Mundwasser, Bierdeckel und Kaffefilter wurden hier entwickelt.

Dresden begeht 2006 sein 800jähriges Jubiläum. Diese Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört. Heute ist die Stadt, die ehemals wegen ihrer architektonischen Pracht und Eleganz „Elbflorenz“ genannt wurde, wieder ein Touristenmagnet und zählt jährlich mehr als fünf Millionen Besucher. Seit über 800 Jahren ist Leipzig, von Goethe im „Faust“ als „klein Paris“ bezeichnet, Messestadt.

Vier Universitäten: in Leipzig, Freiberg, Dresden und Chemnitz, zahlreiche Hoch - und Fachhochschulen bieten die vielfältigste Hochschulstruktur in den neuen Ländern.

Sachsen hat viele Kapitel der deutschen Kulturgeschichte mitgeschrieben. Die Komponisten Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach, Carl Maria von Weber, Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schuman, Richard Wagner und Richard Strauss wirkten hier und führten bedeutende Werke erstmals auf.

Sachsen bietet eine Vielzahl prunkvoller Schlösser, kunstvoller Parks und Gärten, meist aus der Barockzeit.

II

Nach der Verfassung vom 27.5.1992 ist Sachsen ein demokratischer, dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Kultur verpflichteter sozialer Rechtsstaat. In einem eigenen Abschnitt der Verfassung werden die Grundrechte gewährleistet. Das Volk der Sorben genießt besonderen Schutz. Sachsen gliedert sich in 3 Regierungsbezirke, diese wiederum in Landkreise und kreisfreie Städte.

Die Gesetzgebung steht dem Landtag oder unmittelbar dem Volk zu. Der Landtag wird vom Volk auf fünf Jahre nach den Grundsätzen der Persönlichkeits - und Verhältniswahl gewählt. Gesetzesvorlagen werden von der Staatsregierung aus der Mitte des Landtags oder vom Volk durch Volksantrag eingebracht. Der Landtag kann zum Volksentscheid einen eigenen Gesetzesentwurf beifügen. Verfassungsändernde Gesetze können vom Landtag mit Zwei-Drittel-Mehrheit durch Volksentscheid mit Mehrheit der Stimmberechtigten beschlossen werden.

Die Staatsregierung besteht aus dem Ministerpräsidenten und Staatsministern. Als weitere Mitglieder der Staatsregierung können Staatssekretäre ernannt werden. Der Ministerpräsident wird vom Landtag mit der Mehrheit seiner Mitglieder ernannt werden. Der Ministerpräsident beruft und entlässt die Staatsminister und die Staatssekretäre. Er vertritt das Land nach außen. Der Landtag kann dem Ministerpräsidenten das Vertrauen nur dadurch entziehen, dass er mit der Mehrheit seiner Mitglieder einen Nachfolger wählt.

Der Verfassungsgerichtshof besteht aus 5 Berufsrichtern und 4 anderen Mitgliedern. Die Mitglieder des Verfassungsgerichtshofs werden vom Landtag mit Zwei-Drittel-Mehrheit auf die Dauer von neun Jahren gewählt. Den Vorsitz führt immer ein Berufsrichter.

III

Weißes Gold mit blauen Schwerten

Chinesisches Porzellan war im XVII. Jahrhundert eine Kostbarkeit und wurde von Fürsten und Königen gesammelt. Zwischen Stockholm und Rom wurden die Vasen, Tassen und Teller aus diesem asiatischen Land höher als Gold und Edelsteine gehandelt. Menschen wurden mit Porzellan bezahlt. 1717 kaufte Friedrich Wilhelm I. von Preußen 600 sächsische Soldaten. Er bezahlte sie dem sächsischen Kurfürsten August dem Starken mit 14 Vasen aus China und weiterem Porzellan. Es waren sehr viele Versuche unternommen, hinter das Geheimnis seiner Herstellung zu kommen.

1701 ließ August der Starke den 18-jährigen Johann Friedrich Böttger auf der Albrechtsburg in Meißen einsperren. Er befahl dem jungen Mann, der zuvor in einer Berliner Apotheke experimentiert hatte, Gold zu erzeugen. Böttger mischte und kochte acht Jahre lang alle möglichen Essenzen und Pülverchen. Doch Gold entstand dabei nicht. Doch dafür kam Böttger gemeinsam mit dem Physiker von Tschirnhaus dem Geheimnis der Porzellanherstellung auf die Spur.

Im März 1709 meldete Böttger dem Kurfürsten „das gute weiße samt der allerfeinsten Glasur und allem zugehörigen Mahlwerk“ herstellen zu können.

Ein Jahr später begann auf der Albrechtsburg in Meißen die erste Porzellanmanufaktur Europas ihre Tätigkeit. Damit Böttger sein Geheimnis nicht verraten konnte, blieb er bis zu seinem Tode Gefangener des Kurfürsten von Sachsen.

Porzellan aus Meißen mit dem Markenzeichen der zwei gekreuzten blauen Schwerten ist seitdem weltweit bekannt. Der Betrieb zählt gegenwärtig rund 1200 Mitarbeiter, davon 450 Maler, die das kostbare und in aller Welt gefragte Porzellan mit Dekor in Handarbeit versehen.

Sachsen-Anhalt

Einwohner 2,7 Mio

Fläche 20 455 qkm

Landeshauptstadt Magdeburg

I

Die Elbe durchfließt auf einer Länge von rund 300 Kilometern das Land.

Die Landeshauptstadt Magdeburg, 805 erstmals urkundlich erwähnt, ist mit 246 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes. Hier steht die erste auf deutschem Boden erbaute gotische Kathedrale. Sie wurde 1363 geweiht und beherbergt das Grab von Kaiser Otto I. Das Kloster Unser Lieben Frauen (1160) ist nahezu unverändert erhalten. Das ist das älteste Gebäude der Stadt. Dom, Marktkirche und Roter Turm dominieren den historischen Marktplatz in Halle (270 000 Einwohner). Diese Stadt kam im Mittelalter durch Salzgewinnung zu Reichtum. In Dessau (90 100 Einwohner) setzte von 1925 an Walter Gropius mit dem „Bauhaus“ weltweite architektonische Maßstäbe. Die Altstadt von Quedlinburg wurde mit ihren 1200 Fachwerkhäusern in die Liste des Weltkulturerbes

In Sachsen-Anhalt hat sich eine umfangreiche Lebensmittelindustrie (u. a. Zuckerfabriken) angesiedelt. Für Magdeburg und Dessau ist der Schwermaschinen - und Fahrzeugbau bestimmend.

Im Süden Sachsen-Anhalts wurde das erste Ganzmetallkabinen-Verkehrsflugzeug der Dessauer Junkerswerke gebaut. 1936 wurde der erste Farbfilm der Welt von Agfa Wolfen vorgestellt.

In Eisleben wurde Martin Luther () geboren und ist auch dort gestorben. Die Schlosskirche zu Wittenberg, an deren Tür er 1517 seine 95 Thesen angeschlagen hat, wurde zu seiner letzten Ruhestätte. Auf der Burg Falkenstein schrieb Eike von Pepgow im 13. Jahrhundert den „Sachsenspiegel“, das bedeutendste Rechtsbuch des Mittelalters.

Georg Friedrich Händel wurde in Halle geboren, Johann Sebastian Bach komponierte am Fürstenhof in Köthen seine „Brandenburgischen Konzerte“. Der Naturwissenschaftler Otto von Guericke, zeitweise Bürgermeister von Magdeburg, demonstrierte 1663 mit den Magdeburger Halbkugeln die Wirkung des Vakuums und entdeckte das Prinzip der Luftpumpe.

Otto von Bismarck, deutscher Reichskanzler von 1871 bis 1890, wurde in Schönhausen in der Altmark geboren. Anlässlich seines 100- Todestages wurde 1998 in seinem Geburtsort ein Bismarck-Museum eröffnet.

II

Nach der Verfassung vom 16.7.1992 ist Sachsen-Anhalt ein demokratischer, sozialer und dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen verpflichteter Rechtsstaat. In eigenen Abschnitten der Verfassung sind Grundrechte, Einrichtungsgarantien (institutionelle Garantien) und Staatsziele bestimmt. Sachsen-Anhalt gliedert sich in 3 Regierungsbezirke, diese wiederum in Landkreise und kreisfreie Städte.

Die Gesetzgebung erfolgt durch den Landtag und durch Volksentscheid. Der Landtag wird vom Volk in freier, gleicher allgemeiner, geheimer und unmittelbarer Wahl nach einem Verfahren gewählt, das Persönlichkeits - und Verhältniswahl verbindet. Die Wahlperiode beträgt vier Jahre. Verfassungsänderungen durch Landtagsbeschluss bedürfen der Zwei-Drittel-Mehrheit. Verfassungsänderungen durch Volksentscheid bedürfen einer Zwei-Drittel-Mehrheit der Abstimmenden, mindestens jedoch der Hälfte der Wahlberechtigten.

Die Landesregierung besteht aus dem Ministerpräsidenten und den Ministern. Der Ministerpräsident wird vom Landtag gewählt. Der Ministerpräsident ernennt und entlässt die Minister. Er vertritt das Land nach außen. Der Landtag kann dem Ministerpräsidenten das Misstrauen nur dadurch aussprechen, dass er mit der Mehrheit seiner Mitglieder einen Nachfolger erwählt.

Das Landesverfassungsgericht besteht aus 7 Richtern. Die Verfassungsrichter werden vom Lantag mit Zwei-Drittel-Mehrheit gewählt.

III

Otto von Bismarck

Otto Fürst von Bismarck (Otto von Schönhausen), der preußisch-deutsche Staatsmann, der erste Reichskanzler des Deutschen Reiches , wurde im Jahre 1815 in Schönhausen in einer Junkerfamilie geboren. Otto von Bismarck war der Schöpfer des zweiten deutschen Kaiserreichs, das ein Bund der deutschen Fürsten war.

Otto von Bismarck gehörte den äußersten Rechten an. 1862 wurde er zum preußischen Ministerprösidenten ernannt. In drei Kriegen - 1864 gemeinsam mit Österreich gegen Dänemark, 1866 gegen Österreich und 1870/1871 gegen Frankreich – hat er die Vollmachtstellung Preußens in Deutschland geschaffen, den Deutschen Bund zerstört, Österreich aus Deutschland ausgeschlossen, Frankreich besiegt und den Grund für Deutschlands Einigung unter preußischer Führung gelegt. Er setzte die preußische Heeresreform durch, stellte auf undemokratischem Wege durch eine „Revolution von oben“ – durch Kriege – die Rechtseinheit her.

1867 wurde er Kanzler des neugegründeten Norddeutschen Bundes, 1– Reichskanzler, „der eiserne Kanzler“ genannt.

Innerpolitisch bekämpfte er die katholisch-klerikale Opposition und die Arbeiterbewegung (1878 setzte er das Ausnahmegesetz gegen die Sozialdemokraten, das sogenannte Sozialistengesetz, durch).

Die Verfassung des neuen Kaiserreichs vom 16. April 1871 ist nicht von einer Nationalversammlung entworfen worden, sondern das Werk Otto Bismarcks.

Das Scheitern des Sotialistengesetzes und außerpolitische Schwierigkeiten führten im März 1890 zu seinem Sturz.

Otto von Bismarck starb 1898.

„Nicht durch Reden und Mayoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen der Zeit entschieden – das ist der Fehler von 1848 und 1849 gewesen – sondern durch Eisen und Blut“. Otto von Bismarck.

Gegen Ende seiner Amtszeit sagt Bismark im Reichstag: „Wir Deutsche fürchten Gott, aber sonst nichts in der Welt, und die Gottesfurcht ist es schon, die uns den Frieden lieben und pflegen lässt.“ Von diesem Satz gerieten allerdings die Worte über die Friedensliebe in Vergessenheit.

Bismark warnte Deutschland vor dem Krieg gegen Russland. Er meinte, dass ein solcher Krieg äußerst gefährlich für Deutschland würde.

Schleswig-Holstein

Einwohner 2,7 Mio

Fläche 15 729 qkm

Landeshauptstadt Kiel

I

Schleswig-Holstein liegt als einziges deutsches Land an zwei Meeren: an Nord - und Ostsee. Es ist Drehscheibe für die Länder rund um die Ostsee, die mit mehr als 50 Millionen Einwohnern zu den Zukunftsregionen Europas gehören. Natürliche Schönheit Schleswig-Holsteins soll bewahrt werden. Deshalb wird der Erhaltung der Umwelt große Bedeutung beigemessen. Die Reinhaltung der Meere sowie Natur - und Bodenschätze sind wichtige Ziele der *****nd 13 Millionen Gäste kommen jedes Jahr ins Land.

Die Landeshauptstadt Kiel (244 000 Einwohner) wird alljährlich während der „Kieler Woche“ im Sommer zum Treffpunkt für die Internationale Segler-Elite, verbunden mit einem großen Volksfest.

Die Stadt Lübeck (216 000 Einwohner) ist die „Königin der Hanse“, von der UNESCO wegen der sehenswerten mittelalterlichen Baukunst in die Liste des „Weltkulturerbes der Menschheit“ aufgenommen. In die Weltliteratur gingen die Romane der Lübecker Brüder Heinrich und Thomas Mann ein. Lübeck-Trävemünde ist einer der wichtigsten europäischen Fährhäfen. Flensburg (86 000 Einwohner) versammelt einmal im Jahr originalgetreu restaurierte oder nachgebaute Segelschiffe zum „Rum-Regatta“.

In den zurückliegenden Jahren hat sich in Schleswig-Holstein ein tiefgreifender Wandel vom Agrar - und Fischereiland zu einem modernen Wirtschafts - und Technologiestandort *****nd eine Million Hektar des Landes werden landwirtschaftlich genutzt. Die Zukunft gehört indessen den modernen Technologien wie Meeres - und Medizintechnik, Software-Produktion sowie Energie - und Umwelttechnik. Schleswig-Holstein ist mit über 1 500 Anlagen Windenergie-Land Nummer 1 in Deutschland, nimmt eine der Spitzenpositionen bei der Ausstattung mit Technologiezentren ein und zählt allein im Bereich der Informations - und Kommunikationsbranche (Software) weit über 1 000 Unternehmen.

In Schleswig-Holstein gibt es drei Universitäten und vier staatliche sowie zwei private Fachhochschulen. Zahlreiche Nordseeinseln, die Ostseebäder, der Nationalpark Wattenmeer an der Nordsee sind besuchenswerte Orte Deutschlands.

II

Nach der Verfassung vom 13.12.1949 ist Schleswig-Holstein ein Gliedstaat der Bundesrepublik Deutschland.

Laut Artikel 10 der Landesverfassung ist der Landtag das oberste Organ der politischen Willensbildung. Er wählt den Ministerpräsidenten, übt die gesetzgebende Gewalt aus, kontrolliert die vollziehende Gewalt und behandelt öffentliche Angelegenheiten.

Artikel 12 regelt die Aufgaben und Stellung der parlamentarischen Opposition.

Die Gesetze werden vom Landtag oder durch Volksentscheid beschlossen. Artikel 41, 42 regeln Initiativen aus dem Volk, Volksbegehren und Volksentscheid.

Die Landesregierung ist im Bereich der vollziehenden Gewalt oberstes Leitungs-, Entscheidungs - und Vollzugsorgan. Der Ministerpräsident ist der Regierungschef. Er beruft die Landesregierung

Die Richter werden von den zuständigen Ministern gemeinsam mit einem Richterwahlausschuss berufen.

III

Heinrich, Thomas und Klaus Mann

Der bedeutende deutsche Romancier und Novellist, auch Dramatiker, gedankentiefer Essayist wurde am 27. März 1871 in der Familie eines wohlhabenden Patriziers geboren. Er lernte im Buchhandel, studierte in Berlin und München und besuchte 1893 erstmals Frankreich. Anschließlich lebte er mit Unterbrechungen bis 1898 in Italien. Bis zum ersten Weltkrieg hielt er sich in München und Berlin auf.

1915 erschien sein „Zola“-Essay. Das war eine prophetisch-kühne Proklamation der Demokratie. 1918 begrüsste Heinrich Mann die Novemberrevolution und entfaltete in der Weimarer Republik eine publizistische Tätigkeit.

1933 wurde er aus der preußischen Dichterakademie ausgeschlossen, und seine Bücher wurden verbrannt. Er emigrierte nach Frankreich und 1940 nach Kalifornien. In seinen zahlreichen Werken – 18 Romane, ca. 70 Novellen, zahlreiche Essays und publizistische Arbeiten - weist er sich als humanistischer Kämpfer gegen den Imperialismus des preußischen Kaiserreichs und als Antifaschist. Sein Roman „Professor Unrat“ wurde unter dem Titel „Der blaue Engel“ verfilmt.

Heinrich Mann starb am 12. März 1950 in Santa Monica in Kalifornien.

Thomas Mann, der bedeutendste bürgerlich-humanistische Romancier und Erzähler der deutschen Literatur des XX. Jahrhunderts, gedankentiefer Essayist, wurde am 6. Juni 1875 in Lübeck geboren. Thomas Mann, Bruder von Heinrich Mann und Vater von Klaus Mann, war Sohn eines Kaufmanns. Nach dem Erwerb der mittleren Reife 1893 in München wurde er Volonteur bei einer Versicherungsgesellschaft; 1894 Mitarbeiter an der kritisch-satirischen Zeitschrift „Simplizissimus“ und für einige Semester Hörer an Münchner Hochschulen, 1895-97 zusammen mit Heinrich Heine Aufenthalt in Italien, dann die erneute Tätigkeit für „Simplizissimus“ (Lektor und Korrektor).

1901 erscheint sein erster Roman „Buddenbrocks“, für diesen Roman erhielt er Nobelpreis 1929. Dieser Roman verfolgt den geistig-moralischen und wirschaftlichen Niedergang eines Lübecker Kaufmannsgeschlechts durch vier Generationen.

1933 folgte seine Emigration zunächst in der Schweiz, dann die Übersiedlung nach den USA. In der Emigration setzte Thomas Mann mit publizistischen Mitteln den Kampf gegen den Faschismus fort.

Von Mitte der zwanziger Jahre mit Unterbrechungen bis 1943 arbeitete er an seiner Roman-Tetralogie „Joseph und seine Brüder“. In diesem großen „Humanitätspoem“ hat der Dichter die alttestamentarische Fabel nacherzählt, vertieft und ausgeweitet.

Thomas Mann starb am 12. August 1955 in Zürich.

Klaus Mann, Prosaschriftsteller von bürgerlich-humanistischer, kämpferisch-antifaschistischer Haltung, ältester Sohn von Thomas Mann, wurde am 18. November 1906 in München geboren.

1933 emigrierte er aus Deutschland. Er wohnte zeitweise in Amsterdam, Paris, Zürich, Prag. Er übte vielfältige antifaschistische Tätigkeit aus, gründete und leitete die Emigrantenzeitschrift „Die Sammlung“, nahm an den Schriftstellerkongressen in Moskau und Paris teil.

1936 übersiedelte er in die USA. 1938 besuchte er das von den Faschisten belagerte Madrid, dann folgten viele Vortragsreisen. Später trat er in die USA-Armee ein, mit der er dann nach Deutschland zurückkehrte.

Sein bedeutendster Roman „Mephisto“ (1936) stellt in der objektivierter Gestaltung die Karriere eines Schauspielers dar, der mit dem Faschismus paktiert und ihn als das Vernünftige interpretiert, obwohl er um dessen Barbarismus weiß.

Klaus Mann starb am 22. Mai 1949 in Cannes.

Freistaat Thüringen

Einwohner 2,5 Mio

Fläche 16 171 qkm

Landeshauptstadt Erfurt

I

Thüringen liegt in der geographischen Mitte Deutschlands und umfasst als Kernlandschaft das schüsselförmige Thüringer Becken und den Thüringer Wald.

Thüringen ist Nachbar von fünf Ländern, zahlreiche Autobahnen durchziehen Thüringen in allen Richtungen.

Die Landeshauptstadt ist das als „Blumenstadt“ bezeichnete Erfurt (208 000 Einwohner) mit seiner an Patrizierhäusern, Kirchen und Klöstern ungewöhnlich reichen Altstadt – ein architektonisches Freilichtmuseum. Im Laufe von Jahrhunderten wetteiferten die Herrscher in diesem Gebiet vor allem auf kulturellem Gebiet miteinander. Der bedeutendste von ihnen war Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (). Er holte den Schriftsteller und Shakespeare-Übersetzer Christoph Martin Wieland (), den Dichter und Sprachforscher Johann Gottlieb Herder () und vor allem Johann Wolfgang Goethe (1in seine Residenzstadt, die um 1800 zu einem Zentrum der deutschen und europäischen Geisteslebens wurde. Im Weimar entstanden einige von Goethes berühmtesten Werken, so zum Beispiel die endgültige Fassung des „Faust“. Von 1787 bis 1789 und von 1799 bis 1805 lebte auch Friedrich Schiller in Weimar und schrieb hier unter anderem seinen „Wilhelm Tell“. In der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts konzertierte und komponierte Ferenz Liszt () in Weimar. In Weimar entstand die erste deutsche Republik, die „Weimarer Republik“, deren Verfassung 1919 in Weimar ausgearbeitet und verabschiedet worden war.

In Eisenach wurde 1685 Johann Sebastian Bach als Sohn einer bekannten Musikerfamilie geboren. Auf der nahgelegenen Wartburg übersetzte 1522 Martin Luther das Neue Testament ins Deutsche – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur neuzeitlichen deutschen Schriftsprache. Der 450. Todestag des Reformators war Anlass eines „Luther-Jahres 1996“ in Thüringen.

Heute entwickeln sich in Thüringen neue marktgerechte Strukturen. So wurde die „Jenoptik“ zum international handelnden High-Tech-Konzern. Mit vier Universitäten (Jena, Weimar, Erfurt und Ilmenau), weiteren Fachhochschulen, rund 50 Forschungseinrichtungen und 20 Technologie - zentren weist Thüringen eine dichte Wissenschaftslandschaft auf. In Jena (100 000 Einwohner) hat heute weiterhin die optische Industrie ihr Zentrum. Maschinen werden vor allem in Gera (121 000 Einwohner) und in Erfurt gebaut. In der Landeshauptstadt hat auch die Mikroelektronik ihren Schwerpunkt. In Eisenach überwiegt traditionell die Automobilindustrie mit ihren Zulieferern; das neue Opelwerk ist das Automobilwerk mit der höchsten Produktivität in Europa. Als weitere Großindustrien finden sich in Thüringen Elektrotechnik, Glashütten und Feinkeramik, Holz - verarbeitung, Textil - und Bekleidungs - sowie chemische Industrie.

Die Fläche Thüringens wird zur Hälfte landwirtschaftlich genutzt. Angebaut werden Getreide, Raps, Kartoffeln und Zuckerrüben.

II

Die Verfassung des Freistaats Thüringen vom 25.10.1993 ist am vorläufig, mit der Bestätigung durch den Volksentscheid vom 16.10.1994 endgültig in Kraft getreten. Die Verfassung regelt in Artikeln 1-43 Grundrechte, Staatsziele und Ordnung des Gemeinschaftslebens. Nach Artikel 44 der Thüringer Verfassung ist der Freistaat Thüringen ein demokratischer, sozialer und dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen verpflichteter Rechtsstaat.

Nach Art. 47 steht die Gesetzgebung dem Landtag (Art. 48 ff.) und dem Volk zu. Der Landtag kann dem Volk auch einen eigenen Gesetzesentwurf zum Gegenstand des Volksbegehrens zur Entscheidung vorlegen. Verfassungsändernde Gesetze bedürfen jeweils einer Zwei-Drittel-Mehrheit.

Die vollziehende Gewalt liegt bei der Regierung und den Verwaltungsorganen. Die Landesregierung besteht aus dem Ministerpräsidenten und den Ministern. Der Ministerpräsident wird vom Landtag gewählt, er ernennt und entlässt die Minister, bestimmt die Richtlinien der Regierungspolitik und vertritt das Land nach außen.

Die rechtsprechende Gewalt wird durch unabhängige Gerichte ausgeübt. Es besteht ein Verfassungsgerichtshof mit ausgedehnter Zuständigkeit (unter anderem Entscheidungen über Verfassungsbeschwerden, die von jedem mit der Behauptung erhoben werden kann, durch die öffentliche Gewalt in seinen Grundrechten, grundrechtsgleichen oder statsbürgerlichen Rechten verletzt zu sein).

III

Friedrich Schiller

Friedrich Schiller, neben Goethe größter deutscher Dichter und Repräsentant der klassischen deutschen Nationalliteratur, wurde am 10. November 1769 als Sohn eines Wundarztes und Offiziers in Marbach geboren. Er verlebte seine Kindheit in Marbach und Lorch, besuchte eine Lateinschule in Ludwigsburg. Auf Befehl des Herzogs Karl Eugen wurde er Zögling der militärischen Pflanzschule. Später studierte er Medizin.

Er las, allem Zwang trotzend, heimlich die Werke Lessings, Goethes, Shakespeares, Rousseau u. a. und verfasste sein geniales Erstlingsdrama „Die Räuber“ (1781). Nach Verbot des Herzogs, „Komödien und dergleichen Zeugs“ zu schreiben, floh er mit seinem Freund nach Mannheim. Hier entstand sein Trauerspiel „Kabale und Liebe“. 1785 übersiedelte er nach Leipzig und später nach Dresden (Vollendung des „Don Karlos“).

1788 geschah seine erste Begegnung mit Goethe, 1789 wurde er auf Vermittlung Goethes unbesoldeter Professor für Philosophie in Jena (seine Antrittsrede: „Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?“). 1792 erfolgte seine Ernennung zum Ehrenbürger der Französischen Republik. 1792 – 1798 entstanden einige historische Werke und aus der intensiven Beschäftigung mit Kants Philosophie einige ästhetischen Schriften. 1794 begann seine Freundschaft mit Goethe und gemeinsame Arbeit an den Kunstzeitschriften.

1799 übersiedelte er endgültig nach Weimar. Hier entstanden seine Theaterstücke („Maria Stuart“, „Die Jungfrau von Orleans“, „Die Braut von Messina“ und „Wilhelm Tell“). 1802 wurde er geadelt. 1804 folgte seine Reise nach Berlin, wo er trotz schwerer Krankheit unermüdlich tätig war.

Friedrich Schiller starb über der Arbeit an der „Demetrius“-Tragödie am 9. Mai 1805 im Weimar. 1827 wurden seine Gebeine in die Fürstengruft (jetzt: Goethe - und Schillergruft) überführt.

Obwohl Schillers Weltruhm auf seinem dramatischen Schaffen beruht, leistete er auch auf lyrischem Gebiet bedeutende Werke. Viele Balladen Schillers wurden vom bekannten russischen Dichter Shukovsky übersetzt.

Список использованной литературы

1. Creifelds Rechtswörterbuch. Verlag C. H. Beck. München, 2002.

2. Tatsachen über Deutschland. Societäts-Verlag. Frankfurt am Main, 1999.

3. Deutsches Schriftstellerlexikon von Günter Albrecht u. a. Weimar. 1963.

4. Schauspielführer in drei Bänden. Herausgegeben von Karl Heinz Berger u. a. Henschelverlag. Berlin. 1966.

5. Deutsche, die ein jeder kennen muss. H. Д. Смурова. Ленинград. 1972.

6. Deutschland. Land und Leute. Panassyk. Minsk. 1996.

7. Demokratie als Auftrag. Presse - und Informationsamt der Bundesregierung. 1994.

8. Deutschland. Kulturelle Entwicklungen seit 1945. Max Hueber-Verlag. München. 1969.

9. Mayers Handlexikon. Bibliographisches Institut Leipzig. 1977.

10. Das Loch im Hut der Königin. Ein preußisch-deutscher Pitaval. Peter Kaiser u. a. Militätverlag der DDR. Berlin. 1980.

Inhaltsverzeichnis

Объяснительная записка и методические указания.........2

Deutschland ...........................................................................3

Baden-Württemberg. Wilhelm Hauff. .....................................5

Freistaat Bayern. Georg Simon Ohm. ....................................8

Berlin. Wilhelm und Alexander von Humboldt. .....................12

Brandenburg. Zur Geschichte Preußens. .............................16

Freie Hansestadt Bremen. Die Hanse. .................................20

Freie und Hansestadt Hamburg. Felix Mendelssohn Bartholdy. .............................................................................23

Hessen. Johann Wolfgang von Goethe. ...............................27

*****dolf Virchow. .......................30

Niedersachsen. Die Brüder Grimm. .....................................34

Nordrhein-Westfalen. Heinrich Heine. ..................................37

Rheinland-Pfalz. Johannes Gutenberg. ...............................41

Saarland. Max Ophüls. .........................................................44

Freistaat Sachsen. Weßes Gold mit blauen Schwerten........47

Sachsen-Anhalt. Otto von Bismarck. ....................................51

Schleswig-Holstein. Heinrich, Thomas und Klaus Mann. .....55

Freistaat Thüringen. Friedrich Schiller. ................................59

Список использованной литературы. .............................. 63

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