Ein Haushalt zeichnet sich durch seine Konsumorientierung aus. Güter und Dienstleistungen werden zur Deckung des eigenen Bedarfs gebraucht und verbraucht. Die Tatsache, dass in Haushalten auch produziert wird, etwa bei der Zubereitung eines Essens oder der Reparatur eines Fahrrades, darf im Rahmen einer typisierenden Betrachtungsweise vernachlässigt werden. Grundsätzlich gilt, dass Haushalte konsumorientiert und auf die Deckung des Eigenbedarfs ausgerichtet sind. Haushalte können unterteilt werden in:

a) öffentliche Haushalte, also die Haushalte der Kommunen, Länder und des Bundes;

b) private Haushalte, hierbei kann es sich um Ein - oder Mehrpersonenhaushalte handeln.

Während private Haushalte sich dadurch auszeichnen, dass sie Individualbedürfnisse ihrer Mitglieder zu befriedigen suchen, orientieren öffentliche Haushalte ihren Bedarf an den Bedürfnissen der privaten Haushalte, also an den Kollektivbedürfnissen. Grundsätzlich lösen Haushalte die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen aus.

Den konsumorientierten Haushalten stehen die produktionsorientierten Unternehmen gegenüber. Das Wort „produzieren“ muss im weitesten Sinne des Wortes verstanden werden, so ist etwa die Bereitstellung einer Dienstleistung (z. B. einer Tasse Kaffee) ebenso das Produkt einer Unternehmung wie die Herstellung einer Kaf­feemaschine. Eine Einteilung der Unternehmen kann erfolgen in:

a) öffentliche Unternehmen

b) private Unternehmen.

Ob es sich bei einem Unternehmen um ein öffentliches oder ein privates Unternehmen handelt, ist nicht immer einfach ab­zugrenzen.

Fragen zum Text:

1.  Wodurch zeichnet sich ein Haushalt aus?

2.  Worauf sind Haushalte ausgerichtet?

3.  Wie kann man Haushalte unterteilen?

4.  Woran orientieren öffentliche Haushalte ihren Bedarf?

Text 10. BETRIEB, UNTERNEHMUNG UND UNTERNEHMER

Die Begriffe “Betrieb“ und “Unternehmen/Unternehmung” werden im allgemeinen Sprachgebrauch nicht sauber getrennt: Häufig wird “Betrieb” als der umfassende angesehen, da er produktive soziale Systeme in allen Wirtschaftsordnungen bezeichnet. “Unternehmen/Unternehmung” wird gebraucht, wenn man die erwerbwirtschaftliche Zielsetzung in Betracht zieht, was in der Marktwirtschaft von ausschlaggebender Bedeutung ist.

Dann sieht man die Unternehmung als Begriff an und den Betrieb als Teil der Unternehmung.

– Die Unternehmung ist eine rechtlich und wirtschaftlich selbständige Einheit der Volkswirtschaft, die nach eigenem Wirtschaftsplan und auf eigenes Risiko arbeitet, mit der Absicht, einen Gewinn zu erzielen.

– Der Betrieb ist eine räumlich-technisch-soziale Einheit, die Leistungen erstellt, wirtschaftlichen Zielsetzungen folgt, aber wirtschaftlich unselbständig ist.

– Eine Unternehmung kann aus mehreren Betrieben bestehen, nicht aber ein Betrieb aus mehreren Unternehmen.

Hierzu kommen noch Begriffe wie “Firma”, “Fabrik”, “Werk” und “Geschäft”. Der Begriff “Firma” bezeichnet den Namen der Unternehmung, die Begriffe “Fabrik” und “Werk” stellen die produktionswirtschaftliche Seite eines Betriebes heraus. “Geschäft” im engeren Sinne ist eine Kaufstelle oder eine Dienststelle (Büro, Kontor, Office), im weiteren Sinne ist das Geschäft entweder eine Handels - oder Bankoperation oder andere wirtschaftliche Tätigkeiten.

Was den Unternehmer sebst anbetrifft, ist er nach moderner Auffassung eine Gestalt in der kapitalitisch-liberalistischen Marktwirtschaft, der Repräsentant einer ganzen ökonomischen Epoche, in der ihm die führende Rolle zukommt.

Das eigentliche Wesen des Unternehmers beruht auf seiner Funktion eines Wirtschaftsführers, der immer “neue Kombinationen” der begrenzten Produktionsmittel durchsetzt und damit die Wirtschaft ständig dynamisch macht. Seine Tätigkeiten sind auf Erzeugung neuer Produkte oder neuer Qualitäten der Produkte, auf Einführung neuer Produktionsmethoden und neuer Organisationen der Produktion auf Erschließung neuer Absatzmärkte gerichtet.

Der Unternehmer kann die leitende Tätigkeit und Eigentum an der Unternehmung in sich vereinigen (Fabrikherr, Kaufmann, Industriekapitan), er kann als Geschäftsführer im Anstellungsvertrag mit der Unternehmung stehen (Direktor, Betriebsleiter, Manager), er muss nicht notwendig Eigentum an den Produktionsmitteln haben, aber leitende Funktionen ausüben.

Nach dem Handelsrecht kann Unternehmer (in älteren, noch geltenden Vorschriften als “Prinzipal” bezeichnet) eine natürliche Person, eine Personengesellschaft oder eine juristische Person des privaten oder öffentlichen Rechts sein, die einen Gewerbebetrieb unterhält.

Fragen zum Text:

1.  Wie sieht man die Unternehmung und den Betrieb an?

2.  Was bedeutet der Begriff “Unternehmung”?

3.  Was heißt “Betrieb”?

4.  Was ist “Firma”?

5.  Worauf beruht das eigentliche Wesen des Unternehmers?

НЕ нашли? Не то? Что вы ищете?

6.  Welche Funktionen kann der Unternehmer ausüben?

Text 11. ARTEN VON UNTERNEHMUNGEN

Die Unternehmung ist eine rechtlich und wirtschaftlich selbständige Einheit der Volkswirtschaft mit wirtschaftlicher Zielsetzung und einem eigenen finanziellen Gefüge.

Träger dieses Gebildes sind Unternehmer, die eine oder mehrere Personen sein können. Die Unternehmer setzen Kapital ein mit dem vorrangigen Ziel, Gewinne zu erzielen. Zwangsläufig ist damit auch das Verlustrisiko verbunden, etwa dann, wenn falsche unternehmerische Entscheidungen getroffen werden. In der Festlegung ihrer Pläne sind die Unternehmer autonom, das heißt insbesondere staatliche Stellen können ihnen dafür keine Vorschriften machen. Die Marktwirtschaft garantiert den Unternehmern das Privateigentum an den Produktionsmitteln.

Nach dem Träger des Eigentums unterscheiden sich

1) private oder erwerbswirtschaftliche Unternehmen, die von privaten Inhabern gegründet und nach dem Prinzip der Gewinnmaximierung betrieben werden, denn aus dem Gewinn bestreiten private Inhaber ihren Lebensunterhalt und erweitern ihre Unternehmen (und Betriebe) durch zusätzliche Investitionen;

2) öffentliche oder gemeinwirtschaftliche Unternehmen die von öffentlichem Gemeinwesen oder von der öffendichen Hand (Bund, Ländern oder Gemeinden) gegründet und nach dem Angemessenheitsprinzip betrieben werden, denn sie müssen zu angemessenen Preisen einen Bedarf an solchen Gütern und Dienstleistungen decken, die sozial notwendig, aber zu hohen Preisen produzierbar sind;

3) gemischt-wirtschaftliche Unternehmen, die der Staat oder eine öffentlich-rechtliche Einrichtung unter Beteiligung privaten Kapitals gründet und betreibt.

Grundlegend für die wirtschaftliche Tätigkeit der Unternehmen sind ihre Rechtsformen. Davon hängen solche Faktoren ab wie Gründung, Firma, Kapitalaufbringung, Haftung, Gewinnverteilung, Geschäftsführung, Vertretung, Auflösung und so weiter. Nach den Rechtsformen unterscheiden sich folgende Grundformen der Unternehmen:

1) Einzelunternehmung,

2) Gesellschaften; Personen-, Kapitalgesellschaften, besondere Gesellschaften,

3) Genossenschaften.

Gesellschaften und Genossenschaften werden auch als Körperschaften bezeichnet. Sie unterliegen einer besonderen Steuer – der Körperschaftssteuer. Rechtlich geregelt sind auch Zusammenschlüsse von Unternehmen: Konsortium, Konzern, Trust und andere.

Öffentliche Unternehmen, oder Staatsunternehmen, oder Wirtschaftsbetriebe der öffentichen Hand haben: 1) öffentlich-rechtliche Formen: Unternehmen ohne eigene Rechtspersönlichkeit und Unternehmen mit eigener Rechtspersönlichkeit; 2) privatrechtliche Formen: vor allem Kapitalgesellschaften, aber auch Beteiligungen an Genossenschaften. Ausschlaggebend für die Marktwirtschaft sind Unternehmen der privatrechtlichen Formen.

Fragen zum Text:

1. Was für eine Einheit ist die Unternehmung?

2. Mit welchem Ziel setzen die Unternehmer Kapital ein?

3. Wie unterscheiden sich die Unternehmen nach dem Träger des Eigentums?

4. Was ist für die wirtschaftliche Tätigkeit der Unternehmen grundlegend?

5. Welche Grundformen der Unternehmen unterscheidet man nach den

Rechtsformen?

6. Was ist bei Gesellschaften und Genossenschaften wichtig?

Text 12. FIRMA

Die Firma, das heißt die Bezeichnung eines Untenehmens, besteht aus einem Firmenkern und einem Firmenzusatz, der auf den Geschäftszweig oder das Produkt hinweist. Folgende Arten von Firmierungen sind möglich:

– Die Personenfirma enthält einen oder mehrere Personennamen, das heißt den oder die Namen des Unternehmers oder der Unternehmer

– Die Sachfirma besteht aus dem Gegenstand der Unternehmung, das heißt sie nennt den Bereich, in dem das Unternehmen wirkt

– Die gemischte Firma enthält Personennamen und den Gegenstand der Unternehmung.

Mit dem Namen eines Unternehmens ist sein Ruf verbunden. Deshalb gibt es bei der Auswahl eine Reihe von Grundsätzen zu beachten:

1. Firmenwahrheit: Der Name des Unternehmens muß mit dem bürgerlichen Namen des Unternehmers und mit dem Gegenstand des Unternemens übereinstimmen.

2. Firmenklarheit: Der Name der Unternehmung muss unmissverständlich sein. Der Zusatz darf keine Verhältnisse andeuten, die tatsächlich nicht bestehen.

3. Firmenausschließlichkeit/Firmenschutz: jede Firma darf von keinem anderen Unternehmen benutzt werden. Jedes neue Unternehmen muss sich vor Ort erkundigen, ob der geplante Name bereits existiert. Überregionale Unternehmungen müssen dafür sorgen, dass Verwechslungen mit anderen Firmen ausgeschlossen sind.

4. Firmenbestätigkeit: Wechselt der Inhaber eines Unternehmens, steht es dem neuen Egentümer frei, den alten Namen weiterzuführen. Der alte Eigentümer oder seine Erben müssen dem zustimmen. Die Firma kann auch einen neuen Zusatz bekommen, der das neue Verhältnis angibt, zum Beispiel, Hans Koch, Inhaber Jost Braun.

5. Firmenöffentlichkeit: Die Öffentlichkeit muss über den Namen des Unternehmens unterrichtet werden.

Fragen zum Text:

1.  Worin besteht eine Firma?

2.  Welche Arten von Firmierungen sind möglich?

3.  Was ist bei der Auswahl des Namens eines Unternehmens zu beachten?

4.  Was heißt “Firmenausschließlichkeit”?

5.  Wie erklärt man die Begriffe “Firmenbestätigkeit” und “Firmenöffentlichkeit”?

Text 13. WIRTSCHAFTSGÜTER DES UNTERNEHMENS

Wirtschaftsgüter oder knappe Güter sind der Inhalt wirtschaftli­chen Handelns. Sie sind, im Gegensatz zu freien Gütern, grundsätzlich nur in beschränktem Maße vorhanden. Die Knappheit der Güter ist durch ihr begrenztes Naturvorkommen verursacht, wie bei Rohöl, Kohle oder Schwermetallen. Die Tatsache, dass vielfältig notwendige Grundstoffe der Natur erst durch viel Mühe und Arbeit abgerungen werden müssen und dazu Arbeitskräfte und Arbeitsmittel eingesetzt werden müssen, die wiederum beschränkt sind ein weiterer Grund für diese Knappheit. Die Landwirtschaft gibt hierfür anschauliche Beispiele. Da also viele Güter knapp sind, ist der Mensch gezwungen zu wirtschaften und damit bei gegebenenen Mitteln einen möglichst hohen Output beziehungsweise eine hohe Ausbringung zu erlangen (Maximalprinzip des wirtschaftlichen Handelns) oder eine festgesetzte Leistung mit möglichst geringen Mitteln zu erreichen (Minimalprinzip des wirtschaftlichen Handelns).

Eine Einteilung von Wirtschaftsgütern kann nach verschiedenen Kriterien erfolgen:

1. Sachen – Dienstleistungen – Rechte. Beispiele für Rechte sind Patente oder Markenzeichen, die Dienstleistungen kön­nen von der Bereitstellung von Informationen über die Repa­ratur von Autos bis zur Gewährung eines Kredits reichen.

2. Produktionsgüter – Konsunigüter. Während Konsumgüter direkt zur Befriedigung von menschlichen Bedürfnissen ein­gesetzt werden, (z. B. Lebensmittel), dienen Produktionsgüter zur Herstellung neuer Güter. Sie dienen der Befriedigung von Bedürfnissen nur indirekt (z. B. Werkzeuge).

3. Inputgüter – Outputgüter. Während Inputgüter (auch Ein­satzgüter) im wirtschaftlichen Produktionsprozess genutzt werden, um andere Güter zu erstellen, sind Outputgüter (auch Ausbringungsgüter) das Ergebnis eines Produktions­prozesses.

4. Verbrauchsgüter – Gebrauchsgüter. Ob ein Wirtschaftsgut ein Verbrauchs - oder ein Gebrauchsgut ist, hängt davon ab, ob es bei seinem Einsatz nur einmal verwendet werden kann und dabei unter beziehungsweise in ein Produkt eingeht, so bei Rohmaterial, oder ob es wiederholt genutzt werden kann.

Fragen zum Text:

1.  Was ist der Inhalt wirtschaftlichen Handelns?

2.  Warum ist der Mensch gezwungen zu wirtschaften?

3.  Was bedeuten die Begriffe das Maximal - und das Minimalprinzip des wirtschaftlichen Handelns?

4.  Wie kann man Wirtschaftsgüter einteilen?

5.  Wie unterscheidet man zwischen Verbrauchs - und Gebrauchsgütern?

Text 14. UNTERNEHMENSSTRATEGIEN

Die Existenz einer Unternehmung muss durch erfolgreiches Handeln langfristig gesichert werden. Zukünftiges Handeln und Denken in der Unternehmung muss, unter Berücksichtigung der immer dynamischeren Veränderungen des Umfeldes, ziel - und zukunftsorientiert sein. Man spricht von strategischem Management. Ein Unternehmen kann im marktwirtschaftlichen System nur überleben, wenn es wirtschaftlich erfolgreich ist. Aufgabe des strategi­schen Managements ist es, die strategischen Erfolgspositionen, ins­besondere im Vergleich zur Konkurrenz, zu erkennen und zu nutzen.

Die Basis einer strategischen Planung ist die Analyse der Aus­gangslage. Gegenstand dieser Analyse ist zum einen die Umwelt der Unternehmung, zum anderen die Unternehmung selbst. Die Frage nach den Stärken und Schwächen der Unternehmung steht im Mittelpunkt.

Für die Analyse stehen folgende Instrumente zur Verfügung:

1) Wettbewerbsanalyse. Es gibt fünf wesentliche Einflussfak­toren, die sich auf den Branchenwettbewerb auswirken, das sind: die Gefahr des Markteintritts neuer Wettbewerber, die Rivalität unter den bestehenden Wettbewerbern, Druck durch Substitutionsprodukte, Verhandlungsstärke der Abnehmer, Verhandlungsstärke der Lieferanten. Für die Unternehmen ist es wichtig, diese Faktoren zu kennen und die entsprechenden Strategien zu wählen.

2) PIMS-Modell (vom Englischen Profit Impact of Market Strategy). Das PIMS-Modell wurde 1960 von der Harvard Business School entwickelt. Eine der Strategien, die durch P1MS bestätigt wurden, ist, dass kapitalintensive Unternehmen hohe Marktanteile anstreben sollen, um einen hohen Return-on-Investment zu erzeugen.

3) Portfolioanalyse. Sie ist ein klassisches Instrument der stra­tegischen Planung. Eine Portfoliomatrix ist immer nach folgendem Schema aufgebaut: Auf einer Achse werden Unternehmensaspekte dargestellt, auf der zweiten Umweltaspekte. Dadurch sollen die mit bestimmten Strategien verbundenen Chancen und Risiken erkannt werden.

Fragen zum Text:

1.  Wodurch kann die Existenz einer Unternehmung gesichert werden?

2.  Was ist die Aufgabe des strategi­schen Managements?

3.  Was ist bei der Analyse der Aus­gangslage besonders wichtig?

4.  Welche Instrumente dieser Analyse stehen zur Verfügung?

5.  Was versteht man unter dem PIMS-Modell?

Text 15. AUS - UND WEITERBILDUNG VON FÜHRUNGSKRÄFTEN

ALS AUFGABE DER UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Aus - und Weiterbildung von Führungskräften ist gezielte Förderung und Vorbereitung des Managementnachwuchses einer Unternehmung auf die zukünfti­gen Führungsaufgaben.

Dieser Teil der Personalentwicklung gewinnt zunehmend an Bedeutung für die Unternehmen, denn im Zeitalter der Informa­tionsverarbeitung ist die Geschwindigkeit, mit der einmal erwor­benes Wissen veraltet, immens. Die kontinuierliche Förderung und Weiterbildung der Führungskräfte und der künftigen Führungskräfte ist Voraussetzung dafür, dass Unternehmen auf dem Markt beste­hen können. Insbesondere für international agierende Unterneh­men ist es, gerade im Hinblick auf die zunehmende Globalisierung des Wettbewerbes, eine Überlebensvoraussetzung, die Fähigkeiten ihres Managements international auszurichten.

Zielausrichtung der Aus - und Weiterbildung von Führungskräften ist also in erster Linie die Steigerung der Leistungsfähigkeit der Führungskräfte und damit der Produktivität des Unternehmens. Darüber hinaus erreichen die Unternehmen mit einer guten Führungskräfteförderung eine gewisse Unabhängigkeit vom Arbeitsmarkt. Zum Teil können Mitarbeiter mit den erforderlichen Pro­filen gar nicht über den externen Arbeitsmarkt beschafft werden, da die notwendigen Qualifikationen nicht über die allgemeinen Ausbildungsmöglichkeiten geschaffen werden. Je höher die Qualifikation des Managements, desto größer wer­den auch die Chancen des Unternehmens, sich positiv von der Konkurrenz abzuheben.

Aus der Sicht der Mitarbeiter bieten gezielte Fördermaßnahmen der Unternehmung Möglichkeiten in Hinblick auf das persönliche berufliche Weiterkommen (individuelle Laufbahnplanung) unter Berücksichtigung individueller beruflicher Ziele. Neben den Möglichkeiten der persönlichen Entfaltung für den Einzelnen spielt hier auch die Außenwirkung und das damit verbundene positive Image und die Anerkennung eine nicht zu vernachlässigende Rolle.

Fragen zum Text:

1.  Warum gewinnen die Aus - und Weiterbildung von Führungskräften an Bedeutung?

2.  Was ist die wichtigste Zielausrichtung der Aus - und Weiterbildung von Führungskräften?

3.  Wie können die Unternehmen eine gewisse Unabhängigkeit vom Arbeitsmarkt erreichen?

4.  Was bietet Möglichkeiten für das persönliche berufliche Weiterkommen?

5.  Was ist neben den Möglichkeiten der persönlichen Entfaltung auch von großer Bedeutung?

Text 16. ZIELE DER AUS - UND WEITERBILDUNG VON FÜHRUNGSKRÄFTEN

1. Steigerung der Leistungsfähigkeit der Arbeitskräfte und damit Steigerung der Produktivität der Unternehmung.

2. Erreichung einer Unabhängigkeit vom externen Arbeitsmarkt.

3. Erzielung von Wettbewerbsvorteilen gegenüber der Konkur­renz.

4. Die Personalentwicklung ist ein Teil des Anreizsystems der Unternehmung mit dem Ziel der Mitarbeitermotivation.

5. Für den Mitarbeiter können persönliche Ziele, wie berufli­che Weiterentwicklung und Anerkennung, realisiert werden.

Grundlage gezielter Fördermaßnahmen ist ein eindeutig defini­ertes Anforderungsprofil. Die Wissenschaft indes stellt bisher keine allgemein gültigen, eindeutig definierten Anforderungen für Führungskräfte zur Verfügung. Um die Frage zu beantworten, worauf betriebliche Fördermaß­nahmen für Manager ausgerichtet sein sollen, gibt es die Forderung nach deren Handlungsorientiertheit. Diese umfasst:

1. Fachliche Kompetenz: Die Führungskraft muss das notwen­dige Fachwissen über den Leistungserstellungs - und - verwertungsprozess, das wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Umfeld sowie Handlungstechniken und Führungsinstrumente besitzen.

2. Methodische Kompetenz: Die Führungskraft muss in der Lage sein, analytisch, logisch, zusammenhängend, kreativ und kritisch zu denken und handeln.

3. Soziale Kompetenz: Zur sozialen Kompetenz zählen unter an­derem Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Teamarbeit, Coaching-Fähigkeiten, soziale Sensibilität und Selbstkontrolle.

Eine gute Führungskraft muss darüber hinaus schnell aufneh­men und selbstständig und flexibel auf ökonomische, soziale, technologische, ökologische oder sonstige Veränderungen reagieren können.

Fragen zum Text:

1.  Welche Ziele haben die Aus - und Weiterbildung von Führungskräften?

2.  Was ist die Grundlage gezielter Fördermaßnahmen?

3.  Was umfasst die Forderung nach der Handlungsorientiertheit der Manager?

4.  Welche Eigenschaften zählt man zur sozialen Kompetenz?

Text 17. DER PERSONALBEDARF DER UNTERNEHMUNG

An erster Stelle der Personalplanung steht die Ermittlung des Personalbedarfs der Unternehmung. Damit die betriebliche Ge­samtaufgabe erfüllt werden kann, muss bestimmt werden, welche personellen Kapazitäten notwendig sind. Ein Überangebot an Ar­beitskräften hat bei einer Fehlplanung ebenso negative Folgen für die Unternehmung wie eine personelle Unterdeckung.

Aufgabe der Personalbedarfsermittlung ist es, Folgendes festzustellen:

a) wie viele Mitarbeiter (quantitativ);

b) mit welchen Qualifikationen (qualitativ);

c) zu welchem Zeitpunkt und für welche Dauer (zeitlich);

d) an welchem Ort (örtlich).

Diese Tatsachen sind zur Erstellung des betrieblichen Leistungsangebotes des Un­ternehmens benötigt.

Bei der Ermittlung des Personalbedarfs unterscheidet man zwi­schen Brutto - und Nettopersonalbedarf. Während der Bruttopesonalbedarf den gesamten Personalbedarf zu einem bestimmten Zeitpunkt darstellt, versteht man unter dem Nettopersonalbedarf die Zahl der Mitarbeiter, die zusätzlich zum bereits vorhandenen Personal benötigt werden. Der individuelle Nettopersonalbedarf der Unternehmung ist, unter Berücksichtigung der Personalzugänge und - abgänge, von einer Reihe unternehmensinterner und externer Einflussfaktoren abhängig. Beispielhaft zu nennen sind als externe Einflussfaktoren: Bevölkerungsentwicklung, konjunkturelle Entwicklungen, Arbeitsmarktsituation, technologischer Fortschritt und gesetzliche Rahmenbedingungen. Unternehrnensinterne Einflussfaktoren sind unter anderem: Produktions - und Leistungsprogramm, Unternehmenspolitik, Organisationsstruktur, Umsatz und Personalstruktur.

Wie stark sich die jeweiligen Aspekte auf den Personalbedarf auswirken, hängt von der jeweils besonderen Situation der Unternehmung ab.

Fragen zum Text:

1.  Was steht an erster Stelle der Personalplanung und warum?

2.  Was gehört zu den Aufgaben der Personalbedarfsermittlung?

3.  Was unterscheidet man bei der Ermittlung des Personalbedarfs?

4.  Was versteht man unter dem Bruttopesonalbedarf und Nettopersonalbedarf?

5.  Wovon hängt der individuelle Nettopersonalbedarf ab?

Abteil II

Text 18. MANAGEMENT

Eine einheitliche Definition des Begriffes „Management“ existiert nicht. Gegenüber den im deutschsprachigen Raum sehr häufig verwendeten Begriffen wie
„Unternehmungsführung“ oder „Unternehmensleitung“ ist jedoch der aus dem
anglo-amerikanischen Sprachgebrauch stammende Begriff „Management“ umfassender. Der Begriff „Management“, den man als die Leitung von Organisationen ansieht, wird aber in einem zweifachen Sinn verwendet:

– Management als Institution

– Management als Funktion.
Management als Institution ist der Personenkreis, der sich mit der Leitung
einer Institution befasst, und zwar vom Präsidenten (Generaldirektor) bis
zum Meister. Anders gesagt: Als Manager bezeichnet man nur die obersten und oberen Führungskräfte der Unternehmen. Innerhalb dieser Personengruppe unterscheidet man:

– Top-Management (obere Leitungsebene),

– Middle Management (mittlere Leitungsebene),

– Lower Management (untere Leitungsebene).

Management als Funktion ist die Gesamtheit aller Aufgaben, die der Manager als Führungskraft bzw. als Vorgesetzter ausübt. Management ist damit wesentlich mehr als Verwaltung. Nach modernen Auffassungen kann die Lei­tung des täglichen Betriebs - und Geschäftsablaufes dem mittleren Manage­ment überlassen werden. Man soll zwischen dem oberen und mittleren Ma­nagement die Arbeit teilen, dann werden die obersten Führungskräfte etwas entlastet, was zur erheblichen Erhöhung der Produktivität führen kann. Die Management-Funktion kann von den Vorgesetzten an jeweils ihnen unterstellte Verantwortliche übertragen werden. Die Aufgaben des Managements werden dabei in zwei Schwerpunkten gesehen:

– Leitung, d. h. sach-rationale Aufgaben wie Setzen von Zielen, Planen, Kontrollieren;

– Führung, d. h. sozio-emotionale Aufgaben wie Delegieren, Motivieren u. a.

Zusammenfassend kann man sagen: Management ist der Personenkreis, der mit Leitungs - und Führungsaufgaben des Unternehmens befasst ist. Manage­ment bezeichnet gleichzeitig die Funktionen eines Vorgesetzen, die sich in Leitungs - und Führungsfunktionen unterscheiden lassen. Weitere wichtige Gebiete des modernen Managements sind die Pflege der Beziehungen zwischen Betrieben und wichtigen Organisationen und der Beziehungen des Unternehmens zu seiner Umwelt.

Unabhängig davon, ob die sachorientierte oder mitarbeiterorientierte Perspektive dominiert, lassen sich einige charakteristische Grundzüge bestimmen, die den Inhalt und die Bedeutung von Management erklären. Sie sind für das Managementkonzept ausschlaggebend.

Management will Menschen durch

– Systeme und Prozesse,

– Analyse und Problemlösung,

– Entscheidungsfindung und Entscheidungsdurchsetzung,

– Kommunikation und Interaktion

so führen und so motivieren, dass dadurch zielbestimmtes, planvolles, organisiertes und kontrolliertes Handeln im Unternehmen erreicht wird.

Fragen zum Text:

1. Wie wird der Begriff „Management“ gebraucht?

2. Was bedeutet „Management“ als Institution?

3. Was bedeutet „Management“ als Funktion?

4. Wie werden die Aufgaben des Managements gesehen?

5. Was ist für das Managementkonzept ausschlaggebend?

Text 19. DER ANWENDUNGSBEREICH DES MARKETINGS

Der Begriff Marketing ist nach dem Ersten Weltkrieg in den USA entstanden und hat sich Ende der 50-er Jahre auch in Europa durchgesetzt. Ein völlig entsprechender deutscher Terminus existiert nicht. Durch das Marketing soll dem wirtschaftlichen Wandel von Verkäufermärkten (Knappheitswirtschaft mit Nachfrageüberhang) zu Käufermärkten Rechnung getragen werden.

Der Anwendungsbereich des Marketings hat sich in vier Richtungen ausgeweitet:

1) Nach Beginn im Konsumgütersektor (Konsumgüter-Marketing) wird Marketing zunehmend auch für Investitionsgüter. (z. B. Industrieanlagen, Maschinen; Investitionsgüter-Marketing) und Dienstleistungen (vor allem in den Bereichen Handel, Banken, Versicherungsunternehmen, Tourismus) angewendet (Dienst-leistungs-Marketing);

2) neben dem Absatz-Marketing tritt immer stärker auch die Anwendung des Marketing-Gedankens auf Beschaffungsmärkte für Roh-, Hilfs - und Betriebsstoffe, Anlagen, Finanzmittel (Beschaffungs-Marketing) einschliesslich des Arbeitsmarktes (Personal-Marketing);

3) die Berücksichtigung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit erfordert neben den auf Märkte gerichteten Marketing-Konzepten ein internationales Marketing (multinationales Marketing), das über die Organisation der Ausfuhr (Export-Marketing) hinausgeht und z. B. auch die Erschliessung und Bearbeitung der Auslandsmärkte durch Direktinvestitionen umfasst;

4) ein weiterer Anwendungsbereich für das Marketing über das auf Gewinnerzielung gerichtete kommerzielle Marketing hinaus liegt bei den nichtkommerziellen Institutionen. Unter der Beziehung Social-Marketing wird der Einsatz von Marketing-Techniken für immaterielle Güter, soziale Einrichtungen, öffentliche Güter verstanden; es wird zunehmend von offentlicher Verwaltung, politischen Parteien, Bildungseinrichtungen, Theatern, Museen, Glaubensgemeinschaften, politischen (z. B. Gewerkschaften, Umweltschutz-, Verbraucherverbünde), wirtschaftlichen (z. B. Industrie- und Handelskammern), sozialen (z. B. Rettungsdienste, freie Wohlfahrtspflege) und sonstigen (z. B. Sport-, Jugend-, Frauenverbünde) Organisationen zur Verbreitung ihrer Ideen und Dienstleistungen angewendet.

Fragen zum Text:

1.  Was versteht man unter dem Begriff „Marketing“?

2.  Was ist der Anwendungsbereich des Marketings?

3.  Wie wird Marketing im Konsumgütersektor angewendet?

4.  Was wird unter der Beziehung Social-Marketing verstanden?

Text 20. DIE VERTRIEBSKANÄLE

Vertriebsformen lassen sich außerdem in mehrstufige Kanäle unterteilen. Technische Entwicklungen, insbesondere die Informa­tionstechnologie, haben das Spektrum der Vertriebskanäle in den letzten stark erweitert. Hier ist die Auswahl von johren einigen Vertriebskanälen:

Fremde Einzelhandelsgeschäfte: Produkte werden über den Ein­zelhandel mit gutem Zugang zu den potentiellen Kunden verkauft. Wichtig ist, einen guten Platz im Verkaufsregal zu bekommen, den natürlich auch die Konkurrenz begehrt und der deshalb entspre­chend teuer ist; zudem muss das Produkt dem Einzelhandel einen guten Gewinn ermöglichen, damit er es überhaupt ins Sortiment aufnimmt.

Externe Agenten: Spezialisierte Firmen vertreiben als Agenten die Produkte verschiedener Hersteller; sie übernehmen die Funk­tion des eigenen Verkäufers. Externe Agenten kosten relativ viel, allerdings nur bei erfolgreichem Verkauf. Wenn sie nicht verkaufen, fallen auch keine Kommissionen an. Das macht diesen Kanal für neue Firmen attraktiv, da das Risiko begrenzt wird. Gute Agenten sind allerdings nicht immer einfach zu finden.

Franchising: Eine Geschäftsidee wird von so genannten Franchisenehmern gegen eine Lizenzgebühr selbständig umgesetzt, wobei der Franchisesegeber die Geschäftspolitik weiter bestimmt (ein bekanntes Beispiel ist McDonald's). Franchising ermöglicht ra­sches geographisches Wachstum und gleichzeitig Kontrolle über das Vertriebskonzept ohne große eigene Investitionen.

Großhandel: Für eine kleine Firma kann es schwierig sein, Kontakt mit einer großen Zahl von Einzelhändlern zu pflegen. Ein Großhändler, der über gute Kontakte zum Einzelhandel verfügt, kann diese Funktion übernehmen. Er kann dazu beitragen, die „Marktdurchdringung“ zu erhöhen und gleichzeitig die Vertriebs­kosten zu senken.

Internet: Marketing auf dem Internet ist ein relativ neuer Ka­nal. Mit minimalen Kosten ist grundsätzlich ein weltweiter Markt erreichbar; noch wird das Internet nur von gewissen Kundengrup­pen genutzt, auch wenn die Zahl ständig zunimmt.

Fragen zum Text:

1.  Welche Vertriebskanälen kann man gebrauchen?

2.  Was machen externe Agenten?

3.  Was heißt Franchising?

4.  Welche Funktion übernimmt ein Großhändler?

5.  Was ist Marketing auf dem Internet?

Text 21. WARENPRODUKTION. WARE. GEBRAUCHSWERT. WERT

Den Begriff,,Warenproduktion“ finden wir oft im Wirtschaftsteil der Zeitungen. Was steht aber hinter diesem Wort? Warenproduktion im politökonomischen Sinne bedeutet: die gesellschaftliche Produktion ist so gestaltet, dass die Arbeitsprodukte der Menschen bei den gegenseitigen Beziehungen der Produzenten und im gesamten gesellschaftlichen Reproduktionsprozess als Waren ausgetauscht werden. Das wiederum ist es möglich, wenn gesellschaftliche Arbeitsteilung und Privateigentum an den Produktionsmitteln existiert. Die Warenproduktion ist also an historische Existenzbedingungen angeknüpft. Diese sind in allen Gesellschaftsordnungen, von der Sklaverei bis zu den gegenwärtigen Gesellschaften, vorhanden.

Unter welchen Bedingungen entstand die Warenproduktion? Nachdem die Urgemeinschaft zerfallen war, bildete sich die einfache Warenproduktion heraus. In der Gesellschaft kam es zu einer Arbeitsteilung, und Produktionsmittel wurden Privatbesitz. Die Produktivkräfte (darunter verstehen wir die Gesamtheit der subjektiven und gegenständlichen Faktoren des Produktionsprozesses, die Fähigkeiten der Menschen, ihre Arbeitsmittel und Arbeitsgegenstände) hatten eine solche Ebene erreicht, dass die Menschen erstmals in ihrer Geschichte mehr Produkte herstellen konnten, als sie zu ihrer Reproduktion – zur Erhaltung ihres Lebens brauchten.

Die Menschen produzierten nicht nur das notwendige Produkt, sondern auch ein Mehrprodukt (das Mehrprodukt ermöglicht dem Produzenten, seine Produktionsmittel zu vergrößern und immer mehr Produkte herzustellen). Es wurde zum Ausgangspunkt für den Übergang in höhere Gesellschaftsformationen. Mit der Zeit wird ein Warenaustausch für den Produzenten lebensnotwendig, das führt zur Ausdehnung des Marktes. Die Produktion auf immer höherer Ebene führt schließlich über einen historisch sehr langen Zeitraum zur ge­genwärtigen Produktionsweise.

Eine Ware ist ein Produkt menschlicher Arbeit, das menschliche Bedürfnisse befriedigt und für den Austausch hergestellt wird. Um menschliche Wünsche besser zu verwirklichen, muss das Warensortiment ständig wachsen. Heute werden Hunderte mehr Waren als vor zehn und zwanzig Jahren benötigt. Es werden z. B. ein umfangreicheres Lebens - und Genussmittelsortiment verbraucht, mehr technische Konsumgüter benutzt, öfter Möbel gekauft usw. Demnach wächst auch die Warenproduktion auf bestimmten Gebieten besonders schnell. Der Warenaustausch zwischen den Produzenten bzw. den Produzenten und Konsumenten wird über den Verkauf und Kauf der Waren gestaltet, damit diese in die individuelle und produktive Konsumtion kommen.

Wie wird der Wert der Ware bestimmt? Zuerst müssen wir feststellen, dass eine Ware nicht nur einen Wert besitzt, sondern auch einen Gebrauchswert. Als Gebrauchswert ist sie ein nützlicher Gegenstand (z. B. Brot, Hose oder Werkzeugmaschine) und befriedigt menschliche Bedürfnisse. Als Wert bedeutet sie die gesellschaftliche Arbeit des Warenproduzenten. Dieser Doppelcharakter der Ware entspricht dem Doppelcharakter der Arbeit: zum einen stellt die Arbeit Gebrauchswerte wie Brot, Hose oder Werkzeugmaschinen her und wird als konkrete Arbeit bezeichnet, zum anderen macht sie Wert und heißt somit abstrakte Arbeit. Gerade von der abstrakten Arbeit, genauer von der in ihr enthaltenen Arbeitszeit, wird der Wert einer Ware bestimmt.

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