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Text 7. Lesen Sie das Interview, bestimmen Sie Schwerpunkte bei der Problematik und nehmen Sie Stellung dazu:
Desertec — Desertec Foundation / ehemalig Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation (TREC) ist eine Initiative, die sich für die Übertragung von in Wüstenregionen erzeugtem Solar- und Windstrom nach Europa einsetzt. TREC wurde 2003 vom Club of Rome, dem Hamburger Klimaschutz-Fonds und dem Jordanischen Nationalen Energieforschungszentrum (NERC) gegründet und hat das Desertec-Konzept entwickelt und unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft - und Raumfahrt wissenschaftlich untersucht.
E. on - – der integrierte Strom- und Gaskonzern
RWE - RWE zählt zu den fünf größten Versorgungsunternehmen in Europa. Unsere Aktivitäten umfassen die Erzeugung, den Transport sowie den Handel und Vertrieb von Strom und Gas. Auch im Wassergeschäft sind wir in Kontinentaleuropa aktiv. Mit diesem integrierten Geschäftsmodell sind wir gut positioniert, um von der wachsenden Nachfrage nach Energie zu profitieren.
Der Club of Rome ist eine nichtkommerzielle Organisation, die einen globalen Gedankenaustausch zu verschiedenen internationalen politischen Fragen betreibt.
Offshore-Windkraft - In Deutschland ist die Errichtung großer Offshore-Windparks in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Deutschlands (außerhalb der 12-Meilen-Zone) geplant. 40 Offshore-Windparks sollen in der Nord - und Ostsee entstehen. Die deutsche Bundesregierung beschloss im Spätsommer 2009 einen Raumordnungsplan, wonach bis 2030 bis zu 25.000 Megawatt über Offshore-Windkraft erzeugt werden könnten. Laut Verkehrsministerium sollen 30 Windparks in der Nord - und 10 in der Ostsee gebaut werden. Bereits seit mehreren Jahren sind Windparks in Planung, doch deren Bau hatte sich immer wieder wegen technischer und finanzieller Probleme verzögert.
HERMANN SCHEER (SPD) CONTRA HANS JOSEFF FELL (GRüNE)
»Das ist ein Pakt mit dem Teufel«
Zwei Vordenker der Erneuerbaren Energien im Rededuell: Ist Desertec, der Solarstrom aus der Wüste, der Aufbruch in ein neues Zeitalter der ökologischen Stromerzeugung? Oder nur der vergebliche Versuch der Stromindustrie, ihre monopolartige Vormacht in die Zukunft zu retten?
7a. zeozwei: Herr Fell, Deutsche Großkonzerne wollen die Solarenergie nach Afrika bringen und die gesamte Grüne Partei wünscht alles Gute. Was fasziniert die Grünen an Desertec?
Fell: Desertec ist eine Initialzündung zur Ökologisierung der Wirtschaft. Heute fließen das große Kapital und die Investitionen der Energiewirtschaft immer noch in das alte Energiesystem; wir haben weltweit eine erschreckende Dominanz der Investitionen in Klimazerstörung und Atomgefahren. Mit Desertec wird ein Teil des Kapitals umgelenkt. Ich glaube zwar nicht, dass wir in Europa Wind - und Solarstrom aus Afrika brauchen. Denn wir können uns spielend zu 100 Prozent mit Erneuerbaren Energien versorgen. Aber die Tatsache, dass Länder wie Algerien von ihren Erdöleinnahmen abhängig sind, führt dazu, dass sie den Klimaschutz aktiv verhindern, weil sie um ihre Einnahmen fürchten. Eine der entscheidenden Voraussetzungen für einen Aufbruch in eine andere Welt ist es, dass auch solche Länder Einnahmen aus den Erneuerbaren generieren können. Dass es die großen Konzerne machen, bereitet uns eher Bauchschmerzen.
zeozwei: Herr Scheer, Ihr Gegenüber ist immerhin ihr Vizepräsident und Preisträger von Eurosolar. Er nennt Desertec »ein ganzheitliches Konzept für eine globale Klima - und Energiewende«. Ist Fell naiv?
Scheer: Jeder Schritt in Richtung Erneuerbare Energien braucht geeignete Träger. Hinter Desertec stehen aber nicht afrikanische und arabische Firmen, sondern deutsche Unternehmen. Und die sind nicht gerade berühmt für die Förderung Erneuerbarer Energien. Bisher haben sie alle Schritte in diese Richtung im Wesentlichen blockiert. Und wenn sie etwas mitgemacht haben, dann nur als Mitläufer.
zeozwei: Also keine Umlenkung des Kapitals?
Scheer: Natürlich brauchen wir eine Umlenkung von Kapital, aber ohne die großen Stromkonzerne. Denn die müssen immer noch ihre Altinvestitionen in Atom - und Kohlekraftwerke schützen und wollen im Grunde nur Zeit gewinnen und die Dezentralisierung verhindern. Ihr Interesse ist die Aufrechterhaltung des Erzeugungsmonopols. Wie man Desertec beurteilt, hat weniger mit Naivität zu tun, als damit, wie man die politischen Gefahren einschätzt. Und Fell schätzt die Gefahren niedriger ein als ich.
Fell: Ich sehe tatsächlich stärkere Chancen und freue mich darüber, dass nicht E. on oder RWE die Wortführer sind, sondern die Münchener Rück. Die ist als Finanzinvestor in gewissem Sinne wertfrei: Die hat keine Altinvestition, die sie schützen muss. Die Gefahr, dass Stromkonzerne verzögern, ist real. Wir sehen das ja auch bei den Stockungen der Offshore-Windkraft. Aber die Wachstumsgeschwindigkeiten der Erneuerbaren Energien machen den großen Konzernen inzwischen richtig Sorgen: In zehn Jahren könnten deren Kunden ihren Strom nämlich selber billiger machen, als ihn bei den Konzernen zu kaufen. Deshalb müssen sie auch selbst in regenerative Energie investieren.
zeozwei: Herr Scheer, teilen Sie die Auffassung, dass nicht RWE und Co, sondern die Münchener Rück den Hut auf hat?
Scheer: Nein. Die Münchener Rück hat selbst erklärt, dass sie nicht investieren will. Sie versteht sich als Anstoßgeber. Immerhin müssen die Stromkonzerne inzwischen anerkennen, dass die generelle Route Richtung Erneuerbare Energie geht. Die Auseinandersetzung ist jetzt, ob wir dazu wenig oder viel Zeit brauchen. Die Koalition der Aufschieber sagt: Wir brauchen viel Zeit; und darum brauchen wir Verlängerung der Atomlaufzeiten plus neue Kohlekraftwerke mit CO2-Abscheidung.
Fell: Die Münchener Rück will sich zwar nicht als Projektierer, aber sehr wohl als Finanzierer einbringen. Die Gefahr, dass es in Deutschland zu einem verlangsamten Ausbau der dezentralen Energieversorgung durch Desertec kommt, ist gering. Wir sind doch hier auf einem Pfad, der nicht mehr umkehrbar ist. Und bis Desertec den ersten Strom nach Europa liefert, werden wir längst einen starken Ausbau haben. So dass es keine Konkurrenz zum Hausbesitzer geben wird, der sich seine Photovoltaik-Anlage aufs Dach bauen will.
Scheer: Die Verzögerung beginnt doch jetzt schon. Sehen Sie auf die Stimmen, die behaupten, Solarstromerzeugung hier sei unwirtschaftlich und stattdessen auf die Sahara zeigen. Mein Hauptvorwurf an Desertec und jeden, der das unterstützt, ist: Hier werden nur technokratisch-wirtschaftliche Analysen gemacht, die zeigen sollen, dass Strom aus Afrika billiger ist als der erneuerbare Strom von hier. Und alle Gesichtspunkte, die die Dynamik in die Erneuerbaren Energien gebracht haben, werden ausgeblendet: Dezentrale Investoren, regionale Wirtschaftsförderung und Energieautonomie. Darum ist Desertec in einem völlig falschen Fahrwasser.
zeozwei: Herr Fell, sie haben die Arbeiten des Club of Rome von Anfang an begleitet, ist der Club of Rome, der Desertec ja angeschoben hat, politisch blind, wie Scheer sagt?
Fell: Nein, denn da werden natürlich auch kulturelle und andere Bedingungen ins Kalkül gezogen. Aber am Anfang steht die Machbarkeitsstudie, damit Fragen nach der Technik und den nötigen Investitionen erst mal grundsätzlich geklärt werden.
zeozwei: Müssen die grünen Wähler und Hermann Scheer sich davon verabschieden, dass die Erneuerbaren immer klein und kuschelig sind?
Fell: Nein, mehr als zehn Prozent Strom werden in den nächsten Jahrzehnten sicher nicht aus der Wüste kommen. Den Rest machen die kleinen dezentralen Anlagen. Da gibt es keine Konkurrenz. Aber eine Großstadt wie Kairo kann man nicht alleine mit Solaranlagen auf dem Hausdach versorgen. Da braucht man zusätzlich solare Großkraftwerke. Aber leider sind die Staaten Nordafrikas seit 30 Jahren mit den Erneuerbaren Energien nicht vorangekommen.
7b.zeozwei: Herr Scheer, was ist schlecht daran, wenn in Afrika Solarkraftwerke gebaut werden und die Finanzierung über den Verkauf des Stroms nach Europa erfolgt?
Scheer: Ich bestreite die These, dass der Strom aus Afrika für uns billiger wäre als eigener Solarstrom. Es gibt in Nordafrika doch nur eine einzige vorteilhafte Randbedingung: die stärkere Sonneneinstrahlung. Alle anderen Randbedingungen sind schlechter: Sandstürme, hoher Wartungsaufwand, die ständigen Sandwehen. Da werden die Spiegel der Anlagen schnell blind. Und wo wollen sie das Wasser hernehmen, um die solarthermischen Anlagen zu kühlen? Außer Marokko und Jordanien ist keines dieser Länder politisch stabil. Und beim Leitungsbau wird man die Erfahrung machen, die man in jedem technischen Großprojekt macht: dass es viel teurer wird, als geplant.
zeozwei: Aber bräuchten die afrikanischen Länder nicht jemanden, der die Entwicklung anstößt?
Scheer: Und da meinen Sie, das klappt, wenn es jetzt deutsche Konzerne mit ihrer Gewinnerwartung von 15 Prozent machen? Die können ja da unten investieren: Aber ich werde mich nicht als politische Triebkraft hinter dieses politische Konzept stellen, wie es die Grünen tun.
Fell: Schauen wir uns mal den Status quo an. Es gibt aus diesen Ländern keine nennenswerten Eigeninitiativen und wenn, dann werden sie sehr schnell blockiert: von den Interessen der Öl - und Gaswirtschaft, durch Frankreichs Atomwirtschaft, aber auch durch fehlende Technikkenntnisse und Kapitalmangel.
zeozwei: Herr Scheer, welche Rolle billigen Sie den großen Konzernen in der Welt der Erneuerbaren überhaupt zu?
Scheer: Mir fehlt das Zutrauen, dass die Blockierer in Deutschland die Eisbrecher der Erneuerbaren in Nordafrika sein könnten. Die steigen nur ein, wenn es in ihre Strukturen passt oder, um Projekte für andere Investoren zu blockieren. Sie schinden Zeit. Und wir sollten Zeit gewinnen, nicht verlieren.
Fell: Ich hätte den Satz mit den Blockierern und den Eisbrechern noch vor wenigen Jahren bedingungslos unterschrieben. Aber ich sehe Entwicklungen, die die Blockierer zu neuen Aktionen zwingen. Wenn sie das nämlich nicht tun, werden sie den Weg von General Motors gehen: schnell und tief in die Insolvenz. Einfach deswegen, weil die Erneuerbaren Energien keine Brennstoffkosten haben und immer mehr Kunden ihren Strom selber erzeugen, statt ihn zu kaufen. Das System der großen fossilen Kraftwerke wird in einigen Jahren kippen. Und dann will ich nicht erleben, dass wie jetzt bei Opel dann bei E. On Arbeitsplätze um jeden Preis und ohne Blick auf die Technologien gerettet werden. Desertec zeigt doch gerade, dass die Konzerne die Not spüren. Sonst hätten sie ähnliche Konzepte schon vor zehn Jahren unterstützt.
zeozwei: Was sagen Sie dazu, dass der ehemalige Grüne Übervater Joschka Fischer bei Desertec als Repräsentant im Gespräch ist?
Scheer: Mir ist Joschka Fischer nicht als großer Stratege für Erneuerbare Energien bekannt.
zeozwei: Herr Fell, halten Sie es für technisch vorstellbar, Strom zu Kosten von 20 bis 25 Cent aus Afrika zu liefern?
Fell: Allein mit solarthermischen Kraftwerken nicht. Aber Desertec ist kein ausschließlich solarthermisches Projekt mit Spiegelkraftwerken. Die Photovoltaik mit Halbleitertechnik ist im Spiel, auch die Windenergie und selbst die Geothermie. Technisch ist Desertec ja durchaus anspruchsvoll: Die solarthermischen Kraftwerke muss man vor Sandstürmen schützen. Und um die permanenten Sandverwehungen in einigen Teilen der Wüste zu vermeiden, muss man die richtigen Standorte auswählen. Aber das ist lösbar. Auch der Leitungsbau ist machbar. In China hat es nur drei Jahre gedauert, die neue verlustarme Hochspannungsleitung auf Gleichstrombasis vom Drei-Schluchten-Staudamm nach Schanghai zu bauen.
Scheer: So was testet man aber nicht in einem 400-Milliarden - Euro-Projekt! So eine Technik muss von unten wachsen. Und Spanien, Italien, Frankreich sind nicht China. Zu denken, dass die Bevölkerung dasteht und jubelt: Hurra, jetzt kommen die Stromleitungen aus Afrika für Mittel - und Nordeuropa! Das ist eine Bilderbuchvorstellung. Ich halte Fell einfach vor, dass er die Chancen überbewertet und die Strategie der Energiemonopole unterschätzt.
Fell: Ich denke, dass Scheer die Chancen nicht erkennt. Damit kommt eine gute Technik nicht zum Zug. Die Spiegelkraftwerke werden bald in Kalifornien, China und anderswo aufgebaut. Und auch Desertec will nicht mit einem Schlag 15 Prozent des europäischen Stroms bereitstellen. Da werden erst einige Wind - und Solarkraftwerke in Marokko gebaut. Dazu wird man die Leitungen über Gibraltar nutzen, die es gibt und die heute nicht ausgelastet sind. Dann wird man das verstärken und vielleicht eine Leitung über Sizilien bauen.
Scheer: Desertec verspricht – und dafür wird der Mund wässrig gemacht –, dass es bis 2020 schon mal 3 Prozent der europäischen Stromversorgung bereitstellen will. Das sind 80 Milliarden Kilowattstunden. Aber bis 2020 werden keine Leitungen über 3000 Kilometer gebaut, die so etwas tragen können. Selbst wenn man sich noch so anstrengt.
Fell: Wenn ein Drittel dieser Energie nach Italien fließt, kann Italien sich von der französischen Atomkraft abschalten. Da muss niemand lange Leitungen über die Alpen oder die Pyrenäen legen.
Scheer: Die italienische Regierung und Desertec-Befürworter Enel sind im Moment in Verhandlungen mit Frankreich, um von dort Atomkraftwerke zu importieren. Und die französische Regierung strebt Atomkraftwerke in Lybien an. Das ist doch der Ort, wo im Moment die Musik spielt. Desertec ist nur eine Ablenkung.
Fell: Die italienische Atomlobby beginnt bereits gegen Desertec zu schießen, weil sie um ihre Kraftwerksträume fürchtet. Um Atomkraftwerke zu verhindern, braucht man eben auch Solarstrom aus Afrika.
Scheer: Aber nicht mit denselben Leuten, die gleichzeitig Atomanlagen bauen. Das ist ein Pakt mit dem Teufel. Die Stromleitungen für Desertec können auch Atomstrom liefern.
zeozwei: Herr Scheer, ist es möglich, dass Sie bloß aus lieb gewonnener alter Feindschaft so gegen die Konzerne wettern?
Scheer: Nein, wir haben in allen wesentlichen Auseinandersetzungen gegen sie gewonnen. Warum soll ich auf jemanden, der immer verloren hat, böse sein? Aber es gibt eine uralte Erfahrung, die Sie schon bei Sunzi nachlesen können, dem chinesischen Philosophen: Wer nur sich selbst kennt, aber seinen Gegner nicht, wird nach jedem Sieg eine große Niederlage erleiden. Gegneranalyse hat nichts mit Vorurteilen zu tun, das ist eine ganz kühle Betrachtung.
Fell: Und darum machen wir das nicht allein mit den deutschen Energiekonzernen. Sondern mit Firmen wie Schott Solar und Münchener Rück. Die werden das vorantreiben.
Vokabeln
Vordenker m, -s, - -- генератор идей, идейный первопроходец
Aufbruch m, -s, Aufbrüche -- прорыв
vergeblich - тщетный, напрасный, бесполезный, безрезультатный
Initialzündung zur Ökologisierung der Wirtschaft –
искра зажигания для начала экологизации экономики
Energiewirtschaft f - энергетика, энергохозяйство
umlenken vt - поворачивать, поворотить, повернуть
Umlenkung f - отклонение; изменение направления; переключение
Erdöleinnahme f, -, -n – доходы от добычи нефти
den Klimaschutz verhindern - препятствовать защите окружающей среды
Voraussetzung f, -, - en - предпосылка; условие
ganzheitlich - цельный, целостный
Träger m, - s, - - носитель; представитель; обладатель
Förderung f - стимулирование; содействие, благоприятствование; поощрение; продвижение
Mitläufer m, -s, - -- попутчик
Altinvestition f, -, -en -- уже инвестированные средства
Aufrechterhaltung f - поддержание, сохранение, обеспечение; сохранение в силе (напр. договора)
Wortführer m, -s, - -- представитель; выразитель ( мнения)
wertfrei -- нейтральный, необремененный, без эмоциональной окраски
Stockung f,-, -en -- задержка, перебой; застой, затишье; заминка Offshore-Windkraft f, -, - строительство установок (ветряков) для производства эл. тока за счет силы ветра в прибрежной зоне (в частности на Северном море)
regenerative Energie = erneuerbare Energie
Anstoßgeber, - e, - - инициатор
anerkennen vt - признавать
Auseinandersetzung f, -, -en -- спор, конфликт; разногласие, противоречие
Koalition der Aufschieber - коалиция сторонников затягивания
Ausbau m, -s, - - создание; расширение, развитие, совершенствование
CO2-Abscheidung f, -, - – утилизация углекислого газа
sich einbringen – содействовать, выступить (в качестве кого-либо), позиционировать себя как…
Verzögerung f, -, -en - замедление; запаздывание; задержка; торможение, проволочка
Solarstromerzeugung f, - получение эл. тока из солнечной энергии
ausblenden -- уничтожать, стирать; убирать из поля зрения; уводить на второй план
Fahrwasser n -- фарватер
etw. ins Kalkül ziehen - рассмотреть вопрос о том, что....; принимать во внимание
Machbarkeitsstudie f -- технико-экономическое обоснование, тэо
kuschelig - мягкий, пухленький, уютный
versorgen -- питать, обеспечивать, снабжать (энергией)
solare Großkraftwerke (Spiegelkraftwerke) – крупные солнечные электростанции
vorankommen vi - продвигаться, двигаться вперёд
Randbedingung f, -, -en - (основное) условие, предпосылка
eine (schlimme) Erfahrung machen - убедиться на (горьком) опыте
Sonneneinstrahlung f -- инсоляция
Sandsturm m, - s, Sandstürme - песчаная буря
Wartungsaufwand m -- затраты на обслуживание
Sandwehen pl - зыбучие пески
Spiegel der Sonnenanlagen - солнечный коллектор (элемент солнечной батареи)
Gewinnerwartung f, -, - en -- ожидаемая прибыль
Triebkraft f - движущая сила
Kapitalmangel m, - s, Mängel (Kapitalarmut f) - нехватка капитала
zubilligen - разрешать; признавать; давать согласие
Zeit schinden - тянуть время (тянуть кота за хвост)
Blockierer und Eisbrecher -- сторонники промедления и сторонники
ускорения
in ein Geschäft einsteigen - вступить в дело, принять участие в деле
zwingen vt -- принуждать, вынуждать, заставлять
Insolvenz f, -, - en -- неплатёжеспособность, несостоятельность, банкротство
Brennstoffkosten pl - затраты на топливо, горючее
kippen vi -- опрокидываться
Halbleitertechnik f - техника полупроводников; технология изготовления полупроводников
Sandverwehung f , -en - песчаные заносы
verlustarm -- с малыми издержками или потерями, низкозатратный
Hochspannung f -- высокое напряжение; высокое давление; высокая конъюнктура, (эконом.)- высокая деловая активность
Gleichstrom m -- постоянный ток
j-m etw. vorhalten -- ставить в упрёк [на вид], говорить в укор, упрекать (в чем-либо)
aufbauen vt -- строить, сооружать, возводить
überbewerten vt -- переоценивать, слишком высоко оценивать
bereitstellen vt -- предоставить в распоряжение, подготовить к потреблению
Leitung f, -, -en - трубопровод; газопровод; водопровод
auslasten -- полностью загружать, использовать на полную мощность
den Mund wäßrig machen – раздразнить аппетит
sich abschalten -- отключиться
anstreben vt -- стремиться (к чему-л.) , добиваться (чего-л.)
Ablenkung f, -, -en -- отклонение; изменение направления
wettern -- бушевать, шуметь
eine Niederlage erleiden -- потерпеть поражение
wesentlich -- существенный, значительный, важный
Vorurteil n, -s, -e - предрассудок; предубеждение
vorantreiben vt - ускорять, форсировать (развитие чего-либо)
aufbauen vt - строить, создавать
Folgende Wortverbindungen empfehlen wir Ihnen für Ihr individuelles Wörterheft:
- eine globale Klima - und Energiewende
- den Klimaschutz verhindern
- Einnahmen aus den Erneuerbaren generieren
- politische Gefahren einschätzen
- etw. ins Kalkül ziehen
- zum Zug kommen
Lektion 3. Mergers&Acquisitions
Text 8. Firmen nehmen wieder Übernahmen in Angriff
8a. Bei den europäischen Konzernen dürfte das Übernahmekarussell im kommenden Jahr wieder an Fahrt gewinnen. "Die Unternehmen haben die Schockstarre überwunden und entwickeln wieder Strategien für die Zukunft", sagt Alexander Roos, Partner bei der Boston Consulting Group (BCG). Einer BCG-Studie zufolge, für die 160 Chefs börsennotierter Konzerne befragt wurden, plant jedes fünfte Unternehmen einen Zukauf von über 500 Mio. Euro.
Damit zeichnet sich eine klare Trendwende nach der desaströsen Entwicklung bei Fusionen und Übernahmen (M&A) im Jahr 2009 ab. Nach Zahlen von Thomson Reuters brach das M&A-Volumen angesichts der Wirtschafts - und Finanzkrise um fast die Hälfte auf rund 760 Mrd. Dollar ein.
"Im kommenden Jahr wird der Markt wieder zu einer gewissen Normalität zurückkehren", sagt Roos. Damit komme das Niveau der Jahre 2004 und 2005 in Reichweite. Gehe man davon aus, dass der Boom 2007 ohnehin eine Übertreibung war, sei dies eine durchaus gesunde Entwicklung. Vor allem bei Versicherern, Luftfahrtunternehmen, im Handel sowie bei Chemiefirmen, erwartet die Beratungsfirma kurz vor Jahresschluss s.
Gerade Unternehmen aus Asien, beispielsweise Indien und China, die gut durch die Krise gekommen sind, sehen sich verstärkt nach Übernahmezielen in Europa und auch in Deutschland um.
BCG sieht als Treiber für den M&A-Markt zum einen die wirtschaftliche Stabilisierung, zum anderen eine Aufhellung bei der Finanzierung. Wer als Käufer unterwegs ist, schreckt aber vor neuer Verschuldung zurück. Fast zwei Drittel der Befragten wollen bei Deals ausschließlich auf eigene Liquidität oder bestehende Kreditlinien zurückgreifen.
8b. Die Unternehmen seien vorsichtig nach den Erfahrungen der Krise, urteilt Roos. "Der Risikoappetit ist noch zu gering, als dass es in der Breite zu großen, ganze Branchen umwälzenden Transaktionen käme." Es werde vor allem kleinere und mittlere Transaktionen geben.
Nach Einschätzung von BCG plant 2010 etwa jedes dritte Unternehmen die Abspaltung von Randaktivitäten. Hinzu kommt das Wiedererstarken von Finanzinvestoren. "Private Equity ist zurück - als Verkäufer ebenso wie als Investor", sagt Roos.
Auch die Lage im Investment-Banking hellt sich kurz vor Jahresschluss auf. Nachdem die ersten sechs Monate des Jahres noch für Angst und Schrecken in den Topetagen der Banken in Deutschland gesorgt hatten, zeigen sich Manager inzwischen wieder optimistisch. Ängste vor harten Auswirkungen der Krise auf das Investment-Banking sind abgeschüttelt, eine Trendwende eingeleitet.
Die Provisionen aus der Beratung von Unternehmen bei Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions/M&A), Aktien - und Anleiheemissionen sowie syndizierten Krediten stiegen nach den Berechnungen des Finanzdatenanbieters Thomson Reuters gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent auf 2,4 Mrd. Dollar an. Damit liegen die Einnahmen etwa eine halbe Milliarde unter dem Volumen des Jahres 2005. Bestverdiener unter den Banken war einmal mehr die Deutsche Bank, die mit 273,5 Mio. Dollar oder einem Anteil von knapp elf Prozent mit Abstand am meisten kassierte. Es folgte Goldman Sachs mit 169,6 Mio. Dollar (6,78 Prozent).
Bei den Provisionseinnahmen überraschte im vierten Quartal der Bereich M&A, dessen Anteil an den gesamten Gebühreneinnahmen auf gut 40 Prozent anzog. Grund dafür waren eine Reihe von Milliardentransaktionen.
In den letzten drei Monaten hat sich die Stimmung bei Fusionen und Übernahmen gewandelt. Der Blick der Unternehmen richtet sich wieder nach vorne. Es werden mehr die Chancen als die Risiken gesehen. Dabei rücken strategisch motivierte Transaktionen in den Vordergrund. (3577)
Der syndizierte Kredit (Engl. Participation loan, syndicated loan) — ein Darlehen, das dem Kreditnehmer von zumindest zwei Kreditgebern (Konsortium von Kreditgebern), die an diesem Geschäft in bestimmten Anteilen beteiligt sind, unter einem einheitlichen Kreditvertrag vergeben wird.
Vokabeln
einbrechen (um fast die Hälfte) – резко сократиться
Trendwende f, -, - изменение тенденции
zunehmen vi – расти, увеличиваться
Provision f, -, -en – комиссионные
Gebühr f, -, - en – пошлина
sich wandeln vi - изменяться
Einnahmen Pl – Provisions-, Gebühreneinnahmen – доходы от… за счет…
an Fahrt gewinnen - ускоряться
Desaster n, -s, - - катастрофа, крушение
desaströs - катастрофический
überwinden - преодолевать
sich abzeichnen - вырисовываться
sich nach etw. Dat. umsehen – подыскивать что-л., присматривать
sich aufhellen - улучшаться
Aufhellung f, -, - - улучшение, просветление, просвет
Anteil m, - s, - e (an Dat.) - доля (в капитале фирмы, рынка и т. д.)
Beratungsfirma f, -, - en - консалтинговая фирма
liegen unter … - быть ниже чем…
mit Abstand – намного, значительно, с отрывом…
Nachzügler m, - s, - - отставший, запоздавший
Private Equity (engl.) - прямое частное инвестирование; частный акционерный капитал
anziehen vi – (leicht) – расти, увеличиваться, подрастать
Deal m, - s, - s - сделка
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- das börsennotierte Unternehmen
- in Reichweite kommen
- Abspaltung von Randaktivitäten
- kurz vor Jahresschluss
- eine Trendwende einleiten
- in den Vordergrund rücken
- sich optimistisch zeigen
Feindliche Übernahmen
Text 9. Geben Sie den Inhalt des Artikels wieder:
Stichwort: Was ist eine feindliche Übernahme?
Von einer feindlichen Übernahme spricht man, wenn sich ein Unternehmen die Kontrolle über ein anderes gegen dessen Willen verschafft. Bei einer Aktiengesellschaft geschieht dies über den Erwerb der Aktienmehrheit. Als Abwehrstrategie gegen eine feindliche Übernahme können vom Management verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, um das betroffene Unternehmen für den Interessenten weniger attraktiv zu machen.
Das geht etwa über die Einführung von Stimmrechtsbeschränkungen, den Aktientausch mit einem befreundeten Unternehmen oder die Verwässerung des Eigenkapitals durch die Ausgabe von Aktien an die Belegschaft. Feindliche Übernahmen sind in Deutschland selten und eigentlich verpönt.
Über die USA ist hingegen in den 80er Jahren eine wahre Lawine von feindlichen Übernahmen gerollt. Dabei wurden viele der geschluckten Unternehmen mit viel Gewinn für den Käufer zerlegt und ausgeschlachtet. Zehntausende Menschen verloren ihren Arbeitsplatz.
Die feindliche Übernahme des Düsseldorfer Telekommunikationskonzerns Mannesmann durch den weltgrößten Mobilfunkanbieter Vodafone Airtouch wurde zur größten Übernahmeschlacht in der Wirtschaftsgeschichte. Trotz eines Angebots von weit mehr als 200 Milliarden Mark in Aktien hat Mannesmann-Chef Klaus Esser die erste Offerte der Briten schroff abgelehnt. Er hätte dabei auf ein ganzes Arsenal von erprobten Abwehrstrategien mit ausgesprochen malerischen Namen zurückgreifen können: etwa auf Giftpillen oder weiße Ritter. Giftpillen werden in einem Übernahmekrieg vertragliche Vereinbarungen genannt, die eine Übernahme unattraktiv machen sollen.
Mannesmann hat sich aber auch „weiße Ritter“ gesucht, einen oder mehrere Partner für eine freundliche Fusion, um die feindliche Übernahme abzuwehren. Schließlich hätte Mannesmann stille Reserven aufdecken können, um den eigenen Aktienkurs nach oben zu treiben und die Übernahme unbezahlbar zu machen.
Mannesmann-Chef Klaus Esser wollte aber von alledem –
zumindest offiziell – nichts wissen. „Ein Wagenburgverhalten wäre das genaue Gegenteil von dem, wofür wir immer gestanden haben“, sagte der Manager in einer Reihe von Interviews. Er kündigte an, Mannesmann werde sich in seiner Abwehrstrategie allein auf die guten Argumente für ein Halten der Mannesmann-Aktie verlassen. „Wir werden auch künftig die größten Wachstumschancen aufweisen, auf jeden Fall eindeutig bessere als Vodafone“, versprach Esser. Diese Politik hat ihm keinen Erfolg gebracht. (2505)
Vokabeln
Abwehr f – защита
Abwehrstrategie f, - en – стратегия защиты
Verwässerung f – размывание, рассредоточение
Eigenkalital n – собственный капитал
Belegschaft f – (рабочий) коллектив
feindliche Übernahmen – враждебные поглощения
verpönt sein – осуждаться, отвергаться
zerlegen vt – разобщать, разделять(на отдельные части)
ausschlachten vt – уничтожать
Mobilfunk – мобильная связь
Anbieter m, - офферент, эксплуатант
schroff – крутой, резкий, жесткий
erprobt – опробованный
zurückgreifen auf etw. – возвращаться к…
Giftpille f –en – ядовитая пилюля
weiße Ritter - White Knight (engl.) . рыцари в белом
vertraglich – в договорном порядке
Vereinbarung f, -en – договоренность
einordnen – поставить в ряд, определить
stille Reserven – скрытые резервы
aufdecken – вскрыть
Wagenburgverhalten n – зд.: строительство баррикад
ankündigen – заявить о чем-л.
allein – только
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- sich die Kontrolle über ein Unternehmen verschaffen
- das geschieht über den Erwerb der Aktienmehrheit
- Maßnahmen ergreifen
- das geht etwa über die Ausgabe von Aktien an die Belegschaft
- die Offerte schroff ablehnen
- auf ein ganzes Arsenal von erprobten Abwehrstrategien zurückgreifen
- die feindliche Übernahme abwehren
- den Aktienkurs nach oben treiben
- die größten Wachstumschancen aufweisen
9a. Keine Angst vor feindlichen Übernahmen
Der Erwerb einer Gesellschaft gegen den Willen ihres Managements ist in Amerika alltäglich. In Deutschland stehen feindliche Übernahmen in der Kritik. Doch zählt nicht die Zustimmung oder Ablehnung des betroffenen Vorstands, sondern die industrielle Logik des Deals.
Übernahmen und Fusionen sind in hochentwickelten Kapitalmärkten wie den USA und Großbritannien ein fester Bestandteil des Kapitalmarktes und ein wichtiges Element zur Sicherung der wirtschaftlichen Dynamik. In Deutschland nimmt die Akzeptanz für M&A als Instrument strategischen Managements zwar zu. Dennoch werden insbesondere öffentliche Übernahmen weiterhin äußerst kontrovers diskutiert.
Nüchtern betrachtet handelt es sich bei dem emotional gefärbten Begriff einer „feindlichen „ Übernahme um den (Mehrheits-)Verkauf eines Unternehmens entgegen den Empfehlungen des Managements oder gegebenenfalls anderer Leitungs - und Kontrollgremien des betroffenen Unternehmens.
Während etwa bei einem im Familienbesitz befindlichen Mittelstandsunternehmen niemand ernsthaft das Recht des Eigentümers zum Verkauf – unbeachtet von Protesten der angestellten Geschäftsführer – bestreitet, werden bei Übernahmeangeboten für börsennotierte Unternehmen oft andere Maßstäbe angelegt. Man spricht von „unfreundlichen“ oder „feindlichen“ Übernahmen und von „angelsächsischen Irrwegen des Kapitalismus“. Korrekterweise sollte sich die Debatte allerdings auf die Logik und die Wertschöpfung der Einzeltransaktion konzentrieren und nicht auf die Methode öffentlicher Übernahmeangebote per se.
9b. Letztlich ist es jedem Eigentümer freigestellt, von seinem verbrieften Recht zur Veräußerung seines Eigentums Gebrauch zu machen. Ein Aktionär wird in der Regel seine Anteile nur veräußern, sofern der ihm gebotene Preis den Wert übersteigt, den er selber der Aktie beimißt. Das akquirierende Unternehmen wird andererseits nur dann eine Prämie über den Börsenkurs zahlen, wenn es davon überzeugt ist, daß es einen Wert realisieren kann, der deutlich über dem Börsenwert liegt. Eine derartige Wertsteigerung ist im Grundsatz im Sinne des gesamtwirtschaftlichen Interesses. Sie ist daher auch primär weder gegen das Interesse der Eigentümer noch der Arbeitnehmer gerichtet.
Vielmehr muss davon ausgegangen werden, dass der Erwerber ein wesentliches Interesse daran hat, den Unternehmenswert in der Zukunft weiter zu steigern.
In Verruf geraten sind „hostile takeovers“, nachdem gerade in den achtziger Jahren in den USA vor allem Finanzinvestoren, sogenannte „financial raiders“, unterbewertete Unternehmen erwarben, sie radikal restrukturierten und die Unternehmen zerschlugen, um sie dann in Einzelteilen gewinnbringend zu veräußern. Motiviert waren diese Übernahmen durch die Erkenntnis, dass die Summe der Einzelteile eines Unternehmens den Wert des Unternehmens als ganzes unter gewissen Voraussetzungen übersteigen kann. Dass dabei meist die kurzfristige Realisierung von Gewinnen im Vordergrund stand, ist zu recht oft kritisch beurteilt worden.
Allerdings ist aus dieser Entwicklung das Konzept der „Break-up Valuation“ hervorgegangen, das zu einem Umdenken in der Bewertung von Unternehmen geführt hat und die Basis für eine Vielzahl unternehmerischer Restrukturierungsmaßnahmen lieferte. Ebenso ergab sich daraus eine disziplinierende Wirkung für das Management anderer Unternehmen, wodurch die Unternehmensführung im Sinne des Shareholder Value und der Investor Relations in den Vordergrund rückten. (3490)
Vokabeln
zählen vi – считаться, идти в счет, иметь значение
betreffen vt – касаться
Akzeptanz f – принятие, согласие, признание
gegebenenfalls –при случае, при известных условиях, при необходимости
börsennotiert – котирующийся на бирже (принимающий участие в торгах)
Maßstab m, - stäbe – масштаб
Maßstäbe anlegen – определять масштабы
Wertschöpfung f- создание стоимости
per se – как таковой
freigestellt sein j-m Dat. – предоставлять свободу выбора
verbriefen – подверждать (документом); письменно гарантировать
das verbriefte Recht zu … - законное (гарантированное законом) право
veräußern vt – продавать
Veräußerung f – продажа
den Wert beimessen – придавать значение
akquirieren vt – присоединять
primär – первичный
in Verruf geraten – приобрести дурную славу
„hostile takeovers“ (engl.) – hier: feindliche Übernahmen
„financial raiders“ (engl.) – зд.:финансовые налетчики
im Vordergrund stehen – быть на первом плане
„Break-up Valuation“ (engl.) – оценка отдельных составляющих, частей (предприятия)
Shareholder Value (engl.) – зд.: в интересах акционеров
Investor Relations Pl (engl.) – отношения с инвесторами
zu recht - по праву, справедливо
Folgende Wortverbindungen empfehlen wir Ihnen für Ihr individuelles Wörterheft:
- feindliche Übernahmen stehen in der Kritik
- ein fester Bestandteil des Kapitalmarktes sein
- nüchtern betrachtet
- das Recht des Eigentümers zum Verkauf bestreiten
- andere Maßstäbe angelegen
- von seinem verbrieften Rech Gebrauch machen
- einen Wert im Sinne des gesamtwirtschaftlichen Interesses realisieren
- in Verruf geraten
- im Vordergrund stehen
- in den Vordergrund rücken
Text 10.
Unternehmenskulturen:
Fusionen hängen von der Integration der Mitarbeiter ab
10a. Wenn zwei Unternehmen heiraten, sind sie sich meistens völlig fremd. Auch wenn sie meist in derselben Branche arbeiten, müssen bei Fusionen auch die unterschiedlichen Unternehmenskulturen zusammen geführt werden. Dafür müssen vor allem die Führungskräfte professionell kommunizieren.
Das im Sommer medial intensiv inszenierte Werben von Microsoft um Yahoo ist wohl endgültig Geschichte. Eigentlich schade - aus M&A-Sicht: Es wäre interessant gewesen zu beobachten, wie die beiden Konzerne eine erfolgreiche Zusammenführung der unterschiedlichen Unternehmenskulturen gestaltet hätten. Ganz unterschiedliche Firmenkulturen wären in diesem Fall aufeinander getroffen: Hier der solide Marktführer bei Betriebssystemen - und dort der flippige Internetkonzern mit seiner liberalen Kultur.
An diesem Beispiel lässt sich gut erkennen, welche Herausforderungen bei Firmenübernahmen und Fusionen warten. Schließlich haben sich die Mitarbeiter in den Unternehmenskulturen und den daraus abgeleiteten Strukturen eingerichtet. Sie kennen die Entscheidungswege und Besonderheiten. Die Unternehmen profitieren im Rahmen dieser etablierten Arbeitsumfelder vom Wissen und den Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter.
Wenn im Wege einer Akquisition eines neuen Unternehmensteils, einer neuen Betriebsstätte oder durch eine Fusion zwei Welten zusammenfinden sollen, genügt es nicht, Zuständigkeiten neu zu definieren oder Teams zusammenzulegen. Studien belegen eindeutig: Firmenfusionen und -übernahmen können nur erfolgreich sein, wenn die Integration der Mitarbeiter erfolgreich ist.
10b.Dazu gehört unbedingt eine gezielte Mitarbeiter-Due-Diligence. Wer von dieser sorgfältigen Prüfung und Analyse der Vertrags - und Faktenlage der wichtigsten Mitarbeiter noch nie gehört hat, befindet sich leider in guter Gesellschaft: Eine von Watson Wyatt, Mercuri Urval und DLA Piper erhobene Studie bestätigt, dass Kernfragen der Mitarbeiterintegration bei Übernahmen und Fusionen gar nicht oder zu spät angegangen werden. Auf die Frage, was erfahrene Executives gerne im Vorfeld der Transaktion gewusst hätten, um ihnen die Integration zu erleichtern, bemängelten diese unter anderem, dass die neuen Organisationsstrukturen nicht genügend vermittelt würden. Oder sie hätten gerne mehr über die Bedeutung der kulturellen Einbindung im unmittelbaren Zusammenhang mit der Integration von IT, HR (Human Resources) und Anreizsystemen gewusst.
Führungskräfte und andere wichtige Mitarbeiter verlassen gerade in Zeiten des Wechsels ihr Unternehmen - nicht zuletzt, weil es an professioneller Kommunikation fehlt. Dieser personelle Aderlass gefährdet den wirtschaftlichen Erfolg der Transaktion. Eine erfolgreiche Mitarbeiter-Due-Diligence wird also die wichtigen Mitarbeiter im Zielunternehmen identifizieren und mit ihnen frühzeitig das Gespräch über die künftige strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie über die neuen Aufgaben und Chancen suchen.
Schließlich haben sich in der Vergangenheit auch vertrauliche Management-Präsentationen auf Führungsebene sowohl des Erwerbers als auch der Zielgesellschaft bewährt. So lässt sich dem Gegenüber die jeweilige Unternehmenskultur näher bringen. In anschließenden Einzelgesprächen kann sich der Käufer zudem einen ersten Eindruck über arbeitsrechtliche Risiken verschaffen. Dennoch werden die meisten Führungskräfte auf einen klassischen Due-Diligence-Report bestehen - zu Recht: schließlich kann dieser auch die eigene Haftung beschränken. (3453)
Vokabeln
Due Duligence - ауд. Сбор информации с целью проверки определенного проекта, физического или юридического лица;
финансовая благонадёжность, состоятельность (партнера/подрядчика )
бизн. должная старательность; добросовестность, должная исполнительность, надлежащее исполнение, надлежащая ответственность;
- sorgfältige Prüfung und Analyse der Vertrags - und Faktenlage der wichtigsten Mitarbeiter
Unternehmenskultur f, -, -en - корпоративная культура
werben vt um Akk. – добиваться, домогаться ; агитировать, рекламировать
gestalten vt – оформлять, придавать форму, создаватьосуждать
fehlen an - отсутствовать, нехватать, недоставать an professioneller Kommunikation
Aderlass m, -sses, -sse - кровопускание; большой расход, большие потери
Erwerber m, -s, - -- покупатель, получатель, приобретатель
Zielgesellschaft f, -, -en - целевое общество
sich bewähren - оправдать себя, зарекомендовать себя, оказаться пригодным
Käufer m, -s, - - покупатель
zu Recht - по праву, справедливо
Haftung f, -, - - ответственность
beschränken vt - ограничивать (права)
Folgende Wortverbindungen empfehlen wir Ihnen für Ihr individuelles Wörterheft:
- An diesem Beispiel lässt sich gut erkennen
- Zuständigkeiten neu definieren
- Teams zusammenlegen
- im Vorfeld der Transaktion
- sich einen ersten Eindruck über arbeitsrechtliche Risiken verschaffen
Kontrollübersetzung für das 3.Studienjahr, 2.Semester, Fakultät МЭО
Windkraft statt Kohle: Die alternativen Energien gefährden die Finanzierung neuer Kraftwerke.
Deutschlands Energiemix verändert sich. Während die regenerativen Versorgungsquellen auf dem Vormarsch sind, sehen die Aussichten für die Verstromung von Kohle und Gas sowie für die Kernkraftwerke eher düster aus.
Generell werden die Geschäftsmodelle der Energieversorger grüner. "Angesichts der staatlich garantierten Erlöse für den Einsatz der regenerativen Versorgungsquellen setzen Deutschlands etablierte Stromproduzenten immer stärker auf den Ausbau der erneuerbaren Energien", sagt der Kölner Energieprofessor Dieter Schmitt.
"Erneuerbare Energien können bis zum Jahr 2020 einen Anteil von 30 Prozent an der Stromerzeugung erreichen. Doch selbst dann müssen 70 Prozent von konventionellen Energieträgern wie Erdgas, Kohle und Uran bereitgestellt werden", sagt Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie - und Wasserwirtschaft (BDEW).Es seien moderne Kraftwerke nötig, die über Technik zur Kohlendioxid-Abscheidung (CCS) verfügen, "um die vergleichsweise günstige heimische Kohle einsetzen und gleichzeitig die Klimaschutzziele erreichen zu können". Gaskraftwerke seien nötig, um rasch auf schwankende Strommengen der erneuerbaren Energien reagieren zu können.
Neue Kohle - und Gaskraftwerke werden gebraucht. Dafür jedoch müssen die politischen Rahmendaten stimmen: diskriminierungsfreier Zugang für ausländische staatliche Gasproduzenten beim Bau von Kraftwerken und keine Sonderlasten für die CO2-Deponierung.
Für Zusatzkosten bei der unterirdischen Speicherung von CO2 könnte jedoch der Staat sorgen. Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg - die Bundesländer mit besonders attraktiven natürlichen Einlagerungskapazitäten für Kohlendioxid - planen eine "Speicherabgabe" pro eingelagerte
Tonne CO2 von fünf Euro. Zusätzliche Kosten von deutlich mehr als einer Mrd. Euro jährlich für die Deponierung könnten die aus Klimaschutzgründen gebotene CO2-neutrale Kohleverstromung aber unwirtschaftlich machen, warnt Schmitt.
Derweil setzt die Strombranche auf neue Absatzpotenziale durch die rasche Verbreitung von Elektroautos. Auch hier scheint mehr Nüchternheit angebracht: "Die Batterie-Entwicklung steht noch am Anfang", sagt Uwe Franke, Vorstandschef des Mineralölkonzerns Deutsche BP. "Wir rechnen weltweit mit einem maximalen Anteil der Elektroautos von zehn Prozent im Jahre 2030."
Kontrollarbeit
Notlösung in Kopenhagen
KOPENHAGEN. Der Weltklimagipfel in Kopenhagen endet mit einem äußerst schwachen Ergebnis. Das Plenum der Konferenz verständigte sich am Samstag lediglich darauf, den von einer Gruppe von Staats - und Regierungschefs erarbeiteten Minimalkompromiss "zur Kenntnis zu nehmen". Umweltschützer und Politiker reagierten enttäuscht.
Der Gipfel hatte zwei Wochen lang unter teilweise chaotischen Bedingungen getagt, um internationale Ziele für den Klimaschutz festzuschreiben. Ziel war es, eine Erklärung mit möglichst starker rechtlicher Bindungswirkung zu verabschieden, die in der ersten Hälfte des kommenden Jahres in einen völkerrechtlich verbindlichen Vertrag münden sollte. Dieses Ziel wurde verfehlt.
Eine Gruppe von Staats - und Regierungschefs, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, hatte versucht, einen Minimalkompromiss zu erzielen. Sie verständigten sich am späten Abend auf ein Papier, das jedoch in der folgenden Plenumssitzung heftig kritisiert wurde. Insbesondere Vertreter von Entwicklungsländern sagten, das Papier berücksichtige ihre Interessen nicht. Erst nach stundenlangen Verhandlungen und einer mehrstündigen Sitzungsunterbrechung nahmen die Delegierten der 192 Staaten den Kompromisstext zur Kenntnis.
Das Kompromisspapier bleibt weit hinter allen Erwartungen zurück. Es enthält zwar das Ziel, die Erwärmung der Erde auf unter zwei Grad im Vergleich zu vorindustrieller Zeit zu begrenzen, sowie eine Finanzzusage der Industrie - an die Entwicklungsländer. Allerdings bleibt es rechtlich unverbindlich. In dem Papier heißt es, die Entwicklungsländer sollen zunächst zehn Milliarden Dollar pro Jahr, später bis zu 100 Milliarden Dollar bekommen.
Kanzlerin Merkel räumte ein, es sei nicht gelungen, verbindliche Emissionsziele zu vereinbaren. So fehlt die Ansage, dass der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 halbiert werden muss, obwohl dies als Voraussetzung für das Zwei-Grad-Ziel gilt.
Der Weg zu dem eigentlich geplanten Weltklimaabkommen, also einem rechtlich verbindlichen UN-Vertrag, sei "noch sehr weit".
Beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hieß es, die Weltklimakonferenz habe "nicht mehr als eine Noterklärung" zustande gebracht. "Um ein totales Scheitern des Gipfels abzuwenden, haben die Staats - und Regierungschefs krampfhaft nach einem Rettungsanker gesucht. Statt eines völkerrechtlich verbindlichen Weltklimaabkommens haben wir nur eine weitere und äußerst schwache Absichtserklärung bekommen", kritisierte Nabu-Präsident Olaf Tschimpke. Beim WWF hieß es, das Kompromisspapier sei ein "große Enttäuschung".
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