Lokalisierung eines Objektes kann durch topologische Positionierung passieren. Dabei wird Lage des Objekts ohne Anwendung von zusдtzlichen Mitteln, wie Relatum, Dimensionen oder Richtungen, markiert [Giessler: 45]. 

Auf diese Weise gilt es zu schlieЯen, dass man sich bei Beschreibung von rдumlichen Relationen auf mehrere Elemente des Raumsystems ausrichtet. Miteinbezogen werden Aussichtsperspektive, Dimensionen, andere Objekte (Bezugsobjekte), Oppositionen usw. Natьrlich ist es mцglich, mit Hilfe von Toponymen den Standort eines Objektes zu bezeichnen, dann braucht man keine weiteren Hinweisungen.

Prдpositionen und ihre lokalen Bedeutungen

Wдhrend einer langen Zeit blieben Prдpositionen auЯerhalb des wissenschaftlichen Interesses von Forschern, da sie als unbedeutende Wortarten galten. Mehr noch behaupteten einige Linguisten, dass Prдpositionen keine eigene Semantik haben, da sie keine Begriffe nennen und nur in Kombination mit anderen Wortarten gebraucht werden kцnnen. Heutzutage ist unter Sprachwissenschaftler die Meinung verbreitet, dass Prдpositionen ьber eigene lexikalische Bedeutung verfьgen [Pekar: 11 – 12].

Prдpositionen spielen eine groЯe Rolle bei der Lokalisierung von Objekten, indem sie auf Zusammenhдnge zwischen Objekten hinweisen. Es wird behauptet, dass „In jedem Fall drьckt die Prдposition, bei nicht-intransitivem Gebrauch gemeinsam mit ihrem Komplement, einen definierten Raum aus, der durch Adjunkte modifiziert und dessen Ausdehnung durch Spezifizierer beschrдnkt werden kann“ [Rauh: 6].

НЕ нашли? Не то? Что вы ищете?

T. Kulakowa meint, dass rдumliche Prдpositionen zwei Funktionen ausьben:

    nominale: Aussonderung von den Segmenten des Raums, die den Objekten entsprechen (Seite, Oberflдche) deiktische: Bezeichnung von verschiedenen Raumorientierungen, d. h., eine Prдposition weist auf Position auf eine der Horizontalen hin [Kulakowa: 5].

Lokale Prдpositionen kцnnen auf Position eines Objektes oder die Bewegungsrichtung hinweisen. AuЯerdem gibt es Prдpositionen, die beide Funktionen ausьben. Diese Prдpositionen nennt man Wechselprдpositionen [Mьller: 18].

A. Mьller fьhrt einige Klassifikationen von Prдpositionen an. Darunter ist die Aufteilung von diesen Wortarten in statischen und direktionalen zu achten. Die statischen Prдpositionen spiegeln feste Relationen zwischen einem Lokalisierungsobjekt (LO) und einem Referenzobjekt (RO) wider, wдhrend die direktionalen wiedergeben, wie die Position eines LO in Bezug auf ein RO sich дndert. Direktionale Prдpositionen werden in Zielprдpositionen und Ursprungsprдpositionen gegliedert. Die ersten weisen auf Ziel der Bewegung hin, und die zweite Gruppe markiert den Anfangspunkt der Bewegung [Mьller: 89 – 91].

Wegprдpositionen oder extensionalen Prдpositionen erwдhnt auch B. Meex. Dazu werden Prдpositionen ьber, durch, um usw. zugeordnet. Sie ist der Meinung, dass diese Prдpositionen sich dadurch auszeichnen, dass sie nicht einen Ort, sondern mehrere Orten oder Zustдnden, also den Weg charakterisieren. Auf solche Weise wird unter den Weg ein Kontinuum von einzelnen Orten verstanden [Meex: 161]. Da dieser Standpunkt uns nicht begrьndet genug vorstellt, halten wir uns in Rahmen von der vorliegenden Forschung an traditioneller Ansicht fest, demzufolge rдumliche Beziehungen statisch oder dynamisch sein kцnnen, und in diesem Fall gehцrt der Weg zu dynamischem Typ.

Sehr deutliche und klare Klassifikation der lokalen Prдpositionen wird von B. P. Haselbach dargelegt. Er teilt sie auf folgende Weise auf:

    Prдpositionen des Ortes Wegprдpositionen:
    gerichtete:
    Ausgangsprдpositionen Zielprдpositionen
    ungerichtete:
    Routeprдpositionen [Haselbach: 182].

Hier sind Haupkategorien von rдumlichen Prдpositionen und ihre Funktionen veranschaulicht, wodurch diese Klassifikation дuЯerlich bequem zur Anwendung ist.

Von anderen Sprachwissenschaftlern wird es vorgeschlagen, den Raum als System von rдumlichen Achsen (Lдnge, Breite, Hцhe) zu betrachten. Dann werden rдumliche Prдpositionen nach ihren semantischen Funktionen differenziert. Man kann Gruppen von Prдpositionen mit дhnlichen Funktionen aussondern und innerhalb von diesen Gruppen semantische Funktionen der Prдpositionen abzugrenzen, so dass die Spezifik und Eigenart jeder Prдposition im Einzelnen betont wird [Schmatowa: 12].

Semantik wird im korrelativen Modell berьcksichtigt. Dabei werden Prдpositionen zusammen mit Substantiven betrachtet, die als ihre Bezugsobjekte hervortreten. Auf den Typen von den mittels Substantive ausgedrьckten Bezugsobjekten basiert folgende Klassifikation:

    irdischer Raum (dazu gehцren Gruppe Relief, Weg, Natur, menschliche Siedlungen, StraЯenraum, Hofraum) Wasserraum (mit Gruppen Fluss, See, Teich, Moor, Bach, Pfьtze) luftiger Raum (Himmel, Luft) [Jakowlewa: 9, 13].

Es scheint uns wichtig, bei der Untersuchung von Prдpositionen auch ihre Bezugsobjekte zu beachten, weil sie ein untrennbarer Bestandteil von Prдpositionalphrase (oder Prдpositionalgruppe) sind und ohne sie richtige Interpretation von Bedeutung der Prдpositionen nicht mцglich ist. Weiter wird dieser Faktor in Betracht gezogen.

Die Mehrheit von deutschen Prдpositionen stammt aus Lokaladverbien, z. B. an, aus, bei, durch, ьber, um, vor. Manche Prдpositionen gehen auf Substantive, Kombinationen aus Prдposition und Substantiv und Partizipien zurьck [Fritz: 161]. Wenn wir Bedeutungsentwicklung von Prдpositionen in diachronischem Aspekt verfolgen, dann stellt es sich heraus, dass viele Prдpositionen im Mittelhochdeutschen Bedeutungen hatten, die entweder sich von heutigen unterscheiden, oder weit umfangreicher waren. Als Beispiel dafьr kann die Prдposition gegen angefьhrt werden. Im Mittelhochdeutschen wurde sie im Sinne von gegen, gegenьber, entgegen; an, auf, bei, fьr, in, mit, nach, vor, zu verwendet [Hennig: 99].

C. Wich-Reif forscht mittelhochdeutsche Prдpositionen, und nach ihren Ergebnissen besitzen sie folgende lokale Bedeutungen.

    An – mit Dativ:
Situierung/Bewegung auf einer Flдche Ort, an dem sich eine Handlung vollzieht/ein Zustand in  Erscheinung tritt/eine Handlung ihren Ausgang nimmt Berьhrung/AneinanderstoЯen Beziehung einer Person/Sache/Eigenschaft zu einer Person/Sache/Eigenschaft

  – mit Akkusativ:

Richtung (und Ziel) [Wich-Reif: 77 – 83].
    Auf – mit Dativ:
Situierung/Bewegung auf einer Flдche
    mit Akkusativ:
Richtung (und Ziel) Situierung auf einer Flдche Gerichtetheit auf eine Sache/Person [Wich-Reif: 100 – 103].
    Aus – 1) auЯerhalb einer Flдche/eines Raums/einer Institution
Richtung aus einem Raum/einem Zustand/einer Menge/einer Person Herkunft, Teil von/aus etwas [Wich-Reif: 115 – 116].
    Bei – mit Dativ:
Ort, an dem sich eine Handlung vollzieht/ ein Zustand in Erscheinung tritt/eine Handlung ihren Ausgang nimmt Beziehung einer Person/Sache/Eigenschaft zu einer Person/Sache/Eigenschaft Reihen-/Rangfolge
    mit Akkusativ:
Beziehung einer Person/Sache/Eigenschaft zu einer Person/Sache/Eigenschaft [Wich-Reif: 144 – 148].
    Durch – 1) Ьberwindung eines Raums, Erstreckung ьber einen Raum [Wich-Reif: 167]. Gegen – mit Dativ:
Richtung (und Ziel) Gegenseite/Gegenьber/Gegensatz
    mit Akkusativ:
Richtung (und Ziel) Gegenseite/Gegenьber/Gegensatz [Wich-Reif: 197 – 198].
    Hinter – mit Dativ:
Reihen-/Rangfolge
    mit Akkusativ:
Richtung (und Ziel) [Wich-Reif: 216].
    In – mit Dativ:
Bewegung auf einer Flдche innerhalb einer Flдche/eines Raums/ einer Institution  Ort, an dem sich eine Handlung vollzieht/ ein Zustand in Erscheinung tritt/eine Handlung ihren Ausgang nimmt literarisches Denkmal, wo etwas steht/gesucht/gefunden wird Beziehung einer Person/Sache/Eigenschaft zu einer Person/Sache/Eigenschaft
    mit Akkusativ:
Richtung (und Ziel) [Wich-Reif: 220 – 228].
    Ьber – mit Dativ:
Situierung auf einer Flдche Reihen-/Rangfolge
    mit Akkusativ:
Bewegung auf einer Flдche Gerichtetheit auf eine Sache/Person Beziehung einer Person/Sache/Eigenschaft zu einer Person/Sache/Eigenschaft Reihen-/Rangfolge  [Wich-Reif: 310 – 313].
    Unter – mit Dativ:
Situierung unterhalb eines Bezugspunktes Beziehung einer Person/Sache/Eigenschaft zu einer Person/Sache/Eigenschaft Situierung zwischen zwei Bezugspunkten Handlung oder Zustand mit Beteiligung von zwei oder mehreren Personen/Sachen Reihen-/Rangfolge
    mit Akkusativ:
Handlung oder Zustand mit Beteiligung von zwei oder mehreren Personen/Sachen [Wich-Reif: 340 – 344].
    Von – mit Dativ:
Richtung aus einem Raum/einem Zustand/einer Menge/einer Person heraus Ort/Zustand und Person, von der etwas verlangt wird Reihen-/Rangfolge Herkunft, Teil von/aus etwas
    mit Instrumental:
mit Adverb, Richtung auf eine Sache/Person zu [Wich-Reif: 361 – 369].
    Vor – mit Dativ:
Situierung vor einem Bezugspunkt Beziehung einer Person/Sache/Eigenschaft zu einer Person/Sache/Eigenschaft Reihen-/Rangfolge
    mit Akkusativ:
Situierung vor einem Bezugspunkt
    mit Instrumental:
Reihen-/Rangfolge [Wich-Reif: 377 – 383].
    Zu – mit Dativ:
Richtung (und Ziel) Situierung auf einer Flдche/in einem Raum Handlung/Geschehen am Ziel Beziehung einer Person/Sache/Eigenschaft zu einer Person/Sache/Eigenschaft
    mit Akkusativ:
Richtung (und Ziel) [Wich-Reif: 405 – 416].
    Zwischen – 1) Situierung zwischen zwei Bezugspunkten
Handlung oder Zustand mit Beteiligung von zwei oder mehreren Personen/Sachen [Wich-Reif: 428].

In Bezug auf russische Prдpositionen, besonders prototypische, wird bemerkt, dass ihre lexikalische Einfьllung sehr schwach ist, da sie genetisches Verhдltnis zu den Wцrtern, daraus sie gestammt hatten, verloren. Aus diesem Grund ist die Mehrheit von ihnen vieldeutig und vereint verschiedenartige, manchmal sogar zwiespдltige, Bedeutungen, die nur in Kontext vцllig und richtig verstanden werden kцnnen. Diese Mehrdeutigkeit bedingt aber Ergiebigkeit von Prдpositionen als Ausdrucksmittel von lokalen Beziehungen, weil sie Bedeutungsreichtum versorgen [Fedoseewa: 13 – 14].

Из за большого объема этот материал размещен на нескольких страницах:
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14