Die Schilddrьse stellt ein drьsiges Organ dar; es ist aus Blдshen (Follikeln) zusammengesetzt, welche einen sezernierenden Epithelbelag und kolloidalen Inhalt darbieten. Dieses Kolloid enthдlt das Thyreoglobulin und daraus lдЯt sich der wirksame Stoff, nдmlich das Thyroxin darstellen.

2.

Da das Thyroxin einen hohen Jodgehalt darbietet, ist zu seinem Aufbau eine gewisse, allerdings minimale, Jodzufuhr in der Nahrung notwendig. Fehlt das Jod in der Nahrung lдngere Zeit hindurch vollstдndig, so hypertrophiert die Drьse zum Kropf.

Die Thyreoidea ist eine Vorratsdrьse, welche ihr Sekret fьr Zeiten des Bedarfes aufspeichert, und zwar kann man das Thyroxin in der Hauptsache als einen Aktivator des Stoffwechsels bezeichnen. Die Funktionen der Schilddrьse werden von der Hypophyse maЯgebend beeinfluЯt.

Wenn durch eine Operation die Schilddrьse vollstдndig oder wenn ein so groЯer Teil davon exstirpiert worden ist, daЯ der ьbriggebliebene Rest fьr die Aufrechterhaltung der Funktion nicht mehr ausreicht, so stellt sich ein schwerer Zustand von Degeneration und Kachexie ein: gedunsenes fahlgelbes Aussehen des Gesichtes und des ьbrigen Kцrpers, Lippen gewulstet, Zunge verdickt, Ausfallen der brьchigen und trockenen Haare, Nдgel rissig, trockene Beschaffenheit der Haut, Kцrpertemperatur erniedrigt, subjektives Kдltegefьhl, Herabsetzung des Grundumsatzes um 20 bis 40% der Norm, allgemeine Kraftlosigkeit, Puls verlangsamt, Obstipation, Verminderung der psychischen Regsamkeit und der geistigen Interessen. Wird die Schilddrьse nach entzьndlichen Erkrankungen oder aus anderen Grьnden atrophisch, so kommt ein ihnliches Krankheitsbild zustande, welches wegen des gedunsenen Aussehens. der Kranken als Myxцdem bezeichnet wird. Es kann durch Darreichung von Schilddrьsenprдparaten weitgehend

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1.

Das Blut besteht aus Formbestandteilen - und Plasma. Die Formbestandteile sind Erythrocyten, Leukocyten und Thrombocyten. Das Plasma ist eine Flьssigkeit, in qer organische Bestandteile wie EiweiЯ.. Kohlenhydrate und Fette sowie auch anorganische Substanzen gelцst sind.        '

Die gesamte Blutmenge dьrfte nach neueren Untersuchungen bei gesunden Erwachsenen ungefдhr 1/15 des Kцrpergewichtes betragen. Sie ist schon unter normalen Verhдltnissen gewissen Schwankungen ausgesetzt, indem nach lдngerem Dursten der Wassergehalt und damit das Volum des Blutes abnimmt, wдhrend es nach reichlicher Flьssigkeitsaufnahme. und Kochsalzzufuhr ansteigen kann. Im ersteren Fall ni! Ilmt dementsprechend die Zahl der roten Blutkцrperchen wegen der Verminderung der Plasmamenge zu

2.

Das Blut verdankt seine rote Farbe dem Hдmoglobin, das sich normalerweise nicht im Blutplas, sondern nur in den roten Blutkцrperchen findet und deren Hauptmasse ausmacht. Wird die "semipermeable" Hьlle der roten Blutkцrperchen aufgelцst, z. B. durch Дther, durch destilliertes Wasser oder durch andere hдmolytische Agentien, der Blutfarbstoff in das Plasma ьber und fдrbt dieses rot.

Der Hдmoglobingehalt zeigt wie auch die Zahl der roten Blutkцrperchen gewisse individuelle Schwankungen. In hochgelegenen alpinen Orten sowie bei Fliegern in groЯen Hцhen ist der Hдmoglobingehalt wie auch die Zahl der roten Blutkцrperchen grцЯer als im Tieflande.

Zur Bestimmung des Hдmoglobingehaltes des Blutes kann man sich des Hдmometers bedienen. Das Hдmometer enthдlt in einem zugeschmolzenen Glasrцhr­chen eine Hдmatinlцsung von bekanntem Gehalt. Mittels einer beigegebenen feinen Pipette werden aus einem der Fingerbeere entnommenen Blutstropfen 20 cmm Blut abgemessen und in ein kalibriertes Rцhrchen ausgeblasen und ausgewaschen. In dieses Rцhrcheu war vorher bis zur Marke 10 eine 1{10 Normal-Salzsдurelцsung eingefьllt worden. Man wartet 6 Minuten, bis das rote Hдmoglobin des Blutes durch die Salzsдure in braunes salzsaures Hдmatin verwandelt worden ist, und setzt dann vorsichtig tropfen weise so lange Wasser (nicht Salzsдure) zu, bis die Farbe der Blutverdьnnung der des Kontrollrцhrchens vollkommen gleich ist. Bei normalem Blut ist die Farbengleichheit erreicht bei einer Verdьnnung, der die Marke 100 entspricht. Als normal ist dabei ein Hдmoglobingehalt von 16 g in 100 ccm Blut angenommen. Bei hдmo­globinдrmerem Blut tritt die Farbengleichheit bereits bei geringerer Verdьnnung ein. Nach 10 Minuten wird abgelesen: Man kann an den Teilstrichen des Rцhrchens direkt ablesen, wieviel Hдmoglobin im Verhдltnis zum normalen Hдmoglobingehalt in dem untersuchten Blut vorhanden ist, wobei der normale Wert = 100 gesetzt ist. Bei sehr hдmoglobinarmem Blut miЯt man die doppelte Menge Blutes ab und dividiert das erhaltene Resultat' durch 2. Es ist dringend notwendig, das Farbstoffrцhrchen des Hдmometers nicht unnьtz dem Licht auszusetzen, da es sonst abblaЯt. Ferner muЯ kontrolliert werden, ob das Farbrцhrchen noch dem normalen

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1.

Wenn in der Blut die Fibringerinnung eingetreten ist und der Blutfaserstoff sich zusammen mit den roten Blutkцrperchen als Blutkuchen abgeschieden hat, so nennt man die ьberstehende Flьssigkeit Blutserum. Es ist klar durchsichtig, wenn es nicht durch feinste Fettrцpfchen getrьbt ist.

Im Blutplasma Blutserum sind eine Reihe von Substanzen gelцst, welche teils aus der Nahrung resorbiert sind, teils aus dem intermediдren Stoffwechsel stammen (z. B. Traubenzucker). Ferner Salze, besonders Kochsalz, 'und die Endprodukte des Stoffwechsels, welche durch die Nieren ausgeschieden werden. Die Mengenver­hдltnisse dieser Stoffe im Blutserum sind fьr die Beurteilung und auch fьr die Behandlung mancher Krankheitszustдnde und Stoff­wechselstцrungen, wie z. B. der Nierenkrankheiten und der Zuckerhar, von grцЯter praktischer Bedeutung.

2.

Die roten Blutkцrperchen oder Erythrocyten wurden beim Frosche 1658, beim Menschen 1673 entdeckt.

Menschliche rote Blutkцrperchen sind mьllzenfцrmige Scheiben mit beiderseitiger tellerfцrmiger Aushцhlung (biconcav) und abgerundetem Rande. Sie sind einzeln von gelblicher Farbe mit einem Stich ins Grьnliche. Sie besitzen bei den Sдugetieren keinen Kern; dieser verschwindet bei der Entwicklung der roten Blut­kцrperchen aus den kernhaltigen Erythroblasten. Sie bestehen: 1. aus der protoplasmatischen Gerьstsubstanz; dem Stroma, und 2. aus dem roten Blutfarbstoff, dem Hдmoglobin.        '

Mдnner haben im Durchschnitt 5 Millionen, Frauen 4,5 Millionen rote Blutkцrperchen in 1 mm3, in der gesamten Blutmasse (ungefдhr 5 L Blut), also 25 Billionen.

Die roten Blutkцrperchen zeichnen sich durch groЯe Elastizitдt,

Biegsamkeit und, Weichheit aus. Sie kцnnen infolgedessen Kapillaren, deren Durchmesser kleiner ist als der eines roten Blutkцrperchens, unter Formдnderung passieren.

In frisch entleertem Blut legen sich hдufig die Blutkцrperchen geldrollenartig aneinander.

Blutkцrperchen erhalten in entleertem und sogar defibriniertem Blute, wenn es wieder in den Kreislauf zurьckgebracht wird, ihre Lebens - und Funktionsfдhigkeit ungeschwдcht. Wird Blut aber

bis gegen 52° erwдrmt, so ist die Lebensfдhigkeit der roten Blutkцrperchen erloschen; in einem solchen Blute lцsen sich, wenn es in den Kreislauf zurьckgebracht wird, schnell alle Blutkцrperchen auf. Kalt aufbewahrt kann Sдugetierblut 4-5 Tage lang sich leistungsfдhig erhalten. .

Nach der Entleerung aus dem Kцrper bewirken schдdigende Einflьsse, die auf die roten Blutkцrperchen einwirken, besonders.

Flьssigkeiten von anderem osmotischen Druck wie das Blutplasma, aber auch die verschiedenartigsten chemischen, mechanischen, thermischen, elektrischen Einwirkungen leicht Gestaltverдnderungen der Blutkцrperchen. Bei der Schrumpfung der roten Blutkцrperchen unter dem EinfluЯ hypertonischer Flьssigkeiten entstehen die sog. Maulbeer - und Stechapfelformen, bei der Quellung

unter dem EinfluЯ b. ypotoniscb. er Flьssigkeiten. die roten Blutkцrperchen der Kugelform, zuweilen kann dabei auch die Glockenform (irrtьmlich fьr die Normalform der roten Blutkцrperchen gehalten) auftreten, endlich trennt sich der Blutfarb­stoff von dem Stroma, die Blutflьssigkeit rцtet sich, wдhrend das Stroma nur als leichter Schatten erkennbar ist. Das Blut ist nunmehr lackfarbig geworden.

Erwдrmt man Blut auf einem heizbaren Objekttische, so zeigen von 52° an die Blutkцrperchen eigenartige Gestaltsverдnderungen. Sie werden teils kugelig, teils biskuitfцrmig auseinandergezogen, mitunter durchlцchert, oder es schnьren sich grцЯere und kleinere Trцpfchen der Kцrpersubstanz vollstдndig ab und schwimmen in der umgebenden Flьssigkeit. Bei Erwдrmung auf 60-64° wдhrend

15-20 Minuten lцsen sich endlich die roten Blutkцrperchen vцllig auf.

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1.

Man unterscheidet am Puls folgende vier Qualitдten:

1. Frequenz (Pulsus jrequens oder rarus);

2. GrцЯe        (P. magnus oder parvus);

3.~Spannung (P. durus oder mallis);

4. Rhythmus (fegularis oder irregularis).

1. Die Frequenz betrдgt bei gesunden Erwachsenen in der Ruhe 60 bis 80 Schlдge in der Minute, bei Kindern 90 bis 140 und bei Greisen etwas mehr (70 bis 90).

Pulsverlangsamung = Bradykardie, Pulsus rarus, findet sich in der Rekonvaleszenz mancher Infektionskrankheiten, bei Stцrungen der Verdauung, besonders bei Erbrechen, ferner bei Ikterus (Wirkung der Gallensдuren auf das Herz), bei Vagusreizung, bei gesteigertem Hirndruck (z. B. im ersten Stadium der Basalmeningitis) und unter den Klappenfehlern allein bei Aortenklappenstenose.

Pulsbeschleunigung = Tachykardie, Pulsus jrequens, findet sich normalerweise bei Muskelanstrengungen, zumal bei geschwдchten Individuen und bei Rekonvaleszenten und auch nach der Nahrungsaufnahme; pathologisch im Fieber, und zwar nimmt fьr je 10 Temperaturerhцhung der Puls um ungefдhr 8 Schlдge zu. Eine Ausnahme davon bieten gewisse Infektionskrankheiten wie

Typhus abdominalis und Grippe, bei denen der Puls nicht entsprechend der Temperatur erhцht ist. Pulsbeschleunigung findet sich ferner bei Vaguslдhmung und bei exzessiv gesteigertem Hirn­druck (z. B. im letzten Stadium der Basalmeningitis), vorьbergehend bei nervцsem Herzklopfen und Herzneurosen und dauernd bei Hyperthyreosen, z. B. nach Jodgebrauch sowie bei dem voll ausgebildeten Morbus Basedowii, besonders auch als wichtiges Zeichen der Herzschwдche, sowie bei Endokarditis und Perikarditis, bei fast allen K1appenf~hlern im Stadium der gestцrten Kompen­sation, schlieЯlich im Kollaps.

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