Neue Mitschuldige kommen hinzu, und darunter der Leierkastenmann mit seinen Hampelmännern, unter ihnen als eine der Hauptfiguren — der Brillenmann, der das vernichtende grüne Pulver erfunden hat, und dieses grüne Pulver bringt die Menschen um. Und der Brillenmann erfindet und erfindet und erfindet...

So, in symbolischen Bildern und Gestalten, ersteht vor unseren Augen der moderne kapitalistische Staat. Was soll der einfache Mensch tun — der Mensch, der in einer einfachen Hütte (aus Holz und aus Hoffnung) leben und Rüben und Rhabarber, Tomaten und Tabak anbauen will? Angedeutet wird, in Formeln eines Puppentheaterstücks, dass man den Leierkastenmann mit allen seinen Hampelmännern, vor allem aber den Brillenmann vernichten sollte. Es geschieht aber nur in der Vision, der Brillenmann ist kaputt, aber ein neuer kommt an seine Stelle, und die spukhaften Gestalten leben weiter, und alle zusammen fahren sie in einer Straßenbahn, aber wohin?...

Und keiner weiß: wohin? — das sind die letzten Worte der Geschichte, sie endet mit vollendeter Ratlosigkeit und qualvoller Verzweiflung.

Von Zeit zu, Zeit tauchen Gestalten auf, die als Opfer dieses „Leierkastenpuppenspiels zu verstehen sind: ein kleines Mädchen auf Fingerbeinen, das um einen Löffel Suppe fleht, viele Tausende von Müttern, die ihre Söhne verloren haben, ein alter Mann, den man aus dem Wagen herausgeworfen hat, und viele, viele andere. Vor allem aber die 57, für die der Leutnant Fischer Verantwortung trägt. Die Komposition der Erzählung ist die eines Gedichts, am ehesten — einer Ballade.

НЕ нашли? Не то? Что вы ищете?

Das links zwei drei vier, das schneidige Kommando der Infanterie, die bei Woronesh begrabenen 57, das alles bildet den Refrain des Stücks, der immer wieder in verschiedenen Variationen aufkommt. Nach der Wiederkehr des Refrains kommen neue Tatsachen, neue visionäre Bilder hinzu. Der heutige verzweifelte Zustand des Leutnants Fischer, des einzigen, der in seiner Abteilung am Leben geblieben ist (ich war über), vereinigt sich mit Bildern aus der Vergangenheit und phantastischen Visionen, alles in alogischer, sprunghafter Reihenfolge.

Am Ende werden alle diese Bilder ganz kurz summiert, und die Summe ergibt wieder nichts, kein Resultat. Denn niemand weiß, wohin sie alle fahren. In der Straßenbahn sitzen wiederum alle: das kleine Mädchen ohne Suppe, Männer beim Skat, und neben der Straßenbahn marschieren die 57. Das ganze Leben, das vergangene und das gegenwärtige, hat sich hier vereinigt, und alle fahren mit, aber keiner weiß, wohin. Mit diesem traurigen Endergebnis schließt die Erzählung.

Die fetzenartige Komposition des Ganzen wiederholt sich in den Absätzen und einzelnen Sätzen. Die grammatischen Normen, wie es in der expressionistischen Literatur häufig der Fall war, werden auch hier nicht formell beachtet, werden vielmehr variationsmäßig verschoben.

Oft sind es keine ganzen Sätze, sondern einzelne lexikalische Signale, die die wesentlichsten Vorstellungen und auch ganze Episoden der Vergangenheit vergegenwärtigen. So besteht der erste Absatz aus lauter Kommandorufen und Bröckeln von militärisch klingenden Losungen und Sentenzen (schneidig ist die Infantrie). Die mehrmals wiederholten einzelnen Wörter symbolisieren den Nachhall dieser leeren Formeln, der in den Ohren streckengeblieben ist und den Menschen für sein Leben lang vergiftet:

... immer weiter zickezacke zwei drei vier schneidig ist die Infantrie zickezackejuppheidi schneidig ist die Infantrie die Infantrie die Infantrie...

Diese abgerissenen lexikalischen Signalkomplexe werden durch Reihen von kurzen Normalsätzen untermischt — ein Zeichen, dass der Mensch sich zusammenzunehmen und seine Gedanken logisch zu ordnen bemüht ist. Aber das Wörtchen zwei, das er in seinem mehr oder weniger vernünftigen Bericht gebraucht, verführt ihn wieder in den chaotischen Abgrund des alogischen Wiederkauens der Vergangenheit:

Ich bin unterwegs. Zweimal hab ich schon gelegen. Ich will zur Straßenbahn. Ich muß mit. Zweimal hab ich schon gelegen. Ich hab Hunger. Aber mit muss ich. Muss. Ich muss zur Straßenbahn. Zweimal hab ich schon drei vier links zwei drei vier aber mit muss ich drei vier zickezacke zacke...

Die ganze Erzählung besteht aus solch einem inneren Monolog, in dem Vernunft mit Unvernunft, Logik mit Gedankenchaos, Klangbild mit rationalem Bericht verschmelzen. Das Zickezacke zwei drei vorwärts usw. unterbricht mit seinem unsinnigen marschmäßigen Geplänkel jeden Versuch, das Geschehen als Ganzes darzustellen und vernunftmäßig zu überwinden — das Bewusstsein des Menschen ist heillos krank und zerrissen. Manchmal wird ihm sein kranker Zustand auch klar, und er spricht davon:

Wenn bloß die Nächte nicht warn. Wenn bloß die Nächte nicht warn. Jedes Geräusch ist ein Tier. Jeder Schatten ist ein schwarzer Mann.

Auch die Syntax der Erzählung ist ungleichmäßig. Sie schwankt von kindischer Einfachheit bis zu komplizierten Strukturen. Elliptische Sätze, Nachholungen und Anschlussgruppen sind typische Erscheinungen.

Das kranke Bewusstsein erschafft Hyperbeln, unerwartete, groteske Metaphern, die sich an das metaphorische System des Expressionismus anlehnen. Aus endlosen Wiederholungen einzelner Episoden, Formeln, Einzelwörtern entstehen neue Kombinationen, neue Komposita.

So entwickeln sich aus der Beschreibung. der gelben Straßenbahn, des Hungers und des von der Kanonade wankenden Bodens neue lexikalische Komplexe und neue unerwartete Begriffsverschmelzungen. Auch phonetische Zusammenklänge entstehen, die solche Begriffsverschmelzungen ihrerseits zementieren helfen, sie vereinigen auch Vergangenheit und Gegenwart, Wirklichkeit und Phantasie, Vernunft und Irrsinn:

Die Kanonen haben gegrummelt. Der Boden wankt... Und ich will zur Straßenbahn. Die ist gelb in der grauen Straße. Wunderhübsch gelb in der grauen. Aber ich komm ja nicht hin. Zweimal hab ich schon gelegen. Denn ich hab Hunger. Und davon wankt der Boden. Wankt so wunderhübsch gelb von so welthungrig und straßenbahngelb.

Die vielen Wiederholungen eines Worts in einer gewissen Situation verleihen dem Wort eine einmalige, eigenartige Färbung und ermöglichen es, dieses Wort nur in einem knapp abgegrenzten Sinn zu gebrauchen. So ist das Wort Woronesch in der Erzählung unzertrennlich verwachsen mit der Vorstellung der 57 gefallenen deutschen Soldaten:

Der alte Mann singt wie ein Sarg... So leise, so nach Grab, so wurmig, so erdig, so nach Woronesch singt er...

Manchmal erhält die rhythmisierte, von Zusammenklängen durchwirkte Prosa von Borchert auch Endreime, und dieses vervollkommnet ihre Ähnlichkeit mit einem Gedicht. Manchmal verwandelt sich der Prosa-Bericht in ein Duett von einzelnen Stimmen:

Freut euch, singt der Leierkastenmann.

Ich bin 25, schrei ich.

Freut euch, singt der Leierkastenmann.

Ich hab Hunger, schrei ich.

Und dann weiter schlägt die Erzählung in eine Reihe von Repliken des Erzählers um, die so angebracht sind, dass das Verbum dicens (hier schreien) zu einem sich wiederholenden Endreim wird:

Ich bin 25, schrei ich. Ich bin noch unterwegs, schrei ich. Ich hab Angst, schrei ich.

So bilden Borcherts Novellen, wie wir gesehen haben, ein interessantes Beispiel vielseitiger Benutzung von poetischen Mitteln in einem prosaischen Werk, was die Entstehung einer originellen Verschmelzung beider Arten zu einem Zwittergenre als Ergebnis hat.

Text 2. Abschied (H. Böll)

Wir waren in einer so grässlichen Stimmung, wenn man schon lange Abschied genommen hat, aber noch nicht bereit ist, sich zu trennen, weil der Zug noch nicht abgefahren ist. Die Bahnhofshalle war wie Bahnhofshallen, schmutzig und zugig, erfüllt vom Lärm, Lärm von Stimmen und Wagen.

Charlotte stand am Fenster des langen Flurs, und wir konnten uns doch diese letzten Minuten, diese kostbaren, letzten, gemeinsamen Minuten unseres Lebens nicht durch Winkzeichen aus einem überfüllten Arbeit heraus verständigen...

«Nett», sagte sie schon zum dritten Mal, «wirklich nett, dass du bei mir vorbeigekommen bist.»

«Ich bitte dich, wo wir uns schon so lange kennen. Fünfzehn Jahre.»

«Ja, ja, wir sind jetzt dreißig, immerhin ... kein Grund...»

«Hör auf, ich bitte dich. Ja, wir sind jetzt dreißig. So alt wie die russische Revolution...»

«So alt wie der Dreck und der Hunger...»

«Ein bisschen jünger...»

«Du hast Recht, wir sind furchtbar jung.» Sie lachte.

«Sagtest du etwas?» fragte sie nervös.

«Nein, es war mein Bein.»

«Du musst was dran tun».

«Ja, ich tu was dran, es redet wirklich zu viel...»

«Kannst du überhaupt noch stehen?»

«Ja...», und ich wollte ihr eigentlich sagen, dass ich sie liebte, aber ich kam nicht dazu, schon seit fünfzehn Jahren...

«Was?»

«Nichts... du fährst also ins Ausland, nach Schweden...»

«Ja, ich schäme mich ein bisschen... eigentlich gehört das doch zu unserem Leben, Dreck und Lumpen und Trümmer, und ich schäme mich ein bisschen. Ich komme mir scheußlich vor...» «Unsinn, freu dich auf Schweden...»

«Manchmal freu' ich mich auch, weißt du, das Essen, das muss herrlich sein, und nichts, gar nichts kaputt. Er schreibt ganz begeistert...»

Die Stimme, die immer sagt, wann die Züge abfahren, erklang jetzt einen Bahnsteig näher, und ich erschrak, aber es war noch nicht unser Bahnsteig. Die Stimme kündigte nur einen internationalen Zug von Rotterdam nach Basel an.

Einen Augenblick lang fühlte ich den Mut, diese kleine Person einfach aus dem Fenster zu ziehen und hier zu behalten, sie gehörte mir doch, ich liebte sie, ja...

«Was ist?»

«Nichts», sagte ich, «freu dich auf Schweden... »

«Ja. Er hat eine tolle Energie, findest du nicht? Drei Jahre gefangen in Russland, abenteuerliche Flucht, und jetzt liest er da schon über Rubens.»

«Toll, wirklich toll ...»

«Du musst auch was tun, versuch wenigstens zu promovieren...»

«Halt die Schnauze!»

«Was?» fragte sie leise. «Was?» sie war ganz bleich geworden.

«Verzeih», flüsterte ich, «ich meine nur das Bein, ich rede manchmal mit ihm ...»

Sie sah absolut nicht nach Rubens aus, sie sah eher nach Picasso aus, und ich fragte mich dauernd, warum er sie bloß geheiratet hat, sie war nicht einmal hübsch, und ich liebte sie.

Auf dem Bahnsteig war es ruhiger geworden, nur noch ein paar Abschiedsleute standen herum. Jeden Augenblick konnte die Stimme sagen, dass der Zug abfahren soll. Jeder Augenblick konnte der letzte sein...“

«Du musst doch etwas tun, es geht so nicht.»

«Nein», sagte ich. ,

Sie war das Gegenteil von Rubens: schlank, hochbeinig, nervös, und sie war so alt wie die russische Revolution, so alt wie der Hunger und der Dreck in Europa und der Krieg...

«Ich kann's nicht glauben... Schweden... es ist wie ein Traum...»

«Es ist alles ein Traum.»

«Meinst du?»

«Gewiss. Fünfzehn Jahre. Dreißig Jahre... Noch dreißig Jahre. Warum promovieren, lohnt sich nicht. Sei still, bitte!»

«Redest du mit dem Bein?»

«Ja.»

«Was sagt es den?»

«Horch».

Wir waren ganz still und blickten uns an und lächelten, und wir sagten es uns, ohne ein Wort zu sprechen.

Sie lächelte mir zu: «Verstehst du jetzt, ist es gut?»

«Ja...ja.»

«Wirklich?»

«Ja, ja.»

«Siehst du», fuhr sie leise fort, «das ist es ja gar nicht, dass man zusammen ist und alles. Das ist es, nicht wahr?»

Die Stimme, die sagt, wann die Züge abfahren, war jetzt genau über mir, und ich zuckte zusammen.

«Auf Wiedersehen!»

«Auf Wiedersehen!» - Ganz langsam fuhr der Zug ab und entfernte sich im Dunkel der großen Halle.

I. Beantworten Sie die Fragen zum Text.

1. Wie viele Jahre kannten sich Charlotte und ihr Freund? 2. Wo befanden sich Charlotte und ihr Freund während des Gesprächs? 3. Was wollte er ihr schon seit fünfzehn Jahren sagen, aber kam nicht dazu? 4. Warum schämte sich Charlotte, dass sie sich nach Schweden fahren sollte? 5. War sie verheiratet? 6. Was schrieb ihr der Ehemann aus Schweden? 7. Warum wollte der Freund Charlotte aus dem Fenster ziehen? 8. Was erzählte Charlotte über ihren Ehemann? 9. Was fand sie für ihren Freund beruflich nötig? 10. Wie sah Charlotte aus? 11. Wie sagten sich Charlotte und ihr Freund, dass sie sich liebten?12. Was für ein Mensch war die Hauptfigur dieser Geschichte? 13. Warum war er so unglücklich? 14. Was wird er weiter tun?

II. Suchen Sie die passenden Äquivalente zu den folgenden Wortverbindungen.

Когда уже давно попрощались; потому что поезд еще не отошел; наполненные шумом голосов и вагонов; эти драгоценные, последние минуты нашей жизни, действительно мило, что ты зашел ко мне; мы страшно молоды; у меня руки не доходили; мне немного стыдно; я кажусь себе ужасной; ерунда; радуйся тому, что едешь в Швейцарию; он пишет совершенно восторженно; я испугался; голос объявил поезд из Роттердама в Базель; вытащить из окна и оставить здесь; три года пленения в России; а теперь он читает лекции о Рубенсе; по крайней мере; получить ученую степень; она побледнела; она скорее походила на Пикассо; так не пойдет; она была противоположностью Рубенса; это как сон; не имеет смысла; мы сказали это друг другу; не произнося ни слова; она продолжила медленно; не правда ли; я вздрогнула; поезд медленно отошел.

III. Übersetzen Sie folgende Wörter und lernen Sie sie auswendig.

Попрощаться с кем-либо; отходить (о поезде); наполняться ч-либо; драгоценный; заходить к кому-либо; у меня руки не доходят; стыдиться; казаться себе; ерунда; восторженно; испугаться; объявить; вытащить из; пленение; читать лекции; по крайней мере; получить ученую степень; побледнеть; походить на к-либо; так не пойдет; быть противоположностью к-либо; это как сон; не имеет смысла; друг другу; не произнося ни слова; продолжать; не правда ли; вздрогнуть; отходить (о поезде).

Text 3. Barbara (B. Brecht)

Ich dachte lange darüber nach, wie diese Geschichte heißt. Aber dann wusste ich, dass sie «Barbara» heißt. Ich gebe zu, dass Barbara selbst nur ganz am Anfang vorkommt und die ganze Geschichte hindurch in zu schlechtem Licht dasteht, aber die Geschichte kann gar nicht anders heißen als «Barbara».

Edmund, genannt Eddi, 200 Pfund schwer, Melancholiker, tat sehr Unrecht, mich abends 9 Uhr, nur weil wir ein paar Kurfürstendamm-Coctails zusammen getrunken hatten und sein Chrysler vor der Bar stand, in die Lietzenburger Straße 53 zu Barbara mitzunehmen, obwohl er wissen musste, dass Barbara «eine wichtige Unterredung mit einem Kabarettdirektor» hatte.

Wir klingelten, traten ein, hängten die Mäntel auf, sahen Barbara wütend auf uns zukommen und hörten sie: «Du machst mich noch wahnsinnig mit deiner idiotischen Eifersucht» schreien. Im nächsten Augenblick standen wir wieder unten vor Eddis Chrysler. Wir stiegen sofort hinein.

Eddi fuhr ein sehr rasches Tempo mit Vollgas über die Halenseer Brücke. Und während der ganzen Zeit redete er in einem fort. Er sah genau so aus wie eine Fettkugel mit einem kleinen steifen schwarzen Huf auf dem Kopf.

Und wie gesagt, dabei redete die Fettkugel: «Siehst du», sagte sie, «das war nur eine Kleinigkeit, was gerade passiert ist. Aber ehrlich gesagt, habe ich vollkommen genug davon. Was heißt Eifersucht? Wenn es jemanden gibt, der nicht eifersüchtig per dieses Gefühl überhaupt nicht kennt, nie gekannt hat, so bin ich es. Natürlich ist es ihr Recht, den Kabarettdirektor bei sich zu empfangen, abends um 9 Uhr und im Pyjama. Und wenn es jemanden gibt, der Recht respektiert, dann bin ich es. Aber es ist einfach leichtsinnig von Barbara. Ich muss dir sagen, dass meine Geduld zu Ende ist. Endgültig!»

So sprach Eddi, als wir über die Halenseer Brücke fuhren. Im Grünewald war er schon viel weiter. Es war eine trübe Nacht mit einem widerlichen Nebel und ich wäre lieber zu Hause gewesen. Aber Eddi hatte p viel zu sagen. Er hätte deutlich die Absicht, mich mit seiner Weltauffassung bekannt zu machen. Er sagte mir alles, was er über die Welt dachte. Er sagte es mir ganz offen und fuhr dabei ein Tempo von Kilometer auf einem Weg, den es eigentlich gar nicht gab, außer in seiner Phantasie. Er war ein schlechter Philosoph und ein ausgezeichneter Autofahrer, aber sein Fahren war viel gefährlicher als seine Philosophie. Er sagte, dass die Menschen überhaupt falsch konstruiert sind: eine Fehlkonstruktion unmenschlicher Art. Aber ich sah mir die Kiefern aus dem Fenster an und hatte das einzige Gefühl, dass das Tempo viel zu rasch Eddi gab noch etwas Gas, um das Tempo höher zu kriegen, und sagte mir, was er über die Frauen dachte. Die Frauen hielt Eddi nämlich für Schund. Er meinte, dass sogar Haustiere im Vergleich zu Frauen viel teuer sind.

Ich konnte Eddis Argumente gegen die Frauen in der Eile (110 Kilometer in der Stunde) leider nicht prüfen. Die Hauptsache war, dass Eddis Weltschmerz einen Fuß hatte, der auf den Gashebel drückte. Da ich gegen den Fuß nichts machen konnte, sollte ich wenigstens versuchen, etwas gegen den Weltschmerz zu tun. Also fing ich an, mitten in der Nacht, auf einer dunklen Chaussee, zwischen Wannsee und Potsdam, Grünewald usw., einer Fettkugel die Vorteile des Planeten zu zeigen. Ich sagte ihm, dass alles in der Welt relativ ist, obwohl unsere Geschwindigkeit absolut war. Wir bewegten uns schnell auf unseren Tod zu. Als ich auf das Thema «Auf Regen folgt Sonnenschein» zu sprechen kam, fuhren wir gerade einen waldigen Abhang hinunter. Dann sprach ich von «den guten Seiten, die Frauen auch haben», und Eddi brachte den Wagen wieder auf das Tempo.

Dann sagte ich kurz und barsch: «Du fährst saumäßig!»

Dieser Ausspruch verletzte Eddi. Er war bekannt als ausgezeichneter Fahrer. Es war das einzige was er konnte. Ein dumpfer Laut kam aus seinem unförmigen Körper. Das war der Laut des Mastodonts, dem man gesagt hat, dass er zu schwach ist.

Dann fuhr Eddi 120 Kilometer. Es war wenig Licht in der Gegend und Eddi ging in jede Kurve mit Vollgas. Es schien mir nicht mehr von dieser Welt war. Aber mitten in einem Walde hackte der Motor. Dann gab Eddi Gas. Dann fuhr der Wagen langsamer. Dann drückte Eddi die Kupplung und gab wieder Gas. Dann blieb der Wagen stehen. Es war kein Benzin mehr drin. Eddi stieg aus. Es war in einem Wald ohne Anfang und Ende, einem Wald, der sicher auf nicht verzeichnet war.

Und damit ist meine Geschichte im Grunde aus. Ich sage nur noch, dass man gegen Morgen zwei Menschen in einem Dorf sehen konnte, die einen Chrysler schoben, während der eine, schlanke, dem anderen alles sagte, was er über ihn dachte und noch einiges mehr, und der andere, eine ramponierte Fettkugel ohne jede Form, ab und zu lachte.

Aber es war ein kindliches und fröhliches Lachen.

I. Beantworten Sie die Fragen zum Text.

1. Worüber dachte der Autor der Erzählung lange nach? 2. Was hat Edmund Unrecht getan? 3. Wo trafen sich erst Eddi und sein Freund? 4. Wo wohnte Barbara? 5. Was schrie Barbara, als Eddi und sein Freund eintraten? 6. Was ist im nächsten Augenblick passiert? 7. Wie sah Eddi aus? 8. Wie nannte ihn der Autor? 9. Was sagte er dem Freund im Auto? 10. Wovon hatte Eddi vollkommen genug? 11. Was erzählte er von seinem Gefühl der Eifersucht? 12. Warum wollte er den Freund mit seiner Weltauffassung bekannt machen? 13. Was dachte Eddi über die Frauen? 14. Was dachte Eddi über die Welt? 15. Was für ein Autofahrer und was für ein Philosoph war Eddi? 16. Was wollte der Freund gegen Eddis Weltschmerz tun? 17. Welche Vorteile der Frauen wollte er ihm zeigen? 18. Was verletzte Eddi? 19. Wie reagierte er auf den Ausspruch seines Freundes? 20. Was schien dem Freund? 21. Was ist dann passiert? 22. Was machen Eddi und sein Freund gegen Morgen in einem Dorf? 23. Warum lachte die Fettkugel? 24. Warum heißt die Erzählung „Barbara“?

II. Suchen Sie die passenden Äquivalente zu den folgenden Wortverbindungen.

я признаю; предстает в плохом свете; не иначе как; поступил очень неправильно; перед баром; ты сводишь меня с ума; в следующее мгновение; он говорил без умолку; в шляпе на голове; честно говоря; мне это совершенно надоело; кто вообще не знает этого чувства; принимать у себя; это легкомысленно со стороны Барбары; моему мнению пришел конец; лучше бы я был дома; он давно имел намерение; познакомить меня со своим миропониманием; отличный водитель; по сравнению с женщинами; в спешке; все в мире относительно; наша скорость абсолютна; после дождя светит солнце; хорошие стороны; единственное, что он умел; мне показалось; без начала и конца; в сущности; под утро; время от времени он хихикал.

III. Übersetzen Sie folgende Wörter und lernen Sie sie auswendig.

признавать; представать в плохом свете; не иначе как; поступать неправильно; сводить к-либо с ума; в следующее мгновение; говорить без умолку; честно говоря; мне это совершенно надоело; принимать у себя; легкомысленно; иметь намерение; познакомить с к-либо; миропонимание; по сравнению с к-либо; в спешке; все в мире относительно; наша скорость абсолютна; хорошие стороны; единственное, что он умел; мне показалось; без начала и конца; в сущности; время от времени.

Text 4. Der Besuch (unbekannt)

„Warum stehst du?" fragte die Mutter. Sie saß in einem der bequemen Korbstühle vor dem großen runden Tisch. Auf dem Tisch standen Nelken. Helga setzte sich. „Ich habe mir immer wieder vorgestellt, wie du aussiehst", sagte die Mutter und schloss: „Du siehst gut aus." Helga nickte.

„Nun sitze ich hier und weiß nicht, was ich sagen soll", sagte die Mutter. „Ich weiß auch nicht, was ich sagen soll", bekannte Helga. Sie empfand den Besuch der Mutter als störend, sie erinnerte sich zu wenig an das Gesicht der Mutter, die vor vierzehn Jahren weggegangen war. „Ich konnte dich damals nicht mitnehmen", sagte die Mutter, „ich musste mir doch eine neue Existenz aufbauen. Das war nicht einfach. Ich hatte vor dich später zu mir zu holen, das ging aber nicht mehr." Das klang wie eine Rechtfertigung. „Ich habe es auch nicht versucht", sagte die Mutter, „der Vater hätte dich doch nicht hergegeben." „Nein", sagte Helga überzeugt.

Verstohlen betrachtete Helga die Mutter. Sie trug einen bunten Hosenanzug, verschiedene Ringe und Ketten. Die Mutter wirkte jugendlich. Sie trank von dem Kaffee und zündete sich eine Zigarette an. Es entstand eine lange Pause.

„Hast du auch ein Haus in Hamburg?" fragte Helga. „Nein", sagte die Mutter. „Arbeitest du in einer Klinik?" fragte Helga weiter, entschlossen, ein paar Neuigkeiten zu erfahren. „In einer Privatklinik", sagte die Mutter. Wieder entstand eine lange Pause.

Es hieß ja immer, zwischen Müttern und Kindern gäbe es verborgene Stränge. Davon spürte Helga nichts, überhaupt nichts. Da saß eine ihr völlig fremde, zu der sich kein Kontakt herstellen ließ, wie zu Karla, der Stiefmutter. Was hieß schon Stiefmutter?

Auf Karla war in den vielen Jahren immer Verlass gewesen. Schön war Karla nicht, auch nicht so gepflegt wie die Mutter „Bist du verheiratet?" fragte Helga. „Ja,“ sagte die Mutter zurückhaltend. „Und?" fragte Helga weiter. „Was und?" sagte die Mutter. „Ob du glücklich bist", sagte Helga einfach. „So was fragt man nicht. Die richtige Wahl des Partners ist die halbe Karriere." Die Mutter lächelte ironisch. „Was willst du mal werden?" fragte die Mutter warm. „Ich fang in der Molkerei an", sagte Helga. „Ich will Nahrungsmitteltechnikerin werden." „Mit achtzehn weiß man noch nicht, was man will", sagte die Mutter belehrend. „Mit achtzehn glaubte ich an die Zukunft, die sich nicht gerechtfertigt hat. Das Leben erwies sich als eine Hetzjagd. Glücklich? Ich bin nicht unglücklich, und das ist schon viel." Um etwas zu tun holte sich Helga eine Tasse und goss sich Kaffee ein. Der Kaffee war schon kalt. Die Mutter musterte die Tochter. Helga trug kurze Hosen, einen billigen bequemen Pullover und leichte Turnschuhe. „Ich wollte zum Segeln", sagte Helga.

„Und da habe ich dir den Tag verdorben", sagte die Mutter. „Nein", log Helga, denn diese Begegnung war unnötig und überflüssig. Plötzlich sah Helga, dass die Mutter älter war, als sie aussah. Unter der Cremeschicht zeichneten sich Falten ab. Warum bist du damals gegangen?" fragte Helga. „War es Vaters Schuld?" „Die Verhältnisse waren schuld", sagte die Mutter. Helga schwieg.

Die Mutter stand auf, sie stand etwas hilflos vor der Tochter. Sie gingen nach draußen. Die Mutter stieg in den Wagen und fuhr ab. Am Abend brachte Helga Blumen und Karla sagte gerührt: „Du hast zu viel Taschengeld, mein Herz. Wir haben den ganzen Garten voll Blumen." Weiter wurde über den Besuch nicht gesprochen.

I. Antworten Sie auf die folgenden Fragen.

1. Warum verließ die Mutter die Tochter?

2. Warum holte sie die Tochter nicht zu sich?

3. Wie ging es der Mutter in Hamburg?

4. Warum besuchte sie nach 14 Jahren die Tochter? Worauf hoffte sie? Rechtfertigten sich ihre Hoffnungen?

5. Was war dieser Besuch für Helga?

II. Wie verstehen Sie die folgende Textstelle.

„Es hieß ja immer, zwischen Müttern und Kindern gäbe es verborgene Stränge. Davon spürte Helga nichts, überhaupt nichts.'

III. Finden Sie auch weitere Beweise im Text, dass die Mutter Helga fremd war. Lesen Sie diese Textstellen mit Kommentar vor. Sie können so anfangen:

Diese Frau war Helga völlig fremd. Davon zeugt die folgende Textstelle. Ich zitiere: ...

IV. Können Sie sagen, wie die Beziehungen zwischen Helga und der Stiefmutter waren.

Begründen Sie Ihre Meinung mit entsprechenden Textstellen.

Muster: Meiner Meinung nach... (Ich meine, dass...) Davon zeugt die folgende Textstelle. Ich zitiere: ...

V. Finden Sie die Textstellen, wo der Autor Helgas Mutter beschreibt. Lesen Sie sie vor.

VI. Kommentieren Sie die folgenden Sätze.

Die Mutter wirkte jugendlich. Plötzlich sah Helga, dass die Mutter älter war, als sie aussah.

VII. Sagen Sie, wie charakterisieren Helgas Mutter ihre Worte: „Die richtige Wahl des Partners ist die halbe Karriere." (ichbezogen, berechnend, )

VIII. Kommentieren Sie den letzten Absatz. Beginnen Sie mit dem Satz:

Dieser Absatz zeugt davon, dass...

Text 5. Der Kuss

Drei Möglichkeiten (Franz Hohler)

1.

Ein verheirateter Mann gab einer Schauspielerin, mit der er an den Rheinfall gefahren war, als er mit dem Auto wartete, bis er in die Hauptstrasse einbiegen sollte, einen Kuss. Dabei geriet sein Wagen ins Rollen und kam direkt vor einem Lastwagen, der nicht mehr bremsen konnte. Der Mann und die Schauspielerin waren sofort tot.

2.

Ein verheirateter Mann gab einer Schauspielerin, mit der er an den Rheinfall gefahren war, als er mit dem Auto wartete, bis er in die Hauptstrasse einbiegen sollte, einen Kuss. Dabei geriet sein Wagen ins Rollen, streifte den Anhänger eines vorbeifahrenden Lastwagens, wurde auf die gegnerische Fahrbahn geworfen, wo ein korrekt entgegenkommender Lieferwagen die Kollision nicht mehr vermeiden konnte.

Der Mann kam mit einigen Rippenbrüchen und einer Gehirnerschütterung davon. Die Schauspielerin jedoch wurde durch den Unfall querschnittgelahmt und musste fortan durch diesen Mann unterhalten werden, da sowohl er als auch sie nur ungenügend versichert waren. Dies fiel dem Mann umso schwerer, als er die Schauspielerin erst am Tage des Unfalls kennen gelernt hatte und von einer Beziehung zwischen ihm und ihr keine Rede sein konnte, was aber wiederum auf seine Frau und die Gesellschaft sehr unglaubwürdig wirkte.

Die Beziehung zur Schauspielerin entstand erst jetzt, nach und nach, und der Mann hatte keine Freude an dieser Beziehung, denn die Schauspielerin war dumm und geschwätzig und hatte nur sehr viel Zeit, und die Besuche belasteten sein Familienleben, und auch die Versuche, sie in die Familie zu integrieren, endeten peinlich und mühsam, weder seine Freu noch seine Kinder mochten die Schauspielerin und waren nur höflich zu ihr. Der Mann verfluchte den Tag, an dem er, einer Laune folgend, mit dieser Schauspielerin an den Rheinfall gefahren war, aber es nützte ihm nichts.

3. Ein verheirateter Mann gab einer Schauspielerin, mit der er an den Rheinfall gefahren war, als er mit dem Auto wartete, bis er in die Hauptstrasse einbiegen sollte, einen Kuss. Dabei geriet sein Wagen ins Rollen, und er konnte gerade noch rechtzeitig bremsen, bevor der Lastwagen an ihm vorbeifuhr. Das hätte schief gehen können, dachte er. Die Schauspielerin traf er später nie mehr.

Text 6. Das Ideal (K. Tucholsky)

Ja, das möchste:

Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,

vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße;

mit schöner Aussicht, ländlich-mondän,

vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn –

aber abends zum Kino hast du's nicht weit.

Das Ganze schlicht, voller Bescheidenheit:

Neun Zimmer, - nein, doch lieber zehn!

Ein Dachgarten, wo die Eichen drauf stehn,

Radio, Zentralheizung, Vakuum,

eine Dienerschaft, gut gezogen und stumm,

eine süße Frau voller Rasse und Verve -

(und eine fürs Wochenend, zur Reserve) -,

eine Bibliothek und drumherum

Einsamkeit und Hummelgesumm.

Im Stall: Zwei Ponys, vier Vollbluthengste,

acht Autos, Motorrad - alles lenkste

natürlich selber - das wär’ ja gelacht!

Und zwischendurch gehst du auf Hochwildjagd.

Ja, und das hab' ich ganz vergessen:

Prima Küche - bestes Essen -

alte Weine aus schönem Pokal -

und egalweg bleibst du dünn wie ein Aal.

Und Geld. Und an Schmuck eine richtige Portion.

Und noch 'ne Million und noch ’ne Million.

Und Reisen. Und fröhliche Lebensbuntheit.

Und famose Kinder. Und ewige Gesundheit.

Ja, das möchste!

Aber wie das so ist hienieden:

manchmal scheint's so, als sei es beschieden

nur pöapö, das irdische Glück,

immer fehlt dir irgendein Stück.

Hast du Geld, dann hast du nicht Käten;

Hast du die Frau, dann fehl'n dir Moneten –

Hast du die Geisha, dann stört dir der Fächer,

bald fehlt und der Wein, bald fehlt uns der Becher.

Etwas ist immer,

Tröste dich.

Jedes Glück hat einen kleinen Stich.

Wir möchten so viel: Haben. Sein. Und gelten.

Dass einer alles hat: das ist selten.

Kommentar:

Friedrichstraße: Straße im Zentrum Berlins

mondän: elegant, weltstädtisch

die Zugspitze: höchster Berg in den Bayerischen Alpen

das Vakuum: hier: Staubsauger (veraltet)

die Dienerschaft: Hauspersonal, z. B. Putzfrau, Köchin

gut gezogen: gehorsam, treu

famos: gut, prima

hienieden: hier auf der Erde

beschieden: zugeteilt

die Moneten: Geld

die Verve (französisch): Begeisterung, Schwung

die Hummel: Insekt, fliegt im Sommer, summend zu Blüten

der Hengst: männliches Pferd

das Vollblut: Pferd aus reiner Zucht

das Hochwild: Tiere des Waldes, z. B. Elch, Hirsch

der Pokal: kostbares Glas, Trinkgefäß

der Aal: langer, schlangenförmiger Fisch

egalweg: trotzdem

pöapö (französisch: peu a peu):in kleinen Schritten

Käten: Käthe (Frauenname)

Text 7. Kräftig essen (H. Novak)

Ich bin selten in dieser Stadt. Ich bin zufällig hier.

Ich habe eine Bekannte. Sie steht mir sehr nahe. Wir führen einen ausgedehnten, einen intimen Briefwechsel miteinander.

Ich bin zufällig hier. Ich möchte meine Bekannte nicht treffen. Ich halte mich nur einen Tag lang auf. Ich habe keine Zeit. Wenn ich sie treffe, muss ich mich ihr widmen. Sie beschlagnahmt mich. Sie sagt, was machst Du denn hier, oder, was Machst du denn hier, oder, was machst du denn Hier. Ich sage, gar nichts. Sie zieht mich. Sie reißt mich mit. Sie sagt, und du rufst mich nicht an. Ich sage, ich wollte es gerade. Sie sagt, dann ist es ja herrlich, dass wir uns treffen. Ich sage, ja. Ich frage, bist du nicht auf dem Weg ins Geschäft. Sie sagt, ach wo, ich habe heute meinen Haushaltstag. Ich sage, dann hast du also große Wäsche. Sie sagt, ich denke nicht daran, zu waschen, wenn du schon einmal hier bist. Ich sage, ist hier in der Nähe ein Kino. Sie sagt, Kino. Zuerst ins Café.

Sie hakt mich ein. Sie sagt, wann bist du angekommen. Ich sage, gestern Abend. Sie sagt, das ist nicht möglich. Und wo hast du geschlafen? Ich sage, in einem Hotel. Sie sagt, aber, aber. Wir holen sofort dein Gepäck und bringen es zu mir. Ich sage, das lohnt sich nicht. Ich fahre am Nachmittag weiter. Sie sagt, du fährst am Nachmittag weiter, das kannst du mir nicht antun. Ich sage, sei mir nicht böse, ich habe kaum Zeit. Sie sagt, was hast du denn vor. Ich sage, nichts Besonderes. Sie sagt, was ist übrigens aus der Geschichte geworden. Ich sage, aus welcher Geschichte. Sie sagt, die Geschichte in deinem vorletzten Brief. Ich sage, in meinem vorletzten Brief. Sie sagt, er hieß Roland oder Ronald. Du weißt schon, was ich meine. Ich sage, ach der. Sie sagt, wieso der. Du hast seitenlang von ihm geschrieben und dass du nicht ein noch aus wüsstest. Ich sage, er ist weg. Sie sagt, einfach weg. Das ist fantastisch. Ich sage, ja. Ist hier kein Kino?

Wir gehen die Kaiserallee hinauf. Wir setzen uns in eine Kaffeestube und rauchen. Sie sagt, was du nur mit deinem Kino hast. Wir haben noch gar nicht richtig miteinander gesprochen. Ich sage, nein. Sie sagt, hast du schon gefrühstückt? Ich sage, nein. Sie sagt, ich hole uns etwas zu essen. Ich sage, ich habe keinen Hunger. Sie sagt, du musst aber kräftig essen, möchtest du belegte Brote oder Kuchen. Ich sage, nichts.

Sie geht zum Buffet. Sie nimmt zwei Tablettes. Sie spricht mit der Bedienung. Ich verlasse die Kaffeestube durch den Ausgang Königstrasse.

Из за большого объема этот материал размещен на нескольких страницах:
1 2 3 4 5 6 7 8