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Mineralöl - Als Mineralöle werden die aus Rohöl hergestellten Energieträger wie Kraftstoffe, Brennstoffe (Benzine und Heizöle) oder Schmierstoffe (Öle und Fette) genannt.

Multinationale Mineralölkonzerne - Private oder staatliche Unternehmen, die weltweit im Mineralölgeschäft tätig sind. Zu den bedeutendsten Konzernen gehören Saudi-Aramco (Saudi-Arabien), Exxon Mobil (USA), Petróleos de Venezuela SA (Venezuela), National Iranian Oil Corporation (Iran), Royal Dutch/Shell (Großbritannien/Niederlande), BP Amoco (Großbritannien), TotalFinaElf (Frankreich).

OAPEC - Organisation arabischer Erdöl exportierender Staaten

(Organisation of Arab Petroleum Exporting Countries) mit zehn Mitgliedern, von denen acht auch der Opec angehören. Der Geschäftssitz ist in Kuweit. Ziel ist die Koordination der arabischen Ö*****nd 60% der Weltölreserven entfallen auf diese Staaten. Mitglieder sind: Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate, Algerien, Bahrein, Irak, Libyen, Qatar, Saudi-Arabien, Syrien und Tunesien.

Ölschiefer - ein aus Faulschlamm entstandenes, toniges Gestein mit hohem Bitumengehalt. Durch Schwelung kann aus Ölschiefer Öl gewonnen werden, dass durch Raffination zu Benzin, Dieselöl und Heizöl verarbeitet werden kann. Die Weltreserven an Ölschiefer betragen schätzungsweise über 320 Milliarden Tonnen, die größten Vorkommen liegen in den Vereinigten Staaten, Brasilien und der ehemaligen Sowjetunion. Die Ölgewinnung aus Ölschiefer ist jedoch gegenüber der Erdöl - und Erdgasförderung unrentabel.

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Ölsorten - Öl kommt in mannigfachen Varianten vor. Man unterscheidet 'süße', das heißt schwefelarme (weniger als 0,5% Schwefelgehalt), von 'sauren', das heißt

schwefelreichen Sorten (mehr als 0,5% Schwefelgehalt). Im internationalen Handel gibt es Referenzsorten (engl. marker crude), nach denen sich die Preise für höher - bzw. minderwertigere Ölsorten richten. Die in der Nordsee geförderte schwefelarme Sorte Brent ist weltweit als Qualitätsmaßstab anerkannt. Daneben existieren für diverse regionale Ölmärkte eigene Standards, so für den amerikanischen Markt die Sorte West Texas Intermediate. Die Opec hat einen sogenannten Korb aus sieben Ölsorten zusammengestellt, der als Grundlage für die Preisberechnung der in den Opec-Ländern geförderten Ölsorten gilt. Dazu gehören unter anderem die Sorten Saudi Arabia's Arab Light, The United Arab Emirates's Dubai, Nigeria's Bonny Light, Algeria's Saharan Blend und Venezuela's Tia Juana Light.

OPEC - Kartell der Erdöl exportierenden Staaten (Organization of the Petroleum Exporting Countries), zu dem sich 1960 zunächst Venezuela, Iran, Irak, Saudi-Arabien und Kuweit zusammengeschlossen haben. Ziel des Zusammen –schlusses ist es, die Förderpolitik zu koordinieren und so das Preisniveau auf dem Rohölmarkt zu kontrollieren. Die Förderquote soll verhindern, dass es zu einem Überangebot von Rohöl kommt, das die Preise sinken lassen würde. Die

Quoten werden nach einem festgelegten Schlüssel auf die Mitgliedsländer verteilt. Größter Produzent ist Saudi-Arabien mit 33,5 Prozent. Es folgen Iran mit 14,6 Prozent, Venezuela mit 11,5 und die Vereinigten Arabischen Emirate mit 8,7, Nigeria mit 8,2 Prozent.

Petrochemische Industrie - Als Petrochemie wird die auf Erdölbasis arbeitende Erzeugung von chemischen Primärprodukten bezeichnet (im Gegensatz zur Mineralölverarbeitung). Rohstoff der Petrochemie ist Rohbenzin, erzeugt werden in erster Linie Aromaten wie Benzol und Toluol und Weichmacher oder Lösemittel.

Spotmarkt - Der sog. Spotmarkt bietet den Mineralölgesellschaften bei kurzfristig auftretenden Engpässen die Möglichkeit sich mit Ölvorräten zu versorgen. Spotmärkte haben lokal begrenzte Bedeutung, der Spotmarkt für Nordeuropa ist Rotterdam.

Synthetisches Benzin - Synthestisches Benzin basiert nicht auf Erdöl, sondern wird Verschwelung oder Hydrierung von Kohle gewonnen. Die Wirtschaftlichkeit der Herstellung synthetischen Benzins hängt vom Preisverhältnis zwischen herkömmlichen Benzin und Kohle ab; derzeit hat die Herstellung synthetischen Benzins kaum Bedeutung für den Kraftstoffmarkt.

Kolenwasserstoffe – fossile Brennstoffe wie Braunkohle, Steinkohle, Torf, Erdgas und Erdöl

Exkurs

Der Ölpreis

Öl und Wein – die beiden Begriffe sollte man wohl nicht in einem Atemzug nennen. Aber sie haben etwas gemeinsam: Wer Preise vergleichen will, muss berücksichtigen, dass Wein nicht gleich Wein und Öl nicht gleich Öl ist. Die verschiedenen Ölsorten sind von unterschiedlicher Qualität. Das wirkt sich natürlich auf den Preis aus. Händler achten auf Kriterien wie Dichte und Schwefelgehalt. Beispiel: Je weniger Schwefel eine Rohölsorte enthält, desto leichter lässt sich daraus Benzin, Diesel, Kerosin oder Heizöl produzieren. Solche Sorten sind dann teurer.

An den Märkten haben sich so genannte Referenzsorten profiliert, die quasi als Vergleichsmaßstäbe dienen. Die wichtigsten im Überblick:

West Texas Intermediate (WTI) – Referenzsorte an der Terminbörse New York Mercantile Exchange (NYMEX)

Brent Blend – Benannt nach dem Nordsee - Ölfeld Brent, Referenzsorte an der Londoner Terminbörse International Petroleum Exchange (IPE)

Tapis – Singapur

Dubai Fateh – Persischer Golf

Andere Ölsorten werden mit Auf - oder Abschlägen zu diesen Referenzsorten berechnet. Eine Sonderrolle nimmt das OPEC-Öl ein. Als Korb mit elf verschiedenen Ölsorten aus OPEC-Mitgliedstaaten wird es in der Regel mit einem Abschlag von etwa fünf Dollar gegenüber dem WTI-Öl gehandelt.

Neben der Preisermittlung an den Terminmärkten sind die Spotmärkte von großer Bedeutung für den Ölpreis. An den Terminmärkten werden langfristige Lieferungen vereinbart. Da Angebot und Nachfrage aber kurzfristig durchaus stark schwanken können, sind Händler darauf angewiesen, innerhalb kurzer Fristen liefern oder beziehen zu können. Die Spotmärkte stehen in der Regel mit den wichtigsten Umschlagplätzen in Verbindung, also mit den Häfen. Oft genannt wird zum Beispiel der Spotmarkt Rotterdam.

Dies sind nur die Preise an den Termin - und Spotmärkten. Bis das Öl in Form von Sprit, Heizöl oder anderen Produkten beim Verbraucher ankommt, durchläuft der Rohstoff noch einige Zwischenstufen: Raffinerien, Transport, Lagerung. Dann kommen noch die Steuern dazu, in Deutschland zum Beispiel 67 Eurocent pro Liter schwefelarmen Benzin.

Terminbörse f, -en - биржа срочных контрактов

Terminmarkt m, -rkte - рынок срочных контрактов

Spotmarkt m, - рынок контрактов на наличный товар с немедленной поставкой

Text 13. Krisentreffen in Dschidda ohne Wirkung

Ölpreis lässt sich nicht bremsen

Raffinerie in Saudi-Arabien (Archivbild) (Foto: dpa/dpaweb)Großansicht des Bildes

Bildunterschrift: Mehr Ölförderung reicht offenbar nicht: Der Preis ist wieder kräftig angestiegen.


Der Ölpreis ist trotz der Ankündigung wichtiger Öl-Förderstaaten, die Ölproduktion zu erhöhen, deutlich gestiegen. Im frühen Handel kostete ein Barrel US-Leichtöl der Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) 136,48 US-Dollar. Das waren 1,12 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Freitag.

Mehrere arabische Golfstaaten hatten bei einem Öl-Krisengipfel in Saudi-Arabien ihre Bereitschaft signalisiert, noch mehr Öl zu fördern als bisher. Gleichwohl hatten die Förderstaaten die Schuld an den derzeit hohen Ölpreisen zurückgewiesen und vor überzogenen Erwartungen gewarnt.

Saudi-Arabiens König Abdullah (Foto: AFP)Großansicht des Bildes

Bildunterschrift: Saudi-Arabiens König Abdullah will auf die zusätzliche Nachfrage nach Erdöl reagieren. Schon jetzt habe Saudi-Arabien seine Erdölförderung von neun auf 9,7 Millionen Barrel pro Tag ausgeweitet, sagte der saudi-arabische König Abdallah auf dem Treffen. "Und wir erklären uns bereit, auch weiterem Bedarf nachzukommen." Kuwait versprach ebenfalls, bei Bedarf mehr Öl zu fördern. Dies stieß auf Kritik anderer Staaten der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC). OPEC-Präsident Chakib Chelil hatte eine Produktionssteigerung vor Eröffnung der Konferenz als unnötig bezeichnet. "Die Märkte sind im Gleichgewicht", der aktuell hohe Ölpreis sei nicht durch Angebot und Nachfrage zu begründen, sagte Chelil, der auch algerischer Ölminister ist.

Karte:

Nach Dschidda erteilte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos Erwartungen auf sinkende Energiepreise einen Dämpfer: Öl und Gas blieben auch in Zukunft "ein knappes Gut", sagte Glos am Montagmorgen im ARD-"Morgenmagazin". "Es sind die Märkte, die letztendlich die Preise bewegen", fügte er hinzu. Zudem steige der Verbrauch vor allem in den großen Schwellenländern weiter an.

Glos räumte ein, dass die deutsche Politik der Entwicklung hilflos gegenüberstehe. Damit sei Deutschland allerdings nicht allein. Selbst die führenden Länder der Völkergemeinschaft, die auf der Konferenz anwesend waren, hätten keine Patentrezepte gegen die steigenden Energiepreise gehabt. Die Ölförderländer erwarteten von den Ölverbraucherländern eine höhere Energieeffizienz.

Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Barack Obama kündigte unterdessen an, mit einer Steuer gegen Spekulationen von Ölfirmen vorzugehen. Die Abgabe solle bei einem Ölpreis ab 80 Dollar pro Barrel fällig werden, hieß es in den vorgestellten Plänen Obamas. Mit den so erzielten Einnahmen will Obama Baumaßnahmen unterstützen, um die Energieeffizienz von Gebäuden zu steigern, und Familien mit geringen Einkommen unter die Arme greifen. Außerdem will der Senator eine umstrittene Gesetzeslücke schließen. Die sogenannte "Enron loophole" erlaubt Ölgeschäfte im elektronischen Handel ohne behördliche Aufsicht. Kritikern zufolge hat diese Regelung Spekulationen Vorschub geleistet und ist für den drastischen Anstieg des Ölpreises verantwortlich

Vokabeln

Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) - сорт-эталон

fördern vt – добывать; способствовать, содействовать, поощрять

überzogen - завышенный (Еrwartungen)

nachkommen Dat - следовать, поспевать за чем-лю (dem Bedarf n.)

j-m einen Dämpfer erteilten - осадить, умерить пыл, тормозить

letztendlich – в конце концов, в конечном итоге

einräumen vt - признать

Ölförderländer PL – нефтедобывающие страны

Ölverbraucherländer Pl – страны- экспортеры нефти

Energieeffizienz f, -, - --рациональное использование энергии

ankündigen vt - заявлять, объявлять, сообщать, извещать

vorgehen gegen etw. Akk - принимать меры (против чего-л.)

Spekulation f, -, -en - спекуляция; умозрение; рискованная сделка

Abgabe f, -, -en - налог, отчисление

fällig werden – наступить (о сроках платежа)

Einnahmen Pl- доходы

Behörde f, -, -en - органы власти; учреждение, ведомство; администрация

Aufsicht f, -, - - надзор, контроль, наблюдение

Vorschub leisten - привести в движение, дать толчок

Text 14. Interview zum Öl-Gipfel in Dschidda

Lesen Sie das Interview und beantworten Sie die Frage:

- Wie schätzt der Kieler Energieexperte die aktuelle Lage und zukünftige Entwicklung der Erdölmärkte ein?“

"Spekulanten sind keine Preistreiber"

Auch wenn Saudi-Arabien mehr Öl fördern will, den Anstieg des Ölpreises hat das bislang nicht gebremst. Ölproduzenten und Ölimporteure weisen für diese Entwicklung gegenseitig die Schuld zu. Wieso also steigt der Ölpreis so rasant an - und welche Rolle spielen dabei Spekulanten? Darüber sprach tagesschau. de mit dem Kieler Energieexperten Klaus-Jürgen Gern.

tagesschau. de: Was bringt die Erhöhung der Fördermenge um einige hunderttausend Barrel am Tag?

Klaus-Jürgen Gern: Wenig – das zeigt ja auch die Reaktion des Marktes. Das Öl ist derzeit nicht knapp, sondern die Märkte erwarten, dass wir in Zukunft  zu wenig Öl haben werden, um die weiter wachsende Weltwirtschaft mit Treibstoff zu versorgen. An dieser Einstellung ändert sich auch nach der Ankündigung von Saudi-Arabien nichts.

tagesschau. de: Die Konsumenten klagen über die weltweit steigende Nachfrage nach Öl und über knapper werdende Reserven, die Produzenten halten den Markt für ausreichend versorgt. Wer hat Recht?

Gern: Beide haben Recht, denn es geht um Erwartungen. Was das Angebot anbelangt: Derzeit wird am Rande der Kapazitätsgrenzen gefördert. In wichtigen Förderländern und Fördergebieten, in denen günstig gefördert wird, geht die Produktion zurück. Dort ist der Höhepunkt der Produktivität überschritten, die Felder gehen zur Neige – etwa in der Nordsee, in Mexiko oder Saudi-Arabien. Um das Niveau der Förderung zu halten oder zu steigern, müssten zusätzliche Vorräte erschlossen werden. Das ist teurer und zeitaufwändiger, als noch vor wenigen Jahren gedacht. Und dazu kommen politische Risiken. In vielen Ländern kommen internationale Firmen nicht zum Zuge oder haben kein Interesse, weil ihnen Enteignung droht. Deshalb ist es unwahrscheinlich, dass die Förderung in den nächsten Jahren ansteigen wird.

tagesschau. de: Gleichzeitig aber wird die Nachfrage – nicht zuletzt in den Schwellenländern – weiter ansteigen.

Gern: Dieser Trend kann sich vielleicht abflachen, aber nicht umkehren. Die Schwellenländer werden voraussichtlich weiter wachsen, und das geht nicht ohne einen steigenden Ölverbrauch. Und es ist schwer vorstellbar, dass sich dort die Energieeffizienz so weit verbessern wird, dass man mit sinkendem Verbrauch zu einem auskömmlichen Wachstum käme. Die Konkurrenz um den Rohstoff bleibt also bestehen. Wir werden in den Industrieländern weiter auf Energieeinsparung setzen müssen.

tagesschau. de: Das deutet nicht darauf hin, dass der Ölpreis sinken wird, obwohl es Experten gibt, die das zumindest mittelfristig für möglich halten.

Gern: Auf kurze Sicht würde ich das auch nicht ausschließen. Auf längere Sicht bin ich aber sehr skeptisch. Der Trend zu steigenden Preisen wird bestehen bleiben, es sei denn, es gäbe Neuigkeiten über bahnbrechende Fortschritte bei energiesparenden Technologien. Das zeichnet sich im Moment aber nicht ab.

tagesschau. de: Die Konjunktur ist entgegen aller Horrorszenarien der vergangenen Jahre nicht deutlich eingebrochen. Muss man langfristig doch mit massiveren Folgen rechnen?

Gern: Wir sind bislang so glimpflich davon gekommen, weil der Ölpreisanstieg in großen Teilen der Weltwirtschaft nur mit Verzögerung und abgeschwächt angekommen ist. Wenn sich das ändert, müssen wir auch in den Schwellenländern mit einem schwächeren Wachstum rechnen und damit mit schwächeren Wachstumsimpulsen für die Industrieländer. Einen Einbruch bei der Konjunktur wird es nach meiner Einschätzung zwar nicht geben. Aber ich erwarte, dass uns die Nachfrage aus den Schwellenländern nicht mehr so helfen wird wie in den vergangenen Jahren. Deshalb schlägt die dämpfende Wirkung des Ölpreises stärker durch.

tagesschau. de: Gibt es eine Schmerzgrenze beim Ölpreis?

Gern: Grundsätzlich nicht. Wenn sich aber der Anstieg der Energiepreise deutlich auf andere Sektoren ausdehnt, wenn die Menschen mit einer steigenden Inflation rechnen und höhere Löhne verlangen, dann müssen die Notenbanken reagieren. Sie müssten dann die Zinsen erhöhen und das Geld verknappen. Das wäre dann eine Entwicklung wie in den 70er Jahren. Noch reagieren die Notenbaken moderat, aber wenn sie zu einer restriktiveren Geldpolitik übergehen, könnte die Konjunktur deutlich in die Knie gehen.

tagesschau. de: Welchen Anteil haben Spekulanten am Preisauftrieb?

Gern: Der Begriff "Spekulant" ist unglücklich. Finanzinvestoren ermöglichen es, dass Zukunftserwartungen bereits heute in den Preisen zu sehen sind. Sie zeigen uns, dass das Öl knapp wird. Dadurch können wir schon heute unser Verhalten ändern. Ohne solche Zukunftserwartungen würde möglicherweise nur von heute auf morgen gehandelt. Der Ölpreis wäre vielleicht niedriger, aber wir würden kein Gefühl dafür bekommen, dass das Öl zur Neige geht. Und wenn dann das Öl knapp wird, steigt der Preis auf einmal sprunghaft an. Dann muss das Öl möglicherweise rationiert werden und ist nicht mehr für jeden Preis zu haben.

Positiv gewendet kann es sein, dass der hohe Ölpreis einen Technologieschub auslöst. Vielleicht haben wir in einigen Jahren Technologien, die den Ölverbrauch drastisch verringern werden. Dann würde der Ölpreis sofort sinken – selbst, wenn die Technologien noch nicht zur Hand sind. Allein die Erwartung eines sinkenden Verbrauchs würde die Preise drücken. Es ist nicht zwangsläufig, dass Spekulanten nur preistreibend wirken.

Die Fragen stellte Eckart Aretz, tagesschau. de

Vokabeln

Fördermenge f, -, - en -объем добычи

Konsument m, - en, - en - потребитель Syn.: Verbraucher m

zur Neige gehen - заканчиваться, иссякать

Feld n, -es, -er - месторождение (нефти, газа)

Vorrat m, -s, -räte - запасы, резервы

erschließen vt - обнаруживать разведкой (месторождение); осваивать (месторождение, земли, естественные богатства); разведывать

zeitaufwändig - требующий много времени

zum Zuge kommen - иметь возможность осуществить что-л.

Enteignung f -, -, – лишение прав собственности; отчуждение (в пользу государства); экспроприация

abflachen vi - czböfnmcy_ cgflfnm

auskömmlich – достаточный, сносный, приличный; миролюбивый

auf kurze Sicht – на ближайшую перспективу

Auf längere Sicht – на перспективу

bahnbrechend – новаторский; открывающий новую эру, новые пути

sich abzeichnen - вырисовываться, намечаться

einbrechen vi – обрушиваться, проваливаться; наступить, разразиться

durchschlagen vi - проявляться, отражаться, оказывать действие

ausdehnen vt - распространяться

moderat - умеренно

in die Knie gehen - покориться, смириться

Text 15. 140 Dollar pro Barrel – na und?

Studie zu den ökonomischen Folgen hoher Ölpreise

Die Weltwirtschaft erlebt seit Anfang 2002 einen Ölpreisschock, der der Krise der siebziger Jahre kaum nachsteht. Aber wo bleibt die "Stagflation", warum reagieren Wachstum, Inflation und Arbeitslosigkeit heute ganz anders als damals? Die renommierten Makro-Ökonomen Olivier Blanchard und Jordi Gali geben in einer neuen Studie erstaunliche Antworten.

Es war ein ausgewachsenes Schreckensszenario, das im Frühjahr 2002 bei Konjunktur-Experten die Runde machte: Sollten die USA tatsächlich den Irak angreifen, könnte der Ölpreis nochmals deutlich steigen – womöglich sogar auf mehr als 30 Dollar pro Barrel.

Schon seit Jahresbeginn 2002 war der Ölpreis von 18 auf 26 Dollar geschossen. „Ölpreise jenseits der 30-Dollar-Grenze“, sorgte sich der damalige Bundeswirtschaftsminister Werner Müller, „haben negative Auswirkungen auf die Konjunktur.“

Tatsächlich kam es beim Ölpreis noch viel schlimmer: In mehreren Schüben ist er so drastisch gestiegen, wie es sich vor fünfeinhalb Jahren niemand vorstellen konnte. Inzwischen kostet ein Barrel (159 liter) der Marke Brent rund 84 US-Dollar. Die Marke WTI erreichte sogar die Rekordmarke von 90 Dollar.

Doch ganz anders als in den siebziger Jahren ist der Ölpreis-Schock diesmal quasi spurlos an der Weltwirtschaft vorbei gegangen. Weder ist die Inflation außer Kontrolle geraten noch hat das Wirtschaftwachstum sichtbaren Schaden genommen. Gerade in den vergangenen Jahren lief die globale Konjunktur so gut wie seit Jahrzehnten nicht mehr. So stellen die Ökonomen der OECD in einer Studie fest: „Ölpreis-Schocks haben nur moderate Folgen für die gesamtwirtschaftliche Produktion.“

Wie kann das sein? Seit den Ölkrisen der siebziger Jahre galt der kausale Zusammenhang zwischen hohen Ölpreisen und massiven Konjunktur-Problemen nicht nur in der öffentlichen Meinung, sondern auch in wirtschaftswissen - schaftlichen Fachkreisen als gesichertes Wissen.

Haben Volkswirte in der Vergangenheit die Bedeutung der Ölpreise für die Konjunktur einfach überschätzt? Oder spielen sie heute eine geringere Rolle für die Realwirtschaft als früher?

Letzteres ist richtig – das zumindest ist die These von zwei der renommiertesten Makro-Ökonomen der Welt: Olivier Blanchard vom Massachusetts Institute of Technology und Jordi Gali von der Universität Pompeu Fabra in Barcelona, haben den Zusammenhang zwischen Ölpreisen und Konjunktur für die Zeit nach 1973 akribisch analysiert und kommen zu dem Schluss: Heute kann die Weltwirtschaft Ölpreis-Schocks deutlich besser verkraften. „Ölpreis-Schocks scheinen heute für die Konjunktur fast vernachlässigbar zu sein“, schreiben die Wissenschaftler – vor allem, weil sich „die Struktur der Weltwirtschaft verändert hat“.

In ihrer Studie haben sich die Forscher Zeiträume angeschaut, in denen die Ölpreise mindestens ein Jahr lang fünfzig Prozent höher waren als zuvor. Dies war seit den siebziger Jahren vier Mal der Fall: in den Jahren 1973/74, 1979/80, 1999/2000 sowie seit Anfang 2002. „Das Ausmaß der Verteuerung von Öl war in allen vier Perioden sehr ähnlich“, stellen die Ökonomen fest. Der heutige Ölpreis-Schock sei also keinesfalls milder ausgefallen als die Ölkrise der siebziger Jahre.

Vokabeln

Stagflation f - стагфляция (стагнация при одновременном росте инфляции)

nachstehen an Dat . - уступать кому-л. в чем-л.

renommiert - общ. уважаемый; знатный; видный; пользующийся хорошей репутацией; известный

eine Runde machen - пойти по кругу; обойти весь мир

schießen auf Akk. - быстро расти (до какого-то уровня), in die Höhe ~

jenseits - по ту сторону

Auswirkung f, -, -en auf Akk - действие, воздействие; влияние, последствие; проявление, результат

in mehreren Schüben (steigen) – за много раз, в несколько шагов

drastisch - резкий, радикальный, решительный, ощутимый

quasi - якобы, будто бы, чуть ли не; так сказать, в некотором роде, в известной степени

außer Kontrolle geraten (s) - выйти из под контроля

Schaden m, - es - Schäden - ущерб ~ nehmen

moderat - умеренный, сдержанный

gelten als - считаться кем-л. чем-л.

gesichert – обеспеченный, гарантированный

kausal – причинный, каузальный

Volkswirt m, - es, - e - экономист

überschätzen - переоценить unter~

Realwirtschaft f, - - Unter dem Begriff Realwirtschaft wird in der Volkswirtschaftslehre der Teil der Gesamtwirtschaft bezeichnet, der reale Güter produziert, mit ihnen handelt oder in Form von Dienstleistungen von volkswirtschaftlichen Nutzen ist.

Demgegenüber steht die Finanzwirtschaft, die sich über ihre Funktion der Bereitstellung von Geldkapital als Dienstleistung für die Realwirtschaft definiert und aus deren Geldtransferleistungen ihre Erträge bezieht.

Diese strenge Aufteilung der Gesamtwirtschaft in Realwirtschaft und Finanzwirtschaft stammt aus der Neoklassischen Wirtschaftstheorie

Gesamtwirtschaft f - народное хозяйство; национальная экономика; макроэкономика ; вся экономика; экономика в целом

zumindest - по крайней мере

akribisch - скрупулёзный ; педантичный

verkraften vt - выдержать, справиться с чем-л.

Zeitraum m, -s, Zeiträume - период, промежуток, отрезок времени; срок

Ausmaß n , -sses, -maßen - величина, размер, размах, масштаб, мера

Verteuerung f, -, -en – подорожание, удорожание

mild - мягкий, не резкий, умеренный

ausfallen vi – приходиться на…; получаться, выходить (хорошо или плохо) ; давать результаты (положительные или отрицательные) ; оказаться

Text 16. Welche ökonomischen Folgen hatte diese Entwicklung?

Übersetzen Sie den Text schriftlich. (Geben Sie den Inhalt wider).

Die Folgen für die jedoch fielen in den verschiedenen Zeiten höchst unterschiedlich aus. In den siebziger Jahren schoss die Inflation einige Quartale später jeweils auf mehr als elf Prozent, die Arbeitslosenquote kletterte in beiden Fällen in die Nähe von zehn Prozent. Um die Jahrtausendwende und seit 2002 dagegen hat die Inflation nur minimal zugelegt, die Arbeitslosigkeit ist zuletzt sogar parallel zu steigenden Ölpreisen gesunken. Sehr ähnlich ist das Muster, wenn man die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts betrachtet: In den Siebzigern kosteten die Ölpreis-Schocks wesentlich mehr Wirtschaftswachstum als heute.

Um die genauen Ursachen dafür auszuleuchten, fütterten die Forscher ein modernes, makroökonomisches Modell mit den realen Ölpreis - und Konjunkturdaten der vergangenen 30 Jahre. Dabei stellten sie fest: Nicht ein einzelner, sondern drei unterschiedliche Faktoren sind dafür verantwortlich, dass die Realwirtschaft hohe Ölpreise heute besser verkraften kann als in den siebziger Jahren.

Zum einen ist die Wirtschaft in den Industrieländern relativ gesehen heute bei nicht mehr so sehr auf Öl angewiesen als damals – um eine Einheit Bruttoinlandsprodukt herzustellen, wird viel weniger Öl benötigt als früher. So produzierte zum Beispiel Deutschland 1973 mit einer Tonne Öl Güter und Dienstleistungen im Wert von 9 100 Euro (in heutiger Kaufkraft gerechnet), heute ist es mehr als doppelt so viel.

Zudem ist der Anteil der Erdölimporte an allen Importen seit Anfang der siebziger Jahre um rund ein Drittel gesunken. Blanchard und Gali betonen allerdings auch: Die steigende Energie-Effizienz alleine reicht bei weitem nicht aus, um die Entwicklung nach 1999 zu erklären.

Zentral sei, dass die Arbeitmärkte in den Industrieländern heute deutlich flexibler sind als vor 30 Jahren – dadurch können sie Schocks besser verarbeiten und die Gefahr von Lohn-Preis-Spiralen ist geringer. „Die siebziger Jahre waren die Zeit der starken Gewerkschaften, in vielen Ländern war die Entwicklung der Löhne direkt an die Inflationsrate gekoppelt“, schreiben Blanchard und Gali. Beides habe dazu geführt, dass die Reallöhne trotz Ölpreis-Schock und höherer Inflation nicht sinken konnten. Diese so genannten „Reallohn-Rigiditäten“ seien aber eine notwendige Voraussetzung für eine Stagflation, wie sie die Industrieländer in den siebziger Jahren erlebten.

Aber auch die Arbeitsmarkt-Reformen können die Entwicklung nur zu Teil erklären. Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass die Notenbanken seit den siebziger Jahren viel dazugelernt haben und heute besser auf Ölpreis-Schocks reagieren. Denn die Zentralbanker gehen seit Anfang der achtziger Jahre deutlich früher und entschlossener gegen Inflationsgefahren vor.

Neben der konkreten Zinspolitik ist laut Blanchard und Gali ebenfalls wichtig, dass die Notenbanken bei der Inflationsbekämpfung eine hohe Glaubwürdigkeit aufgebaut haben. Dies führt dazu, dass die Inflationserwartungen heute trotz steigender Ölpreise nicht spürbar ansteigen. Die Preis-Risiken, die die Zentralbanken mit höheren Leitzinsen bekämpfen müssen, fallen dadurch geringer aus.

Dass vor allem die Geldpolitik eine wichtige Rolle dafür spielt, wie stark Ölpreis-Schocks auf die Realwirtschaft durchschlagen, ist auch das Ergebnis anderer Studien. Die Ökonomen Robert Barsky und Lutz Kilian von der University of Michigan stellen gar die These auf, dass schon in den siebziger Jahren der Ölpreis nicht für die damalige Wirtschaftskrise verantwortlich war. „Die Ölpreis-Schocks sind weder eine hinreichende noch eine notwendige Bedingung zur Erklärung der Stagflation“, schreiben sie.

Barsky und Kilian zeigen in einem Modell, dass die Wirtschaftskrisen der siebziger Jahre durch eine andere Geldpolitik fast vollständig hätten verhindert werden können. Die Notenbanken hätten nur früher und härter gegen die Inflationstendenzen vorgehen müssen. Dies hätte – anders als damals angenommen keine negativen Wachstumswirkungen gehabt. „Die Stagflation war in allererster Linie ein monetäres Phänomen“, lautet ihr Fazit. „Ölpreis-Anstiege führen heute wahrscheinlich nicht zu einer Wiederkehr der Stagflation - solange sich die US-Notenbank eine übermäßig expansive Geldpolitik verkneift.

Allerdings: Dass der Weltwirtschaft in den vergangenen Jahren das Schicksal der Stagflation erspart geblieben ist, schreiben Blanchard und Gali neben den „harten“ ökonomischen Dingen auch einen weiteren Faktor zu, den weder die Geld - noch die Arbeitsmarkt-Politik beeinflussen kann – dem Zufall. Vor 30 Jahren seien nicht nur Öl, sondern auch zahlreiche andere wichtige Rohstoffe in kurzer Zeit deutlich teurer geworden. Solche zusätzlichen Schocks habe es in letzter Zeit nicht im gleichen Ausmaß gegeben. „Die Weltwirtschaft hat auch ein bisschen Glück gehabt.“

Vokabeln

klettern vi - подниматься, ползти вверх (о ценах)

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