http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/81/Rotorspinnstelle.jpg/250px-Rotorspinnstelle.jpg

Abbildung 14. Eine geöffnete Spinnstelle einer Rotorspinnmaschine, links der Rotor, rechts in der Mitte des Deckels die Düse

Das Garn wird direkt auf eine Kreuzspule aufgespult, ein Umspulen entfällt. Die Verstreckung ist dabei bis zu 400 fach. Ein fertiges Rotorgarn besitzt einen Titer von etwa 10-400 tex und hat etwa 20-30 % weniger Festigkeit als Ringgarn. Durch die Wahl des Rotors und der Düse lassen sich Volumen und Haarigkeit des Rotorgarns erheblich beeinflussen. Die Produktivität einer Rotorspinnerei liegt aber um etwa das 7-fache über der einer Ringspinnerei. In der Rotorspinnmaschine ist die Automation des Fadenansetzens weit verbreitet.

Text 6: Spinnen von synthetischen Fasern

(1,4 тыс. печатных знаков)

Das Schmelzspinnen bezeichnet die Herstellung von synthetischen Vorgarnen aus einer Polymerschmelze. Ein flüssiges, da heißes Polymer wird durch eine Matrize mit mehreren Löchern gepresst, verstreckt, abgekühlt und aufgespult. Solche unendlich langen Fasern („Filamente“) können in Stücke geschnitten werden und mit Baumwollfasern oder Schurwolle gemischt werden. Eine solche Mischung kann in einem weiteren Spinnprozess zu Garn verarbeitet werden. Um diesem Filament-Garn spezielle dreidimensionale Strukturen zu geben, kann das Garn texturiert werden.

Das älteste Spinnverfahren für naturnahe Fasern ist das Viskose-Verfahren. Hier wird das Polymer chemisch gelöst und mit Drücken zwischen 5 und 20 bar in ein Bad verdüst. Wegen dieses Bads wird das Viskose-Verfahren zum Naβspinnen gezählt. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jh. ist es gelungen, die hohen Drücke, welche zum Herauspressen von synthetischen geschmolzenen Polymeren nötig sind, zu beherrschen. Manche Kunststoffe werden mit einem Lösungsmittel verflüssigt, welches nach dem Austritt aus den Düsen verdampft und feste Kunststofffilamente zurücklässt. In diesem Fall spricht man von Trockenspinnen, da kein Bad benötigt wird.

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Das vielleicht am häufigsten verwendete Polymer ist Polyester; solche Fasern sind z. B. unter dem Markennamen Trevira erhältlich.

Text 7: Weberei

(1,4 тыс. печатных знаков)

Die Weberei ist eine der ältesten Techniken der Herstellung von textilen Flächengebilden, bei dem mindestens zwei Fadensysteme, die Kette (Kettfaden) und der Schuss (Schussfaden) rechtwinklig verkreuzt werden, wobei die vorgespannten Kettfäden den Träger bilden, in den sukzessiv die Schussfäden von einer Webkante zur anderen durch die gesamte Webbreite eingezogen werden. Das Erzeugnis wird in der Fachsprache als Gewebe bezeichnet, ein Begriff, der sowohl Tuche (umgangssprachlich: "Stoff") als auch andere Produkte umfasst wie beispielsweise gewebte Teppiche oder Tapeten.

Die Technik des Webens differenziert sich von jener des Flechtens insofern, als die Fäden sich bei letzterer nicht rechtwinklig sondern diagonal kreuzen. Verwandt aber nicht identisch mit der Weberei ist auch die Bildwirkerei, bei der die Schussfäden jedoch nicht durch die gesamte Webbreite eingearbeitet, sondern nur bis zum Rand einer vorgegebenen Farbfläche hin- und zurückgewirkt werden.

Die für die Gewebeherstellung erforderliche Vorrichtung ist der Webstuhl. Der ursprüngliche Handwebstuhl wurde im Laufe der Jahrtausende verbessert, ab dem 18. Jahrhundert zunehmend automatisiert und schließlich im Zuge der Industrierevolution durch die Webmaschine ersetzt. Der überaus größte Teil der weltweiten Produktion wird heute maschinell gefertigt (Sehen Sie dazu auch die Abbildungen 15–16).

Abbildung 15. einfaches Gewebe

Abbildung 16. Kettfaden (1) und Schussfaden (2)

Text 8: Weberei

(1,4 тыс. печатных знаков)

Die Weberei ist eine der ältesten Techniken der Herstellung. Die Weberei gehört neben der Wirkerei und der Töpferei zu den ältesten Handwerken der Menschheit. In den Grabkammern des ägyptischen Altertums sind Gewebereste von Gewändern nachgewiesen worden.

Gewichtswebstühle waren spätestens seit dem Neolithikum bekannt. Bei diesen wurden die Kettfäden mit einem Webgewicht an einem horizontalen Balken befestigt und hängen gelassen. Einige Forscher nehmen an, dass bereits im Jungpaläolithikum gewebt wurde, wie Tonabdrücke aus dem mährischen Pavlov belegen sollen. Aus den Feuchtbodensiedlungen der Schweiz ist eine Reihe neolitischer Textilien überliefert, die entweder aus Flachs oder aus Wolle bestehen. Daneben wurde auch Rindenbast (von Linde, Ulme und Eiche) verwendet. Gewichtswebstühle wurden bis ins Mittelalter verwendet. Das Webmaterial der Bronzezeit ist vor allem durch die Funde aus dänischen Baumsärgen bekannt. In Egtved findet sich unter anderem der erste bekannte Minirock der Geschichte.

Gewobene Textilien und Teppiche verhalfen den handelstreibenden Assyrern, Babyloniern und später den Phöniziern zu ihrem Reichtum. Sie konnten ihren technologischen Vorsprung in der Textilindustrie in Kleinasien, Persien und Arabien bis ins 13. Jahrhundert hinein behaupten.

Auch die Griechen kannten das Weben. Bei Homer scheinen Weben, Spinnen und die Herstellung von Kleidungsstücken die Hauptbeschäftigung der Frauen zu sein. Nach anderen Überlieferungen konkurrierte im künst-lerischen Bereich die Bildweberei ernsthaft mit der Malerei. Vasenbilder der schwarzfigurigen Zeit belegen auch hier den Gebrauch des Gewichts-webstuhls.

Aus der römischen Kaiserzeit sind Gewebe aus anderen Materialien als Wolle bekannt: ägyptisches und spanisches Leinen und chinesische Seide.

Die Germanen woben sowohl Wolle als auch Leinen. Sie woben komplizierte Muster, wie zum Beispiel der berühmte Thorsberg-Mantel belegt.

Im frühen Mittelalter und in der romanischen Kunstperiode beherrschte die orientalische Webkunst den Weltmarkt. Sassanidische, sarazenische und byzantinische Seiden - und Wollengewebe waren mit reichen Ornamenten verziert und gearbeitet. Aus ihnen wurden Prunkgewänder für Kaiser, Fürsten, Ritter und den Klerus hergestellt. Ebenfalls über Byzanz kam die Seide nach Europa.

Auch in Europa begann die Weberei als Industriezweig aufzublühen. In Augsburg gab es Mitte des 15. Jahrhunderts eine Weberzunft mit über 700 Mitgliedern. Vielerorts, so etwa im Mühlviertel, wurden in den Gemeinden mit einem hohen Anteil von Webern, oftmals die Hälfte der Bevölkerung, eigene Webermärkte abgehalten. Eines der wichtigsten Zentren der traditionellen Leinenweberei in Württemberg war Laichingen (Sehen Sie dazu auch Abbil-dungen 17–18).

Abbildung 17. Weberin in Bangladesch

Abbildung 18. Materialien zur Herstellung von Rebozos in San Luis Potosí, Mexiko

Text 9: Werkzeuge

(1,5 тыс. печатных знаков)

Jahrtausendelang wurden weltweit Varianten des einfachen Webstuhls mit vertikaler Kette (Hochwebstuhl) verwendet. Erst durch die Erfindung des Webstuhls mit horizontaler Kette (Flachwebstuhl) im hohen Mittelalter fand eine Veränderung der Produktionstechnik statt (Sehen Sie dazu auch Abbildung 19).

Abbildung 19. Schema eines Flachwebstuhls

Einer der Vorläufer des mechanischen Webstuhls war die um 1600 entwickelte, in der Bandweberei gebräuchliche sogenannte Bandmühle. Durch sie war es möglich, zwanzig oder mehr Bänder gleichzeitig auf einem Webstuhl zu weben.

Erst im 18. Jahrhundert wurde der Webstuhl wesentlich weiterentwickelt. So wurde zu dieser Zeit von John Kay der so genannte Schnellschütze zur automatischen Bewegung des Schützen erfunden. Der erste mechanische Webstuhl wurde 1784 vom Geistlichen Edmond Cartwright erbaut. Eine weitere revolutionäre Neuerung wurde durch den Lyoner Seidenweber J. M. Jacquard eingeführt. Bei seinem 1805 erbauten Webstuhl können die Kettfäden mit Hilfe von Lochkarten gezielt einzeln gehoben und gesenkt werden, wodurch es möglich wurde, großflächig gemusterte Stoffe zu weben. Hierdurch wurde eine unbegrenzte Musterungsvielfalt gegenüber der begrenzten Bindungsmuster in der Schaftweberei möglich.

Die mechanischen Webstühle wurden über Transmissionen durch Dampfmaschinen und mitunter auch durch Wasserräder angetrieben. Der erste elektrische Antrieb für einen mechanischen Webstuhl wurde 1879 von W. von Siemens auf der Berliner Gewerbeausstellung vorgestellt.

Text 10: Gewebe

(2,75 тыс. печатных знаков)

Die Verwendung moderner Faserstoffe, speziell synthetischer, ihre vielfältige Kombination mit Naturfaserstoffen und Regeneratfaserstoffen, ferner die Anwendung moderner Verfahren zur Erzeugung von textilen Flächengebilden und schließlich der Einsatz moderner Veredlungsverfahren haben das Gesamtbild der in der Kleidungsherstellung eingesetzten Werkstoffe in den letzten Jahren erheblich verändert. Zugleich haben sich die Gebrauch-seigenschaften der textilen Flächengebilde wesentlich verbessert, besonders hinsichtlich der Flächenmaße, der Pflegeleichtigkeit und der Verschleiß-festigkeit.

Im Folgenden wird eine Reihe von typischen Geweben vorgestellt, die gegenwärtig in der Bekleidungsindustrie verarbeitet werden.

Flausch. Dieses Gewebe kann z. B. aus 70 % Wolle und 30 % Viskosefaser bestehen. Die guten Trageeigenschaften der Wolle, besonders ihre Weichheit, Schmiegsamkeit und ihr Wärmehaltevermögen, machen dieses textile Flächengebilde für Damen - und Herrenwintermäntel besonders geeignet.

Velours. Dieses Gewebe wird in einer Faserstoffmischung z. B. 50 % Wolle und 50 % Viskosefaser ausgeführt. Seine Decke zeigt einen feinen, weichen Faserflor. Auch dieses Material wird für Damen - und Herrenwinter-mäntel eingesetzt.

Homespun. Dieses für sportliche Damen - und Herrenwintermäntel, aber auch für Jacken und Sakkos einsetzbare Material besteht aus relativ grobfädigen Garnen.

Tweed. Dieses Gewebe besteht aus Streichgarn in Leinwandbindung. Die Faserzusammensetzung besteht aus 45 % Polyesterfaser, 40 % Viskosefaser und 15 % Reißspinnstoff mit Wollgehalt. Dieses textile Flächengebilde wird für Knabenanzüge und auch für einfache sportliche Herrensakkos eingesetzt.

Gabardine. Dieses Gewebe besteht aus 55 % Polyesterfasern und 45 % Wolle. Das textile Flächengebilde ist in hohem Maße strapazierfähig, flä-chenstabil und pflegeleicht.

Silastikgewebe besteht vorwiegend aus 60 % Polyamid side, 20 % Viskosefaser und 20 % Baumwolle. Es ist somit relativ pflegeleicht und sehr strapazierfähig. Diese Eigenschaften machen das textile Flächengebilde besonders für stark zu strapazierende sportliche Hose für Damen und Herren sowie Jugendliche geeignet.

Cord. Dieses aus 100 % Baumwolle bestehende Gewebe ist sehr strapazierfähig und dabei weich und schmiegsam. Es ist waschfähig. Das Material wird für Kinderkleidung, Anzüge und Hosen sowie auch für Hosenanzüge und Einzelhosen für Jugendliche verarbeitet.

Satin besteht aus 100 % Baumwolle und wird zu Berufskleidung verarbeitet und ist vollkochfähig.

Popeline ist ein leichtes Gewebe, besteht aus 67 % Polyesterfaser und 33 % Baumwolle. Das Material ist infolge seiner Materialzusammensetzung leicht waschbar und bügelfrei veredelt. Es wird zu Herrenoberhemden, Damenblusen und Schlafanzügen verarbeitet.

Text 11: Färben

(2,8 тыс. печатных знаков)

Beim Färben wird textiles Material durch Aufbringen von Farbmitteln in Färbe- oder Druckprozessen koloriert („gefärbt“).

Den umgekehrten Prozess nennt man Bleichen, wobei die natürlichen Färbungen der Fasern beseitigt werden.

Das Färberwesen hat eine jahrtausendealte Tradition und ein eigenes Berufsbild mit zahlreichen Spezialisierungen herausgebildet. Heute wird es – sofern nicht handwerklich ausgeführt – der chemischen Industrie zugerechnet (Sehen Sie dazu auch Abbildungen 20–22).

Abbildung 20. Eine traditionelle Färberei in Fès

Abbildung 22. Zunftwappen der Färber

Abbildung 21. Ein Färber in einem Hausbuch des 15. Jhd.

Die wenigen Kenntnisse über die Färbemethoden des Altertums stützen sich hauptsächlich auf Gräberfunde und Aufzeichnungen griechischer und römischer Schriftsteller und deren technologischen Beschreibungen. Genaueres kann man über die Farbstoffe aussagen. Jahrtausende war man dabei auf natürliche Farbstoffe aus Mineralien (Ocker, Zinnober), aus Pflanzen wie Indigo, Rotholz, (siehe auch Färberpflanzen) oder von Tieren (Schildlaus, Purpurschnecke) angewiesen. Bereits aus dem alten Ägypten gibt es Funde von mit Krapp gefärbter Wolle. Nach der Entdeckung Amerikas bekamen die Färbereien Europas noch einmal einen neuen Auftrieb, was vor allem an den importierten Farbhölzern lag.

Im Mittelalter waren die Färber Lohnwerker der anderen tuchverarbeitenden Zünfte. Erst spät entstanden eigene Färberzünfte. Es gab seit dem Mittelalter die Unterscheidung von verschiedenen Färbern:

·  Schwarzfärber, Leinwandfärber, Schlechtfärber, die Innung der Färber, die allgemein grobe Stoffe färbten;

·  Tuchfärber, die auf das Färben von Wolle spezialisiert waren;

·  Blaufärber, Waidfärber, die ursprünglich ausschließlich den einhei-mischen Waid, später auch den viel teureren Indigo verwendeten;

·  Schönfärber, eine später aufgekommene Bezeichnung für die Verwendung ausländischer Farbstoffe in der Anwendung insbesondere auf feine Stoffe (hierher rührt die Metapher „Schönfärberei“);

·  Seidenfärber;

·  Rauchfärber und Zobelfärber, die Leder und Felle (Rauchwaren) färbten;

·  Garnfärber.

Diese Spezialisierungen wurden aber lokal und zeitlich unterschiedlich bezeichnet oder zu verschiedenen Berufsgruppen zusammen gefasst.

Die im 19. Jahrhundert entwickelten synthetischen Farbstoffe haben heute die Naturfarbstoffe fast vollständig verdrängt, wobei die Reaktivfarbstoffe, gefolgt von den Dispersions - und Direktfarbstoffen die größte Bedeutung haben. Die Farbstofflösung wird als „Farb-“ oder „Färbeflotte“ oder als „Färbebad“ bezeichnet.

„Drucken“ kann als örtlich begrenztes Färben bezeichnet werden.

Das Färben kann in der textilen Verarbeitungskette fast überall geschehen:

·  einzelne Fasern können vor dem Spinnen gefärbt werden;

·  fertig gesponnenes Garn kann gefärbt werden;

·  ein Gewebe oder Gestrick kann gefärbt werden;

Je eher jedoch gefärbt wird, umso mehr vermischen sich mögliche Unregelmäßigkeiten im Endprodukt.

Text 12: Färbeverfahren

(2 тыс. печатных знаков)

Das Färben wird in drei Verfahren unterteilt:

·  Beim Ausziehverfahren (diskontinuierliche Färbeverfahren) werden die Farbstoffe in Wasser gelöst oder dispergiert. Entsprechend der unterschied-lichen Affinität unterschiedlicher Farbstoffklassen zu dem zu färbenden Substrat werden Chemikalien und Textilhilfsmittel der Flotte in einer oder mehreren Teilen bzw. dosiert innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls zuge-setzt. Während eines definierten Zeit/Temperaturverlaufs sowie kontrollierter Bewegung des Materials und/oder der Flotte zieht der Farbstoff gleichmäßig auf das Material, und wird zumeist im selben Färbebad - selten in einem zweiten Behandlungsbad - auf der Faser fixiert. Der Anteil des nicht fixierten Farbstoffs wird in nachfolgenden Behandlungsbädern entfernt.

·  Beim Kontinueverfahren wird die Farbstofflösung durch Foulardieren (auch Klotzen genannt) auf das Substrat aufgebracht. Im Foulard wird die Farbflotte auf das Textilgut geklotzt. Dabei erfolgt eine gleichmäßige Benetzung des Materials mit Farbflotte und ein über die Warenbreite gleichmäßiges Abquetschen zwischen meist zwei oder drei Hartgummiwalzen auf definierte Flottenaufnahme. Danach werden die Farbstoffe auf die Faser fixiert, was entweder durch Verweilung (Klotz-Kalt-Verweilverfahren über mehrere Stunden) oder durch Behandlung mit Dampf (Sattdampf bei über 100° C (Pad-Steam-Verfahren) oder überhitzter Dampf bei z. B. 180° C) oder Trockenhitze bis zu 220° C in wenigen Sekunden bis Minuten geschehen kann. Danach schließt sich ein Auswaschprozess an, um den nichtfixierten Farbstoff von der Faser zu lösen und gute Echtheiten zu erhalten.

·  Beim Semikontinueverfahren erfolgt die Imprägnierung der Ware im Foulard kontinuierlich, die Fixierung des Farbstoffs zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls kontinuierlich oder diskontinuierlich.

Bezüglich der chemischen Vorgänge bei der Färbung lassen sich vier Färbeverfahren in der modernen Textilfärberei unterscheiden:

·  Direktfärbeverfahren;

·  Entwicklungsfärbung;

·  Reaktivfärbung;

·  Dispersionsfärbung.

Text 13: Farbstoffklassen

(1,6 тыс. печатных знаков)

Die geeignete Farbstoffklasse wird in erster Linie nach dem zu färbenden Substrat und dem geforderten/notwendigen Echtheitsniveau (Widerstand-sfähigkeit der Färbung gegen Einflüsse während der Weiterverarbeitung und dem Gebrauch des textilen Fertigmaterials) ausgewählt.

Abhängig vom Artikel (Zusammensetzung, Garntyp, Maschen/Webware, Bindung, Gewicht, Anforderung an den Griff der Fertigware, usw.) erfolgt die Entscheidung über die einzusetzende Färbemaschine bzw. Apparate oder Färbeanlagen. Danach wird je nach Farbstoffklasse das geeignete Färbever-fahren festgelegt.

Für cellulosische Fasern können u. a. eingesetzt werden:

·  Das Färben mit Küpenfarbstoffen, ein Verfahren, indem die Oberf-läche von den Fasern mit wasserunlöslichen Farbmolekülen durch Adsorption gebunden werden. Vorteil ist die hohe Farbechtheit. Der bekannteste Küpenfarbstoff ist Indigo.

·  Das Färben mit Entwicklungsfarbstoffen, ein Verfahren wobei der Farbstoff erst auf den Fasern hergestellt wird (zum Beispiel durch Azokup-plung). Die erste wasserlösliche Komponente wird mit der Faser durch Adsorption aufgenommen, die zweite Komponente bildet dann einen wasserunlöslichen Azofarbstoff. Dabei haftet die Farbe dann an der Faser durch Bildung von Van-der-Waals-Kräften und Wasserstoffbrückenbildung. Außerdem wirken noch Kräfte zwischen polarisierten Molekülgruppen.

·  Das Färben mit Direktfarbstoffen (Substantive Farbstoffe), ein Verfahren bei dem die Farbstoffe direkt aus der Färbeflotte auf die Fasern aufziehen. Es wird meist bei Mitteln zum Selberfärben zu Hause angewandt.

Text 14: Färbemaschinen/Färbeapparate/Färbeanlagen

(1,8 тыс. печатных знаков)

Beim Färben nach dem Ausziehverfahren unterscheidet man zwischen Färbeapparat (die Flotte wird durch das ruhende Färbematerial gepumpt) und Färbemaschine (die Ware wird durch eine ruhende Flotte bewegt, wobei bei praktisch allen heute gebräuchlichen Maschinen zusätzlich zur Warenbewegung auch eine gezielte Flottenumwälzung erfolgt).

Wird nach Kontinueverfahren gefärbt, spricht man von Färbeanlage.

Die Färbemaschinen für das Ausziehverfahren werden unterteilt in solche für Temperaturen unter 100 °C und solche für Hochtemperatur. Naturfasern können meist bei moderaten Temperaturen gefärbt werden, das Färben findet in günstigen Maschinen unter atmosphärischem Druck statt. Synthetische Fasern (insbesondere Polyester) nehmen Farbstoffe meist bei Temperaturen über 100 °C auf. Da das Wasser bei Umgebungsdruck verdampfen würde, muss das Färben unter Druck stattfinden. Üblich sind Temperaturen bis 135 °C bei einem statischen Druck bis 4,0 bar. Dies erfordert druckdichte und damit teurere Maschinen.

Besonders problematisch ist das Färben von Fasermischungen aus synthetischen und natürlichen Fasern. Es wird meist mit zwei unterschiedlichen Farbstoffklassen gefärbt, wobei die unterschiedlichen Fasern möglichst farbgleich gefärbt sein sollen. (Ton-in-Ton-Färbung).

Für die unterschiedlichen Aufmachungen stehen verschieden Maschinen zur Verfügung:

·  Im Jigger wird das Färbegut in gespannten und faltenfreien Zustand durch die Farbflotte geführt. Dies garantiert eine gleichmäßige Farbverteilung über die ganze Breite.

·  In der Haspelkufe wird das Gewebe ohne Spannung breit oder im Strang durch die Flotte geführt, dadurch wird die Ware nicht verzogen.

·  In der Düsenfärbmaschine werden das Textilgut und die Flotte bewegt.

 

СПИСОК РЕКОМЕНДУЕМОЙ ЛИТЕРАТУРЫ

1.  Басова, для колледжей / . – 3-е изд. – Ростов н/Д: Феникс, 2003. – 416 с.

2.  Хайт, по переводу с немецкого языка на русский / . – Москва: ВШ, 2001. – 159 с.

3.  Axel Föhl und Manfred Hamm: Die Industriegeschichte des Textils, VDI-Verlag, Düsseldorf 1988.

4.  Blisniewski, Thomas: Frauen, die den Faden in der Hand halten. Handarbeitende Damen, Bürgersmädchen und Landfrauen von Rubens bis Hopper. München 2009.

5.  Blisniewski, Thomas: „... und schafft mit emsigen Händen“ - Weibliche Handarbeiten in Werken von R. Schadow, C. J. Begas und J. A. Ramboux im Wallraf-Richartz-Museum - Fondation-Corboud. In: Kölner Museums-Bulletin. Berichte und Forschungen aus den Museen der Stadt Köln , S. 4 – 18.

6.  Holtz-Honig, Waltraud: „Vater spinnt“, Langen/Müller.

7.  http://de. wikipedia. org/wiki/Spinnen

8.  Stradal, Marianne; Brommer, Ulrike: Mit Nadel und Faden. Kulturgeschichte der klassischen Handarbeiten. Heidenheim und Freiburg 1990.

9.  Sirna, Gail Carolyn: Frauen, die nie den Faden verlieren. Handarbeitende Frauen in der Malerei von Vermeer bis Dali. Mit einem Vorwort von Thomas Blisniewski. München 2007.

10.  Tatsachen über Deutschland. Bertelsmann Lexikon Verlag, 2006.

11.  Wyss, Robert L.: Die Handarbeiten der Maria. Eine ikonographische Studie unter Berücksichtigung der textilen Techniken. In: Stettler, Michael u. M. Lemberg (Hg.): Artes Minores. Dank an Werner Abegg. Bern 1973, S. 113 ff.

СОДЕРЖАНИЕ

Предисловие………………………………....………...……………

3

Урок 1. Тема: Цели и задачи организуемой самостоятельной работы студентов в рамках учебной дисциплины…...................……

4

Урок 2. Тема: Федеративная республика Германия (общие сведения)……….......…………………………….....….....……….……

11

Урок 3. Тема: Федеративная республика Германия (общественно-политическая жизнь)……................................................………………

15

Урок 4. Тема: Немецкоязычные страны (общие сведения)...........

19

Урок 5. Тема: Немецкоязычные страны (общественно-поли-тическая жизнь)……….…… .......…............................…..….....……...

23

Урок 6. Тема: Будущая специальность…...................…....……..

27

Урок 7. Тема: Специфика языка реферата и грамматико-стилис-тические средства изложения.................................................................

30

Урок 8. Тема: Грамматические трудности, встречающиеся при переводе текстов по специальности……......……………...........…….

34

Приложение: Тексты по специальности…..................................…

64

Список рекомендуемой литературы……...…..................………...

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