In jüngster Zeit hat die deutsche Wirtschaft einen robusten konjunkturellen Aufschwung erlebt – im Jahr 2007 wuchs sie um 2,5 Prozent. Mit 8,4 Prozent fiel der Anstieg der Unternehmensinvestitionen zudem besonders deutlich aus. Mit dem Wirtschaftswachstum, das von Wachstumsimpulsen sowohl aus dem Ausland als auch aus dem Inland profitiert, geht eine Verminderung der Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen einher. Im Dezember 2007 lag sie bei 3,4 Millionen – das war der niedrigste Dezemberstand seit 1992. Für diese positive wirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische Entwicklung gibt es eine Reihe von Faktoren. Die Wirtschaftspolitik hat die so genannten Rahmenbedingungen verbessert und die Unternehmen haben ihre Wettbewerbsfähigkeit gesteigert. So wurden die Lohnzusatzkosten gesenkt, der Arbeitsmarkt flexibilisiert und Bürokratie abgebaut. Außerdem trat 2008 die Reform der Unternehmenssteuer in Kraft. Damit werden die Firmen weiter deutlich entlastet. Die Unternehmer haben gleichzeitig Einkaufs - und Kostenstrukturen optimiert, in innovative Produkte investiert und sich fit für den Wettbewerb gemacht.

Aktiver Wortschatz:

technischer Vorsprung – техническое превосходство

die Volkswirtschaft – народное хозяйство

Global Player – глобальный игрок (партнёр, участник)

der Weltmarktführer – лидер мирового рынка

das Bruttoinlandsprodukt – валовой внутренний продукт

erwirtschaften – зарабатывать; получать средства за счёт собственной хозяйственной деятельности

НЕ нашли? Не то? Что вы ищете?

der Außenhandel – внешняя торговля

das Exportvolumen – объём экспорта

das Bruttonationaleinkommen – валовой национальный доход

das Gut (-es, Güter) – товар

der Aufschwung – подъём

erleben – переживать

die Rahmenbedingungen общие условия, типовые условия

flexibilisieren - устанавливать гибкую систему

abbauen – сокращать

der Wettbewerb – конкуренция

Fragen zum Text:

1. Welchen Platz nimmt die BRD im Welthandel ein?

2. Ist Deutschland wirtschaftlich global ausgerichtet? Beweisen Sie das.

3. Welche Industriezweige gehören zu den wichtigsten in der BRD. Nennen Sie wichtigsten Wirtschaftszentren.

4. Nennen Sie die international anerkannten deutschen Unternehmen.

5. Was bildet das Herzstück der deutschen Wirtschaft?

6. Welche Funktionen dienen der positiven und arbeitsmarktpolitischen Entwicklung in der BRD?

Thema VI. Das Hochschulwesen in Deutschland.

Bildung, Wissenschaft, Forschung

Deutschland ist ein Land der Ideen. Bildung und Wissenschaft, Forschung und Entwicklung kommen zentrale Bedeutung zu. Das Hochschulwesen in Deutschland hat eine sehr alte Geschichte. Schon 1386 wurde auf dem deutschen Boden die erste Universität (in Heidelberg) gegründet.

Alle Hochschulen der BRD sind – mit wenigen Ausnahmen – staatliche Einrichtungen der Länder. Der Staat beteiligt sich an der Finanzierung des Hochschulbaus und der Hochschulforschung. Die Hochschulen haben das Recht der Selbstverwaltung.

Das Studium an einer wissenschaftlichen Hochschule wird mit der Diplom-, Magister - oder Staatsprüfung abgeschlossen. In den meisten Ländern der BRD verwalten die Studenten selbst ihre Angelegenheiten. Dazu werden Studentenparlamente und Studentenausschüsse gewählt.

Wer heute in Deutschland studieren möchte, hat die Wahl zwischen 383 Hochschulen, die über das gesamte Bundesgebiet verteilt sind. In fast jeder größeren deutschen Stadt gibt es eine Hochschule. Allein das Bundesland Nordrhein-Westfalen verfügt über 15 Universitäten und 27 Fach - sowie acht Kunsthochschulen. Viele von ihnen wurden in den sechziger und siebziger Jahren gegründet. Innerhalb von zwei Jahrzehnten verfünffachte sich damals die Zahl der Studierenden. Heute studieren in Deutschland rund zwei Millionen junge Menschen. Mehr als ein Drittel eines Altersjahrgangs nimmt ein Studium auf – mit steigender Tendenz.

Ebenso im Gegensatz zu vielen anderen Nationen spielen private Universitäten nur eine vergleichsweise geringe Rolle: 96 Prozent der Studierenden besuchen öffentliche Einrichtungen.

Es gibt verschiedene Hochschultypen in Deutschland. Fachhochschule, Technische Hochschule, Universität, Berufsakademie: Das deutsche Hochschulsystem hat viele Seiten, viele verschiedene Hochschultypen – das verwirrt vielleicht auf den ersten Blick, bedeutet aber auch: Die große Vielfalt bietet die bestmögliche Studienwahl. Wer sehr viel Wert auf Praxisnähe legt, ist an einer Fachhochschule gut aufgehoben, wen es in die eher theoriebezogene Forschung zieht, wählt eine Universität.

Hochschultypen

Fachhochschule, Technische Hochschule, Universität, Berufsakademie: Das deutsche Hochschulsystem hat viele Seiten, viele verschiedene Hochschultypen – das verwirrt vielleicht auf den ersten Blick, bedeutet aber auch: Die große Vielfalt bietet die bestmögliche Studienwahl. Wer sehr viel Wert auf Praxisnähe legt, ist an einer Fachhochschule gut aufgehoben, wen es in die eher theoriebezogene Forschung zieht, wählt eine Universität.

Universität

Die Wissenschaftsschmieden: Universitäten sind die klassische Form der Hochschule. Die deutschen Unis verknüpfen Forschung und Lehre eng miteinander. Als Volluniversitäten bieten die meisten von ihnen das gesamte Fächerspektrum an. Besonders stark technisch orientierte Universitäten bezeichnen sich als Technische Universität (TU) oder Technische Hochschule (TH). Gegenüber den anwendungsorientierten Fachhochschulen legen sie größeren Wert auf Grundlagenforschung.

Fachhochschule

Ausbildung für Praktiker: Die deutschen Fachhochschulen (FH) verstehen sich als Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Sie stehen für hohen Praxisbezug und eine starke Anbindung an die Arbeitswelt, die Schwerpunkte liegen auf Technik, Wirtschaft, Gestaltung und Sozialwesen. Ein Medizin - oder Jurastudium oder eine Promotion kann man an einer FH dagegen nicht absolvieren.

Kunst-, Musik - und Filmhochschulen

Für Kreative: An den staatlich anerkannten Kunst-, Musik - und Filmhochschulen entscheidet zumeist eine Eignungsprüfung darüber, wer hier studieren darf. Besonders begehrt bei ausländischen Studierenden sind die 23 deutschen Musikhochschulen: Der Anteil ausländischer Studierender hier liegt bei 35,7 Prozent. Die Einstiegshürden für die künstlerischen Hochschulen sind zwar hoch, dafür ist die Ausbildung – häufig in Einzelunterricht oder Kleingruppen – exzellent.

Berufsakademie

Für Berufseinsteiger: Die deutschen Berufsakademien (BA) sind keine Hochschulen, aber ihre Abschlüsse werden teilweise denen der FHs gleichgestellt. BAs bieten ein Fachstudium in Wirtschaft, Technik oder Sozialwesen kombiniert mit einer Berufsausbildung an. An einer Berufsakademie kann aber nur studieren, wer einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen abgeschlossen hat. Absolventen haben gute Jobaussichten, vor allem bei Global Playern mit Standorten in aller Welt.

Private Hochschule

Für Selbstzahler: Studiengebühren zwischen 1800 und 4700 Euro pro Semester verlangen die privaten Hochschulen, dafür bieten sie kleine Studiengruppen, eine enge Anbindung an die Wirtschaft, hohen Praxisbezug und kurze Studienzeiten. Aber: Nicht alle Privaten erfüllen diese Erwartungen. Ganz wichtig ist zu prüfen, ob eine Privatuni staatlich anerkannt ist. Denn sonst gelten auch die Studienabschlüsse nicht als anerkannt, was zu großen Problemen bei der Jobsuche führen kann.

Das deutsche Bildungs - und Hochschulsystem befindet sich in einem tief greifenden Erneuerungsprozess, der jetzt erste Erfolge zeigt: Deutschland ist eines der beliebtesten Studienländer, Ort internationaler Spitzenforschung und Patententwicklung.

Texterläuterungen:

die Einrichtung – учреждение

das Recht auf Selbstverwaltung – право на самоуправление

Angelegenheiten verwalten – управлять делами

der Ausschuß – комитет

Fragen zum Text:

1. Kommt der Bildung und Wissenschaft, Forschung und Entwicklung eine besondere Bedeutung zu? Beweisen Sie das!

2. Seit wann besteht die erste Universität in Deutschland?

3. Welche Typen der Hochschulen gibt es heute in der BRD?

4. Womit wird das Studium an den Hochschulen abgeschlossen?

5. Wie viele junge Menschen studieren heute an den deutschen Hochschulen?

Thema VII. Hochschulen und Universitäten der BRD.

Die Hochschulen in Deutschland.

Eine Hochschule ist im weiteren Sinne eine zusammenfassende Bezeichnung für eine Universität, eine Fachhochschule, eine pädagogische Hochschule, eine Gesamthochschule oder eine Kunsthochschule. Im engeren Sinne bezeichnet eine Hochschule eine Einrichtung, die Forschung betreibt, wissenschaftliche Lehre vermittelt und akademische Grade als Studienabschlüsse verleiht, die jedoch gegenüber einer Universität über ein eingeschränktes Studienangebot verfügt.

Das Studium ist das wissenschaftliche Lernen und Forschen an Hochschulen. Es besteht aus dem Besuch von Vorlesungen, Seminaren, Laborpraktika, Tutorien und aus dem Selbststudium. Das erworbene Wissen wird entweder in semesterbegleitenden Teilprüfungen oder in Abschlussprüfungen durch Klausuren oder mündliche Prüfungen abgefragt.

Die rechtliche Stellung der Hochschulen wird im Hochschulrecht geregelt. Die Rahmenkompetenz wird über das Hochschulrahmengesetz vom Bund ausgeübt. Im Rahmen ihres Selbstverwaltungsrechts bestimmen die Hochschulen in ihrer Grundordnung die Rechte und Pflichten der Mitglieder und Angehörigen der Hochschulgremien sowie das Verfahren der Organe und Fachbereiche.

Eine Hochschule besteht im wesentlichen aus Fakultäten (Abteilungen), der Hochschulleitung besteht aus Rektorat sowie Zentralen Service-Einrichtungen der Hochschule (z. B. Hochschulbibliothek, Rechenzentrum, Zentrale Studienberatung u. a.). Die an einer Hochschule eingeschriebenen Studenten bilden die Studierendenschaft.

Um an einer deutschen Hochschule studieren zu können, ist im Allgemeinen die Hochschulreife erforderlich: für ein Studium an einer Universität die allgemeine Hochschulreife – das Abitur, für ein Studium an einer Fachhochschule – die Fachhochschulreife. Bei vielen Studienfächern bestehen Zulassungsbeschränkungen, z. B. Numerus Clausus. Bei Fächern, die bundesweit an vielen Hochschulen zulassungsbeschränkt sind, werden die Studienplätze über die ZVS in Dortmund vergeben.

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Studiengänge. Überwiegend werden in einem Fach oder Fachbereich mehrere Studiengänge angeboten, die mit unterschiedlichen Abschlüssen (Diplom, Staatsexamen, Promotion) enden und damit teilweise auch für unterschiedliche berufliche Wege qualifizieren.

Das Studium im Diplom-Studiengang gliedert sich zumeist in ein Grundstudium, das mit bestandener Diplomprüfung abgeschlossen wird, und ein Hauptstudium, an dessen Ende das mit bestandener Diplomprüfung verliehene Diplom steht. An Fachhochschulen wird ein Fachhochschul-Diplom erworben.

In Deutschland gibt es (ausschließlich an Universitäten und für geistes - und sozialwissenschaftliche Fächer) auch noch den Magister-Studiengang. Er gliedert sich ebenfalls in ein Grundstudium, an dessen Ende eine Zwischenprüfung steht, und ein Hauptstudium. Das Studium besteht in der Regel aus einem Hauptfach und zwei Nebenfächern oder aus zwei Hauptfächern. Mit der Ablieferung der Abschlussarbeit, der so genannten Magisterarbeit, erlangt man den akademischen Grad eines Magister Artium, abkürzt M. A.

Seit 1998 werden in Deutschland unzählige Studiengänge mit den international gebräuchlicheren Bachelor - und Master-Abschlüssen angeboten. Der Wandel zu dem Bachelor - bzw. Mastersystem wird Bologna-Prozess genannt.

Am Ende des Studiums in den Fächern Rechtswissenschaft, Medizin, Veterinärmedizin, Zahnmedizin, Pharmakologie, Lebensmittelchemie und in den Lehramtsstudiengängen stehen in der BRD staatliche Abschlussprüfungen.

Man unterscheidet allgemein zwischen gradualen Studiengängen, die zu einem ersten Hochschulabschluss führen (Bachelor, Diplom, Magister, 1. Staatsexamen, Lizentiat, Baccalaureus), und postgradualen Studiengängen (sog. Aufbaustudium), zu denen insbesondere der sog. Master gehört. Auch ein Doktorstudium ist ein postgraduales Studium, das den Erwerb eines – in vielen Fächern qualifizierten – ersten Abschlusses voraussetzt und an dessen Ende die sog. Promotion steht.

Texterläuterungen:

akademische Grade verleihen – присваивать академическое звание/ учёную степень (кандидата наук)

Numerus Clausus – количественное ограничение приёма на (какую-л.) специальность

die ZVS, die Zentralstelle für Vergabe von Studienplätzen – центр по распределению мест в высших учебных заведениях

den akademischen Grad eines Magister Artium (M. A.) erlangen – получить степень магистра (в гуманитарных науках)

graduale/postgraduale Studiengänge – обучение на получение академического звания первой степени/ второй степени (послевузовское образование)

den Erwerb eines ersten Abschlusses voraussetzen – предполагать наличие академического звания первой степени (бакалавра, магистра, лицензиата).

Aktiver Wortschatz:

der Abschluss – окончание учебного заведения

der Bachelor ['beʧ( ə)lər] – бакалавр

der Baccalaureus – бакалавр

die Diplomprüfung – экзамен на получение диплома

der Diplom-Studiengang – учёба на получение диплома

das Fachhochschuldiplom – диплом об окончании специального высшего

учебного заведения

das Doktorstudium – учёба на получение учёной степени доктора наук

der Fachbereich – специальность

das Hauptfach – главный учебный предмет; основная специальность

das Nebenfach – второстепенный (не основной) учебный предмет; вторая

специальность

die Grundordnung – устав высшего учебного заведения

das Hochschulgremium – учёный совет

das Hochschulrahmengesetz – общий закон о высшем учебном заведении

das Hochschulrecht – закон о высшей школе

die Hochschulreife – образование, достаточное для поступления в высшее

учебное заведение

die Fachhochschulreife – образование, достаточное для поступления в

специальное высшее учебное заведение

der Fachhochschulplanрасписание занятий в специальном высшем

учебном заведении

die Klausurконтрольная работа

das Laborpraktikumлабораторная работа

der Magister-Studiengang – учёба на получение степени магистра

der Master – мастер (академическое звание)

die Prüfungsordnung – положение о проведении экзаменов

die Teilprüfung – семестровый экзамен

die Studierendenschaft – студенческое объединение

die Studienberatung – студенческое производственное совещание

der Studiengang – учебный курс

die Studienordnung – учебный процесс

der Studienplatz – место для учёбы

das Grundstudium – первая учебная ступень

das Hauptstudium – основная учёба

das Selbststudium – самостоятельная учёба студента

das Tutorium – практические занятия в студенческой группе, на которых

выполняются тренировочные упражнения (часто под

руководством студентов старших курсов)

die Verwaltungsfachhochschule – специальное высшее учебное заведение по

подготовке служащих

административных учреждений

das Selbstverwaltungsrecht – право на самоуправление

die Zulassungsbeschränkung – ограничение приёма в учебное заведение

abgekürzt – сокращённо, сокращённый

bundesweit – на территории всей Федерации

fachspezifisch – в соответствии со специальностью

zulassungsbeschränkt – ограниченный в приёме (в вуз)

zumeist – чаще всего, преимущественно

abfragen – опрашивать (кого-л.)

einschreiben – зачислять (куда-л.)

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