die Befassung weiterer Ministerien,
die Vorbereitung von Unterlagen für die Vertreter der Bundesregierung bei ihren Verhandlungen in Brüssel.
Da es nicht immer gelingt, sofort zu einer abgestimmten Haltung der Bundesregierung in EU-Angelegenheiten zu gelangen, gibt es auf verschiedenen Ebenen Gremien, die dazu beitragen, möglichst rasch eine Entscheidung herbeizuführen und möglicherweise bestehende Meinungsunterschiede zu beheben:
· Geschichte der europäischen Einigung
· Von den Europäischen Gemeinschaften zur Europäischen Union
· Politiken der Union
· Binnenmarkt
· Wirtschafts- und Währungsunion
· Erweiterungen
Die Idee
Die Idee eines geeinten Europas ist alt, konnte sich aber erst unter dem Eindruck der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs allgemein durchsetzen. In der Erkenntnis, dass gemeinsame wirtschaftliche Interessen den Frieden garantieren, gründeten Belgien, Deutschland, Luxemburg, Frankreich, Italien und die Niederlande 1951 die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). Die Entscheidungsbefugnis über die Kohle - und Stahlindustrie dieser Länder wurde einem unabhängigen "supranationalen" Gremium übertragen, der "Hohen Behörde".
Text 14. Unterzeichnung der Römischen Verträge, 25. März 1957
Von den Europäischen Gemeinschaften zur Europäischen Union
Aufgabe. Lesen Sie, übersetzen Sie und erzählen Sie den Text nach.
Die Integration wurde bald auf weitere Bereiche der Wirtschaft ausgedehnt. 1957 gründeten die sechs Mitglieder der EGKS im Vertrag von Rom die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM). Das Ziel war der "Gemeinsame Markt". 1967 wurden die Organe der drei Europäischen Gemeinschaften vereinigt. Seitdem gibt es die Kommission, den Ministerrat und das Europäische Parlament. Durch den Vertrag von Maastricht wurde 1992 die Europäische Union (EU) gegründet. Das "Gemeinschaftssystem" erstreckt sich seitdem auch auf die Zusammenarbeit zwischen den Regierungen der Mitgliedstaaten auf den Gebieten "Gemeinsame Außen - und Sicherheitspolitik" sowie "Justiz und Inneres".
Politiken der Union
Im Zuge der wirtschaftlichen und politischen Integration der Mitgliedstaaten wurden in unterschiedlichen Bereichen gemeinsame Politiken entwickelt. Dies betrifft z. B. Energie, Handel, Kultur, Umweltschutz, Verbraucherschutz, Verkehr und Wettbewerb. Mit der Zeit wurden die Beziehungen der Europäischen Union zur übrigen Welt immer wichtiger. Die EU schließt Verträge mit Drittstaaten und entwickelt eine gemeinsame Außen - und Sicherheitspolitik.
Binnenmarkt
Der Schritt vom Gemeinsamen Markt zum Binnenmarkt wurde 1992 vollendet. Der Binnenmarkt ist ein Wirtschaftsraum, in dem der freie Waren-, Dienstleistungs-, Personen - und Kapitalverkehr gewährleistet ist. In den 90er Jahren wurden die Pass - und Zollkontrollen an den meisten EU-Binnengrenzen abgeschafft. Die Bewegungsfreiheit wird von den EU-Bürgern gerne genutzt. Seit 1987 haben mehr als eine Million junger Europäer im Ausland studiert.
Euromünzen.
Wirtschafts - und Währungsunion
1992 beschloss die EU die Einführung einer einheitlichen europäischen Währung unter der Aufsicht einer europäischen Zentralbank. Am 1. Januar 2002 trat das Euro-Bargeld an die Stelle der nationalen Währungen in zwölf der damals fünfzehn Mitgliedstaaten. Die Beitrittsverträge sehen vor, dass auch in den neuen Mitgliedstaaten der Euro die nationalen Währungen ablöst, sobald die wirtschaftlichen und strukturellen Voraussetzungen dafür geschaffen sind.
Währungspolitik
Erweiterungen
Die EU ist in mehreren Etappen von anfänglich 6 auf heute 27 Mitglieder angewachsen. 1973 traten Dänemark, Irland und das Vereinigte Königreich bei, Griechenland 1981. Portugal und Spanien folgten 1986, Finnland, Österreich und Schweden 1995. Am 1. Mai 2004 wurde mit 10 neuen Mitgliedern die größte Erweiterungsrunde abgeschlossen: Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, die Tschechische Republik, die Slowakei, Slowenien, Ungarn und Zypern. Bulgarien und Rumänien sind 2007 als jüngste Mitglieder der EU dazugekommen.
Beitrittsverhandlungen mit Kroatien und der Türkei wurden 2005 aufgenommen.
Um zu gewährleisten, dass die EU auch bei vergrößerter Mitgliederzahl weiterhin entscheidungs - und handlungsfähig bleibt, musste ihr institutionelles Gefüge vereinfacht werden. Im Vertrag von Nizza wurden 2001 deshalb neue Regeln für die EU-Organe und ihre Funktionsweise vereinbart. Die angestrebte EU-Verfassung soll den Vertrag von Nizza ablösen.
Text 15. Eine Branche wird geboren
Aufgabe. Lesen Sie, übersetzen Sie und erzählen Sie den Text nach.
Die Kultur - und Kreativwirtschaft gilt als Wachstumsfaktor und Innovationsmotor. Deutschland ist hier in Europa mit an der Spitze. Ein Schwerpunkt über eine Branche mit Zukunft.
Wer in diesen ökonomisch schweren Zeiten nach Schimmern der Hoffnung sucht, stößt schnell auf eine Branche, die es bis vor einiger Zeit noch gar nicht gab: die Kultur - und Kreativwirtschaft. Neben den grünen Technologien gelten die in Kultur - und Kreativberufen Schaffenden als Wachstumsbringer. Ohne Kreativität keine Innovation, ohne Innovation kein Fortschritt. So einfach. Unternehmungslustige Kreative aller Provenienz sollen mit ihren Ideen und Produkten den Weg vom postindustriellen ins wissensbasierte Zeitalter bahnen. Zudem wird im innovativen Wettbewerb zwischen Ländern und Regionen das kreative Element immer wichtiger. Kapital in den Köpfen statt auf den Konten. „Rund ein Drittel aller Arbeitskräfte in der globalen Wirtschaft der fortgeschrittenen Industriestaaten wird heute den Kreativen zugerechnet“, schreibt „Der Spiegel“.
Kein Wunder, dass in Wirtschaftsdebatten das Nachdenken über die Kultur - und Kreativwirtschaft zum Topthema herangereift *****nd 210000 Unternehmen mit knapp einer Million Erwerbstätigen werden deutschlandweit der Kultur - und Kreativwirtschaft zugerechnet. Gut 125 Milliarden Euro, schätzt das Bundeswirtschaftsministerium, erwirtschaftet die Branche jährlich; Tendenz steigend. An der ökonomischen Bedeutung besteht kaum noch Zweifel, doch was ist die Kultur - und Kreativwirtschaft? Wer darf sich der „kreativen Klasse“ zugehörig fühlen? Zunächst fällt auf, wie heterogen die Kultur - und Kreativwirtschaft zusammengewürfelt ist. Eine bunte Truppe, die sich in elf Teilbranchen tummelt, Designer, Filmleute, Werber, Architekten, Spielmacher, Modeleute und Musiker einschließt. Zweites Merkmal: Small is beautiful. Der klassische Kreative ist mit seinen Ideen häufig als Einzelkämpfer unterwegs. Das durchschnittliche Kreativ-Büro ernährt 3,5 kreative Köpfe. Die Kehrseite des „Garagenstils“: Vielen Kreativfirmen fehlt es an Kapital, häufig auch an Vernetzung untereinander. „Wir wollen der Branche ein Gesicht geben“, sagt Dagmar G. Wöhrl, Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium. Sogenannte Branchenhearings sollen bis Sommer 2009 die einzelnen Teilbranchen der Kultur - und Kreativwirtschaft ausleuchten und der Initiative Kultur - und Kreativwirtschaft der Bundesregierung als Kompass einer Förderstrategie dienen.
Koordiniert wird die Initiative vom Beauftragten für Kultur und Medien und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Beteiligt ist auch das Auswärtige Amt, denn die internationale Perspektive ist beträchtlich. Europa ist neben Nordamerika und Asien einer der drei globalen Hotspots der Kreativwirtschaft. Nicht verwunderlich, dass auch im Nation Branding die Kreativwirtschaft neuerdings eine wichtige Rolle spielt.
Deutschland, deine Kreativen. Die Lage ist gut. In vielen Bereichen zählen deutsche Kreativleistungen zur Weltspitze, in anderen sind Talente vorhanden, denen manchmal noch die Plattformen für internationale Karrieren fehlen. Auf der Aktivseite stehen auch die Kreativregionen. Mit Berlin als „Kreativlokomotive“ ist zudem eine Stadt vorhanden, die wie ein Kreativbiotop wirkt. Wie sagt Ares Kalandides von Create Berlin: „Berlin ist die Marke.“
Text 16. Maßnahmen gegen die Krise
Die wichtigsten Zahlen und Fakten zu den Konjunkturpaketen I und II
Aufgabe. Lesen Sie, übersetzen Sie und referieren Sie die Texte.
Konjunkturpaket I
Bereits im Herbst vergangenen Jahres hat die Bundesregierung das erste Konjunkturpaket mit einem Volumen von über 30 Milliarden Euro beschlossen. Damit fördert die Regierung Investitionen und Aufträge von Unternehmen, privaten Haushalten und Kommunen. Das Paket umfasst ein Dutzend Einzelmaßnahmen. Unter anderem wurden die Mittel für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm für die Jahre 2009 bis 2011 um 3 Milliarden Euro aufgestockt, um Impulse für Wachstum und Beschäftigung zu setzen und zugleich durch Energieeffizienz die Umwelt zu schonen. Auch die befristete Kraftfahrzeugsteuerbefreiung für neue Personenkraftwagen dient der Automobilindustrie wie dem Umweltschutz. Außerdem wurde die Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld von 12 auf 18 Monate verlängert, um Entlassungen zu vermeiden und den Betrieben eine Möglichkeit zu geben, konjunkturelle Schwankungen zu überbrücken.
Investitionen
Kernstück des Konjunkturpakets ist ein öffentliches Investitionsprogramm mit einem Volumen von 17,3 Milliarden Euro. Damit sollen Kindertagesstätten und Schulen, aber auch Verkehrswege und andere öffentliche Gebäude saniert werden. Im Kommunalen Investitionsprogramm stellt der Bund zehn Milliarden Euro zur Verfügung, die Länder sollen 3,3 Milliarden Euro beisteuern. Vier Milliarden Euro Bundesinvestitionen fließen in Verkehrswege und andere Bauten.
Automobil
Zur Unterstützung der Automobilindustrie wird seit dem 14. Januar 2009 bis zum Ende des Jahres eine „Umweltprämie“ in Höhe von 2500 Euro an die Auto-Halter gezahlt, die ihr mindestens neun Jahre altes Fahrzeug verschrotten und dafür einen Neu- oder Jahreswagen kaufen. Dafür sind 1,5 Milliarden Euro vorgesehen.
Steuern
Rückwirkend vom 1. Januar 2009 an sinkt der Eingangssteuersatz von 15 auf 14 Prozent. Der steuerfreie Grundfreibetrag wird um 170 Euro auf 7834 Euro angehoben. Ab 2010 soll der Grundfreibetrag auf 8004 Euro steigen. Der Staat entlastet damit die Bürger im Jahr 2009 um 2,9 Milliarden Euro und im folgenden Jahr um 6,05 Milliarden Euro.
Abgaben
Der paritätisch finanzierte Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung sinkt zum 1. Juli 2009 von 15,5 auf 14,9 Prozent. Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden dadurch bis Ende 2010 um 9 Milliarden Euro entlastet. In gleicher Höhe steigt der Zuschuss des Bundes an die Krankenkassen.
Arbeit
Um Entlassungen zu vermeiden, wird Kurzarbeit attraktiver. Die Zeit der Kurzarbeit soll zur Fortbildung und Qualifizierung genutzt werden, um eine Brücke zum nächsten Aufschwung zu schlagen. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt bis 2010 die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber in Höhe von 2,1 Milliarden Euro. Etwa zwei Milliarden Euro sollen zusätzlich zur Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen bereitstehen.
Unternehmen
Ein Kredit - und Bürgschaftsprogramm hilft gesunden größeren Unternehmen, die wegen der Zurückhaltung der Banken zurzeit keine oder zu wenig Kredite bekommen. Dafür stehen 100 Milliarden Euro zur Verfügung. Eine Staatsbeteiligung an Firmen ist nicht vorgesehen.
Text 17. Wege aus der Krise
Im Januar hat die Bundesregierung als Antwort auf die globale Finanz - und Wirtschaftskrise das größte Konjunkturpaket in der Geschichte der Bundesrepublik auf den Weg gebracht.
Aufgabe. Lesen Sie, übersetzen Sie und erzählen Sie den Text nach.
Mit einer gewaltigen finanziellen Kraftanstrengung hat die Bundesregierung gemeinsam mit Ländern und Kommunen Anfang 2009 Maßnahmen auf den Weg gebracht, die helfen sollen, die Finanz - und Wirtschaftskrise zu überwinden. Gebündelt in den Konjunkturpaketen I und II, umfassen sie ein Volumen von über 80 Milliarden Euro. Das Konjunkturprogramm soll in den Jahren 2009 und 2010 die Rezession abfedern und Arbeitsplätze sichern und schaffen. Kern des Programms sind Abgabenentlastungen und Investitionen in die Infrastruktur. „Wir wollen die Krise nicht einfach überstehen. Deutschland soll aus dieser Krise stärker und zukunftsfester herauskommen“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Regierungserklärung am 14. Januar. Außenminister und Vize-Kanzler Frank-Walter Steinmeier, der das Konjunkturprogramm wesentlich mitgestaltet hat, sagte: „Wir reagieren eben nicht nur auf die Krise, sondern wir nutzen sie ganz bewusst. Wir wollen unser Land auch in dieser Krise moderner machen.“
Bereits Ende 2008 hatte die Bundesregierung als erste Reaktion auf die Erschütterungen der Finanzkrise das Konjunkturpaket I mit einem Volumen von 32 Milliarden Euro beschlossen. Es umfasst ein Dutzend Einzelmaßnahmen von der Kreditversorgung der Wirtschaft durch die staatliche KfW-Bankengruppe bis hin zu Hilfen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die konjunkturelle Schwankungen auf dem Arbeitsmarkt ausgleichen sollen. Das Konjunkturpaket II in Höhe von 50 Milliarden Euro soll das erste Konjunkturpaket optimieren. Es sieht vor allem zusätzliche Infrastrukturinvestitionen und Einkommensteuersenkungen für private Haushalte vor. Zudem werden die Krankenkassenbeiträge gesenkt und einzelne Industrien unterstützt. „Wir fördern Investitionen und stimulieren die Nachfrage“, sagte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück.
Der Einbruch der Konjunktur in Deutschland ist eine direkte Folge der Finanzkrise, deren Auslöser auf den Immobilienmärkten in den Vereinigten Staaten zu suchen ist. Die Finanzkrise weitet sich seit 2007 immer mehr auf die Realwirtschaft aus. Alle wichtigen Industrieländer befinden sich inzwischen in einer Rezessionsphase. Zahlreiche Indikatoren sprechen seit Monaten für eine negative Entwicklung 2009. So erwartet die traditionell exportorientierte deutsche Wirtschaft einen Rückgang der Ausfuhren um fast 9 Prozent. Insgesamt wird die Weltwirtschaft 2009 voraussichtlich um gut 1 Prozent schrumpfen, in der Eurozone rechnet man mit einem Rückgang des realen Bruttoinlandsproduktes um 2¼ Prozent. Auch die deutsche Bundesregierung erwartet im Jahr 2009 ein Minus von 2¼ Prozent – nach Wirkung des Konjunkturprogramms.
In der deutschen Industrie ist die Automobilbranche von der Wirtschaftskrise am stärksten tangiert. Allein im Januar 2009 produzierten die deutschen Autobauer 34 Prozent weniger Fahrzeuge in den deutschen Werken als im Vergleichsmonat 2008. Der Automobilbranche kommt nun die im Konjunkturpaket II beschlossene sogenannte „Abwrackprämie“ zugute. Das 1,5-Milliarden-Programm sieht vor, dass ein privater Autobesitzer 2500 Euro Prämie erhält, wenn er sein mindestens neun Jahre altes Fahrzeug verschrottet und dafür einen Neu - oder Jahreswagen kauft. Bereits kurz nach Verkündung der Maßnahme strömten die Kunden wieder in die Autohäuser.
Ein weiterer Schwerpunkt des Konjunkturprogramms startet ebenfalls vielversprechend: Mit dem „Kommunalen Investitionsprogramm“ sollen Schulen, Kindertagesstätten und Sportstätten energetisch saniert werden. Dafür stehen zehn Milliarden Euro zur Verfügung, das jeweilige Bundesland trägt ein Viertel der Kosten. „Der Bedarf ist groß“, sagt Engelbert Lütke-Daldrup, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Die Vorteile sind es auch. Denn erstens handelt es sich um zusätzliche Projekte, die einen Konjunktureffekt erzielen. Zweitens profitieren vor allem mittelständische Betriebe von diesem Programm. Drittens sparen die Kommunen nach der Sanierung Energiekosten. Ganz zu schweigen von den Kindern und Jugendlichen, die fast neue Sport - und Bildungseinrichtungen erhalten.
Auf einer Hintergrund-Veranstaltung[1] des Bundespresseamtes Ende Januar in Berlin erläuterte der Chef des Bundeskanzleramtes, Thomas de Maizière, die Beweggründe und Erfolgsaussichten des Konjunkturprogramms. Die „instrumentelle Choreografie“ sei stimmig. Auch der Zeitpunkt sei richtig gewählt. „Im internationalen Maßstab waren wir ziemlich schnell“, sagte Thomas de Maizière. Optimistisch stimme ihn die Kaufkraft in Deutschland, die wegen realer Lohnsteigerungen, dem Rückgang der Inflation und durch niedrige Energiepreise stärker sei als in anderen Industrienationen. „Diese Faktoren werden einen Nachfrageimpuls Mitte des Jahres auslösen.“ Allgemein wird mit der Überwindung der Krise in den kommenden zwei Jahren gerechnet.
Die zentrale Frage bleibt jedoch, wann sich die Finanzbranche erholt und wie die zukünftige internationale Finanzarchitektur aussehen könnte, damit sich solche Krisen nicht wiederholen. Für den Bankensektor hat Deutschland einen milliardenschweren „Rettungsschirm“ aufgespannt, unter den inzwischen die Commerzbank, die zweitgrößte deutsche Bank, und der schwer angeschlagene Immobilienfinanzier Hypo Real Estate geschlüpft sind. An Vorschlägen für eine neue globale Finanzarchitektur arbeitet unterdessen der ehemalige Chef-Volkswirt der Europäischen Zentralbank, Otmar Issing, als Vorsitzender der von der Bundesregierung eingesetzten Expertengruppe „Weltfinanzmarkt“. Auf dem Weltfinanzgipfel im April in London sollen die Vorschläge erörtert werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert verbindliche Regeln für den Finanzmarkt und schlägt eine Charta für langfristiges internationales Wirtschaften vor. „Eine soziale Marktwirtschaft mit einer globalen Dimension, das ist das, worum wir ringen.“
Text 18. Zehn Jahre Euro
1999 begann mit der Einführung der gemeinsamen europäischen Währung eine neue Ära in der Geschichte der Europäischen Union. Heute ist der Euro ein Modell für andere Regionen der Welt
Aufgabe. Lesen Sie und übersetzen Sie den Text.
Es ist eine schwierige Geburt. Als die gemeinsame Währung von zunächst elf europäischen Ländern am 1. Januar 1999 das Licht der Welt erblickt, sind viele Europäer noch vorsichtig mit ihrer Einschätzung. Wird der Euro stabil sein, lautet eine der am häufigsten gestellten Fragen. Selbst der damalige amerikanische Notenbankpräsident Alan Greenspan schreibt später in seiner Autobiographie, er habe zu dieser Zeit große Bedenken gehabt, ob die gemeinsame Währung der Europäer funktioniert. Zehn Jahre später, im Jahr 2009, sind alle Skeptiker verstummt. Der Euro ist ohne Zweifel eine Erfolgsgeschichte, die sich stabilisierend auf Europas Volkswirtschaften ausgewirkt hat. „Der Euro ist eine stabile Währung und international höchst respektiert“, lobt der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter. Auch Alan Greenspan ist jetzt überzeugt: „Es war eine außergewöhnliche Leistung, und ich staune bis heute, was meine europäischen Kollegen aufgebaut haben“, schreibt der Altmeister der Geldpolitik. Selbst in den aktuell turbulenten Zeiten der Wirtschaftskrise steht der Euro wie ein Fels in der Brandung. Mehr oder weniger bewusst genießen die meisten Europäer heute die Vorzüge der Währung: So entfällt bei Reisen innerhalb der Euro-Zone das lästige Geldwechseln. Indirekte Vorteile sind die geringe Inflation und die hohe Schuldendisziplin der Euro-Länder. Die europäische Gemeinschaftswährung gilt heute in Asien oder den Golfstaaten als Vorbild für ähnliche Währungsprojekte.
Die Idee zur Europäischen Währungsunion hatten der frühere deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl und der einstige französische Staatspräsident Valéry Giscard d’Estaing schon 1986. Den konkreten Plan für die Einführung legte der EU-Kommissionspräsident Jacques Delors 1989 vor – nur wenige Monate vor dem Beginn der Demonstrationen in Ostdeutschland, die schließlich zum Zusammenbruch der DDR führen. Nicht nur die Diskussionen in den EU-Ländern über die gemeinsame Währung, sondern auch die deutsch-deutsche Vereinigung hielten die Euro-Einführung erst einmal auf. Über Nacht aber änderten sich die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Dem Euro geht ein mühsamer Prozess der wirtschaftlichen Konvergenz in der Europäischen Union voraus. Alle Euro-Länder verpflichteten sich 1992 im Vertrag von Maastricht, die „Konvergenzkriterien“ als eine Art volkswirtschaftliches Fitness-Programm zu erfüllen. Die Länder müssen ihre Inflation in den Griff bekommen und dürfen sich nur maßvoll verschulden, damit die gemeinsame Währung später nicht zu Spannungen führt.
Die Europäische Zentralbank (EZB), deren Hauptaufgabe es ist, die Kaufkraft des Euro und somit die Preisstabilität im Euro-Raum zu gewährleisten, kam nach Frankfurt am Main. Der Niederländer Wim Duisenberg wurde erster Präsident der Europäischen Zentralbank. Die Entscheidung für ihn erwies sich als Glücksfall. Denn er ließ von Anfang an keinen Zweifel daran, dass die EZB einen Stabilitätskurs steuert und sich nicht zum Spielball der Länderinteressen machen lässt.
Duisenberg steuerte den Euro auch durch die harte Anfangszeit, als – trotz scharfer Stabilitätskriterien – der Euro gegenüber dem amerikanischen Dollar stetig an Wert verlor. Die beharrliche Stabilitätspolitik von EZB-Präsident Duisenberg und seinem Nachfolger Jean-Claude Trichet zahlte sich bisher aus. Im April 2008 erreicht der Euro sogar einen Wert von 1,6019 Dollar.
Der Erfolg der gemeinsamen europäischen Währung wirkt anziehend. Nacheinander entscheiden sich Griechenland, dann Slowenien, Malta, Zypern und zuletzt die Slowakei für den Euro. Damit ist die Euro-Zone auf inzwischen 16 Länder und über 320 Millionen Menschen gewachsen. Womit sie größer als die Vereinigten Staaten ist. Weitere Länder der europäischen Staatengemeinschaft wollen den Euro einführen, zum Beispiel Rumänien, Estland, Polen oder Bulgarien. Sogar die Briten als erklärte Euroskeptiker überlegen, ob sie angesichts der aktuellen Krise unter das Euro-Dach schlüpfen. Der Euro und die Europäische Zentralbank stehen durch die Finanzkrise vor ihrer vielleicht größten Herausforderung. Partystimmung kommt zum zehnten Geburtstag darum kaum auf. Doch die bisherige Erfolgsgeschichte des Euro zeigt: Die Chancen, dass die Europa-Währung auch diese schwierige Phase überstehen wird, stehen gut.
Text 19. 10 gute Gründe für den Euro
Der Euro ist eine Erfolgsgeschichte. Dafür gibt es gute Gründe. Von seiner Stabilität bis zu seiner Integrationswirkung
Aufgabe. Machen Sie mit dem Inhalt des Textes bekannt und nennen Sie
positive Gründe für den Euro.
1. Stabile Währung
Die Inflation in den Staaten der EU war vor der Euro-Einführung im Durchschnitt höher als heute.
2. Kein Geldumtausch
Die gemeinsame Währung verhindert Kursschwankungen und vereinfacht Reisen in der Euro-Zone.
3. Höhere Preistransparenz im Euro-Raum
Die einheitliche Währung erlaubt eine einfache Vergleichbarkeit von Preisen im europäischen Handel.
4. Günstigere Kredite für Privathaushalte
Da die EZB die Inflation niedrig halten will, bleiben auch die Zinsen für Kredite niedrig.
5. Internationale Rolle
Innerhalb von zehn Jahren wurde der Euro nach dem Dollar zur zweitwichtigsten Währung der Weltwirtschaft.
6. Vorteile für kleine und mittlere Unternehmen
Ohne Transaktionskosten ist die Absicherung gegen Kursschwankungen überflüssig.
7. Steigender Handel
Innerhalb der Euro-Zone ist der Handel seit 1999 um bis zu zehn Prozent gestiegen.
8 Sparmöglichkeiten für die Euro-Staaten
Eine niedrige und stabile Inflationsrate bedeutet, dass die Euro-Staaten Kredite günstig aufnehmen können.
9. Integration der Märkte
Dank der einheitlichen Währung lässt sich Investitionskapital in der Euro-Zone viel leichter dorthin bewegen, wo es effektiv genutzt wird.
10. Integration der europäischen Bürger
Eine gemeinsame Währung ist ein starkes Symbol einer europäischen Identität.
Text 20. Partnerschaft mit Energie
Aufgabe. Lesen Sie und übersetzen Sie den Text.
Bereits seit 1990 sind Gazprom und die deutsche BASF, das führende Chemieunternehmen der Welt, Partner. Nun rücken beide Unternehmen bei der Gewinnung von Erdgas in Sibirien enger zusammen
Die BASF-Tochter Wintershall und die russische OAO Gazprom haben Ende 2008 offiziell die Erdgasproduktion des Gemeinschaftsunternehmens ZAO Achimgaz in Sibirien gestartet. Das deutsch-russische Joint Venture fördert Erdgas und Kondensat aus der namensgebenden Achimov-Formation der Lagerstätte Urengoi. Nach dem Erdgasfeld Juschno Russkoje, das 2007 in Betrieb genommen wurde, ist Achimgaz bereits das zweite große gemeinsame Erdgasförderprojekt von Gazprom und BASF in Sibirien.
Das Joint Venture plant, aus der Achimov-Formation über einen Zeitraum von mehr als 40 Jahren insgesamt bis zu 200 Milliarden Kubikmeter Erdgas und 40 Millionen Tonnen Kondensat zu fördern. Die jährliche Erdgasförderung soll während der späteren Plateauphase bei bis zu 7,5 Milliarden Kubikmeter liegen. „Wir beziehen nicht nur Erdgas aus Russland und vermarkten es gemeinsam mit Gazprom – wir produzieren auch gemeinsam Erdgas in Russland. Das bedeutet mehr Versorgungssicherheit für Deutschland und für Europa“, erklärte der Vorstandvorsitzende der BASF, Dr. Jürgen Hambrecht.
Bereits seit 1990 sind Gazprom und Wintershall im Handel und Vertrieb von Erdgas in Deutschland sowie anderen europäischen Ländern über Gemeinschaftsunternehmen wie Wingas, WIEH und WIEE aktiv und haben seitdem rund drei Milliarden Euro in den Auf - und Ausbau einer Pipeline-Infrastruktur und den Bau von Erdgasspeichern investiert.
Text 21. Der Koordinator für die deutsch-russische
zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit
Aufgabe. Lesen Sie und übersetzen Sie den Text. Erzählen Sie ihn nach.
Um die Bedeutung des Kontaktes zwischen den Bürgern der beiden Länder zu unterstreichen, wurde 2003 die Funktion des Koordinators für die deutsch-russische zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt geschaffen. Seit dem 28. März 2006 übt Andreas Schockenhoff dieses Amt aus.
Gute und belastbare Beziehungen zwischen den Menschen in Russland und Deutschland sind das Ziel seiner Arbeit. Durch die Stärkung der Zivilgesellschaft fördert die Arbeit des Koordinators auch die Entwicklung von Demokratie und Rechtsstaat und hilft, Russland langfristig zu einem Wertepartner zu machen. Das Engagement der Bürgerinnen und Bürger in Russland und Deutschland ist vielfältig und wächst beständig; z. B. bestehen über 90 aktive Städtepartnerschaften und der Schüler - und Jugendaustausch weitet sich stetig aus.
Schwerpunkte der Arbeit des Koordinators sind unter anderem die Arbeit der Nichtregierungsorganisationen, der Jugendaustausch, Städtepartnerschaften und der Bildungsbereich, insbesondere im Bereich der Sprachausbildung.
Nichtregierungsorganisationen: Die Arbeit der Nichtregierungsorganisationen in Russland verdient besondere Aufmerksamkeit. Der Koordinator trifft sich bei seinen Reisen nach Russland regelmäßig mit Vertretern von NGOs und fördert die Vernetzung mit deutschen Organisationen.
Jugendaustausch: Zwischen der Bundesregierung und der russischen Regierung wurde eine Stärkung des Jugendaustauschs vereinbart. Die Begegnung von jungen Menschen trägt in hohem Maße zu besserem Verständnis und gegenseitiger Bereicherung bei. Der Koordinator unterstützt dieses Anliegen in Gesprächen mit Vertretern der Politik und Zivilgesellschaft.
Städtepartnerschaften: Durch die wachsende Vernetzung der Gesellschaften steigt auch die Zahl der aktiven Städtepartnerschaften kontinuierlich. Die Menschen in Russland und Deutschland begegnen sich als Bürger, tauschen ihre Erfahrungen aus und tragen so in vielfacher Form zu einem besseren Verständnis zwischen den Gesellschaften bei. Der Koordinator begleitet diese Partnerschaften mit großem Interesse und aktiver Unterstützung.
Bildung: Die Kenntnis der russischen Sprache kann eine Brücke zwischen den Gesellschaften bilden, und gleichzeitig die vielfältigen Kontakte zwischen beiden Ländern erleichtern. Der Koordinator ist darum bemüht, das Ansehen der russischen Sprache in der deutschen Schul - und Hochschulbildung zu stärken, und setzt sich aktiv für eine Ausweitung des Unterrichts ein.
(www. auswaertiges-amt. de)
Text 22. Deutsche Hochschulen sind vielfältig
Aufgabe. Lesen Sie und übersetzen Sie den Text.
Im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe liegt Deutschland im Spitzenfeld. Ob in einer Großstadt oder lieber im Grünen, ob traditionsreich oder modern: Kaum ein anderes europäisches Land verfügt über solch eine vielfältige Hochschullandschaft. 376 Universitäten, Fachhochschulen, Kunsthochschulen, Pädagogische sowie Theologische Hochschulen und Verwaltungsfachhochschulen bieten ein immenses Angebot an Fächern und Studiengängen. Anfang 2007 verzeichnet der von der Hochschulrektorenkonferenz herausgegebene Hochschulkompass exakt 8865 Studiengänge, die zu einem ersten Hochschulabschluss führen, und 2807 weiterführende Studienmöglichkeiten. Ob Medizin, Europa-Studien, Automobildesign, Wirtschaftswissenschaften oder Computervisualistik – die akademischen Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Und sollte ein Fach tatsächlich in Deutschland nicht angeboten werden, eröffnen über 18000 internationale Kooperationen mit fast 4000 ausländischen Hochschulen in 140 Staaten weitere Möglichkeiten.
An deutschen Hochschulen studieren zurzeit rund 1,98 Millionen Studierende. Fast die Hälfte von ihnen, 48 Prozent, sind Frauen. Insgesamt bieten 376 Hochschulen ein Studium an, davon 102 Universitäten, 170 Fachhochschulen und 69 private Hochschulen. Deutlich gestiegen ist in den vergangenen Jahren die Zahl der ausländischen Studierenden.
Waren im Wintersemester 1998/1999 fast 166000 Studentinnen und Studenten mit ausländischem Pass an einer deutschen Hochschule eingeschrieben, liegt ihre Zahl zurzeit bei rund 250000. Mehr als 20 Prozent der Studienanfänger an deutschen Hochschulen besitzen einen ausländischen Pass.
Nur wenige Länder Europas bieten eine derart vielseitige Hochschullandschaft wie Deutschland. An über 160 Standorten bilden 376 Hochschulen akademischen Nachwuchs aus. Wissenschaftliche Exzellenz gibt es nicht nur in Großstädten wie Berlin oder Hamburg – gerade die Akademikerschmieden in kleineren Städten wie Heidelberg sind weltweit bekannt.
Text 23. Hochschul-Ranking
Aufgabe. Lesen Sie und referieren Sie den Text.
Wie zufrieden sind die Studierenden einer Fakultät? Wie gut ist ihre wissenschaftliche Ausstattung? Auf der Suche nach der passenden Universität oder Hochschule haben Studierende viele Fragen. In Deutschland finden sie die Antworten unter anderem im Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Die Veröffentlichung des CHE gilt als umfassendstes und detailliertestes Ranking deutschsprachiger Universitäten und Fachhochschulen. Es umfasst insgesamt 35 Fächer und spricht damit mehr als drei Viertel aller Studienanfänger an. Neben Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung umfasst das Ranking Urteile von über 250000 Studierenden über die Studienbedingungen an ihrer Hochschule sowie die Reputation der Fachbereiche unter den Professoren der einzelnen Fächer.
Рекомендуемая литература
1. Экономический толковый словарь. Немецко-русский. Минск: БГЭУ, 1995.
2. Большой немецко-русский словарь: В 2-х т./Сост. , , и др.; под рук. . – 2-е изд., стереотип. – М.: Рус. яз., 1980.
3. Большой немецко-русский словарь с дополнением/К.Лейн, Д.Г. Мальцева. и др. – 15-е изд., доп. – М.: Рус.13 – медиа; Дрофа, 2008 – XX, [II], 1192, [2] с.
4. Stang, Chr. Die neue Rechtschreibung. Alle Regeln zum Lernen und Nachschlagen. Berlin, München, Wien, Zürich, New York: Langenscheidt, 2001.
5. Marktlexikon. Die Zeitung «Markt» Goethe-Institut, München.
Интернет-ресурсы
1. http://www.tatsachen-ueber-deutschland.de/de/politisches-system.html
2. http://www. deutschland. de/
3. http://www. magazin-deutschland. de/
4. http://www. /file/251501/
5. http://lingvopro. /ru
6. http://www. /aktuell/wirtschaft/
7. http://www. /aktuell/finanzen/
8. http://www. /aktuell/beruf-chance/
9. http://www. *****/grammatik/anhang/rs. html#3
10. http://www. duden. de/
Учебное издание
,
старший преподаватель
,
кандидат философских наук, доцент
Методические рекомендации
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Тираж экз. Заказ №
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г. Ростов-на-Дону,
Ризограф Южно-Российского института – филиала РАНХиГС
г. Ростов-на-Дону,
[1] Мероприятие заднего плана
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