6.5 So verschiedene Berufe!

DaZ (2007 № 5)

Mechatronikerin

Sabine Schulze ist eine der wenigen Frauen, die sich für die Ausbildung zur Mechatronikerin entschieden haben. Nach dem Abschluss der technischen Fachoberschule in Kempten bewarb sie sich bei den Stadtwerken München für ein Praktikum und erhielt dort anschliessend eine Ausbildungsstelle. Berufserfahrungen in der Metallindustrie konnte sie bereits in der Schulzeit während eines sechsmonatigen Praktikums sammeln.„Die Kombination von Elektrik und Mechanik hat mich schon immer fasziniert“, schwarmt Sabine. Der Beruf Mechatronikerin, der beide Gebiete umfasst, war für sie daher genau das Richtige. „Die Ausbildung geht berufstechnisch nicht so sehr in die Tiefe wie die Ausbildungen zum Elektriker und zum Mechaniker“, erklärt sie. „Dafür erhält man ein sehr breit gefachertes Wissen.“ Zu Beginn stand ein einwochiges Einführungsseminar auf dem Programm.

IT - Systemelektroniker

Achim Forster aus Augsburg ist sehr stark technikinteressiert und bezeichnet sich als Computerfreak. Ausschlaggebend für seine Entscheidung, Informations - und Telekommunikationssystem - Elektroniker zu werden, war jedoch ein weiterer Aspekt. „Ich wollte unbedingt einen Job, bei dem ich mit Kunden zu tun habe und viele Leute kennen lerne“, betont er. Seit anderthalb Jahren macht er eine Ausbildung bei der Firma Tenovis in München, einem Dienstleister im Kommunikationsbereich. Sein Aufgabengebiet ist breit gefachert. „Wir beschätigen uns mit Datennetzen, installieren Telefonanlagen, kümmern uns um die Wartung, bearbeiten Kleinauftrage und arbeiten eng mit dem Innendienst und dem Vertrieb zusammen“, zählt er auf..

НЕ нашли? Не то? Что вы ищете?

Die Arbeit in den Laboren hat sich in den letzten Jahren verändert. Neue Technologien wie beispielsweise Biotechnologie, Gentechnik, Informatik und Automatisierung gehӧren heute zum Berufsalltag. Der Wandel ist zudem gekennzeichnet durch die schnelle Erweiterung des beruflichen Wissens und Könnens. Eng umrissene berufliche Fachgebiete werden zunehmend überwunden und bisher getrennte Tätigkeitsbereiche gekoppelt. Auch in den Laboren hat sich der Dienstleistungsgedanke durchgesetzt. Der Berufsalltag erfordert die Kompetenz zu eigenständiger Arbeit. Teamorientierung ist eine weitere Voraussetzung fur die Arbeit im Labor. Das Schlagwort des „lebenslangen Lernens“ hat hier besondere Bedeutung.

6.6 Architekten von heute sind typische Allrounder

«Bild” (2008, № 9)

Von Steinmetz - bis zu Kupferstecherarbeiten, von der Arbeit am Computer bis zur Berücksichtigung ökologischer Aspekte. Längst ist der Architekt nicht mehr nur Entwurfsverfasser oder Künstler, sondern viel mehr …

„Mein Beruf soll kreativ sein und mit Architektur zu tun haben!“, wusste Oliver Breuninger schon sehr früh. „Die Vorstellung, in der Lage sein zu können, ein Haus vom ersten Gedanken bis zum Schluss umzusetzen, ließ mich nicht los.“ Dann kam alles Stein auf Stein: Abitur, Architekturstudium, Praktika, Auslandsaufenthalte und die Inspiration anderer Baukulturen. Schließlich der erste Job in einem Architekturbüro in Münster und fünf Jahre später eine weitere wesentliche Bedingung an seinen Traumjob: Unabhängigkeit. Unabhängigkeit von Vorgesetzten, Arbeitszeiten oder bei der Ideenverwirklichung. „Die komplette Umsetzung eigener Ideen und ohne Fremdbestimmung ist das Tollste an der Selbstständigkeit“, so Oliver. Zusammen mit seinem Partner gründete der heute 39-Jährige schon bald sein eigenes Architekturbüro „Rietmann & Breuninger“ und betreut seither als freier Architekt vorrangig Bauprojekte im Wohnbereich. Der Trend zur Spezialisierung fängt bereits im Studium an. Im Baugewerbe können die Projekte bis zu einem Jahr und länger dauern. Zeitgleich muss sich um Folgeaufträge und Nebeneinkünfte gekümmert werden.“ Kundenwerbung spielt hierbei eine zentrale Rolle. Gestaltung und Qualität, Kosten und Termine sind weitere vier entscheidende Kriterien im Bauprozess, um die sich Oliver kümmern muss. Architekten und Architektinnen verbinden in ihrer Arbeit künstlerische, organisatorische und bauausführende Tätigkeiten. Kenntnisse über das Bau-, Vergabe-, Vertrags - und Planungsrecht sind in fast allen Berufsausübungsformen mindestens genauso notwendig, wie kaufmännisches und Vertriebswissen. Wichtige Voraussetzungen für diesen Beruf sind daher vor allem Belastbarkeit, Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit. „Es ist nicht nur wichtig, während der Bauphase gute Arbeit abzuliefern, sondern auch mängelfrei, termingerecht, auf die Bedürfnisse des Nutzers ausgerichtet und im Kostenrahmen zu arbeiten. Referenz ist immer die beste Werbung!“

6.7 Effizienz durch Algorithmen

«Spiegel” (2007, № 4)

Dr. Sven Peyer studierte Mathematik und entwirft Chips bei IBM
„Ich hatte nie wirklich einen anderen Wunsch. Mathematik hat mir immer schon Spaß gemacht. Mit 15 kam ich auf eine Spezialschule mit mathematischer, naturwissenschaftlicher und technischer Ausrichtung. Damals hatte ich den Weitblick noch nicht, auch Mathe studieren zu wollen. Ein Jahr nach dem Abitur bot sich die letzte Möglichkeit umzuschwenken. Zweifel kamen in mir hoch: Verstehst du dich jetzt auf Mathe? Doch Mathe war genau das, was ich wollte“, so Dr. Sven Peyer, Entwickler eines Routing-Programms für das Design hochkomplexer Chips bei IBM, dem Weltmarktführer für Informationstechnologie, Service und Beratung mit Sitz im US-Bundesstaat New York. Svens Arbeitsplatz befindet sich im Forschungsinstitut für Diskrete Mathematik in Bonn. Das Institut kooperiert seit mehr als 20 Jahren im Bereich Chipdesign
mit IBM. Chips findet man in fast allen elektronischen Geräten. Denke nur an Handy, Spielekonsole, Computer, Drucker, Navigationsgerät oder Herzschrittmacher

Die Mathematik gliedert sich in zwei Teilbereiche: die Reine Mathematik (Algebra, Analysis, Geometrie, Topologie und Zahlentheorie) und die Angewandte Mathematik (Numerik, Optimierung und Stochastik). Sven begann sein Mathematikstudium 1993 an der Uni in Bonn. „Das Studium forderte und begeisterte mich gleichzeitig. Dass es in den ersten beiden Semestern viel theoretische und analytische Mathematik bedeutet, schockte mich eigentlich nicht. Es überraschte mich auch nicht, ich war vorbereitet. Das Grundstudium diente mir als Orientierung. Danach absolvierte ich in Oxford ein Auslandsjahr. So ein Auslandsjahr kann ich jedem nur empfehlen. Nicht nur wegen der Kontakte und Erfahrungen, man lernt auch viel über das Gast - und sein Heimatland. Das Hauptstudium 1nutzte ich, um mich auf die diskrete Mathematik zu spezialisieren“, berichtet der heute 34-Jährige. „Bei meiner Arbeit bevorzuge ich es, konkrete praktische Problemstellungen zu lösen. So entwickelte ich in meiner Doktorarbeit ein Verfahren zur beschleunigten Berechnung kürzester Wege zwischen zwei Anschlusspunkten auf einem Chip. Gleiche Fragestellungen findet man in vielen Bereichen, z. B. in der Logistik und Navigation.“

6.8 Planen, optimieren, simulieren

«Spiegel” (2008 № 9)

Studium im Maschienenbau

Technische Berufe wie Lokomotivführer oder Automechaniker stehen bei den meisten Jungs ganz weit vorn auf der Liste der Berufswünsche. Auch Dan Badura schraubte schon vor seinem 18. Lebensjahr gern an Mopeds und Autos. Mit einer Ausbildung im Bereich Maschinenbau sind vielseitige Tätigkeiten in verschiedenen Branchen möglich. Absolventen arbeiten in der Konstruktion, Entwicklung und Forschung, als Sachverständiger oder Unternehmensberater in den Branchen Maschinenbau, Luft - und Raumfahrttechnik, Verfahrenstechnik.
Bevor Dan Badura seine Tätigkeit als Planer im BMW Werk Leipzig aufnahm, studierte er Maschinenbau an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden. In dem vierjährigen mathematisch-naturwissenschaftlich ausgerichteten Studium wurden dem Diplomingenieur zunächst Grundlagen in Physik, Mechanik und Höherer Mathematik vermittelt, bevor er sich im Hauptstudium für die Fachrichtung Produktionstechnik entschied. Sehr nützlich erweisen sich Praktika bei verschiedenen Firmen schon vor oder während des Studiums. Wie Dan, der ein Semester seines Studiums als Praktikum im BMW Werk Leipzig absolvierte und seine Diplomarbeit wiederum in einem anderen Unternehmen im Bereich Hydraulikaggregate schrieb. „Bei meiner heutigen Tätigkeit ist es für mich von Vorteil, mit den Arbeitsabläufen in der Produktion vertraut zu sein.

Mit der Produktion eines neuen Modells werden die Anlagen umgestellt und Arbeitsabläufe komplett neu eingerichtet. Zuerst wird alles am Computer geplant, simuliert und durchgespielt, bevor es auf die Tätigkeiten der Menschen und Roboter in der Produktion übertragen und vor Ort getestet wird. „Ich habe stets mit verschiedenen Abteilungen und Menschen zu tun. 50 bis 60 Prozent sitze ich vor dem Computer. Die andere Zeit verbringe ich in der Produktion, um mir die Abläufe anzuschauen und zu testen. Die Berufsaussichten für Ingenieure sind sehr gut. Auch das BMW Werk Leipzig bietet sowohl Ausbildungsplätze in technischen Berufen als auch Praktika zum Reinschnuppern an. An guten Fach - oder Hochschulabsolventen technischer Fachrichtungen ist das Werk stets interessiert.

6.9 Über den Hörsaal ins Berliner Olympiastadion

“Stern” 2008 (№ 7)

Eines haben einige deutsche Welt-Meister-Anwärter gemeinsam: Den Studentenausweis. Doch wie läuft das aktuelle Sommersemester vor der WM im eigenen Land eigentlich ab? Wie meistern die Athleten den Spagat zwischen Universität, Training und Wettkampf? Ob Urlaubssemester, Prüfungsstress oder Teilzeitstudium - jeder hat eine andere Strategie, um sowohl den Geist als auch den Körper fit zu halten.

Bett Heidler. „Ich absolviere ein Teilzeitstudium und für diesen Sommer besuche ich nur zwei Vorlesungen und die entsprechenden Tutorien. Es ist eine zusätzliche Erleichterung in der zeitlichen Planung für mich als Leistungssportlerin. Die Uni und der Olympiastützpunkt Hessen arbeiten unterstützend für die Sportler zusammen.

Raul Spank (Hochsprung/Dresdner SC) Studium: TU Dresden/2. Semester.

„Momentan habe ich einen vollen Stundenplan und nehme noch alle Fächer wahr. Im Hinblick auf die WM werde ich mir Freiraum schaffen, weil ich in der Hallensaison schlechte Erfahrungen mit der Doppelbelastung, bestehend aus intensiven Prüfungsvorbereitungen und vollem Wettkampfprogramm, gesammelt habe. Ich hoffe also, dass ich im August keine Prüfungen habe, damit ich nicht kognitiv überlastet zum Jahreshöhepunkt fahre, wie das in der Hallensaison leider der Fall war. Die Uni kommt mir relativ entgegen. Auch über ein Urlaubssemester habe ich von November bis Februar jede Woche nachgedacht. Mittlerweile habe ich mich aber an die Gegebenheiten meines Studiengangs gewöhnt.!“

Anna Battke (Stabhochsprung/USC Mainz) Studium: TU Darmstadt/6. Semester Psychologie (Bachelor).

„Meine Uni kommt mir sehr entgegen. Wenn ich mehr Fehlzeiten als erlaubt habe, kann ich dafür Hausarbeiten oder Referate schreiben. Prüfungen kann ich mir teilweise so legen, dass sie in meinen Zeitplan passen. Grundsätzlich gibt es aber trotzdem Vorgaben, an die ich mich halten muss und die für ein perfektes, leistungsorientiertes Training nicht gerade förderlich sind. Dann esse ich Döner am Hauptbahnhof, trainiere hektisch morgens um acht Uhr oder verzichte auf Wettkämpfe, die unter der Woche stattfinden. Ein Leben nach dem Sport wird kommen, das aber nicht nur mit Stabhochsprung im Kopf funktionieren wird. Deshalb bin ich froh, meine Gedanken regelmäßig mit anderen Inhalten als dem Sport füllen zu können”.

6.10 Wie sieht mein zukünftiger Bildungsgang aus?

DaZ (2008, № 2)

Martina Schulze, der zukünftige Beruf - Informatiker
Die Zukunft unserer Arbeitswelt wird zunehmend durch Computer geprägt. Sie selbst begeistern sich für den Computer und möchten sich an dieser Entwicklung intensiv beteiligen? Dann sollte der Bildungsgang für Sie die geeignete Wahl sein.

„Wir managen das Management“ – selbstbewusst und für eine Tätigkeit in international handelnden Unternehmen, Einrichtungen, Verbänden und Institutionen bestens vorbereitet, setzen die Absolventinnen und Absolventen der Ausbildung zur Internationalen Managementassistentin dieses Motto um. „In meinem Job ist es wichtig, selbstständig und konzeptionell handeln zu können. Die Geschäftsführer meines Unternehmens haben ihren Hauptsitz in Frankreich. Da spielen natürlich sehr gute Französischkenntnisse eine wichtige Rolle. Die Geschäfte vor Ort zu regeln, langfristig orientierte Entscheidungen vorzubereiten, Kontakte mit Geschäftspartnern und Kunden aufzunehmen und zu pflegen – das sind meine Hauptaufgaben als Leiterin der Niederlassung in Dresden“, erklärt Kathleen Brunner. Sie absolvierte von 2001 bis 2004 eine Ausbildung zur Internationalen Managementassistentin an der EWS Europäische Wirtschafts - und Sprachenakademie. Nach ihrem Abschluss im März 2004 übernahm sie das Büro einer französischen Immobilienfirma in Dresden als Leiterin dieser Niederlassung. Eine wichtige Rolle spielen die beiden Praktika. Im ersten Ausbildungsjahr sind dafür bis zu 10 Wochen vorgesehen, die in den meisten Fällen im Inland absolviert werden. Im 14-wöchigen Auslandspraktikum im zweiten Jahr werden die Fremdsprachenkenntnisse intensiv erweitert und vertieft. Viele knüpfen hier bereits die ersten wichtigen Kontakte zu ihren künftigen Arbeitgebern. Die Liste der Praktikumspartner der Schülerinnen und Schüler und der Arbeitgeber der Absolventinnen und Absolventen dieser Abteilung liest sich wie das Who is Who der deutschen und internationalen Wirtschaft.

7 Die nationalen Wirtschaftszweige der Republik Kasachstan, der Bundesrepublik Deutschland.

7.1 Kasachstans Wirtschaftsreformen aus der Persrektive des ausländischen Wirtschaftswissenschaftlers Prof. G. Huber

(Quelle: Kasachstan in Sicht: Goethe Institut, Almaty, 2000)

Warum gerade Kasachstan? Sind Sie hier früher gewesen?

Nein, ich habe Kazachstan zum ersten Mal 1992 mit einer Gruppe deutscher Geschäftsleute besucht.

Welches Ziel hatte dieser Besuch?

Wir sind mit dem Programm der GTZ gekommen? Um technische Hilfe zu leisten. Da Kasachstan den Weg marktwirtschaftlicher Entwicklung gewält hat, ist Deutschland bereit, die RK dabei zu unterstützen.

Welche Probleme halten Sie für die erstrangigen?

Das sind mehrere. Die Republik muss, meines Erachtens, die Probleme des Binnenmarktes lösen: die Entwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen, die Produktion in der Landwirtschaft und in der Nahrungsmittelindustrie für den inländischen Bedarf, die Schaffung neuer Arbeitsplätze.

In Kasachstan mangelt es an einer ehrlichen und prinzipiellen Analyse der wirtschaftlichen Lage und Möglichkeiten der Republik.

Kasachstan ist ein multinationales Land. Welche Rolle spielt dieser Faktor in der Wirtschaft?

Das ist ohne Zweifel positiv. Es gibt heute praktisch keine mononationalen Länder mehr.

7.2 Die Wirtschaft

(Quelle: Kasachstan in Sicht: Goethe Institut, Almaty, 2000)

Kasachstan verfügt über riesige Vorkommen an Bodenschätzen. Dazu zählen vor allem Erdöl, Erdgas, Kohle, Kupfer, Chrom, Zink, Gold und Silber.

Wichtige Wirtschaftszweige sind Bergbau, Maschinenbau (Landmaschinenbau), Petrochemie und Landwirtschaft. Die Landwirtschaft liefert Getreide, Obst, Baumwolle, Tabak und Fleisch. Durch Joint Ventures im Rohstoffbereich sollen die Konjunktur und der Aussenhandel stabilisiert werden.

Schlüsselrolle der Erdöl - und Erdgasindustrie

Prägender Faktor für die Kasachstanische Wirtschaft sind die mineralischen Rohstoffvorkommen. Unter ihnen nehmen die grossen Erdöl - und Erdgasressourcen einen besonderen Platz ein. Internationalen Angaben zufolge verfügte Kasachstan zu Beginn der 90er Jahre über etwa 2 Mrd. Tonnen Erdöl und über 2 Bill. Kubikmeter Erdgas. Wesentlicher Zuwachs an industriell nutzbaren Vorräten und später der Produktion wird aus der Erkundung des kasachischen Teils des Kaspischelfs, der im nördlichen Teil des Kaspischen Meeres liegt, erwartet. Laut Prognosen belaufen sich die Erdölvorräte im Kaspischelf auf 10 Mrd. Tonnen und Erdgasvorräte auf 3 Bill. Kubikmeter, Kasachstan rechnet daher mit Einkünften von 600 Mrd. US-Dollar und mit dem 2. Platz nach Saudi-Arabien.

7.3 Staat und Gesellschaft: Soziales

(Quelle: Kasachstan in Sicht: Goethe Institut, Almaty, 2000)

Der Prozess der Wirtschaftstransformation in Kasachstan führte zu tiefen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt. Der starke Produktionsrückgang und die begrenzten Möglichkeiten des Staatshaushaltes haben den Beschäftigungsstand beeinträchtigt und damit auch das Lebensniveau der Menchen verschlechtert.

Die Zahl der Arbeitslosen wächst. Hoch ist auch die verdeckte Arbeitslosigkeit. Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer grösser. Zahlreiche Fachleute, darunter auch mit Hochschulbildung, verlieren ihre Arbeit und sind zu Gelegenheitsarbeiten gezwungen, um sich und ihre Familien zu ernähren. ¾ der Befölkerung hatte ein Einkommen unterhalb der Armutgrenze. Im Süden Kasachstans wohnen unterhalb der Armutsgrenze 69,2 %, im Norden 9,2 %.

Aus Sicht der Betroffenen

Als wichtigste Gründe für die dramatische ökonomische Situation werden genannt: die mangelhafte Unterstützung der einheimischen Produktion (91,3%), die Wirtschaftskrise in Russland (88,7%), die einseitig rohstofforientierte Wirtschaft (85,3%), die Korruption innerhalb (82,7%) sowie die hohen Ausgaben für den Umzug der Hauptstadt nach Astana (82%). Für negative wirtschaftiche Entwicklung im eigenen Gebiet (Oblast) machten über 90 % der Befragten die verfahrene Situation in der Landwirtschaft verantworltich. Hinsichtlich der gegenwärtigen und zukünftigen Entwicklung Kasachstans befürchten zwischen 70 und 85% der Befölkerung eine Destabilisierung der sozialökonomischen Verhältnisse.

7.4 Je weiter Sie denken, desto näher liegt BMW.

Begeisterunsfähige Mitarbeiter sind die Basis des Unternehmenserfolgs. BMW gibt Ihnen alle Chancen, die Basis kreativ mitzugestalten. Wer die Grenzen des Möglichen stets ohne Widerspruch akzeptiert, wird wenig bewegen. Fortschritt braucht vilemehr den Willen, diese Grenzen ständig weiter hinauszuschieben. Nur so schafft man Erfolge und nur so konnte BMW das werden, was es heute ist: eines der führunden Unternemen im High-Tech-Bereich.

Die Basis dafür sind die Menschen, die genauso denken. Menschen, die sich nicht mit der erreichten Qualifikation zufriedengenen, sondern eine klare Vorstellung von ihrer beruflichen Weiterentwicklung haben. Vor allem aber die Menschen, die sich für den Fortschritt begeistern und den Ehrgeiz mitbringen, immer anspruchsvollere Ziele zu erreichen.

Von diesem kreativen Geist lebt BMW. Deshalb tun wir vieles, um ihn zu fördern und in effizientes Handeln umzusetzen. Dazu gehören auch vielfältige Massnahmen zur Fort - und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Denn soviel steht fest: Nur lebenslanges Lernen macht das einmal erworbene Know-how wirklich zukunfssicher. Wer das für sich akzeptiert und umsetzt, kann bei uns seine Ziele erreichen.

Wir meinen, das sind gute Perspektiven für eine berufliche Neuorientierung. Und sie sehen um so besserv aus, je mehr Sie selber von sich fordern. Wenn Sie mehr wissen möchten: Schreiben Sie uns!

7.5 Wandel im Automobilbau

Früher standen Autos fuer die Position des Fahrers in der Gesellschaft. Sie waren Statussymbole. Heute bildet das Auto den Lebensstil seines Besitzers ab. Der Fahrer eines Gekiendewagens zeigt, dass ihm Freizeit, Sport und Spass wichtig sind. Ein Kombi steht für Familienmenschen. Am Lenkrad eines modernen Kleinwagens sitzen nicht nur sparsame, sondern auch umweltbewusste Menschen.

Das man heute seine Persönlichkeit über das Auto ausdrücken kann, liegt an der neuen Produktionsweise in den Automobilfabriken. Hat man früher nur wenige Modelle in Massenproduktion gefertigt, so gibt es heute durch moderne Kleinserienfertigung die verschiedensten Varianten.

Durch spezielle Logistik und Roboter kann man Autos direkt nach den Wünschen der Kunden anfertigen. Der Käufer kann zum Beispiel die Farbe der Lackierung frei wählen oder die Innenausstattung individuell zusammen stellen.

Einige Autos sind klassenlos geworden. Sie werden von Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft und zu allen Gelegenheiten gefahren. Mit dem Golf von Volkswagen kann man zum Beispiel genauso zum Kindergarten, wie auch zur Oper fahren. Der Smart von Daimler-Chrysler, das kleinste Auto auf dem Markt, wird nicht nur von Pizzaboten, sondern auch von Lehrerinnen und Managern gefahren. In Zukunft wird die Őkologie eine grössere Rolle in der Automobilindustrie spielen. Zum einen muss der Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge gesenkt werden und zum anderen legen die Käufer mehr Wert auf eine umweltverträgliche Produktion und recyclingsfähige Material!

7.6 BOSCH

Wohin fährt das Automobil?

Die Richtung war bereits Anfang der sechziger Jahre klar: Wichtige Fortschritte in der Sicherheit, der Sauberkeit und der Sparsamkeit machen den Einsatz der Elektronik erforderiich. Doch ersl nachdem es Bosch gelungen war, Mikrochips zu enlwickeln, die Hitze, die Kälte, Staub und Erschütterungen aushalten, war der Weg frei, die Mikroelektronik im Automobil einzuselzen.

Noch kann niemand genau sagen, in wieviele Richtungcn er sich verzweigen wird. Es zeichnet sich vieles ab. Zum Beispiel ein Automobil, das mit alien vier Rädern gelenkt wird.

Oder ein Fahrer-Leitsystem, das iiber Salellit den Autofahrer zum Ziel bringt.

Möglich sind Fahrer-Leitsysteme auch heute schon. Wie etwa der Travelpilot, der während der Fahrt anzeigt, welcher Weg ohne Umweg zum Ziel fiihrt. Ein elektronisches Spielzeug wird das Auto aber auch in Zukunft nicht sein.

Der Computer hilft, Abgasprobleme zu lösen. Mit der Bosch-Lambda-Regelung ist bereits viel erreicht. Sie macht es seit mehr als l0 Jahren moglich, in Verbindung mit einer Benzineinspritzung und dem Dreiwege-Katalysator die Abgaswerte um bis zu 90 % zu senken. Andere elektronische Bosch-Systeme erhöhen die Motorleistung und senken den Kraftstoffverbrauch. Allen voran die elektronischen Einspritz - und Regelsysteme Jetronic und Motronic. Bei der Molronic werden die Gemischzusammensetzung und der Zündzeitpunkt gemeinsam gesteuert. Oder der Diesel, der mit unserer neuen elektronischen Regelung besonders freundlich zur Umwelt ist. Die Elektronik macht das Autofahren aber auch sicherer.

Etwa mit dem Airbag, einem Luftsack, der sich bei einem gefährlichen Aufprall in 30 Millisekunden zwischen Lenkrad und Fahrer aufbläst. Oder mit dem Gurtstraffer, der bei Gefahr den Gurt strammzieht. Bosch hat zu beiden das Auslösesystem entwickelt. Sicherheitssysteme sollen abervor allern Unfälle verhüten. Am bekanntesten ist das Bosch ABS (Antiblockiersystem), mit dem die Räder beim Bremsen nicht mehr blockieren. Die Kombination von ABS mit Bosch ASR (Antriebsschlupfregelung) verhindert zusätzlich ein Durchdrehen der Räder. Radar im Auto wird entwickelt mit dem Ziel, bei Gefahr automatisch zu bremsen. Und eines steht fest: Die Zukunft des Automobils führt weiterhin in Richtung Elektronik. Und Bosch wird dabei weiterhin richtungweisend sein.

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