7.7 Made in Germany
(Quelle: Kleine Deutschlandkunde «Ein erdkundlicher Überblick»)
Fahrräder und technisches Spielzeug, aber auch Autos, Flugzeuge, Schiffe, Lokomotiven, Elektrogeräte, Schreibmaschinen, Computer und tausend andere deustche Industrieprodukte sind überall in der Welt bekannt. In der Autoindustrie in Deutschland werden mehr als viereinhalb Millionen Fahrzeuge im Jahr gebaut. Und so wird ein Auto gebaut:
Aus Stahlblech werden die Teile gepreβt und zu der Karosserie zusammengebaut. In der Lackiererei wird die Karosserie mehrmals lakkiert und danach getrocknet.
Die Karosserie kommt in die Fertigmontage. Hier werden Fenster, Sitze und viele andere Teile eingebaut.
In der Endmontage baut man den motor und das Fahrwerk in die Karosserie ein.
Das Fahrzeug rollt zur Endkontrolle. Dort kontrolliert man alle Funktionen. Ein Auto besteht aus rund 15000 Einzelheiten. Die Autobatterien, Sitze, Reifen, Scheinwerfer und viele tausend andere Teile werden nicht in der Autofabrik, sondern in anderen Fabriken hergestellt. In Tankstellen arbeiten Menschen. Wieder andere reparieren Autos. Im Gebiet der bisherigen Bundesrepublik Deutschland sind rund eine Milion Arbeitsplätze vom Auto abhängig. Oft liegen viele Fabriken dicht beieinander in einem Industriegebiet. Die groβen Industriegebiete Deutschlands befinden sich an verschiedenen Standorten:
Das Ruhrgebiet z. B. und das Industriegebiet bei Leipzig haben ihre Standorte bei der Kohle. Viele Fabriken brauchen Rohstoffe, z. B. Kohle, Eisenerz, Erdöl, Holz und Wolle. Aber Deutschland ist arm an Rohstoffen. Deshalb haben nur wenige Industriegebiete ihre Standorte bei den Rohstoffen.
In Deutschland werden die meisten Rohstoffe importiert, und die fertigen Industrieprodukte muss man zum Verkauf oder zum Export transportieren. Daher brauchen alle Industriegebiete gute Verkehrswege: Straβen, Autobahnen und eine Verbindung zu den schiffbaren Flüssen und Kanälen.
Sehr wichtig sind für die Industrie gute Arbeitskräfte. Diese gibt es in den Städten und Verdichtungräumen. Dort sind auch die wichtigsten Standorte der Industrie.
7.8 Deutschland: Arbeit und Wirtschaft.
(Quelle: Kleine Deutschlandkunde «Ein erdkundlicher Überblick»)
Welche Dinge benutzt du im Laufe eines Tages, die du nicht selbst produzieren kannst?
Welche Menschen begegnen dir im Laufe eines Tages, deren Arbeit du für dich brauchst?
In deiner Aufzählung von Dingen und Menschen kannst du drei Sektoren unterscheiden: Landwirtschaft, Produktion (Bergbau und Industrie), Dienstleistungen.
In Deutschland arbeiten immer weniger Menschen in den Bereichen der Landwirtschaft und der Produktion. Immer mehr Menschen arbeiten in den Bereichen der Dienstleistungen. Sie produzieren keine Waren, sondern sie arbeiten zum Beispiel als Omnibusfahrer, Kaufmann oder Friseur, als Ärztin, Sekretärin oder Lehrerin. Sie leisten also Dienste im Handel, im Verkehr, in der Verwaltung, in der Erziehung und in anderen Bereichen der Wirschaft. In den grossen Städten und Verdichtungsräumen gibt es die meisten Arbeitsplätze, vor allem in den Wirtschaftsbereichen Produktion und Dienstleistungen. Im Bergbau und in der Industrie der Bundesrepublik gibt es aber auch die meisten Arbeitslosen. Insgesamt gibt es in der BRD rund 3 Mill. Arbeitslose.
Auf dem Land gibt es auch Arbeitsplätze in verschiedenen Wirtschaftsbereichen. Besonders intensiv ist die Landwirtschaft in der Nähe der Verdichtungsräume. Wo viele Menschen leben, braucht man auch viele Nahrungsmittel. In den grossen Feriengebieten gibt es viele Arbeitsplätze im Bereich der Dienstleistungen, zum Beispiel in Hotels und Restaurants.
Die Hafenstädte an der Nord - und Ostsee sind Zentren des internationalen Handels.
In Deutschland werden viele Waren für den Export produziert. Dabei sind die Industrieprodukte am wichtigsten: Fahrzeuge, Maschinen, Produkte der Elektrotechnik und Chemie. Andererseits braucht Deutschland den Import von vielen Waren. Man importiert zum Beispiel die Rohstoffe für die Industrie, aber auch Maschinen, die in anderen Ländern billiger produziert werden. Ohne den Welthandel könnte Deutschland nicht existieren. In allen Sektoren der Wirtschaft muss man neue Betriebe aufbauen und neue Arbeitsplätze schaffen, um das System der sozialen Marktwirtschaft zu realisieren.
7.9 Das Wirtschaftssystem der Bundesrepublik
(Quelle: Tatsachen über Deutschland)
Die Bundesrepublik Deutschland gehört zu den großen Industrieländern, sie steht in der Welt an der vierten Stelle. Im Welthandel nimmt sie sogar den zweiten Platz ein. Das Wirtschaftssystem im Land hat sich seit dem zweiten Weltkrieg zu einer sozialen marktwirtschaftlichen Ordnung mit globaler Steuerung des Wirtschaftsablaufs entwickelt. Es verbindet die freie Initiative des einzelnen mit den Grundsätzen des sozialen Fortschritts.
Die Voraussetzung für das Funktionieren des Marktmechanismus ist der Wettbewerb. Ohne Konkurrenz kann es keine Marktwirtschaft geben. Die Triebkraft des Marktes ist das Streben nach Gewinn.. Deshalb muß, er überall dort versagen, wo keine Gewinne erzielt werden sollen oder können. Aus diesem Grund waren einige Bereiche der deutschen Wirtschaft nie ganz dem marktwirtschaftlichen System unterworfen, z. B., die Landwirtschaft, Teile des Verkehrswesens und der Steinkohlenbergbau. Folgende Gremien wirken an der Koordinierung der Wirtschafts - und Finanzpolitik mit:
Der Konjunkturrat für die öffentliche Hand besteht aus den Bundesministern für Wirtschaft und Finanzen, je einem Mitglied jeder Landesregierung und Vertretern der Gemeinden. Die Deutsche Bundesbank, die von der Regierung unabhängig ist, ist für die Geldpolitik zuständig. Der Finanzplanungsrat hat die Aufgabe, die Finanzplanung von Bund, Ländern und Gemeinden zu koordinieren. Die wichtigsten Industriezweige der BRD sind Steinkohlenbergbau, Metallurgie, Maschinenbau, Straßenfahrzeugbau (Automobilindustrie), Schiffbau, Luft - und Raumfahrtindustrie, feinmechanische, chemische, elektrotechnische, optische Industrie, Verbrauchsgüterindustrie, Nahrungs - und Genußmittelindustrie.
Die Zahl der Industriebetriebe nimmt seit einigen Jahren ab: von Betrieben im Jahre 1966 bisim Jahre 1986. Im vereinigten Deutschland beträgt die Zahl der Betriebe etwaÜber die Hälfte dieser Betriebe sind Kleinbetriebe mit weniger als 50 Beschäftigten, 43% mit 50 bis 500 Beschäftigten können als Mittelbetriebe bezeichnet werden, und nur etwa 5% aller Betriebe sind Großbetriebe mit mehr als 500 Beschäftigten.
Die Bundesrepublik verfügt auch über eine leistungsfähige Landwirtschaft. Bauerliche Familienbetriebe bestimmen nach wie vor das Bild der Landwirtschaft: 70% aller Betriebe bewirtschaften eine Fläche von weniger als 50 Hektar.
Die wichtigsten Anbauprodukte sind Brot - und Futtergetreide, Kartoffeln, Zuckerrüben, Gemüse, Obst, Wein. Es gibt auch Hühnerfarmen, Schweine - und Rindermästereien.
1950 ernährte ein deutscher Landwirt 10 Personen, heute aber 70 Personen.
Die Forstwirtschaft und die Fischerei spielen auch eine große Rolle in der Struktur der bundesdeutschen Wirtschaft.
7.10 Die Aussenwirtschaft der Bundesrepublik.
(Quelle: Tatsachen über Deutschland)
Die Aussenwirtschaft spielt eine entscheidende Rolle im Wirtschaftsleben Deutschlands. Es steht nach den USA an zweiter Stelle im Welthandel. Jeder dritte Erwerbstätige im Lande arbeitet direkt für den Export. Eine derart große Abhängigkeit von der Außenwirtschaft hat folgenden Grund: Deutschland ist ein dicht besiedeltes Industrieland mit nur sehr geringen Rohstoffvorkommen. Es verfügt über einen hohen Stand der Technologie, und einen leistungsfähigen Produktionsapparat.
An der Spitze der Ausfuhrgüter der Bundesrepublik stehen Kraftfahrzeuge, Maschinen aller Art, chemische und elektrotechnische Erzeugnisse. Auf der Einfuhrseite haben Nahrungs - und Genußmittel das größte Gewicht. Früher standen Erdöl und Erdgas an der Spitze; ihr Anteil an der Gesamteinfuhr ist jedoch von über 17% (1981) auf weniger als 7% (1986) zurückgegangen. Ursachen dafür sind der Verfall des Ölpreises und der Rückgang des Dollarkurses.
Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) haben die Zollunion verwirklicht: sie haben den Handelsaustausch untereinander von allen Zöllen und mengenmäßigen Beschränkungen befreit. Deshalb sind die größten Handelspartner der Bundesrepublik die EU-Staaten. 1996 kamen 52% der Gesamteinfuhr in die Bundesrepublik aus den EU-Staaten, 51% ihrer Ausfuhr lieferte Deutschland an die EU-Staaten. Die beiden größten Handelspartner Deutschlands sind Frankreich und Niederlande. Für die Erschließung oder Sicherung der Außenmärkte gewinnen private Auslandsinvestitionen immer größere Bedeutung. Etwa 80% aller Investitionen entfallen auf die westlichen Industrieländer und 15% auf die Entwicklungsländer.
Literatur
1 Alichanova G. Kasachstan in Sicht. Lehrwerk/ Goethe-Institut. –
Almaty, 2000. – S. 157.
2 Dr. Arno Kappler, Stefan Reichart. Tatsachen über Deutschland. Societäts-Verlag. – Frankfurt\Main, 1999. – S. 512.
3 Gerhard Friedrich Schmid. Kleine Deutschlandkunde. Ernst Klett Schulbuchverlag GmbH. – Stuttgart, 1996. – S. 182.
4 Harmut Aufderstrasse. Themen neu 2. Lehrwerk für Deutsch als Fremdsprache. Kursbuch/Harmut Aufderstrasse. – München, 1993. – S. 167.
5 Harmut Aufderstrasse. Themen 3. Lehrwerk für Deutsch als Fremdsprache. Kursbuch/ Harmut Aufderstrasse. – München, 1995. – S. 179.
6 Horst Breiting. Grundkurs in 20 Einheiten. Hallo, Nachbarn!/ Horst Breiting. Band 1 – Eschborn: Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH. – Belrin, 1997. – S. 165.
7 Horst Breiting. Grundkurs in 20 Einheiten. Hallo, Nachbarn!/ Horst Breiting. Band 2 – Eschborn: Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH – Belrin, 1997. – S.170.
8 Ludmilla Chongurova, Dr. Hans-Martin Dederling, Claus Dieter Storm. Kasachstan im Deutschunterricht. Ein Text - und Aufgabenheft für Fortgeschrittene. – Almaty, 2001. – S. 79.
9 Peter Hintereder. Tatsachen über Deutschland. – Frankfurt am Main, 2008. – S. 192.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung………………………………………………………3
1 Ich und meine Umgebung.…………………………………… 4
2 Mein Arbetstag………………………………………………....9
3 Gesundheit…………………………………………………….16
4 Das Schul - und Bildungswesen der BRD und RK …………...27
5 Kasachstan, Deutschland: Kasachstan. Deutschland. Deutschsprachige Länder. Geographische Lage, Kultur, Staatsaufbau, Sitten und Bräuche, Feiertage………....................36
6 Meine Universität. Die Berufswahl. Mein zukünftiger
Beruf............................................................................................46
7 Die nationalen Wirtschaftszweige der Republik Kasachstan, der Bundesrepublik Deutschland…......................................................56
Literatur..........................................................................................65
УТВЕРЖДАЮ
Проректор по УР
ПГУ им. С. Торайгырова
___________
«__»__________2009 г.
Составители: К, ,
Кафедра практического курса иностранных языков
Сборник учебных текстов по развитию немецкой устной речи для студентов неязыковых специальностей
Утверждено на заседании кафедры «____ »_______200____ г. Протокол № ______
Заведующий кафедрой _________________
Одобрено учебно-методическим Советом ФФЖиИ «__»______200__г. Протокол № ______
Председатель УМС _________________
СОГЛАСОВАНО
Декан ФФЖиИ ________________ «___»______200 г.
Нормоконтролер ОМК __________ «___»____200 г.
ОДОБРЕНО
Начальник ОП и МОУП__________ «___»_____200__ г.
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