Министерство образования и науки Республики Казахстан
Павлодарский государственный университет
им. С Торайгырова
Факультет филологии журналистики и искусства
Кафедра практического курса иностранных языков
СБОРНИК
УЧЕБНЫХ ТЕКСТОВ ПО РАЗВИТИЮ НЕМЕЦКОЙ УСТНОЙ РЕЧИ ДЛЯ СТУДЕНТОВ НЕЯЗЫКОВЫХ СПЕЦИАЛЬНОСТЕЙ
Павлодар
Кереку
2009
УДК 81.2 Нем-923
ББК 811.11
Н50
Рекомендовано к изданию учебно-методическим советом факультета филологии журналистики и искусства Павлодарского государственного университета
им. С. Торайгырова
Рецензент:
кандидат филологических наук, доцент Дүкембай Г. Н.
Составители: К, ,
Н50 Сборник учебных текстов по развитию немецкой устной речи для студентов неязыковых специальностей / сост.
К, ,
, ,
– Павлодар : Кереку, 2009. – 66 с.
Настоящий сборник учебных текстов по развитию немецкой устной речи предназначается для студентов всех специальностей, изучающих немецкий язык по программе неязыкового вуза.
Основная цель – достижение студентами практического овладения социально-политической речью, развивая поликультурную личность студента по средствам этнокультурного, общечеловеческого и гуманитарного характера текстов.
УДК 81.2 Нем-923
ББК 811.11
© и др., 2009
© ПГУ им. С. Торайгырова, 2009
За достоверность материалов, грамматические и орфографические ошибки ответственность несут авторы и составители
Введение
В настоящем сборнике представлены тексты аутентичного характера из различных источников (научной и художественной литературы).
Тексты содержат информацию страноведческого характера направленные на развитие кругозора студентов. Изучение текстов способствует совершенствованию навыков чтения и говорения.
Основной целью является достижение студентами практического овладения социально-политической речью, развивая поликультурную личность студента по средствам этнокультурного, общечеловеческого и гуманитарного характера текстов.
1 Ich und meine Umgebung
1.1 Junge Leute
Eine hektische Jagd nach Anerkennung
(Quelle:Hallo, Nachbarn! Band 2, S. 44)
Die Familie ist fast schon eine Ausnahme. Jede dritte Ehe wird geschieden. In Deutschland leben 2,6 Millionen «Ein-Eltern-Familien». Die wirtschaftliche Not nimmt immer mehr zu. Etwa 15 Prozent der Familien leben an der Armutsgrenze.
In einer Zeit, in der Arbeits- und Ausbildungsplätze knapp geworden sind, teilt sich die Jugend schon früh in Sieger und Verlierer auf. Die Verlierer sind die 442.000 jungen Menschen unter 25, die Anfang des Jahres ohne Arbeit waren.
Schule, Ausbildung, Studium haben inzwischen den Wert eines «Arbeitsplatzes».
Um gut drauf zu sein, greift bereits jeder vierte Jugendliche im Alter von 12 bis 24 Jahren zu illegalen Drogen, wie Haschisch u. a.
Es reicht nicht mehr aus, Anerkennung und Bestätigung nur über gute «Noten» in Ausbildung, Beruf oder Studium hereinzuholen. Auch in der Freizeit muss man fit sein.
Wer das Wochenende ganz allein mit Pizza und TV im Bett verbringt, sollte sich schämen. Freizeit ist keine Erholungszeit – Freizeit ist Aktion, Spaß: eine Kurzreise nach London, Paris, Rom. Extrem – Hobbys wie Drachenfliegen, Gleitschirmsegeln oder auch nur ein einfacher Bungee – Sprung das muss man erbelen. Alles muss «super» sein.
Vor allem nur das Beste. Er/sie muss super aussehen, super Laune haben und super erfolgreich sein. Ansprüche der Superlative werden auch an den Partner gestellt.
Ein voller Terminkalender ist schon typisch für Sechsjährige. Mit Tennis, Judo, Musik, Ballet, Computerkurs und all den «kleinen Dingen, die helfen sollen, aus ihnen praktische Individuen zu machen».
1.2 Nicht zu Hause
(Quelle: Ping Pong 1, 1992 Max Hueber Verlag, 85737 Ismaning)
– Heir Wegner.
– Hallo! Heir ist Frau Meinbner. Ich bin eine Lehrerin von Tobias. Ist deine Mutter?
– Nein, meine Mutter ist nicht da.
– Und dein vater?
– Tut mir leid. Mein Vater ist auch nicht da.
– Also gut. Ich möchte mit Tobias sprechen.
– Das geht auch nicht. Ich bin nicht zu Hause.
– Wie bitte? Ja, wer spricht denn da?
- Mein Bruder.
1.3 Erst mal leben – Kinder später
(Quelle: Themen 2, S. 63)
Wenn junge Leute heute heiraten, wollen viele in den ersten Jahren frei sein, reisen und das Leben genießen.
Andere sparen für ein Haus, eine Wohnung, Möbel oder ein Auto. Kinder sollen erst später oder überhaupt nicht kommen.
Eine Untersuchung der Universität Bielefeld hat gezeigt:
– 10 Prozent der jungen Ehepaare wollen gleich nach der Heirat Kinder.
– 30 Prozent meinen, daß Kühlschrank, Fernseher und Auto am Anfang genauso wichtig sind wie Kinder.
– 60 Prozent finden, daß Anschaffungen wie Kühlschrank, Waschmaschine usw. während der ersten Ehejahre wichtiger sind. Nach einigen Jahren möchte man auch Kinder haben.
1.4 Die Familie Kaminski
Die Familie Kaminski lebt seit 5 Monaten in der Bundesrepublik. Der Vater heisst Helmut, die Mutter heisst Mirella, die Kinder heissen Ewald, Brigitte und Dorothea. Sie wohnen in einem Wohnheim in Dortmund.
Die Eltern von Herrn Kaminski leben schon lange in der Bundesrepublik. Sie wohnen auch in Dortmund. Die Schwiegereltern von Herrn Kaminski – der Valter und die Mutter von Mirella Kaminski – leben in Polen. Ihr Vater arbeitet bei der Post, ihre Mutter arbeitet bei einer Zeitung. Die Eltern von Mirella bleiben in Polen. Mirella und die Kinder sind deshalb sehr traurig.
1.5 Fünf Generationen auf dem Sofa
(Quelle: Themen 2, S. 68)
Mit 30 hatte sie schon sechs Kinder.
Maria lebt in einem Altersheim. Trotzdem ist sie nicht allein, eine Tochter oder ein Enkelkind ist immer da, isst mit ihr und bleibt, bis sie im Bett liegt. Maria ist sehr zufreiden – viele alte Leute bekommen nur sehr selten Besuch. Marias Jugendzeit war sehr hart. Eigentlich hatte sie nie richtige Eltern. Als sie zwei Jahre alt war, starb ihr Vater. Ihre Mutter vergass ihren Mann nie und dachte mehr an ihn als an ihre Tochter. Maria war deshalb sehr oft allein, aber das konnte sie mit zwei Jahren natürlich noch nicht verstehen. Ihre Mutter starb, als sie 14 Jahre alt war. Maria lebte dann bei ihrem Grossvater. Mit 17 Jahren heiratete sie, das war damals normal. Ihr erstes Kind, Adele, bekam sie, als sie 19 war. Mit 30 hatte sie schliesslich sechs Kinder.
1.6 Sie wurde nur vom Kindermädchen erzogen.
Adele lebte als Kind in einem gutbürgerlichen Elternhaus. Wirtschaftliche Sorgen kannte die Familie nicht. Nicht die Eltern, sondern ein Kindermädchen erzog die Kinder. Sie hatten auch einen Privatlehrer. Mit ihren Eltern konnte sich Adele nie richtig unterhalten, sie waren ihr immer etwas fremd. Was sie sagten, mussten die Kinder unbedingt tun. Wenn zum Beispiel die Mutter nachmittags schlief, durften die Kinder nicht laut sein und spielen. Manchmal gab es auch Ohrfeigen. Als sie 15 Jahre alt war, kam Adele in eine Mädchenschule. Dort blieb sie bis zur mittleren Reife. Dann lernte sie Kinderschwester. Aber eigentlich fand sie es nicht so wichtig, einen Beruf zu lernen, denn sie wollte auf jeden Fall lieber heiraten und eine Familie haben. Auf Kinder freute sie sich besonders. Die wollte sie dann aber freier erziehen, als sie selbst erzogen worden war; denn an ihre eigene Kindheit dachte sie schon damals nicht so gern zurück.
1.7 Das Wort der Eltern war Gesetz.
Ingeborg hatte ein wärmeres und freundlicheres Elterhaus als ihre Mutter Adele. Auch in den Kriegsjahren fühlte sich Ingeborg bei ihren Eltern sehr sicher. Aber trotzdem, auch für sie war das Wort der Eltern Gesetz. Wenn zum Beispiel Besuch im Haus war, dann mussten die Kinder gewöhnlich in ihrem Zimmer bleiben und ganz ruhig sein. Am Tisch durften sie nur dann sprechen, wenn man sie etwas fragte. Die Eltern haben Ingeborg immer den Weg gezeigt. Selbts hat sie nie Wünsche gehabt. Auch in ihrer Ehe war das so. Heute kritisiert sie das. Deshalb versucht sie jetzt, mit 50 Jahren, selbständiger zu sein und mehr an sich selbst zu denken. Aber weil Ingeborg das früher nicht gelernt hat, ist das für sie naturlich nicht leicht.
1.8 Der erste Rebell in der Familie.
Ulrike wollte schon früh anders leben als ihre Eltern. Für sie war es nicht mehr normal, immer nur das zu tun, was die Eltern sagten. Noch während der Schulzeit zog sie deshalb zu Hause aus. Ihre Eltern konnten das am Anfang nur schwer verstehen. Mit 17 Jahren bekam sie ein Kind. Das fanden alle viel zu früh. Den Mann wollte sie nicht heiraten. Trotzdem blieb sie mit dem Kind nicht allein. Ihre Mutter, aber auch ihre Grossmutter halfen ihr. Beide konnten Ulrike sehr gut verstehen. Denn auch sie wollten in ihrer Jugend eigentlich anders leben als ihre Eltern, konnten es aber nicht.
Sie findet Verwandte langweilig.
Sandra wird viel freier erzogen als Maria, Adele, Ingeborg und auch Ulrike. Bei unserem Besuch in der Familie sahen wir das deutlich. Sie musste nicht ruhig sein, wenn wir uns unterhielten; und als sie sich langweilte und uns störte, lachten die Erwachsenen, und sie dufte im Zimmer bleiben. Früher wäre das unmöglich gewesen.
1.9 Familie Busse segelt mit 16 Jahren
mit 10 Kindern um die Welt
(Quelle: BRÜCKENKURS. Deutsch als Fremdsprache
für die Mittelstufe (S.
Mitten im Indischen Ozean. In der winzigen Koje ihrer Segeljacht brachte Frau Busse ihr zehntes Kind zur Welt. Geburtshelfer waren der Vater und die grösseren Geschwister. Laura ist schon das siebte Hochsee-Baby. Nur die drei Ältesten sind in Deutschland geboren. Seit 16 Jahren segelt die Familie um die Welt. Karibik, Australien, Neuseeland. Ein Herzinfarkt war für den Vater der Grund, sein Leben radikal zu ändern. Er verkaufte sein Haus, seine Praxis, kaufte sich dafür ein Segelschiff und legte das Geld so an, dass die Familie von den Zinsen leben kann.
Frei wollten sie sein, als sie vor 16 Jahren ihr Abenteuer starteten. Seitdem bleiben sie, wo es ihnen gefällt. Der Traum von Freiheit und Unabhängigkeit ist Realität geworden. Einmal in dieser Zeit wollten sie sesshaft werden. Sie kauften ein Haus in Italien, aber nach zwei Jahren entschieden sich alle wieder für das Leben auf See.
Auf dem Schiff gibt es keinen Luxus. Das Leben ist einfach und bescheiden. Ein Leben auf unvollstellbar engem Raum. Zwei Kojen, zwei Bäder, eine Küche mit Essplatz. Aber dennoch herrscht Ordnung. Es scheint eine ganz „normale“ Familie zu sein. Auch die Bildung kommt nicht zu kurz. Die Jacht wird jeden zum Schulschiff. Die Eltern pauken mit den Kindern.
Aber ob es reicht, um sich auch gegen die Stürme des Lebens zu wappnen? Zwei der Kinder probieren es aus: Klaus (21) hat das Leben an Bord satt und studiert an der Uni in Salamansa, Spanien. Susanne (18) arbeitet als Au-Pair-Mädchen in Frankreich. (…)
1.10 Familie Weber: drei Generationen
(Quelle: Moment Mal1 1997 Langenscheidt KG, Berlin und München)
Horst Weber(67):
„Für uns gehören zu einer Ehe, zu einer Familie vor allem Kinder. Das ist eine Selbstverständlichkeit. Die Kinder haben immer eine zentrale Rolle gespielt. Jetzt sind sie erwachsen, und wir freuen uns, wenn „die Groben“ zu uns kommen und uns an ihrem Leben teilnehmen lassen.
Aber natürlich haben wir auch Kontekt zu unseren nahen Verwandten zu Schwester und Bruder und deren Ehepartnern - und zu den entfernteren Angelörigen: Tanten, Onkeln usw. Und zur Familie gehören auch unsere Freunde und Bekannten...“
Frank Weber(31):
„Ich habe zusammen mit meiner Frau an einem Geburtsvorbereitungskurs teilgenommen und war auch bei der Geburt unserer Tochter dabei. Abends und am Wochenende freue ich mich, unsere Kleine zu baden, zu wickeln und zu füttern. Meine Frau kümmert sich nachts um sie, wenn sie schreit und Hunger hat; dafür stehe ich morgens auf und mache das Frühstück.
Wenn unsere Tochter einmal gröber ist, will meine Frau wieder arbeiten. Dann teilen wir uns die ganze Hausarbeit.“
2 Mein Arbeitstag
2.1 Freizeit nach meinem Geschmack
(Quelle: Arbeit mit Texten, Heft 2)
Rolf Tapken ist 43 Jahre alt. Er ist Familienvater. Seine Frau heisst Ursula. Sie ist 30 Jahre alt und der Sohn, Jan, ist 5 Jahre alt. Rolf hat um 18 Uhr Feierabend. Nach der Hausarbeit hat er noch Zeit zum Spazierengehen mit seinem Sohn.
Birgit Klinger ist 50 Jahre alt. Sie ist Mathematiklehrerin eines Gymnasiums und wohnt allein. Sie hat nicht viel Freizeit. Am liebsten bleibt sie am Wochenende zu Hause, sieht fern, liest. Wenn sie genug zeit hat, dann geht sie sehr gern mit ihrer Freundin ins Theater.
Ilse Schneider ist 60 Jahre alt. Sie ist Rentnerin und hat eine Tochter. Sie heisst Anna und ist 35 Jahre alt. Ilse hat eine Enkelin, Marina. Sie ist 10 Jahre alt. Ilse hat viel Freizeit, besonders am Nachmittag. Sie geht gern mit ihrer Freundin ins Café Kaffe trinken, Kuchen essen, miteinander sprechen… Haeufig besucht sie auch ihre Tochter und ihre Enkelin, Fernsehprogramme hat sie nicht besonders gern. Sie sind fuer sie nicht interessant. Am liebsten geht sie spazieren. Das ist sehr gesund.
Strassenbahnlinie fuehren zur Stadt. Deshalb gibt es hier das ganze Jahr sehr viele Touristen, Autos, Busse. Starker Verkehr, Laerm, Abgase und schlechte Luft stoeren die Einwohner und Gaeste. Viele Baeume verlieren durch das Auto ihr Leben. Nach den Baeumen sterben die Boeden.
2.2 Am Tag komme ich so auf eine Stunde.
(Quelle: Arbeit mit Texten, Heft 2)
”Bei uns gibt es keine festen Regeln, aber ich komme schon auf eine Stunde Hausarbeit am Wochenende am Tag. Meistens ist es so, dass meine Mutter sagt: “Komm, hilf mir mal beim Abwaschen, beim Aufraeumen, beim Staubsaugen” oder so. Oft protestiere ich erst mal, aber dann helfe ich schon. Manchmal soll ich dann auch noch den Hund ausfüren, einkaufen, auf meine kleine Schwester aufpassen, und so weiter.
Manchmal habe ich natürlich überhaupt keine Lust, dann geht es auch nicht so schnell. Oder ich wasche gerade ab, und jemand lädt mich zum Kino ein. Also, sage ich meiner Mutter, dass mein Bruder diesmal für mich abwaschen soll. Dann ist sie erst mal ein bisschen sauer, aber das dauert meist nicht so lange. Also ich finde es schon o. k., im Haushalt mitzumachen. Ausserdem hilft meine Mutter ja meinem Vater im Büro und hat gar nicht so viel Zeit. Es gibt ja ältere Kinder, die von zu Hause ausziehen und auch noch von ihren Eltern Wohngeld verlangen. Das kann ich überhaupt nicht verstehen, gerade wenn es den Eltern nicht so gut geht. Dann sollte man schon mithelfen. Allerdings dürfen die Eltern dann auch keine Vorschriften mehr machen, sonst gibt es nur lästige Reibereien.
Wenn ich mit der Schule fertig bin, will ich dann schon ausziehen. Aber zur Zeit fühle ich mich zu Hause ganz wohl. Ich verstehe mich ganz gut mit meinen Eltern.
2.3 Bei uns herrscht volle Arbeitsteilung.
(Quelle: Arbeit mit Texten, Heft 2)
“Bei uns gibt’s eigentlich keine Probleme, obwohl wir die Hausarbeit ziemlich genau aufgeteilt haben. Wir wohnen zu viert in einer 5-Zimmer-Wohnung, und denn meine Mutter halbtags arbeitet, müssen mein Bruder und ich auch einiges machen.
Also: Mit dem Abwaschen wir haben nämlich keine Spülmaschine-lauft es so: Drei Tage ich, drei Tage mein Bruder. Ausserdem muss ich jeden Tag staubsaugen, nur nicht in den Zimmern von meinen Eltern, und meinem Bruder, er kümmert sich um Bad und Klo. Dafür macht meine Mutter die Küche, wenn sie vormittags gekocht hat, und ausserdem kümmert sie sich um die Wäsche. Bügeln muss jeder selbst. Zum Einkaufen gehe meistens ich, aber das macht mir Spass. Manchmal kocht mein Vater abends, wenn er nach Hause kommt. Dann gibt’s noch so Zusatzjobs wie Fenster-und Türenputzen, die werden bei uns bezahlt. Dafür kriegen mei Bruder und ich so zirka fünf Euro pro Stunde.
Meine Eltern sind sowieso ziemlich grosszügig. Ich bekomme im Monat zwischen 40 und 50 Euro Taschengeld und wenn ich mal ins Kino will, kriege ich meist auch noch was von meinen Eltern.
Also, ich käme nie auf die Idee, auszuziehen, ob ich’s dann bequemer hätte. Ich finde es zu Hause bequem: Strom wird bezahlt, Telefon, jeden Tag was Warmes zu essen. Wieso soll ich da ausziehen?
2.4 Rücksacktouristen
(Quelle: Arbeit mit Texten, Heft 2)
Auf dem Rücken tragen sie ihr Wahrzeichen, den Rücksack, das Backpack. In ihm oder an ihm ist alles untergebracht, was man so zum Reisen braucht. Das fängt beim Zelt an und geht über Schlafsack, Kleidung und Zahnbürste bis zum Fotoapparat und zur Feldflasche. Je nach beanspruchtem Komfort kommen sie mit kleinen oder grösseren Rücksäcken aus oder haben es bereits gelernt, den kleinstmöglichen Rücksack optimal zu stopfen. Und was, ausser der eigenen Faulheit, hält einen eigentlich davon ab, mit zwei T-Shirts zu reisen, die man abwechselnd wäscht, statt mit fünf?
So bereisen sie Deutschland, durchziehen Europa und schrecken auch vor dem Rest der Welt nicht zurück. Was sind das für Leute, die da seit einigen Jahren immer haufiger zu sehen sind, die einzeln, zu zweit oder in kleinen Gruppen trampen oder “interrailen”? Wurde da eine neue Mode geschaffen, ein Muss für jedermann, der dazu gehören will? Oder ist es die Verkündung einer neuen, inneren Einstellung? Gar eines Protests?
Die meisten dieser Fragen stossen bei den backpackern auf Unverständnis. Ein Muss? Nein, wieso? Gerade die Freiheit, die man mit dem Rücksack gewinnt, ist doch so anziehend. Natürlich hält man nichts von Pauschalreisen, aber deswegen Protest? Jedem das seine, so eng sieht man das nicht.
2.5 Trampen
(Quelle: Arbeit mit Texten, Heft 2)
Trampen ist leicht. Trampen ist billig. Trampen macht Spass. Beim Trampen kannst du viele Leute kennenlernen und sogar mit ihnen deutsch sprechen. Viele Deutsche können auch Englisch, aber die Leute sind besonders nett, wenn du ihre Sprache sprechen kannst. Nach Deutschland fährt man am besten auf den Autobahnen aus Süden, Westen, Norden. I ch lasse mich immer an einer der vielen Raststätten an der Autobahn absetzen. Dort halten viele Leute. Wer in einer Raststätte isst und trinkt, will sicher noch weit fahren. Das sind die richtigen Leute für einen “Anhalter”. Am besten geht man auf sie zu, wenn sie weiterfahren wollen, und fragt: “Fahren Sie vielleicht auch nach Frankfurt? Könnten Sie mich bitte mitnehmen?” Jetzt können die Leute in aller Ruhe entscheiden, ob sie dich mitnehmen wollen.
Sie können mit dir sprechen, dich fragen, wo du herkommst. Und das beste: auch du kannst die Leute im Gespräch kennenlernen, bevor du einsteigst und mitfährst! Es ist am Anfang nicht ganz einfach, “wildfremde” Menschen anzusprechen, aber du wirst bald lernen, wie man das am besten macht.
In Berlin und in den anderen deutschen Groβstädten kann man am besten und billigsten in den Jugendherbergen übernachten. Jugendherbergen gibt es überall in der Bundesrepublik Deutschland. Einen Schlafsack und ein leichtes Zelt sollte man immer dabeihaben.
2.6 Reisen
(Quelle: Arbeit mit Texten, Heft 2)
Wenn sie Ihren Urlaub oder Ihre Ferien sicher nicht zu Hause verbringen wollen, fahren sie einmal nach Deutschland oder nach Österreich. Beide Länder können alle Ihre Reisewünschen erfüllen. Als Reiseland bietet Deutschland eine erstaunliche Vielfalt von sehenswerten Städten und Landschaften. In vielen grossen und kleinen Städten gibt es schöne alte und moderne Bauwerke. In ihren Museen und Sammlungen kann man die Zeugnisse der Geschichte und berühmte Kunstwerke bewundern. An romantischen Plätzen können Sie Ihr Zeit auf guten Camping –Plätzen aufschlagen. Ein dichter Netz der Strassen und Autobahnen lassen sie schnell Ihr Reiseziel erreichen. Nicht nur die Fernstrassen, sondern auch die Bundesstrassen und die lokalen Strassen sind gut ausgebaut. Die Fernverbindungen und der Bundesbahn werden von komfortablen Zügen bedient, die sämtlich einen Speisewagen und in den Nachtzügen grösstenteils auch Schlafwagen führen. Über das ganze Jahr bietet die Bahn verbilligte Städtetouren und andere Vergünstigungen an.
2.7 So ist es jeden Abend
(Quelle: Hallo, Nachbarn 1)
Im Sommer ist es schön, weil wir dann abends in den Garten gehen. Dann grillen wir immer, und mein Vater macht ganz tolle Salate und Saucen.
Bei uns möchte jeder abends etwas anderes. Ich möchte mit meinen Eltern spielen, meine Mutter möchte sich mit meinem Vater unterhalten, und mein Vater will die Nachrichten sehen. Deshalb gibt e immer Streit.
Bei uns gibt es immer abends Streit. Mein Vater kontrolliert meine Hausaufgaben und regt sich über meine Fehler auf. Meine Mutter schimpft über die Unordnung im Kinderzimmer. Dann gibt es Streit über das Fernsehprogramm. Mein Vater will Politik sehen und meine Mutter einen Spielfilm. So ist das jeden Abend.
Mein Vater will abends immer nur seine Ruhe haben. Wenn wir im Kinderzimmer zu laut sind, sagt er immer: ”Entweder seid ihr still oder ihr geht gleich ins Bett!”
Ich möchte abends gern mit meinen Eltern spielen. Mutter sagt dann immer:”Ich muss noch aufräumen” oder “Ich füle mich nicht wohl”.Und Vater will fernsehen.
Die Reise
Ich wollte am Wochenende Ski fahren und bin deshalb nach Österreich gefahren. Denn dort war ziemlich viel Schnee. Ich war kurz vor der Grenze, da habe ich gemerkt, dass ich weder meinen Pass noch meinen Ausweis dabei hatte. Trotzdem habe ich es versucht, aber ich durfte nicht über die Grenze. Also bin ich wieder zurückgefahren und habe meinen Ausweis geholt. Nach drei Stunden war ich schliesslich wieder an der Grenze. Aber jetzt wollte niemand meinen Ausweis sehen.
Endlich ist mein Mann zu Hause.
Herr Bauer, 64, war Möbelschreiner. Vor einem Jahr ist er in Rente gegangen. Was tut ein Mann, wenn er endlich nicht mehr arbeiten muss? Er wird Chef im Haus, wo vorher die Frau regierte. Wie das aussieht, erzählt Frau Bauer.
So lebte ich, bevor mein Mann Rentner wurde. Neben dem Haushalt hatte ich viel Zeit zum Lesen, Klavier spielen und für alle anderen Dinge, die Spass machen. Mit meinem alten Auto fühlte ich mich frei. Ich konnte damit schnell ins Schwimmbad, in die Stadt zum Einkaufen oder zu einer Freundin fahren.
Heute ist das alles anders. Wir haben natürlich nur noch ein Auto. Denn mein Mann meint, wir müssen jetzt sparen, weil wir weniger Geld haben. Deshalb bleibt das Auto auch meistens in der Garage. Meine Einkaufe mache ich jetzt mit dem Fahrrad oder zu Fuss. Ziemlich anstrengend, finde ich. Aber gesund, meint mein Mann. In der Küche muss ich mich beeilen, weil das Mittagessen um 12 Uhr fertig sein muss.
Ich habe nur noch selten Zeit, morgens die Zeitung zu lesen. Das macht jetzt mein Mann. Wärend er schläft, backe ich nach dem Mittagessen noch einen Kuchen und räume die Küche auf.
2.8 Salzburg-Wien
(Quelle: Arbeit mit Texten, Heft 2)
Aus einem deutschen Reiseprospekt über Österreich
1.Tag: Mit einem komfortablen Reisebus fahren Sie über München ins Salzburger Land, wo Sie ein Landhotel zum Abendessen und zur Übernachtung erwartet.
2 Tag: Bei der Stadtführung lernen Sie die alte Bischofsstadt Salzburg kennen. Diese Stadt wurde durch Salzhandel sehr reich. Sie hat auch eine lange Musiktradition und ist mit Mozart verbunden.
3.Tag: Sie machen eine Rundfahrt durch das Salzkammergut mit Stationen in Fuschlam Fuschlsee und in St. Wolfgang. Besonders interessant ist sicher die Schiffahrt auf dem Wolfgangsee.
4. Tag: Heute führt sie die Fahrt an der Donau entlang durch die Wachau, eine der schönsten Landschaften Österreichs, nach Wien. Am späten Nachmittag erreichen Sie Ihr Hotel in Wien.
5 Tag: Eine Stadtrundfahrt macht Sie mit den Sehenswürdigkeiten der Stadt wie zum Beispiel mit dem Schloss Schönbrunn und dem Stephansdom bekannt. Den Nachmittag verbringen sie in einem der typisch Wiener Kaffehauser. Am Abend erwartet Sie eim gemütliches Weinlokal.
6 Tag: Heute machen Sie einen Ausflug an den Neusiedler See mit Schiffahrt und Kutschfahrt.
7 Tag: Heimreise über Linz, Passau und Regensburg.
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