Es verband zunдchst drei Universitдten miteinander, wurde dann kontinuierlich erweitert und fьr den Transport wissenschaftlicher Daten genutzt. Schon 1973 griff es nach Europa ьber, wo als erstes das University College London angeschlossen wurde. Inzwischen sind alle Kontinente miteinander vernetzt. Nachdem die Mцglichkeit fьr den Informationsaustausch ьber mehrere, durch „Gateways“ miteinander verbundene Netze geschaffen war. setzte sich die Bezeichnung „Internet“ durch.
Da das Internet nur zur Ьbertragung von Texten und Zahlen bestimmt war, reichten die Kapazitдten der Rechner und Netze fьr die relativ kleinen Datenmengen ans. Die meisten groЯen Netzknotenpunkte wurden von Universitдten betrieben. In der Folgezeit wurde das Inlernet zu einem wichtigen Informationsmedium auch fьr Politik, Presse und Unternehmen.
Die endgьltige Verдnderung vom Wissenschafts - zum Unterhaltungsmedium vollzog sich Anlaug der neunziger Jahre, als die ersten „Internet Provider“ auftraten. Sie vermittelten auch Privatpersonen einen Netzzugang und kassierten dafьr Gebьhren. Der entscheidende Durchbruch zur Kommerzialisierung erfolgte 1992 mit der Einfьhrung des „World Wide Web“ (WWW), dessen neue Zugangssoftware nun auch die Ьbertragung von Farbe, Bild, Bewegtbitdern, Grafikprogrammen, Sprache und Ton ermцglichte. Neu war zudem die Gestaltung der Bildschirmobeiflдche mit der Mцglichkeit zum „interaktiven“ Anklicken von Symbolen, die den schnellen Zugang zu einer Vielfalt von Diensten цffnete. Jetzt konnte man erstmals im Internet von der einen zur nдchsten Information springen und plattformьbergreifend „surfen“.
Aus heutiger Sicht war mit dem Beginn der kommerziellen Internet-Nutzung der Traum einer informierten Gesellschaft ausgetrдumt: Kommerzielle Angebote ьberwucherten die Bildungsinhalte. Zum Geldverdiener aber muss das Netz, zum Massenmarkt werden. Millionen von Abonnenten mьssen Teleshopping betreiben, Computer spiele abrufen und Video on demand nutzen. Dass die Ьbertragung von Bewegtbildern im Vergleich mit Text oder Daten tausendfach profitabler ist, zeigt ein Vergleich: Der Transport eines anderthalbstьndigen Farbfilms erfordert dieselbe Zeit wie fьr 300 000 Buchseiten (was etwa 15 000 Stunden Lektьre erfordert). So kommt es immer цfter zu Ьberlastungen und Engpдssen mit langen Wartezeiten: Das World Wide Web heiЯt im Branchenjargon daher lдngst „World Wide Wait“ das „weit-weite Warten“.
Mehrfach ist es schon zu Netzzusammenbrьchen gekommen. So blockierte ein Sexdienst mit einer Werbesendung an dreieinhalb Millionen Internet-Adressen die Leistungs - und Rechnerkapazitдten von T-Online fьr mehrere Tage. Mit den Problemen wдchst ohnehin die Zahl der Kritiker. Sogar die Fachzeitschrift „werben & verkaufen“ klagt, das Internet habe durch die Kommerzialisierung seinen ursprьnglichen Informationscharakter verloren und mutiere zu einem virtuellen Freizeitpark online-technischer Attraktionen. Vor allem Industrieunternehmen, Verlage und Werbungstreibende funktionieren das Netz vom Medium wissenschaftlichen Meinungsaustausches zur Vertriebs-, Anzeigen - und Marketingplattform um, wobei sie – um Aufmerksamkeit zu wecken und sich zu profilieren – aufwendiges Design zur optischen Selbstdarstellung verwenden. Mittlerweile wimmle es im Netz von speicherintensiven Grafiken und Abbildungen ohne jeden Informationswert. Dadurch aber muss mau lange warten, bis sich ein Bild aufbaut – das dann auch noch in meist miserabler Qualitдt erscheint.
Das Internet entstand, um einen schnellen Informationsaustausch zwischen den Verteidigungsministern bei Krisen zu ermцglichen. Die erste europдische Universitдt, die ein eigenes Internet fьr drei Universitдten entwickelte, war das University College London. Spдter war das Internet ein wichtiges Informationsmedium fьr die Politik, die Presse und die Unternehmen. Mit der Schaffung des World Wide Web konnten auch Farbe, Bilder und Sprache ьbertragen werden. Durch eine Neugestaltung der Bildschirmoberflдchen wurde der schnelle Zugang zu verschiedenen Diensten machbar. Heute gibt es mehr kommerzielle Angebote als Bildungsangebote im Internet. Per Transport eines eineinhalbstьndigen Farbfilms kostet so viel wie der Transport von 300 000 Buchseiten. In der Fachwelt wird das WWW scherzhaft als Synonym fьr „weltweites Warten“ bezeichnet. positive Entwicklung wird heute gesehen, dass das Internet ein virtueller Freizeitpark geworden ist. Industrieunternehmen und Verlage nutzen das Internet heute zum wissenschaftlichen Meinungsaustausch.
8 семестр
TEST (Testtyp: DSH)
Mehrsprachigkeit
In der Bibel wird erzдhlt, dass die Bewohner der Stadt Babel einen Turm bauen wollten, der bis an den Himmel reichen sollte. Gott aber war ьber diesen Hochmut so verдrgert, dass er als Strafe dafьr sorgte, dass die Menschen sich nicht mehr wie vorher in einer einzigen Sprache verstдndigen konnten, sondern plцtzlich in vielen verschiedenen Sprachen redeten und in die ganze Welt zerstreut wurden. Dieser theologischen Interpretation von Vielsprachigkeit steht in unserer heutigen Zeit eine Auffassung gegenьber, die die sprachliche Vielfalt eben nicht als Strafe, sondern als Chance und gesellschaftliche Herausforderung ansieht: Sprachen kцnnen als Brьcken zwischen Menschen und Kulturen dienen. Sprache ist Teil einer Kultur, vergleichbar mil Bauwerken, Musik. Lebensweisen. So wie man Musik und Literatur pflegt und fortentwickelt, so pflegen Kulturen auch ihre Sprachen. Aber das Umgekehrte gilt auch: Sprache spiegelt eine Kultur, indem sie z. B. einen Wortschatz umfasst, dessen Bedeutungen aus der jeweiligen Kultur erwachsen. Der Bedeutungsinhalt eines Wortes wie "Haus" ist ganz verschieden: Es bezeichnet in Deutschland etwas ganz anderes als im Senegal oder in Japan. Und auch die mitschwingenden Obertцne in den Bedeutungen, die so genannten Konnotationen, sind kulturspezifisch: das Wort „Euro" wie auch der Begriff „Europa" spiegeln, auch wenn sie dasselbe Phдnomen bezeichnen, ganz verschiedene Einstellungen und unterschiedliche Erfahrungen wider. Die Aktualitдt dieser Einsicht in die Rolle der Sprache als Gedдchtnis einer Kultur ergibt sich aus zwei Tendenzen, die die Welt, in der wir leben, zunehmend charakterisieren: auf der einen Seite die Internationalisierung und Globalisierung, auf der anderen Seite die Regionalisierung. Internationalisierung und Globalisierung werden oft gleichgesetzt, lassen sieh aber unter folgenden Aspekten voneinander unterscheiden: Phдnomene wie Tschernobyl, die Gentechnologie, die Tokyoter Bцrse sind Erscheinungen unseres heutigen Lebens, die an Grenzen von Kulturen oder Nationen und Staaten nicht Halt machen, sondern diese oft in Sekundenschnelle unaufhaltsam ьberrennen, ohne dass man sich dagegen wehren kann. Internationalisierung dagegen ist gewollte, d. h. kalkulierbare, beeinflussbare Grenzьberschreitung in Wirtschaft, Kultur, Politik. Globalisierung ist negativ konnotiert und macht Gegenwehr, Reaktionen erforderlich. Internationalisierung ist positiv besetzt und bedeutet Zuwendung(.) Aktion. In beiden Fдllen aber sind Kooperation und internationale Verstдndigung gefragt. Diese sind nur mit Hilfe des Verstдndigungsmittels Sprache mцglich. Viele Menschen sind nun der Ansicht, dafьr genьge eine Lingua franca, z. B. das Englische oder das Franzцsische. Hier nun kommt aber die vorher angesprochene zweite Dimension, die Regionalisierung, zum Tragen: Je grцЯer die Welt wird, in der wir leben, umso mehr zeigt sich das Bedьrfnis der Menschen, eine Identitдt zu bewahren, die sie in der Lingua franca eben nicht finden, sondern die sie nur in einer die eigene Kultur widerspiegelnden vertrauten Sprache erkennen, in der sie zu Hause sein kцnnen. Internationalisierung/Globalisierung auf der einen Seite, Regionalisierung auf der anderen sind damit keine gegenlдufigen, sondern komplementдre, sich ergдnzende Tendenzen. Erstere verlangen, dass die Menschen mit Sprachen die Tьr zu anderen Lдndern und Kulturen цffnen, und die Gebundenheit an die Region bedeutet, die kulturspezifischen Ausdrucksmцglichkeiten dieser eigenen Identitдt, also die jeweilige Sprache zu beherrschen und zu pflegen, Das Sprachenlernen und das Sprachenlehren werden so in zunehmendem MaЯe durch das gesamte politische Umfeld bestimmt.1. Fragen und Aufgaben zu einzelnen Textstellen
1. Welche unterschiedlichen Auffassungen von Vielsprachigkeit stehen sich in den Abschnitten I und II gegenьber? Formulieren Sie Stichpunkte.
2. Was wird im Abschnitt III durch die Beispiele Haus, Euro und Europa verdeutlicht? Antworten Sie in einem Satz.
3. Der Autor benutzt die Begriffe Internationalisierung und Globalisierung nicht als Synonyme, sondern stellt sie mit unterschiedlichen Bedeutungen gegenьber. Ergдnzen Sie dazu das Schema in Stichpunkten.
Globalisierung | Internationalisierung |
Merkmale | positiv besetzt |
Beispiele | (kein Beispiel im Text) |
erforderliche Handlungen des Menschen | |
Gemeinsamkeiten |
4. Warum ist nach Meinung des Autors eine Lingua franca nicht ausreichend fьr die Verstдndigung der Menschen untereinander? Antworten Sie in einem Satz.
5. Wie sollen die Menschen auf Internationalisierung und Globalisierung reagieren? Antworten Sie in Sдtzen.
II. Aufgabe zum Gesamttext
6. Schreiben Sie eine Zusammenfassung des Textes: Nennen Sie das Thema, geben Sie dle Hauptinformationen wieder und verdeutlichen Sie auch den Aufbau des Textes.
III. Verstehen und Bearbeiten Wissenschaftssprachlicher Strukturen
7. Wortschatz
a) Erklдren Sie den Begriff Konnotationen aus dem Kontext. (III, letzte Satz)
b) Erklдren Sie den Ausdruck Lingua franca aus dem Kontext. (VI, erste Satz)
8. Textgrammatik
a) Worauf bezieht sich diese? (V, erste Satz)
b) Worauf bezieht sich dafьr? (VI, erste Satz)
c) Worauf bezieht sieh Erstere? (VII, zweite Satz)
9. Konnektoren: Der Pext enthдlt viele Gegenьberstellungen/Gegensдtze. Sie werden durch adversative Konnektoren/Ausdrьcke signalisiert. Beispiel: nicht … sondern. (I, zweite Satz) Nennen Sie drei andere adversative Konnektoren/Ausdrьcke aus dem Text. Geben Sie die jeweilige Zeilenzahl an.
10. Transformationen
Internationalisierung und Globalisierung werden oft gleichgesetzt, lassen sich aber voneinander unterscheiden: Phдnomene wie Tschernobyl und die Gentechnologie sind Erscheinungen unseres heutigen Lebens, die an Grenzen von Kulturen und Nationen nicht Halt machen. Sie ьberrennen die Grenzen oft unaufhaltsam, ohne dass man sich dagegen wehren kann. Internationalisierung dagegen ist gewollte und beeinflussbare Grenzьberschreitung. In beiden Fдllen sind Kooperation und internationale Verstдndigung gefragt.
Bitte formulieren Sie den Texl um, indem Sie die Lьcken ergдnzen:
Man _____sie_____werden: Phдnomene wie Tschernobyl und die Gentechnologie sind an_____Erscheinungen unseres heutigen Lebens. Sie ьberrennen die Grenzen oft unaufhaltsam ohne die _____zur _____ Internationalisierung dagegen ist Grenzьberschreitung, die_____
In beiden Fallen ist es notwendig, _____
Темы для дискуссии во время итоговой аттестации. Begegnungen. Im Supermarkt. Arbeit und Freizeit. Familie und Haushalt. Lieben im vereinigten Berlin. Junge Leute von heute. Urlaub und Reisen. Gesundheit. Farben und Typen. Gewohnte Verhдltnisse? Erinnerungen. Reisen und Hotels. Lebensstile. Kommunikation & Werbung. Die kleinen Freuden des Lebens. Bewegte Zeiten. Rьckblicke und Ausblicke. Menschen in Deutschland. Die innere Uhr. Zeit im Kulturvergleich. Unter Zeitdruck. Die Zukunft der Arbeit. Innovative Ideen. Multikulturelle Zusammenarbeit. Fitness – Sport – Gesundheit. Im Krankheitsfall. Alternative Heilverfahren. Sehnsucht. Kulturschock. Gefuhle erleben und ausleben. Studieren in Deutschland. Zum Studium ins Ausland. Weiterbildung. Das Wandern. Lebensweg eines Kunstlers: Goethe. Architektur - Weg durch eine Stadt. Der Weg zur Europaischen Union. Die europaischen Institutionen. Die Schweiz und Europa.
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