- die Antike.

- das Mittelalter.

- der Barock.

- die Gotik.

- die Romanik.

- die Aufklärung.

- der Klassizismus.

- der Realismus.

- der Modernismus.

- der Postmodernismus.

Benutzen Sie dabei Präsentationen. Ihnen zur Hilfe steht das Portal:

„http://de. wikipedia. org/wiki/Kunst“,

und Lehrbuch:

N. M. Andronkina. Die Kunst. Architektur. Plastik. Malerei. 2005.

Nach den Vorträgen zeichnen Sie die Hauptmerkmale der Stile aus und schreiben Sie einen Aufsatz zum Thema „Wenn ich Architekt wäre“ oder „Stadt meines Traums.

1.3.6. Lesen Sie den Text und erzählen Sie, was sie über Museen erfahren haben.

Das Museum.

Das Museum ([alt] griechisch μουσείο[ν], musío - ursprünglich das Heiligtum der Musen, welche Schutzgöttinnen der Künste, Kultur und Wissenschaften waren) ist eine Institution, die eine Sammlung interessanter Gegenstände für die Öffentlichkeit aufbewahrt und Teile davon ausstellt. Der Kurator ist der Verantwortliche einer Sammlung oder Ausstellung eines Museums. Meistens wird heute von den Besuchern ein Eintrittsgeld erhoben, das dem Erhalt der Sammlung und der Anlage zugute kommt; oftmals ist es an einem Tag in der Woche oder wenigstens zu bestimmten Stunden eines Tages möglich, einzelne Museen unentgeltlich zu besuchen..

Es existieren mehr als 6000 Museen, wozu auch private und öffentliche Sammlungen, Schlösser und Gärten gehören. Zu den größten und bekanntesten musealen Einrichtungen gehören das Deutsche Museum in München, weltweit größtes naturwissenschaftlich-technisches Museum, das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg mit einer der bedeutendsten Sammlungen zu Kultur und Kunst von der Vor - und Frühgeschichte bis zur unmittelbaren Gegenwart. Auch bildet Berlin mit der Museumsinsel und zahlreichen weltweit bedeutsamen Museen einen Schwerpunkt in der Museumslandschaft.

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Die in der Fachwelt weitgehend anerkannte Beschreibung der Museumsfunktionen stammt vom International Council of Museums (ICOM), das ein Museum bezeichnet als „eine gemeinnützige, ständige, der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtung im Dienst der Gesellschaft und ihrer Entwicklung, die zu Studien-, Bildungs - und Unterhaltungszwecken materielle Zeugnisse von Menschen und ihrer Umwelt beschafft, bewahrt, erforscht, bekannt macht und ausstellt“. Diese Funktionsbeschreibung wird in der Literatur vielfach als Definition bezeichnet.

Ziel eines Museums ist es, Gegenstände Musealen aus zumeist vergangenen Zeiten zu einem bestimmten Thema fachgerecht und dauerhaft aufzubewahren und den Besuchern zugänglich zu machen. Erst hierdurch werden aus Deponaten Exponate. Dies geschieht in Dauer - und Wechselausstellungen; Bestände, die man aus Platzmangel nicht ständig zeigen kann (Deponate), werden im Depot verwahrt.

In einem Konzept des museum of ideas geht es - statt der Gegenstände - um Ideen, Konzepte o.ä. Es dient außerdem als Ort der Diskussion und des thematischen Austausches.

Nach der Überzeugung der Wissenschaft sollen Museen Zeugnisse aus der Geschichte der Menschheit bewahren und zeigen: zum Ablauf unserer historischen, technischen, soziokulturellen, unserer physischen, psychischen und philosophischen, auch unserer künstlerischen Entwicklung.

Nach Auffassung des Deutschen Museumsbunds von 1978 darf ein öffentliches Museum keine kommerzielle Struktur aufweisen (dies gilt jedoch nicht für Privatmuseen), muss fachlich geleitet und wissenschaftlich betreut werden und eine wissenschaftliche Sammlung führen. Im Zentrum muss stets das originale Objekt stehen. Hieraus folgt, dass zum einen einmalig eingerichtete Dauerausstellungen, zum anderen Ausstellungen mit überwiegendem Multimedia-Einsatz, aber auch Ausstellungshallen ohne eigene Sammlungsbestände nicht als Museen verstanden werden dürfen.

Ein Museum, das Teil einer Universität ist, wird auch Universitätsmuseum genannt. Dort wird die Geschichte der Universität dargestellt und passende Exponate gezeigt. In Deutschland zählt das Museum der Universität Heidelberg zu den bekanntesten Universitätsmuseen.

Eine besondere Rolle spielen Sammlermuseen, Privatmuseen, kirchliche Museen und Firmenmuseen. Sie erhalten und präsentieren die historischen Sammlungen der Betriebe oder Konzerne. Damit sollen sie auch das Firmenbild in der Öffentlichkeit beeinflussen.

Heute leiden fast alle Museen unter Budgetknappheit. Die obige Definition sollte daher kein Hindernis sein, durch ansprechende Präsentationen bzw. Ausstellungsräume genügend Publikum anzulocken. In gewisser Weise müssen Museen auch dem Zeitgeschmack Rechnung tragen und den Besuchern eine klare Struktur, Querverbindungen und auch die Möglichkeit zu eigenem Tun bieten.

Geschichte.

Museen gingen oftmals aus Wunder- bzw. Kunstkammern des Adels oder kirchlicher Würdenträger oder speziellen privaten Kunstsammlungen hervor. In Basel erwarb die Stadt 1661 eine private, vom Verkauf ins Ausland bedrohte private Sammlung, das Amerbach-Kabinett, und machte sie 1671 öffentlich zugänglich. 1688 eröffnete Johann Daniel Major in Kiel ein öffentliches natur - und kulturgeschichtliches Landesmuseum, das Museum Cimbricum. In einigen Städten im deutschen Sprachgebiet kam es im 19. Jahrhundert zu bürgerlichen Neugründungen: Kunsthalle Bremen, Städelsches Kunstinstitut in Frankfurt, Hamburger Kunsthalle, Kunsthalle Wien, Museum Wiesbaden etc. Vielfach sind jedoch Vereine - in kleinerem Stil bzw. für lokale Gegebenheiten tätig geworden, z. B. Bezirks- oder Bergbaumuseen. In Kassel wurde 1779 das Fridericianum gebaut. Es war nach dem Britischen Museum das zweite öffentliche Museum, aber das erste als Museum konzipierte Bauwerk der Welt.

A. Stellen Sie die Fragen zum Text.

1.3.7. Beachten Sie, welche es Museen und Galerien in Deutschland und in Russland gibt. Wählen Sie ein Museum, um darum einen Vortrag zu halten.

Museen und Galerien in Deutschland.

·  Alte Nationalgalerie (Berlin, Museumsinsel)

·  Alte Pinakothek (München)

·  Altes Museum - Antikensammlung (Berlin)

·  Bayerisches Brauerei - und Bäckereimuseum (Kulmbach)

·  Bayerisches Textil - und Industriemuseum (Augsburg)

·  Medizinhistorisches Museum der Charité (Berlin)

·  Deutsches Architekturmuseum (Frankfurt am Main)

·  Deutsches Filmmuseum (Frankfurt am Main)

·  Deutsches Hygiene-Museum (Dresden)

·  Deutsches Museum (München, Technik)

·  Fuggerei-Museum (Augsburg)

·  Germanisches Nationalmuseum (GNM, Nürnberg)

·  Grassimuseum (Leipzig)

·  Grube Messel (Darmstadt-Dieburg)

·  Grünes Gewölbe (Dresden)

·  Gutenbergmuseum (Mainz)

·  Hamburger Bahnhof (Berlin)

·  Heinz Nixdorf MuseumsForum (Paderborn)

·  Jüdisches Museum Berlin (Berlin)

·  Karl-Marx-Haus (Trier)

·  Kunsthalle Bremen (Bremen)

·  Ludwig van Beethoven-Haus (Bonn)

·  Martin-Lutherhaus (Wittenberg)

·  Mercedes-Benz Museum (Stuttgart-Bad Cannstatt)

·  Museum für Islamische Kunst (Berlin)

·  Museum für Kunst und Gewerbe (Hamburg)

·  Museum für Moderne Kunst (Frankfurt am Main)

·  Museum Ludwig (Köln)

·  Neanderthal Museum (Mettmann)

·  Neue Pinakothek (München)

·  Neues Museum (Berlin)

·  Pergamonmuseum (Berlin)

·  Pinakothek der Moderne (München)

·  Porzellansammlung (Dresden)

·  Römisch-Germanisches Museum (Köln)

·  Spielzeugmuseum Nürnberg (Nürnberg)

·  Staatsgalerie Stuttgart (Stuttgart)

·  Ständel (Frankfurt am Main

·  Verkehrsmuseum Nürnberg

·  Vitra Design Museum (Weil am Rhein)

·  Wallraf-Richartz-Museum (Köln)

Siehe:

·  Liste deutscher Museen nach Themen

·  Liste deutscher Museen nach Orten

o  Liste der Museen in Baden-Württemberg

o  Liste der Museen in Bayern

o  Liste der Museen in Berlin

o  Liste der Museen in Hessen

·  Sankt Petersburg

o  Eremitage

o  Russisches Museum

o  Ethnografische Museum

o  Kriegsmuseum

o  Artilleriemuseum

o  Kunstkammer

·  Moskau

o  Puschkin-Museum Moskau

o  Staatliches Historisches Museum Moskau

o  Tretjakow-Galerie

o  Zentrales Museum der Luftstreitkräfte der Russischen Föderation

1.3.8. Merken Sie sich die Bedeutungen des Wortes „Galerie“ und sagen Sie, wodurch unterscheiden sich die Vokabeln: das Museum, die Galerie, die Sammlung, die Kunstkammer.

Der Ausdruck Galerie (von italienisch galleria „langer Säulengang“) bezeichnet:

In der Architektur:

- einen zu mindestens einer Seite offenen Bereich innerhalb der Kubatur eines Gebäudes, siehe Loggia, Bogengang (Architektur) und Galerie (Architektur);

- einen schmalen, mit Geländer oder Brüstung versehenen Gang an der Außenseite von Gebäuden, siehe Laubengang;

- bei Befestigungsanlagen einen bedeckten Gang mit Schießscharten, siehe Fachbegriffe Festungsbau;

- eine Empore in Kirchen, Konzertsälen, Bibliotheken etc.;

Im Theater den obersten Rang der Zuschauerplätze;

-  eine mit Glas überdachte Ladenpassage.

In der Kunst:

-  Räume, in denen Bilder, Gemälde, Fotografien oder generell Kunstobjekte ausgestellt werden und gegebenenfalls auch zum Verkauf stehen. Dieser Begriff ist aus der Architektur abgeleitet, da Gemälde in der Grande Galerie des Louvre ausgestellt wurden. Siehe dazu Galerie (Kunst).

-  davon abgeleitet: Internetseiten, auf denen in verdichteter Form Bilder oder Fotos gezeigt werden;

Im Bergbau - einen Stollen.

Im Straßen oder Eisenbahnbau - ein zum Schutz gegen Lawinen und Steinschlag errichtetes Gewölbe oder einen Tunnel im Gebirge, wird auch Schutzgalerie genannt.

In der Höhlenforschung einen lang gestreckten Raum in einer Höhle.

In der Wiener Gaunersprache das von der Polizei geführte Album mit Abbildungen verdächtiger Personen, die daher auch als Galeristen bezeichnet wurden.

Die Wunderkammern oder Kunstkammern der Spätrenaissance und des Barock gingen aus den früheren Raritäten- oder Kuriositätenkabinetten hervor und bezeichnen ein Sammlungskonzept aus der Frühphase der Museumsgeschichte, das Objekte in ihrer unterschiedlichen Herkunft und Bestimmung gemeinsam präsentierte. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden die Kunst - und Wunderkammern von den heute üblichen, spezialisierten Museen, besonders den Naturkundesammlungen mit ihrem wissenschaftlichen Anspruch abgelöst. Der Terminus technicus Kunst - und Wunderkammer hat sich durch Julius von Schlossers Werk Die Kunst - und Wunderkammern der Spätrenaissance (Leipzig 1908) eingebürgert und ist auch im Englischen gebräuchlich. Neben den universellen Kunst - und Wunderkammern bestehen auch reine Kunstsammlungen oder reine Naturalienkabinette.

1.3.9.

Machen Sie sich mit den wesentlichen Informationen zum Teilthema „Malerei“ bekannt.

Malerei.

Die Malerei zählt neben der Architektur, der Bildhauerei, der Grafik und der Zeichnung zu den klassischen Gattungen der Bildenden Kunst. Malerei ist das Anbringen von Farben mittels Pinsel oder Spachtel oder anderer Gegenstände auf einer Fläche.

Vorgeschichte.

Das älteste Zeugnis der Malerei sind die Höhlenmalereien mit Tierdarstellungen aus der letzten Eiszeit bzw. dem Jungpaläolithikum.

Malerei und Zeichnung, aber auch Relief und Plastik sind als künstlerische Ausdrucksformen aus der Zeit von vor 35.000 bis 10.000 Jahren bekannt. Europäische Höhlenmalereien sind vor allem aus Spanien und Frankreich bekannt. Die Wandbilder in der Höhle von Lascaux in Südfrankreich wurden 1940 entdeckt. Die Tiermotive, Rinder, Hirsche und Pferde sind in beeindruckender Weise dargestellt und gehören zu den ältesten bekannten Malereien der Menschheit. Auch aus Afrika, Asien und Australien sind frühe Felsmalereien bekannt. Im Nahen Osten gibt es schon für das Neolithikum zahlreiche Belege für Malerei. Hier ist vor allem das Aufkommen von bemalter Keramik und die Wandmalerei zu nennen. Zahlreiche Reste von Wandmalereien fanden sich in Çatalhöyük (heutige Türkei) und datieren um 6000 v. Chr.

Altertum.

Später begegnet uns die Malerei im Orient (ab 10.000 v. Chr.) und in Ägypten (ab 3000 v. Chr.) als Wandmalerei, in der Minoischen Kunst auf Kreta (2000 v. Chr.) als Freskomalerei.

Die Malerei der alten Ägypter ist vor allem von Wandmalereien aus Grabkapellen, von Särgen und von der Bemalung von Totenbüchern bekannt. Diese Beispiele stammen fast alle aus Grabanlagen, die in der Wüste erbaut wurden und daher oftmals recht gut erhalten sind. Bekannt sind auch Wandmalereien aus den Häusern der Lebenden, die jedoch meist viel schlechter erhalten sind. Die ägyptische Malerei kannte noch keine Perspektive. Die Figuren sind auf Standlinien angeordnet und zeigen das Wesentliche. Der Kopf wird von der Seite, die Augen und die Brust von Vorne wiedergegeben.

Die erste Blüte erlebte die Malerei in Ägypten im Mittleren Reich (ca. 20v. Chr.). Aus dieser Zeit stammen viele Grabanlagen in Mittelägypten, die reich dekoriert waren. Es finden sich vor allem Darstellungen des Grabherren, seiner Familie und von Werkstätten und der Nahrungsproduktion, die die Dinge herstellten, die der Tote auch im Jenseits nicht missen wollte. Besonders viele Beispiele solcher Malereien stammen aus Gräbern in Theben und datieren aus dem Neue Reich (ca. v. Chr.), wobei man ab ca. 1350 v. Chr. auch verstärkt Bilder des Toten in der Unterwelt und im Zusammensein mit der Götterwelt findet, was sicherlich auf neue religiöse Vorstellungen zurückzuführen ist. Ab der Dritten Zwischenzeit (ca. v. Chr.) ist Malerei vor allem auf Särgen und Totenbüchern erhalten.

Bei den Kulturen in Vorderasien war die Malerei, und wohl besonders die Wandmalerei sicherlich auch einst weit verbreitet, doch ist relativ wenig erhalten geblieben. Aus dem Palast von Mari stammen einige Beispiele, aus den Palästen der Hethiter gibt es zahlreiche Fragmente, die aber kaum ein Bild der einst vorhandenen Bemalung erlauben. Von den Assyrern sind schließlich weitere Beispiele, vor allem von Wandmalerei bekannt.

Im 3. Jahrhundert nach Christus bezeichnet der griechische Schriftsteller Philostratos die Malerei als eine Erfindung der Götter (Eikones 1). Durch diese und andere Aussagen antiker Autoren ist bezeugt, dass die Malerei bereits in der Antike besonders hoch angesehen war. Höher sogar als die Bildhauerei, da die Malerei den Vorteil der realitätsnahen Nachahmung besaß, sowie im Stande war, ein breiteres Erzählspektrum zu ermöglichen. Heute ist dies kaum noch nachvollziehbar, da sich nur sehr spärliche Reste der antiken Malerei erhalten haben. Dies kommt daher, dass als Bildträger hauptsächlich Holz verwendet wurde, außerdem Stein, Ton und Stuck. Die Verwendung von Elfenbein, Glas und Leinwand tritt kaum auf. In der antiken Literatur fungiert Plinius als Hauptquelle für die verschiedenen Techniken der antiken Malerei. Hierzu sei auf sein Werk naturalis historia 35 verwiesen oder auch auf Vitruv, de architectura 7,7-14.

Maltechniken.

Für die Bemalung von Holz fand die Enkaustik oder die Temperatechnik Anwendung. Bei der Enkaustik fungierte warmes Wachs als Bindemittel. Die warme oder erkaltete Emulsion wurde anschließend mit Pinseln oder Metallgeräten aufgetragen. Diese Technik ist zwar aufwändig, allerdings erreicht man durch sie eine längere Haltbarkeit und höheren Glanz der Farben. Bei der Temperatechnik hingegen werden die Farbpigmente mit einem wasserlöslichen Stoff, beispielsweise mit Ei, Öl bzw. Fett vermengt. Da Holz sehr leicht verwittert bzw. sich nur unter bestimmten Bedingungen erhält, gibt es kaum archäologische Zeugnisse dieser Anwendung.

Die Temperatechnik wird auch bei Stein angewandt. Moderne Versuche haben gezeigt, dass man auf einer geglätteten Marmorfläche den Pinsel sehr leicht führen kann und somit ein sehr gutes Malergebnis erzielt. Auf rauhen Oberflächen anderer Steinsorten, wie beispielsweise Poros oder Kalkstein, mussten erst eine oder zuweilen auch mehrere Lagen Stuck - oder Kreidegrund aufgebracht werden, um die Oberfläche auszugleichen.

Auf Ton wurde meist mit brennfesten Erdfarben bzw. Tonschlicker gemalt, in selteneren Fällen auch mit bunten Deckfarben. In diese Materialgruppe fällt die große Menge der bemalten Keramik, auch Vasen genannt, von italienisch: vaso - das Gefäß. Hierbei sind die schwarz - und die rotfigurige Vasenmalerei zu unterschieden. Die schwarzfigurige Malerei entwickelte sich in archaischer Zeit und wurde als erste von den Korinthischen Werkstätten verwendet. Erst ab der Mitte des 6. Jh. v. Chr. wurde Athen das führende Produktionszentrum der schwarzfigurigen Vasen. Bei dieser Technik werden mit einem Pinsel die ornamentalen und figürlichen Darstellungen mit schwarzem Tonschlicker auf dem Gefäß aufgebracht. Die Binnengliederung wurde mit einem spitzen Gerät anschließend eingeritzt. Erst dann wurde das Gefäß zum Brand in den Ofen gestellt. Die rotfigurige Technik kommt in Athen etwa um 530 v. Chr. auf und verdrängt die schwarzfigurige Technik zunehmend. Hier wird nun das umgekehrte Prinzip verfolgt. Das Gefäß wird mit schwarzem Glanzton überzogen, wobei die Ornamente und Figuren ausgespart bleiben. Die Binnenzeichnung kann somit gemalt werden, anstatt eingeritzt, folglich ist eine weichere, organischere Körperwiedergabe der Figuren möglich.

Bei der Wandmalerei wurde Kalkmörtel in mehreren, immer feiner werdenden Schichten aufgetragen und bildete den Malgrund für den anschließenden Farbauftrag. Die Oberfläche wurde hierzu geglättet und daraufhin die reine oder mit Bindemitteln versetzte Farbe auf den feuchten Putz aufgetragen. Als Bindemittel sind uns Marmormehl, Kasein oder Lehmwasser überliefert. Aufgrund der chemischen Reaktionen während der Trocknung wurde eine Art Versinterung der Oberfläche hervorgerufen, was zu einer besonders haltbaren Verbindung der Farben mit dem Malgrund führte. Diese Version des Farbauftrags wird al fresco genannt, da feuchter Putz den Untergrund bildet. Wird hingegen auf trockenem Putz gemalt, wird diese Technik als al secco bezeichnet.

Farben.

Aufgrund der geringen Menge von archäologischen Zeugnissen lässt sich das Farbenspektrum der Antike nur sehr unzureichend rekonstruieren. Außerdem ist zu beobachten, dass sich die Farben Rot und Blau am besten erhalten haben. Hilfreich sind hier neben antiken Schriftquellen die modernen Techniken, die durch Materialanalysen, UV - und Streiflichtaufnahmen einen Einblick in die antike Farbwelt geben können. Aus diesen Quellen ist bekannt, dass Farbpigmente natürlich, sowie auch künstlich hergestellt werden konnten. Als Material fungierten Mineral - und Erdfarben, pflanzliche, tierische Substanzen, aber beispielsweise auch zerstoßenes Glas zur Herstellung der Farbe Blau. Wie bereits erwähnt, konnten Farben rein, aber auch gemischt aufgetragen werden. Ebenso konnten mehrere Farbschichten übereinander aufgebracht werden.

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