Elektronik-Pionier Karlheinz Stockhausen und sein traditionalistischer Antipode, der Opernkomponist Hans Werner Henze, haben die Entwicklung der zeitgenössischen Musik seit den fünfziger Jahren maßgeblich mitgestaltet. Heute stellt sie sich stilistisch weit aufgefächert dar: Heiner Goebbels verbindet Musik mit Theater, Helmut Lachenmann treibt die Instrumentalen Ausdrucksmöglichkeiten ins Extrem. Wolfgang Rihms Beispiel zeigt, dass die Entwicklung der Musik hin zu größerer Fasslichkeit wieder möglich scheint.
Deutschland ist heute der viertgrößte Musikmarkt der Welt und hat auch die Pop- und Rockmusik durch Künstler wie Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer, Nena, Dieter Bohlen und Xavier Naidoo weitgehend beeinflusst. Darüber hinaus verfügt Deutschland über eine ansehnliche Zahl an international bedeutenden Jazzmusikern wie Albert Mangelsdorff, Peter Brötzmann, Theo Jörgensmann und Eberhard Weber. Auch bei der Entwicklung der elektronischen Musik haben Interpreten aus Deutschland, insbesondere die Band Kraftwerk sowie Klaus Schulze, bedeutende Pionierarbeit geleistet. Weitere deutsche Exportschlager sind und waren Blind Guardian, Modern Talking, Scorpions und Rammstein. Rammstein ist derzeit die einzige Band, die weltweit mit deutschen Texten dauerhaft in den Charts ist.
In letzter Zeit ist deutschsprachige Popmusik im Land wieder populärer geworden. Wichtige Vertreter dieses Genres sind unter anderem die Bands Wir sind Helden, Juli und Silbermond. Ein weiteres aktuelles Phänomen der deutschen Musikkultur ist auch die Band Tokio Hotel, welche vor allem bei weiblichen Teenagern beliebt ist. Seit Ende der 1990er Jahre tauchen auch immer mehr deutschsprachige Hip-Hop-Künstler nach amerikanischem Gangster-Rap-Vorbild auf, wie zum Beispiel Bushido, Kool Savas oder Sido. Die Musikkultur der Jugend wird stark durch die Fernsehsender MTV und VIVA beeinflusst. Seit der Entstehung in den 1980er Jahren ist deutschsprachiger Punkrock verbreitet. Zu den erfolgreichsten Punkbands gehören Die Toten Hosen und Die Ärzte.
A. Welche weltberühmten Namen haben Sie in den Texten getroffen?
B. Welche Musikinstrumenten sind hier erwähnt?
C. Finden Sie und schreiben Sie die Sätze mit den unten aufgezählten Vokabeln in den Textenheraus:
Kunstwerk, Klangfarbe, Ton, Operette, Sinfonie (sinfonisch); Ästhetik (ästhetisch, Ästhetiker).
D. Wie verstehen Sie die Wörter Ästhetik, Ästhetiker, ästhetisch.
E. Wie ist die Wirkung der Musik?
F. Sagen Sie, was man unter dem KLASSISCHEN Werk versteht.
1.3.13. Bereiten Sie die Vorträge zu den Teilthemen:
Musikrichtungen.
Der berühmte deutsche Komponist.
Der berühmte russische Komponist.
1.3.14. Analysieren Sie ein Musikwerk (Tonverlauf, Sinn, ästhetische Funktion).
2.1. Grammatischer Stoff.
2.1.1. Der Artikel ist eine Wortart, die das Substantiv begleitet. Durch den Artikel wird Genus, Kasus und Numerus des Substantivs verdeutlicht. Der Artikel tritt im Deutschen in drei verschiedenen Formen auf: als bestimmter Artikel, als unbestimmter Artikel und als so genannter Nullartikel. Der unbestimmte Artikel hat keine Pluralform. Im Plural fallen Nullartikel und unbestimmter Artikel formal zusammen.
Gebrauch des Artikels.
Gebrauch des unbestimmten Artikels.
Bei Gattungsnamen.
Der unbestimmte Artikel wird bei Gattungsnamen im Sg. gebraucht.
1. wenn der entsprechende Gegenstand unbekannt oder beliebig ist:
Ich möchte mir einen Fotoapparat kaufen. Kannst du mir einen Kugelschreiber geben?
2. wenn das Substantiv einen einzelnen Gegenstand bezeichnet, der neu in einem Text eingeführt wird:
Ein Bauer hatte einen Esel. Der Esel war alt und schwach …
3. nach „haben, brauchen, es gibt“:
Hier haben ein Fahrrad für 450 Mark.
4. zur Betonung eines qualitativen Merkmals:
Vor kurzem haben wir eine wunderbare Wohnung bekommen. Alle hielten ihn für einen klugen Mann. Heute ist ein Tag, auf den ich mich schon lang gefreut habe. Meiers haben einen größeren Garten als Lehmanns.
5. beim Vergleich nach wie:
Er spricht wie ein Ausländer. Er schläft wie ein Murmeltier.
6. wenn die Gleichheit eines Gegenstandes mit den anderen Gegenständen derselben Art betont wird (das Sprecher will sagen: jede Person, jedes Ding). Das ist die generalisierende Bedeutung des unbestimmten Artikels:
Ein Junge weint doch nicht!
Bei Stoffnamen.
Der unbestimmte Artikel wird gebraucht,
1. wenn ein Merkmal betont werden soll, oder wenn beim Substantiv ein nicht identifizierter Nebensatz steht. Das gilt besonders, wenn man anstelle des Artikels auch so ein, ein solcher, ein derartiger werden kann:
Das ist ein indischer Tee. Das machte uns eine besonders große Freude. In Tschechien gibt es ein besonders gutes Bier. Er sprach mit einer Schnelligkeit, dass man ihm kaum folgen konnte.
2. zur Bezeichnung einer Portion:
Was möchten Sie trinken, einen Kaffee?
Der Gebrauch des bestimmten Artikels.
Bei Gattungsnamen.
Der bestimmte Artikel steht vor Substantiven:
1. die einen Gegenstand bezeichnen, der vorher genannt wurde:
Dort steht ein Haus. Das Haus gehört meinem Freund.
2. die einen Gegenstand bezeichnen, der in der Welt nur einmal existiert:
Die Sonne, die Erde, der Himmel, der Mond, der Norden.
3. die Tageszeiten, Wochentage, Monate, Jahreszeiten bezeichnen:
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Im Sommer. Am Montag.
4. die einen Gegenstand bezeichnen, der in einer konkreten Situation in einem Exemplar vorhanden ist:
Der Fernseher ist kaputt. Neben dem Heimatmuseum ist eine Gaststätte.
5. die einen Gegenstand bezeichnet, der als Teil eines größeren Ganzen jeweils nur in einem Exemplar vorhanden ist: Körperteile, Teile von Gegenständen oder Pflanzen, administrative oder geographische Begriffe:
Monika wäscht sich das Gesicht. Der Stamm dieses Baumes ist ganz gerade gewachsen.
Die Hauptstadt Ungarn ist Budapest.
6. wenn beim Substantiv ein Ordinalzahl, ein Adjektiv im Superlativ steht:
Peter raucht schon die zehnte Zigarette am Abend. Goethe ist der bedeutendste Dichter der deutschen Klassik.
7. wenn beim Substantiv ein nicht kongruierendes Attribut steht (das Genetivattribut, das präpositionale Attribut, ein Adjektivattribut, ein Attributsatz, eine Infinitivgruppe):
Sie verabschiedet sich von den Mitarbeitern des Instituts. Gib mir bitte den Schlüssel zum Tresor. Den Schreibtisch, der in meinem Arbeitszimmer steht, habe ich erst vor kurzem gekauft.
8. wenn das Substantiv die Gesamtheit aller durch dieses Substantiv bezeichneten Gegenstände benennt:
Die Tanne (d. h. alle Tannen) ist ein Nadelbaum.
Bei Personennamen steht der bestimmte Artikel:
1. Wenn bei den Personennamen ein Attribut steht:
Der kleine Helwig ging den Feldweg weiter.
2. Zur Angabe des Kasus und manchmal des Geschlechts, besonders bei Frauennamen (besonders in der Umgangssprache):
Als sich der Kopf der Grabber zeigte, erzählte Paul schnell weiter. Der Hans und die Greta tanzen herum.
3. bei Werken der Kunst, Literatur, bei Schauspielrollen usw., die mit Eigennamen eine Gattungsbezeichnung wird:
Der Laokoon, die Emilia Galotti (von Lessing), den Wallenstein spielen.
4. bei Identifizierung, wenn aus einem Personennamen eine Gattungsbereichnung wird:
Ich lese den Gorki gern. Im Russischen Museum bewundern wir lange den Lewitan. Er war der Zizero unserer Zeit.
Anmerkung: bei Klassifizierung, wenn etwas als Vertreter einer Gattung gekennzeichnet wird, wird der unbestimmte Artikel gebraucht:
Er dichtet wie ein Goethe. Dieses Bild ist ein echter van Gogh!
Der unbestimmte Artikel steht bei den Namen von Künstlern, wenn diese ein Werk dieses Künstlers bezeichnen:
Jetzt spielt das Orchester einen Mozart.
Der bestimmte Artikel steht bei geografischen Eigennamen.
Hierher gehören vor allem:
1. die Namen einiger Staaten, und zwar: die Mongolei, die Türkei, die Ukraine, die Slowakei, die Schweiz
Alle pluralischen Namen: die Niederlande, die USA
Alle aus einer Wortgruppe bestehenden Namen und ihre Abkürzungen: die BRD, die Republik Frankreich, das Königreich Schweden.
2. die Länder - und Städtenamen mit dem Attribut:
Wir haben das schöne Moskau besucht.
3. die Namen der Gebirge, Berge, Ozeane, Meeresteile, Seen und Flüsse:
die Alpen, der Harz, der Atlantik, der Genfer See, die Elbe.
Beachte: die Namen der deutschen Flüsse sind weiblichen Geschlechts. Die Oder, die Werra, die Fulda, die Donau. Aber: der Rhein, der Main, der Neckar.
4. die Namen einiger Landschaften, Inseln und Halbinseln, und zwar:
Alle Maskulina: der Balkan, der Ferne Osten
Alle Feminina: die Krim, die Sahara
Einige Neutra: das Elsass, das Rheinland, das Vogtland.
5. die Namen der Straßen, Plätze, Gebäude, Institutionen der Stadt:
in der Talstraße, hinter dem Rathaus, gegenüber dem (Hotel) Astoria.
6. die Namen der Flugzeuge, Schiffe (immer feminin), Expresszüge (immer maskulin) und Autos (immer maskulin):
Die „Titanik“, der „Meteor“, die Tu-154, der Wolga.
Nullartikel.
Der Artikel fehlt:
1. im Plural, wenn im Sg. der unbestimmte Artikel steht:
Wir werden ihm zum Geburtstag Bücher schenken. Hat er Bücher?
2. bei einem prädikativen Substantiv, das Beruf, Funktion, Nationalität, Weltanschauung bezeichnet:
Er ist Bürgermeister. Sie wird Lehrerin.
Anmerkung: Wenn das Substantiv ein Attribut hat, steht der unbestimmte Artikel:
Sie ist eine erfahrene Lehrerin.
3. bei Substantiv nach den Verben mit als:
Sie arbeitet als Kontrolleurin.
4. bei Zeitbegriffen ohne Präposition mit Adjektivischem Attribut, bei Wochentagen auch ohne Adjektiv:
Er sollte seine Arbeit vorige Woche beginnen. Der Unterricht beginnt erst Montag.
5. bei vorangestelltem Genetiv:
Er hörte Annas Stimme
6. wenn die gebundene Apposition Titel, Rang, Verwandschaftsgrad bezeichnet:
Dozent Schmidt, Oberst Müller, Tante Helga
7. wenn vor dem Substantiv ein Pronomen oder Grundzahlwort steht:
Der Student hat drei Prüfungen bestanden. Er hat sein Buch bekommen.
8. in stehenden Redewendungen, in Wortpaaren und Sprichwörtern:
durch Wald und Flur, weder Mensch noch Tier, zu Hause, Morgenstunde hat Gold im Munde.
9. bei der Anrede, bei Gruß- und Wunschformeln und bei Ausrufen in Gefahrensituationen oder Befehlen:
Liebe Kinder! Guten Tag! Glückliche Reise! Achtung! Feuer! Hilfe!
10. in Telegrammen, Formularen, Programmen, Aufschriften an Straßen, Gebäumen, Räumen, in Titeln und Überschriften von Büchern und Zeitungen:
Konferenz verschoben. Neuer Termin folgt. Müller Wohnort: Berlin.
Post. Apotheke. Eingang.
11. bei der Aufzählung:
Hier liegen Bücher, Hefte, Zeitungen.
Bei Stoffnamen und Abstrakta.
Der Artikel fehlt:
1. vor Stoffbezeichnungen im Singular, wenn sie eine unbestimmte Teilmenge dieses Stoffs oder den Stoff ganz allgemein bezeichnen, oder vor ganz allgemein gebrauchten Abstrakta:
Peter trinkt gern Bier, Monika isst lieber Eis. Zum Häckeln braucht man Geduld. Vor Zorn konnte er nicht sprechen. Das hat sie aus Liebe gemacht.
2. wenn vor dem Stoffnamen ein bisschen, etwas, viel, ein wenig, usw. stehen. Auch exakte Maß-, Mengenangaben sind möglich:
Man benötigt 300g Quark, 200g Mehl, ein bisschen Öl und etwas Salz. Er hat ein Kilo Zucker und zwei Flaschen Milch gekauft.
Bei Eigen - und Personennamen.
Die Personennamen und die geographischen Namen sächlichen Geschlechts werden ohne Artikel gebraucht. Es gilt insbesondere für:
1. vor - und Familiennamen ohne Attribut:
Peter wohnt in Berlin.
2. Konstruktionen aus den Wörtern Familie, Frau, Herr, Genosse, Kollege usw., Verwandschaftsbezeichnungen, akademischen Graden, Titeln oder militärischen Rangbezeichnungen:
Herr Müller, Kollege Meier, Dr. Salm, Studienrat Schmidt, Oberst Müller
3. die Namen der fünf Kontinente: Afrika, Asien, Australien, Europa, aber die Arktis, die Antarktis.
4. die Staatsnamen als Neutra: Ägypten, China, Cuba, Israel, Zypern.
Bei den Maskulinen Staatsnamen Irak, Iran, Jemen, Kongo, Libanon, Sudan, Tschad u. a. sind sowohl der NA als auch der bA möglich.
5. die Namen vieler Landschaften und Inseln: Rügen, Helgoland, Korsika, Sibirien, Oberbayern,..
6. die Namen der Städte, Dörfer, Siedlungen: Berlin, Leipzig, St. Gallen.
2.2.2 Der Satz und Satzarten.
Der Satz ist eine grammatisch und intonatorisch geformte sprachliche Einheit, die zum Wiedergeben des relativ abgeschlossenen Inhalts und zum Ausdruck der Beziehungen zwischen der Wirklichkeit und der Äußerung vom Standpunkt des Sprechers dient.
Dementsprechend besitzt der Satz folgende Merkmale:
1. Kommunikative Funktion.
2. Relative Abgeschlossenheit.
3. Die prädikativen Beziehungen.
4. Intonatorische und grammatische Gestaltung.
5. Modalität.
Nach dem Ziel der Äußerung unterscheidet man Aussagesätze, Fragesätze, Aufforderungs - oder Befehlsätze.
Die Aussagen sind in der deutschen Sprache sehr gebräuchlich. Sie helfen Mitteilung über irgendwelche Erscheinungen, Vorgänge wiedergeben und stellen verschiedene Tatsachen fest:
Schon am nächsten Tag sollte er die Stadt verlassen.
Der Weltkrieg war im Jahre 1945 endlich zu Ende.
Die Fragesätze vermuten Verschiedene Fragen: die Ergänzungsfrage / Wortfrage
die Entscheidungsfrage / Satzfrage
Die Wortfrage ist die an eines seiner Glieder angewendete Frage, wobei die Antwort eine neue Information vermutet. Solch eine Frage beginnt mit einem Fragewort (Adverb, Pronominaladverb, Pronomen):
Wen soll ich heute Abend anrufen?
Woran denkst du?
Wie habt ihr die Sommerferien verbracht?
Die Satzfrage vermutet die Wahl zwischen der bejahenden und verneinenden Antwort. Dabei kann die Antwort nur „ja“ oder „nein“ erhalten. Diese Sätze haben immer Prädikat an erster Stelle:
Ist die Stunde schon zu Ende? Sind die Flugkarten schon bestellt?
- Jawohl, sie sind schon bestellt. Nein, die Stunde ist noch nicht zu Ende, sie dauert noch 10 Minuten.
Die Aufforderungs - oder Befehlsätze drücken Befehle, Vorschriften, Aufforderungen, Bitten und Verbote aus:
Zeig mir bitte dein Heft! Rauch verboten! So etwas darf man nicht tun!
Das Prädikat steht in diesem Fall im Imperativ oder im Indikativ:
Setz dich! Also, mein Kind, jetzt bleibst du aber im Bett und wirst schlafen!
Jetzt wird geschlafen!
Der Struktur nach kann der deutsche Satz eingliedrig oder zweigliedrig sein.
Falls beide Satzglieder (Subjekt und Prädikat oder Prädikativ) im Satz im Vorhand sind, dann ist er zweigliedrig:
Alle Kinder lesen Märchen gern.
Worüber sprechen Sie?
Was meinst du dazu?
Der Satz, der nur aus einem Hauptsatzglied besteht, unabhängig von den anderen Satzgliedern, ist eingliedrig:
Stille. Eine lange Stunde in der Schule. Darum wurde lange gekämft. Mache nichts! Mich fröstelt etwas.
Der Satz, der nur aus Hauptgliedern besteht, ist einfach und unerweitert:
Der Kranke ist operiert worden.
Die Freunde waren traurig.
Der Zug kommt an.
Der Satz mit näheren Bestimmungen, die den allgemeinen Sinn des Satzes erweitern, ergänzen und präzisieren, also mit Nebengliedern, heißt der einfache erweiterte Satz. Als Nebenglieder treten das Attribut, das Prädikative Attribut, das Objekt und die Adverbialbestimmung auf:
Dann beschloss er, nach Paris zu fahren.
Der helle Mund schien in die Fenster des Schlafzimmers.
- Das Subjekt mit der ihm angehörigen Bestimmung stellt die Subjektgruppe vor.
- Das Prädikat mit den ihm angehörigen Objekten und Adverbialbestimmungen stellt die Prädikatgruppe vor.
- Zwei oder mehrere Satzglieder mit einer und derselben syntaktischen Funktion im Satz heißen die gleichartigen Satzglieder:
Mein Vater, mein Großvater waren Offiziere. Er setzte sich und stand wieder auf.
Ich habe Hefte, Bücher, Bleistifte.
In allen diesen Fällen sind die vollständigen Sätze gebraucht. Manchmal, in der Umgangsrede vorwiegend, fehlt eines der Hauptsatzglieder, das aber sehr leicht aus dem Kontext oder der Redesituation zu verstehen ist. Solche Sätze sind unvollständig:
Danke! (ich danke dir!)
Verzeihung! (Ich bitte um Verzeihung!)
Sehr Schade! (Das ist sehr schade!)
Ich soll dir danken? Wofür? (wofür soll ich dir danken?)
Die unvollständigen emotionell-gefärbten Sätze heißen die elliptischen Sätze oder Ellipse:
Was?! Du?! Unglaublich!
Abhängig von dem Subjekttyp unterscheidet man die persönlichen, unbestimmt-persönlichen und unpersönlichen Sätze.
Mit den persönlichen Sätzen bezeichnet das Subjekt eine bestimmte Person, einen Gegenstand, Begriff, Vorgang oder ein Zustand. Als Subjekt treten gewöhnlich Substantive, Pronomen auf:
Kinder können einander immer verstehen. Zwei von euch lügt. Sie führt den Haushalt. Nicht zu spät zu kommen, ist deine Aufgabe.
In den unbestimmt-persönlichen Sätzen tritt das unpersönliche Pronomen „man“ als Subjekt auf:
Man kann nichts erzählen. Man freut sich auf den kommenden Sommer.
In den unpersönlichen Sätzen fehlt der bestimmte Agens. Falls der Satz zweigliedrig ist, dann erfüllt das Pronomen „es“ Funktion des Subjekts. Ein besonderer Typ dergleichen Sätze stellt das subjektlose Passiv dar:
Am Abend wurde lustig getanzt.
Der zusammengesetzte Satz.
Der zusammengesetzte Satz ist solch eine Satzart, die aus 2 oder mehreren Sätzen besteht. Der Verbindung nach können diese Sätze einander beigeordnet oder untergeordnet sein. Bei der Beiordnung sprechen wir über die Satzreihe. Bei der Unterordnung sprechen wir über das Satzgefüge. Dementsprechend sind 2 Typen der zusammengesetzten Sätze in der deutschen Sprache zu unterscheiden:
die Satzreihe
das Satzgefüge.
Die Satzreihe.
Die beigeordneten Sätze sind relativ (semantisch-lexikalisch) verbunden. Deshalb ist ihre Wortfolge eben so wie in einem einfachen Satz: direkt oder indirekt. Die Sätze können durch keine Konjunktion oder durch die auf die Wortfolge nicht wirkenden Konjunktionen: oder, und, aber, doch, denn, - verbunden sein.
Ich weiß es, und du muss es auch ganz gut wissen.
Er meint, ich habe Recht.
Alle haben schon den Kurort verlassen, aber er überlegt es sich noch.
Eine Satzreihe besteht aus zwei oder mehreren selbständigen, gleichwertigen Sätzen (Hauptsätzen), die mit oder ohne Konjunktion verknüpft werden können. In der Satzreihe werden gleichordnende Konjunktionen gebraucht.
I. Konjunktionen, die die Folge nicht beeinflussen: und, aber, oder, denn, sondern.
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