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Personen: Karl der Große, …

c) Gibt es diese Namen auch in anderen Sprachen?

12. Ordnen Sie zu: welcher Name, welche Sprache?

Ein Name:

viele Sprachen:

1. Johannes

a. Hebräisch

2. Juan

b. Italienisch

3. Iwan

c. Spanisch

4. Giovanni

d. Deutsch

5. Janko

e. Tschechisch

6. Jens

f. Französisch

7. Jonn

g. Polnisch

8. Jean

*****ssisch

9. Janoš/Janosch

i. Dänisch

10. Jan

j. Englisch

11. Ian

k. Holländisch

12. Johann/Hans

l. Irisch

13. a) Der eigene Vorname hat für einen Menschen besondere Bedeutung. In jedem Land gibt es bestimmte Typen von Vornamen (Namen nach Königen, Heiligen, Propheten usw., «sprechende» Namen, die bestimmte Eigenschaften angeben, Kurzformen, Übernahmen aus anderen Sprachen).

Deutsche Kinder und Erwachsene haben zum Beispiel oft Schwierigkeiten mit den Vornamen der Türken. Der spanische Vorname «Mercedes» wird von deutschen Kindern oft verspottet. (Der Vorname wurde zur Benennung einer Automarke benutzt.)

Als Beispiel einige Vornamen von türkischen Kindern:

Mädchen

Türkan — von türkischer Abstammung

Bahar — Frühling

Isil — Glanz, Helligkeit

Gül — Rose

Yildiz — Stern

Baris — Frieden
Jungen

Isik — Licht

Deniz — Meer

Kurt — Wolf

Savas — Krieg

Ahmet, Mustafa, Mehmet — Namen von Propheten und Kriegern

Entsprechend lassen sich auch deutsche oder Vornamen aus anderen Ländern erklären.

НЕ нашли? Не то? Что вы ищете?

b) Sammeln Sie die Vornamen aller Studenten aus Ihrer Gruppe und erklären Sie diese so weit wie möglich (Quellen: Angaben der Studenten, Übereinstimmung mit gemeinsprachlichen Begriffen, Vornamenlexikon).

c) Wer von Ihnen hat einen Vornamen, der aus einer anderen Sprache stammt? Erzählen Sie über die Herkunft und Bedeutung Ihres Vornamens.

14. Namen haben oft Kurzformen.

a) Welche Kurzformen passen zu den Namen? Notieren Sie.

Beispiel: Johannes → Hans, Hansi, Hannes, Hanno, Hansel, Hennes, Henno, Henning, …

1. Heinrich

a. Bernd

2. Wilhelm

b. Käthe

3. Ludwig

c. Klaus

4. Margarete

d. Heinz

5. Barbara

e. Grete

6. Elisabeth

f. Willy

7. Friedrich

g. Bärbel

8. Katharina

h. Liese

9. Nikolaus

i. Lutz

10. Bernhard

j. Fritz

k. Heiner

l. Katja

b) Welche Kurzformen hat Ihr Name?

15.a) Lesen Sie den Text und merken Sie sich den neuen Wortschatz.

schmusen (-te, - t) mit j-m (Dat.)

sich mit j-m (Dat.) zanken (-te, - t)

im Scherz

die Heulsuse

umgekehrt

der Reim (-e)

sich melden (-te, - t)

hängenbleiben (ie, ie) an j-m (Dat.)

Susanne hat viele Namen

Wenn Susanne mit ihrer Mutter schmust, dann sagt die Mutter: «Na du Schmuse — Suse!» Oder im Scherz auch umgekehrt: «Du Suse — Schmuse!»

Wenn Susanne mit ihrer Freundin Petra spielt, ruft Petta: «Susi, du bist dran!»

Wenn Susanne im Unterricht sich meldet, dann fragt die Lehrerin: «Na, Susanne, was willst du sagen?»

Wenn sich Susanne mit ihren Klassenkameradinnen zankt, dann sagen die: «Alte Heulsuse!»

Wenn Susanne in der Pause über den Schulhof läuft, dann ruft eine Mitschülerin: «Kanne, komm doch mal her!» Denn von dem Reim «Susanne — Kaffeekanne» ist das Wort «Kanne» an Susanne hängengeblieben.

b) Zählen Sie alle Namen für Susanne aus dem Text auf. Was für Namen sind das?

c) Schreiben Sie verschiedene Namen für Ihre Freundin, Ihren Freund und für Sie auf. Wann werden diese Namen gebraucht?

16. Die «Vornamen» Geschichte.

Alexandra ist in Deutschland ein beliebter Name. Sie finden hier zu jedem Buchstaben ein Wort.

A — Auto

L — Leute

E — ein

X — Xylophon

A — alle

N — Noten

D — drei

R — rot

A — Apfel

a) Schreiben Sie auch zu jedem Buchstaben in Ihrem Namen ein Wort, das zu Ihnen passt, das Ihnen sympatisch ist, mit dem Sie sich identifizieren können. Alle Wortarten sind dabei zulässig.

b) Jetzt schreiben Sie eine Geschichte mit diesen Wörtern. Verändern Sie die Reihenfolge der Wörter nicht.

c) Suchen Sie mit Ihrer Nachbarin/ Ihrem Nachbarn einen neuen Vornamen. Schreiben Sie zu den einzelnen Buchstaben Wörter auf, und dann schreibt jeder eine Geschichte dazu. Vergleichen Sie Ihre Geschichten.

17.a) Und noch ein bisschen Poesie... Schreiben Sie ein «Namenelfchen».

Ein Elfchen ist ein kurzes Gedicht aus elf Wörtern, die auf fünf Zeilen verteilt sind. So kann ein «Namenelfchen» aussehen:

1. der Name von jemandem

Johanna,

2. wer das ist

sprödes Mädchen,

3. wo Sie ihn / sie treffen

zerwirbelst meinen Alltag.

4. eine Frage an ihn / sie

Kannst du auch schweigen?

5. ein Abschlusswort, eine Antwort

Kaum!

b) Schreiben Sie dann einen Text zu Ihrem «Namenelfchen».

18. Es gibt Bücher, in denen Sie Herkunft und Bedeutung von Namen nachschlagen können.

a) Schauen Sie einmal die folgenden Beispiele aus so einem Vornamenbuch genau. Was können Sie alles daraus entnehmen?

Erklärungen:

ahd.=althochdeutsch

frz.=französisch

nord.=nordisch

DN=Doppelname

KF=Kurzform

Weibliche Vornamen

Männliche Vornamen

Helga, nord. heil «heil, gesund»

Hartmann, ahd. harti «hart, stark» und man

Henni, - y, KF von Henrike

«Mensch, (Ehe)mann»

Henriette, frz., weibliche Form zu Henri

Hildegard, ahd. hiltia «Kampf» und gart

Hartwig, ahd. harti «hart, stark» und wig «Kampf»

«Garten, Gehege»

Hildrun, ahd. hiltia «Kampf» und runa

Hein(er), Heini, Heino , KF von Heinrich

Heinrich, ahd. hagan «Verhau, Umhegung»

«Geheimnis, Zauber»

oder heim «Heim, Haus» und rihhi «mächtig; Herrscher»

Heinzpeter, DN aus Heinz und Peter

b) Hartmann und Hartwig sind sehr alte Namen. Welche Bedeutung haben sie? Welche Wünsche werden mit diesen Namen zum Ausdruck gebracht?

c) Sind hier noch andere Namen aufgeführt, mit denen Wünsche ausgedrückt werden?

d) Unter den Beispielen finden Sie je eine Kurzform und einen Doppelnamen. Nennen Sie sie. Welche Kurzformen und welche Doppelnamen gibt es in Ihrer Gruppe, in Ihrer Familie oder in Ihrem Freundekreis?

Spitznamen

19. Spitznamen sind in dem Vornamenbuch nicht verzeichnet. Aber sicher werden auch in Ihrer Gruppe oder in Ihrer Familie welche verwendet.

a) Lesen Sie über die Ergebnisse einer Umfrage, die die Zeitschrift «Juma» durchgeführt hat.

Spitznamen

Die Eltern sorgen dafür, dass man einen Namen bekommt. Doch spätestens in der Schule bekommt man manchmal einen ganz anderen…

Kevin Kaldenbach, 17 Jahre

Wie lautet dein Spitzname?

Zuerst hieß ich Kiba, aber aus Kiba wurde mittlerweile Chiba Riba.

Hat dein Spitzname eine Geschichte?

Die Abkürzung Kiba steht für ein Getränk, welches in der Hip-Hop-Szene gerne getrunken wird: Kirsch-Bananen-Saft. Später wurde aus Kiba Chiba Riba, das ist ein Begriff aus dem Freestyle des Hip-Hop.

Wer hat dir den Namen gegeben?

Kiba habe ich meinem Kumpel Mark-Uwe zu verdanken und Chiba Riba ist eine Eigenkreation.

Gefällt es dir besser, wenn du bei deinem Spitznamen genannt wirst?

Ich werde lieber Chiba Riba genannt, hört sich irgendwie cooler an.

Wer darf dich so nennen?

Alle.

David Klein, 13 Jahre

Wie lautet dein Spitzname?

Pinocchio.

Hat dein Spitzname eine Geschichte?

Ich bekam ihn, weil ich so neugierig bin und meine Nase überall rein stecke. Es sieht so aus, als würde meine Nase dabei immer länger werden — wie die Nase von Pinocchio.

Wer hat dir den Namen gegeben?

Meine Klassenlehrerin Frau Bergmoser und meine Klassenkameraden.

Gefällt es dir besser, wenn du bei deinem Spitznamen gennant wirst?

Ich werde lieber «Pinocchio» genannt. Dieser Name gefällt mir sehr gut.

Wer darf dich so nennen?

Alle.

Djamila Williams, 16 Jahre

Wie ist dein Spitzname?

Djamulli.

Hat dein Spitzname eine Geschichte?

Irgendjemand hat meinen Namen mal falsch ausgesprochen, dann wurde etwas dazu gedichtet. Daraus entstand dann Djamulli.

Wer hat dir den Namen gegeben?

Meine Schulkameraden Eric und Robert.

Gefällt es dir besser, wenn du bei deinem Spitznamen genannt wirst?

Na ja, mal so, mal so. Ich habe nichts dagegen, so genannt zu werden, aber mein Vorname ist mir lieber.

Wer darf dich so nennen?

Nur Freunde und Leute, die ich mag.

Nazan Karatas, 14 Jahre

Wie lautet dein Spitzname?

Hexe.

Hat dein Spitzname eine Geschichte?

Das kommt daher, weil ich so schrill wie eine Hexe lachen kann.

Wer hat dir den Namen gegeben?

Während des Unterrichts lachte ich mal laut und hexenhaft über etwas Komisches, und schon hatte ich diesen Namen.

Gefällt es dir besser, wenn du bei deinem Spitznamen genannt wirst?

Ich mag beide Namen gern.

Wer darf dich so nennen?

Alle.

Mark Basinski, 14 Jahre

Wie lautet dein Spitzname?

Euro.

Hat dein Spitzname eine Geschichte?

Mein Vorname ist Mark. Da die Währung bald in «Euro» umgeändert wird, haben sich meine Schulkameraden den Namen ausgedacht. Außerdem bin ich ziemlich klein, allerdings nicht so klein wie ein Markstück.

Wer hat dir den Namen gegeben?

Meine Klassenkameraden.

Gefällt es dir besser, wenn du bei deinem Spitznamen genannt wirst?

Das ist mir grundsätzlich egal. Ich mag den Namen Mark; den Namen «Euro» finde ich eher eine witzige Idee.

Wer darf dich so nennen?

Jeder!

Monica Witmer, 14 Jahre

Wie lautet dein Spitzname?

Mona oder Moca.

Hat dein Spitzname eine Geschichte?

Moca heiße ich, weil ich Monica nicht aussprechen konnte, als ich klein war. Mona stammt aus dem Spanischen und bedeutet «Affe».

Wer hat dir den Namen gegeben?

Moca kommt von mir, und Mona nennt mich meine Mutter manchmal.

Gefällt es dir besser, wenn du bei deinem Spitznamen genannt wirst?

Das ist mir relativ egal. Ich mag meine Spitznamen und auch meinen richtigen Namen.

Wer darf dich so nennen?

Alle, die ich mag.

b) Merken Sie sich die angegebenen Wörter und Wortverbindungen zum Text und gebrauchen Sie sie in einem Zusammenhang.

der Spitzname (-n)

neugierig

beim Spitznamen nennen (a, a)

seine Nase überall reinstecken (-te, - t)

lauten (-te, - t)

den Namen falsch aussprechen (a, o)

die Abkürzung (-en)

dichten (-te, - t) zu etw. (Dat.)

die Hip-Hop-Szene

nichts dagegen haben (-te, - t)

Saft

schrill

der Kumpel

die Hexe (-n), hexenhaft

zu verdanken

die Währung

die Eigenkreation

ausdenken (-te, - t)

sich anhören (-te, - t)

Das ist mir egal

cool

eine witzige Idee

c) Beantworten Sie folgende Fragen:

·  Wie und wann sind die Spitznamen der befragten Jugendlichen entstanden?

·  Haben Sie einen Spitznamen? Erzählen Sie die Geschichte Ihres Spitznamens. Wenn Sie keinen haben, erzählen Sie die Geschichte des Spitznamens Ihrer Freundin/Ihres Freundes.

·  Finden Sie Spitznamen gut? Begründen Sie Ihre Meinung.

20.Nicht nur Menschen und Tiere haben Spitznamen, einige Bauten haben sie auch.

a) Machen Sie sich mit Spitznamen einiger Berliner Bauten bekannt.

Telespargel

Der Lange Lulatsch

Monster

Einkaufsmoschee

Sankt Nissen

Hohler Zahn

Puderdose und Lippenstift

Hungerharke

Klein-Manhattan

Bierpinsel

Palazzo Protzi, Ballast der Republik, Lampenladen Mitte

Nuttenbrosche

Schaschlikspieß

Wasserklops

Schwangere Auster, Babywaage,

Kulturschildkröte

Siegesschornstein, Siegesspargel

Zirkus Karajani

Fernsehturm im Ostteil Berlins

Funkturm in Charlottenburg

Alexander der Große vor Ekbatana (eine Plastik)

Bilka-Kaufhaus

Canisius-Kirche

Gedächtniskirche

Das Kirchenschiff und der Glockenturm der Gedächtniskirche, die neu gebaut worden sind

Luftbrückendenkmal

Europa-Center

Gaststätte in der Steglitzer Schloßstraße

Palast der Republik

Brunnen auf dem Alexanderplatz

Metallplastik an der Deutschen Oper

Brunnen vor dem Europa-Center

Kongreßhalle

Siegessäule (für die Feldzüge von 1864, 1866, 1870/71)

Philharmonie

b) Welche Spitznamen haben die Bauten in Ihrem Heimatort? Erzählen Sie die Geschichte ihrer Spitznamen.

21.a) Lesen Sie den Text und merken Sie sich den neuen Wortschatz.

hinter j-m (Dat.) herrufen (ie, u)

in der Muttersprache reden (-te, - t)

spottend, der Spottname (-n)

bei hellem Sonnenschein

(k)einen Unterschied machen (-te, - t)

einheimisch

sich anfreunden (-te, - t) mit j-m (Dat.)

grinsen (-te, - t), grinsend

freundschaftlich klingen (a, u)

hänseln (-te, - t)

glücklich sein über etw. (Akk.)

gehören (-te, - t)

sich freuen (-te, - t)

einen Rat geben (a, e)

Niko, der «Mustafa»

Als Niko, ein Junge aus Griechenland, den ersten Tag in der Schule war, riefen die deutschen Kinder hinter ihm her: «Mustafa! Mustafa!» Das war spottend gemeint. «Mustafa» werden meist türkische Kinder gerufen, aber seine Mitschüler machten da keinen Unterschied.

Auch Niko war ein «Mustafa». Allmählich freundete sich Niko mit deutschen Kindern an. Jetzt nannten sie ihn «Musti». Das klang freundschaftlicher. Sehr glücklich aber war Niko auch über diesen Namen nicht.

In den Sommerferien reiste der kleine Grieche mit den Eltern in seine Heimat. Niko freute sich. Mit den Kindern in seinem Geburtsort würde er in seiner Muttersprache reden können. Niemand würde ihn «Musti» nennen.

Aber als er das erste Mal bei hellem Sonnenschein durch die Hauptstraße der kleinen Stadt ging, riefen die einheimischen Kinder grinsend hinter den Häuserecken hervor: «Fritz! Fritz!»

Das war ein Spottname für «Deutscher» So etwas hatte Niko nicht erwartet. Wohin er auch kam, wurde er gehänselt.

Und er fragte sich: Wohin gehöre ich eigentlich? Könntest du Niko einen Rat geben oder ihm helfen?

Bruno Horst Bull

b) Beantworten Sie die Fragen zum Text:

·  Worum geht es in dieser Geschichte?

·  Welchen Rat könnten Sie Niko geben?

·  Welche Spottnamen gibt es in der russischen Sprache?

·  Finden Sie die Spottnamen gut? Begründen Sie Ihre Meinung.

22.  a) Lesen Sie den folgenden Text und machen Sie die Aufgaben danach.

Über die Schönheit unserer Namen

Die meisten Leute suchen für ihre Kinder einen schöneren Namen, und in vielen Familien gibt es deswegen Zank und Stank. Es werden so allerlei Namen ausgedacht, und die werdende Mutter fragt den werdenden Vater, wie der Knabe oder das Mädchen heißen soll. Der Vater kann jetzt tausend Vorschläge machen, aber sie zählen nichts, sondern meistens nur der Vorschlag der Mutter. Denn sie hat das Vorrecht und die Schmerzen. Wenn zum Beispiel der Vater mit dem Vornamen nicht gleich einverstanden ist, dann hilft ihm die Mutter über diesen Ärger hinweg, indem sie das neugeborene Kind in der ersten Zeit ganz anders nennen, zum Beispiel Süßer oder Schnuckiputz oder Hascherle oder Ärschlein und anders. Diese Vornamen sterben mit der Zeit aus, weil es komisch wäre, wenn zum Beispiel unsere Lehrer den Schweinesigi Pullerchen rufen würden. Wenn die Familien einen Vornamen suchen, dann müssen sie auch daran denken, dass es ein moderner ist. Deshalb bekam das letzte Mädchen unserer Nachbarn einen besonders schönen Namen, nämlich Marie-Antonette Wurzel. Und alle müssen den Namen einüben, indem sie jeden Tag in den Kinderwagen hineinschreien: «Na, was macht denn unsere Marie-Antonette?» Meistens macht sie sich naß.

Für Knaben ist es schon schwerer, solch einen klingenden Namen zu finden, worunter es sehr seltene gibt. Zum Beispiel bekam der Sohn einer Mutter, welche manchmal in unserer Heimatzeitung dichtet, den seltenen Namen Rainer-Maria Senf. Warum er einen Mädchennamen angehängt kriegte, weiss ich nicht. Vielleicht ist bei der Geburt etwas verpatzt worden. Es wird sich später in der Schule herausstellen, auf welche Toilette er geht, und man muss das prüfen. Die neuen Vornamen entstehen meistens so: Wenn zum Beispiel ein Film gezeigt wird mit einer sehr schönen Geliebten oder einem tapferen Helden, dann heißen plötzlich einige Monate später viele Neugeborene Juanitta Meier oder Robin Schulze oder Scheraa Paschke oder Fernandel Müller oder Hiob Lehmann.

Auch ist mir aufgefallen, dass es sehr modern ist, wenn man den neugeborenen Säuglingen einen Namen aus einem anderen Lande gibt, damit die Leute denken, der Säugling hat in einem fernen Land das Licht der Poliklinik erblickt, oder er hat einen seltenen nichteinheimischen Vater. Deshalb muss man sich nicht wundern, wenn plötzlich eine Natascha Grün oder eine Beß Knautschke oder ein Guiseppe Lemke des Wegs kommt. Dagegen hört man seltener, dass jemand bei den anderen Völkern Fritz Gagarin oder Frieda Robespierre oder Hans-Dieter Beatle heißt. Ich denke mir, dass wir auch ganz schöne Vornamen haben, und man muss nicht gleich welche in Brasilien oder auf dem Nordpol suchen. Wenn ein Berliner Sohn jetzt Jean Meixner heißt, so bleibt er trotzdem ein Berliner und kein Pariser oder Verduner. Wenn aber jemandem gar kein neuer Name mehr einfällt, dann könnte man einfach alle bekannten Vornamen von hinten nach vorne schreiben, und schon hat man wieder ein paar seltene Stücke. Zum Beispiel wird dann aus der Karin ein Nirak, aus der Emma eine Amme, aus dem Max ein Xam, aus der Eva eine Ave oder aus dem Hajo ein Ojah. Und es sind deutsche Namen.

Neben diesen Namen gibt es noch Spitznamen, aber diese bekommen nur solche Knaben, Mädchen und Erwachsene, welche man ein hervorstechendes Individuum nennt.

O. Domma

b) Merken Sie sich die angegebenen Wörter und Wortverbindungen zum Text und gebrauchen Sie sie in einem Zusammenhang.

es gibt Zank und Stank

etw. einüben (-te, - t)

ausdenken (-te, - t)

sich naß machen (-te, - t)

die werdende Mutter / der werdende Vater

verpatzen (-te, - t)

der Knabe (-n)

sich herausstellen (-te, - t)

einen Vorschlag (Vorschläge) machen (-te, - t)

entstehen (a, a)

etw. zählt nichts

auffallen (ie, a)

das Vorrecht haben (-te, - t)

der Säugling (-e)

mit etw. (Dat.) einverstanden sein

das Licht der Poliklinik erblicken
(-te,-t)

der Ärger

einen nichteinheimischen Vater haben

das neugeborene Kind (-er)

der/die Neugeborene (-n)

sich wundern (-te, - t)

einfallen (ie, a)

mit der Zeit aussterben (a, o)

von hinten nach vorne schreiben (ie, ie)

denken (-te, - t) an (Akk.)

ein hervorstechendes Individuum sein

c) Welche Kriterien sollen die Eltern bei der Auswahl eines Vornamens für ihre Kinder berücksichtigen?

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