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d) Wie finden Sie den Text? Was hat Ihnen am meisten im Text gefallen/nicht gefallen? Geben Sie den Inhalt des Textes wieder.
e) Wissen Sie, warum Sie Ihren Namen bekommen haben? Wenn nicht, fragen Sie Ihre Eltern danach. Erzählen Sie darüber in der Gruppe.
23. Indianernamen.
Indianer haben besondere Namen, die etwas über ihr Aussehen, ihre Eigenschaften, ihre Verhaltensweisen und ihre Taten aussagen. Ein berühmter Häuptling hieß zum Beispiel Sitting Bull, zu Deutsch «Sitzender Büffel».
Denken Sie sich für einige Mitstudenten solche Indianernamen aus! Sie müssen die Wahl der Namen aber auch begründen! Schimpfwörter sind natürlich nicht erlaubt. Schreiben Sie so:
Albrecht=Flinke Zunge/Er redet schnell und viel.
Marlene=Kleine Nachtigall/Sie kann sehr gut singen.
24.a) Lesen Sie einige Witze zum Thema «Unsere Namen».
***
Nomen est отеn. Lehrerin: «Frauennamen werden häufig aus männlichen gebildet, zum Beispiel Joseph — Josephine, Emil — Emilie. Nennt mir solche mehr!» Keine Antwort. Die Lehrerin aufmunternd: «Na, vielleicht Anton?» Schülerin: «Antenne!»
***
Die neue Lehrerin möchte die Schüler kennenlernen.
«Wie heißt du?» fragt sie den ersten.
«Sepp!» antwortet der.
«Ja», sagt die Lehrerin, «aber dein vollständiger Name ist Josef!»
Der nächste Schüler stellt sich vor: «Achim!»
«Nein», sagt die Lehrerin, «dein vollständiger Name ist Joachim!»
Der dritte Schüler nennt seinen Namen: «Hannes!»
«Nein», sagt die Lehrerin, «dein vollständiger Name ist Jochannes!»
Jetzt ist Kurt an der Reihe und sagt: « Ich heiße Joghurt!»
***
Meier. «Ach, sagen Sie, liebe Frau, wohnt hier im Hause ein Herr Meier?» «Meier, Meier! Nee, hab den Namen noch nie gehört!»
***
Konversation. «Sie kennen doch Dickens, Herr Rittmeister?» «Aber natürlich, jans famoser Kerl gewesen; nur schade, musste jeschlachtet werden.» «Wie?» «Na ja, hat doch voriges Jahr in Hoppegarten beide Vorderbein jebrochen».
***
Der alte Bekannte. Der Pianist spielt mit dem Rücken zum Publikum. Flüstert die zu spät kommende Dame ihrer Nachbarin zu: «Ist das nicht Beethoven?» «Das weiss ich auch nicht genau», antwortet diese, «warten wir doch ab, bis er sich umdreht!»
***
«Im vorigen Urlaub sind wir in die Heide gefahren», sagte Frau Lustig, «und als unser Mädi kam, nannten wir es Heidi.» «Und wir waren im Thüringer Wald», sagte Frau Fröhlich, «deshalb erhielt unser Bub den Namen Waldemar.» Da kam ein Wanderer des Wegs und sagte: «Meine Tochter heißt Bettina».
***
Im Personalbüro. «Heißt das hier Andrea oder Andreas? Wenn es eine Frau ist, hat sie doch für die gleiche Arbeit auf weniger Lohn Anspruch».
***
Die Mutter sagt ihrem sechsjährigen Sohn: «Costa-Mike, spiel nicht mit diesem Jungen. Der hat einen so komischen Namen, Kurt».
b) Finden Sie jetzt oder schreiben Sie selbst einige Witze zu diesem Thema. Erzählen Sie diese Witze in der Gruppe.
Woher unsere Familiennamen stammen
25. Die Nachnamen nennen wir auch Familiennamen. Das sind drei Familien! Wer gehört zu welcher Familie?
Peter Müller, Sabine Klein, Richard Schwarz, Walter Müller, Beate Schwarz, Gerhard Klein, Werner Müller, Sonja Schwarz, Irene Klein, Ulrike Klein, Ursula Schwarz, Inge Müller, Hans Klein, Ulrich Schwarz.
26. a) Lesen Sie die folgende Information. Was war neu für Sie?
Aus der Geschichte unserer Familiennamen
Bis zum 12. Jahrhundert hatte jeder nur einen Namen, seinen Rufnamen. In den kleinen Gemeinschaften reichte er aus, um die Menschen voneinander unterscheiden zu können.
Als sich die Siedlungen der Menschen vergrößerten, vor allem als Städte entstanden, genügte der Rufname nicht mehr. Wenn in einer Stadt z. B. mehrere Männer Joseph heißen, musste man sie durch einen weiteren Namen, einen Beinamen, voneinander unterscheiden. Aus diesem Beinamen entwickelte sich der Familienname, da die Eltern ihren Kindern diesen Namen vererbten.
Als Beiname diente oft der Beruf (z. B. Fischer, Schneider, Förster) oder eine besonders ausgeprägte Eigenschaft (z. B. Starke, Kühn, Groß).
Auch Rufnamen wurden als Beinamen verwendet (z. B. Heinrich, Peter, Wenzel). Oft erhielten Menschen ihren Beinamen nach ihrer Herkunft oder ihrem Wohnort (z. B. Sachse, Beter, Bach, Feldmann).
b) Merken Sie sich die folgenden Wörter und Wortverbindungen zum Text und gebrauchen Sie sie in einem Zusammenhang.
der Rufname (-n) | sich entwickeln (-te, - t) |
die Gemeinschaft (-en) | j-m (Dat.) vererben (-te, - t) |
ausreichen (-te, - t) | dienen (-te, - t) als... |
j-n voneinander unterscheiden (ie, ie) durch (Akk.) | eine besonders ausgeprägte Eigenschaft |
die Siedlung (-en) | verwenden (-te, - t) als... |
sich vergrößern (-te, - t) | erhalten (ie, a) |
genügen (-te, - t) | die Herkunft |
der Beiname (-n) / der Rufname (-n) | der Wohnort (-e) |
c) Antworten Sie auf folgende Fragen:
· Überlegen Sie gemeinsam, welche Ihrer Familiennamen sind wahrscheinlich aus Berufsbezeichnungen entstanden?
· Gibt es unter Ihren Familiennamen solche, die auch als Vornamen verwendet werden?
· Welche Ihrer Familiennamen verraten besondere Eigenschaften des ersten Trägers dieses Namens?
· Gibt es bei Ihnen Namen wie Berg, Waiden, Brunner, Brück, Sachse, Beyert. Wie könnten sie entstanden sein?
27. a) Lesen Sie den Text und übersetzen Sie ihn ins Russische.
Woher kommen unsere Familienamen
Es ist mit den Namen eine seltsame Sache, wenn man einmal anfängt, über sie nachzudenken. Ein Langer, Spindeldürrer heißt vielleicht Klein, Kurz oder Bauch, ein kleiner Dicker umgekehrt Große oder Lange, ein rechter Miesepeter Fröhlich, ein Arzt Müller, eine Lehrerin Fischer, ein Straßenbahnfahrer Kaufmann und so weiter. Es kann sehr lustig sein, sich die Leute so vorzustellen, wie ihre Namen lauten.
Wie ist das eigentlich alles zu Stande gekommen? Tatsächlich hat es einmal eine Zeit gegeben — so vor ungefähr sechs — oder siebenhundert Jahren — da hatte jeder nur einen Namen. Man hieß Hans, Hinz, Kunz oder Liese und Grete, und damit Schluss. Das war praktisch, konnte aber logisch nur so lange gut gehen, wie es in jedem Ort nur immer einen Hans, einen Kunz oder eine Grete gab. Als es allmählich immer mehr Menschen wurden, fingen die Schwierigkeiten an. In allen öffentlichen Angelegenheiten musste man natürlich auch damals schon genau wissen, wer eigentlich mit einem bestimmten Namen gemeint war. Was aber, wenn ein und derselbe Name zwei oder gar mehr «Träger» hatte? Einfach neue Vornamen erfinden konnte man nun auch nicht ohne Ende, das leuchtet ein. Aber eins konnte man — dasselbe nämlich, was ihr auch macht, wenn in eurer Klasse zum Beispiel viermal Kathrin, dreimal Kornelia, zweimal Torsten, Dirk oder Heiko nebeneinander vorkommen. Ganz einfach, die verschiedenen «Kathrins» werden Katja, Kathi oder Cat, die «Kornelias» Conny, Nelja oder jeder für sich mit einem ganz besonderen Spitznamen gerufen. Dabei werden Besonderheiten im Aussehen, Eigenschaften, Fähigkeiten, Lieblingsange
wohnheiten herangezogen.
So ähnlich müsst ihr euch die Vorgänge bei der Entstehung unserer Familiennamen in Mittelalter auch vorstellen. Auch damals wurden ganz verschiedene Gründe für einen «Zunamen» (überlegt einmal, warum er so heißt) entscheidend, z. B. die Herkunft aus einer anderen Gegend: Böhme, Westfale, Bayer, Franke, Sachse; oder aus einer anderen Stadt: Meißner, Merseburger; die Lage des Hauses, in dem der Betreffende wohnte, z. B. an einer Anhöhe: Berg, Berger, Hohmann; die Lage an einem besonders auffälligen Baum: Birnbaum, Eichler, Lindner, Lindemann, Tannert; der Beruf: Müller, Meier (im Mittelalter: Verwalter eines Gutes), Schulze (eine Art Dorfbürgermeister), Schmidt (Schmied), Schäfer; nicht zu vergessen die Übernamen wie Fröhlich, Fett, Krause, aber auch Stolze, Wuth, Unglaub, Übermuth usw. gehören hierher.
Diese Zunamen haben sich allmählich vom Vater auf den Sohn vererbt. Sie sind «fest» geworden. Das war leicht möglich, weil damals z. B. auch die Berufe in einer Familie häufig erblich waren, die Leute viel länger an derselben Stelle wohnen blieben usw. Aber es konnte natürlich vorkommen, dass Kunz (der) Lange ausgerechnet einen kleinen Sohn hatte - und der hieß dann eben auch Lange. Auf diese Weise haben die Zunamen allmählich ihre «eigentliche» Bedeutung verloren und konnten nun um so leichter abgeschliffen, umgeformt und manchmal bis zur Unkenntlichkeit verändert werden.
Ihr merkt schon: Es ist nicht immer leicht, die Herkunft unserer Familiennamen sofort zu erkennen. Denn vor sechshundert Jahren hat man außerdem gar nicht so gesprochen wie heute, so dass in den Namen manchmal Wörter stecken, die es überhaupt nicht mehr gibt. Auch die Rechtschreiberegeln gelten für sie nicht. Dafür sind sie wie ein interessantes Geschichtsbuch, aus dem man manches erfahren kann.
Nach Prof. Dr. G. Lerchner
b) Merken Sie sich die folgenden Wörter und Wortverbindungen zum Text und gebrauchen Sie sie in einem Zusammenhang.
eine seltsame Sache | die Fähigkeit (-en) |
nachdenken (-te, - t) über (Akk.) | die Lieblingsangewohnheit (-en) |
der Miesepeter (-) | heranziehen (o, o) zu (Dat.) |
sich (Dat.) etw./j-n (akk.) vorstellen (-te, - t) | der Vorgang (-gänge) |
zu Stande kommen (a, o) | das Mittelalter |
allmählich | der Grund (Gründe) |
anfangen (i, a) | der Zuname (-n) |
die Schwierigkeit (-en) | auffällig |
in öffentlichen Angelegenheiten | der Übername (-n) |
der Träger (-) | gehören (-te, - t) |
erfinden (a, u) | sich vererben (-te, - t) |
das leuchtet ein | seine «eigentliche» Bedeutung verlieren (o, o) |
vorkommen (a, o) | bis zur Unkenntlichkeit verändert werden |
der Spitzname (-n) | erkennen (-te, - t) |
die Besonderheit (-en) | die Rechtschreiberegel (-n) |
das Aussehen | gelten (a, o) |
die Eigenschaft (-en) | erfahren (u, a) |
c) Schreiben Sie aus dem Text Berufsbezeichnungen heraus. Gibt es unter diesen Berufen welche, die veraltet sind?
d) Sagen Sie es anders. Verwenden Sie dabei Wörter und Wendungen aus dem Text:
ein Langer hat den Namen Klein; neue Vornamen ausdenken; das ist klar; es gibt vier Kathrins; genannt werden; der Nachname; der Spitzname; denkt darüber nach; beständig werden; vererbt werden; es konnte geschehen; gerade einen kleinen Sohn hatte; den Ursprung unserer Familiennamen verstehen; in den Namen sind Wörter enthalten.
e) Suchen Sie aus dem Text deutsche Äquivalente heraus:
если задуматься над ними; как звучат их имена; как это получилось; официальные дела; используются особенности внешности; представить, как проходило возникновение фамилий; происхождение из другой местности; расположение дома, в котором жил человек; особенно примечательное дерево; переходили от отца к сыну; потерять своё прямое значение; правила правописания не распространяются на них.
f) Schreiben Sie aus dem Text alle Zusammensetzungen mit dem Kompositionsglied — name heraus. Gibt es darunter Synonyme? Welche sind es? Sind Sie vollkommen austauschbar? Erklären Sie, warum diese Begriffe so bezeichnet werden.
g) Hat der Text den Charakter eines wissenschaftlichen Berichts, einer Erzählung oder eines Gesprächs? Begründen Sie Ihre Meinung.
h) Antworten Sie auf folgende Fragen:
· Was ist zuerst entstanden: Familienname oder Vorname?
· Wie wird hier die Herkunft der Familiennamen erklärt?
· Welche deutschen Familiennamen sind Ihnen bekannt, die:
- von Vornamen,
- von Berufsbezeichnungen,
- von Tiernamen,
- von Pflanzennamen stammen?
· Wie heißt die Wissenschaft, die die Eigennamen erforscht?
28. a) Übertragen Sie die Tabelle unten in Ihr Heft. Ordnen Sie die folgenden Namen ein. Fügen Sie anschließend noch je drei Beispiele hinzu.
Fischer, Arnold, Breithaupt, Bayreuther, Bauer, Busch, Braun, Langnese, Anger, Müller, Werner, Bamberger, Walter, Berg, Winzer, Friedrich, Becker, Ehrlich, Koch, Kraushaar, Schäfer, Kluge, Schütze, Lange, Günther.
Beruf | Vorname | Eigenschaft | Wohnort / Herkunft |
b) Welche Ihrer Namen lassen sich in diese Tabelle einordnen?
29. Schauen Sie einmal im Telefonbuch nach. Welche Familiennamen kommen in Ihrem Heimatort oder in seiner Umgebung besonders häufig vor? Können Sie ihre Herkunft erklären?
30.Manche Familiennamen haben sich im Lauf der Zeit sehr verändert. So gehen z. B. die Namen , Thewes, Mattausch und Mathes alle auf den Rufnamen Matthäus zurück.
Die folgenden Familiennamen gehen auf die Rufnamen Johannes, Heinrich, Nikolaus oder Albert zurück. Versuchen Sie diese gemeinsam richtig zuzuordnen.
Claus | Jans | Albert | Heinicke | Heine | Niklas | Brecht | Jahn |
John | Hans | Nickel | Hausen | Hensel | Nikusch | Jahnel | Hinze |
Heining | Appelt | Jänichen | Ulbricht | Heinze | Olbrich | Klaus | Jenz |
31.Raten Sie, welche Familiennamen, Ihrer Meinung nach, sind jetzt in Deutschland besonders populär.
Meier | Fischer | Müller | Schneider | Schmidt |
1) _________ 2) __________ 3) __________ 4) __________ 5) __________
32.Liste der häufigsten deutschen Familiennamen
a) Machen Sie sich mit folgender Information aus einer Enzyklopädie bekannt.
Die untenstehende Liste der häufigsten deutschen Familiennamen stammt aus dem Jahr 1996. Der Vergleich mit einer älteren Liste von 1970 zeigt aber kaum Änderungen (die ersten sechs Positionen blieben unverändert, nur ein Name (Richter) stieg oder fiel um mehr als zwei Plätze).
Bemerkungen
Es fällt die beherrschende Stellung der Berufsbezeichungen auf. Vor allem zur Zeit der Namensentstehung im Mittelalter weit verbreitete Berufe finden sich auf den ersten Plätzen. Der Beruf des Bauern war so weit verbreitet, dass er zur Unterscheidung verschiedener Personen im ländlichen Raum nicht verwendet werden konnte und landete daher nur auf Platz 13.
Liste der häufigsten deutschen Familiennamen
Die Häufigkeit der Namen in Prozent. Auf Namensvarianten wird verwiesen.
1. Müller (Möller), Berufsbezeichnung, 1,57 %.
2. Schmidt (Schmitz, Schmitt), Berufsbezeichnung, 1,14 %.
3. Schneider (Schröder), Berufsbezeichnung, 0,69 %.
4. Fischer, Berufsbezeichnung, 0,59 %.
5. Meyer (Meier, Maier, Mayer), Berufsbezeichnung, 0,52 %.
6. Weber, Berufsbezeichnung, 0,51 %.
7. Wagner, Berufsbezeichnung, 0,47 %.
8. Becker, Berufsbezeichnung, 0,45 %.
9. Schulz (Schulze, Schultz, Schulte), Berufsbezeichnung, 0,45 %.
10. Hoffmann (Hofmann), Berufsbezeichnung, 0,43 %.
11. Schäfer, Berufsbezeichnung, 0,37 %.
12. Koch, Berufsbezeichnung, 0,36 %.
13. Bauer, Berufsbezeichnung, 0,36 %.
14. Richter, Berufsbezeichnung, 0,35 %.
15. Klein, Eigenschaft («Der Kleine»), 0,33 %.
16. Schröder (Schneider), Berufsbezeichnung, 0,31 %.
17. Wolf, Herkunft des Namens unklar, 0,31 %.
18. Neumann, Eigenschaft («Der Neue»), 0,29 %.
19. Schwarz, Eigenschaft («Der Schwarzhaarige»), 0,27 %.
20. Zimmermann, Berufsbezeichnung, 0,26 %.
21. Krüger, Berufsbezeichnung, 0,26 %.
22. Braun, Eigenschaft («Der Braunhaarige»), 0,26 %.
23. Hofmann siehe Hoffmann, 0,25 %.
24. Schmitz, siehe Schmidt, 0,25 %.
25. Hartmann, Vorname, 0,25 %
26. Lange, Eigenschaft («Der Große»), 0,24 %.
27. Schmitt siehe Schmidt, 0,24 %.
28. Werner, Vorname, 0,24 %.
29. Krause, Eigenschaft («Der Kraushaarige»), 0,24 %.
30. Meier, siehe auch Meyer, 0,23 %.
Regionale Unterschiede
Obwohl Müller deutschlandweit der häufigste Name ist, liegen in einigen Gebieten Deutschlands andere Familiennamen in der Häufigkeit vor Müller. Die häufigen Namen Schmidt und Schmitz führen in Mitteldeutschland und Mecklenburg-Vorpommern, bzw. dem äußersten Westen. Meyer liegt besonders in Niedersachsen vor Müller. Bauer führt im Osten Bayerns. Besonders interessant ist die regionale Häufung bundesweit eher seltener Namen im Süden und Norden. Huber (Bundesweit Platz 40) ist in Südbayern mit Ausnahme von München häufigster Name. Die bundesweit eher seltenen Patronyme Jans(s)en, Hansen und Petersen sind die häufigsten Namen im Norden Niedersachsens bzw. in Schleswig-Holstein.
b) Wie sind die häufigsten Familiennamen in Ihrem Land? Stellen Sie selbst eine Liste der häufigsten russischen Familiennamen zusammen.
c) Gibt es auch unter den häufigsten russischen Familiennamen irgendwelche regionale Unterschiede? Wenn ja, welche?
33. Das ist interessant
a) Machen Sie sich mit den kleinen Informationen unten bekannt.
§ Der häufigste Familienname in Amerika wie auch in Deutschland lautet «Smith» bzw. «Schmidt». Um die Individualität des einzelnen gegenüber seinen zahlreichen Namensvettern zu betonen, setzt man häufig noch einen Zweitnamen hinzu, zum Beispiel «Schmidt-Isserstedt», «Schmidt-Rott-luff», «Schmidt-Vockenhausen» usw.
§ Der kürzeste Familienname der Welt soll «H» lauten und ist in Burma (Hinterindien) gebräuchlich.
§ Von dem längsten Familiennamen Europas verlautet, dass er in Zagreb (Jugoslawien) anzutreffen sei. Er hat die fast unaussprechliche Buchstabenfolge Papandovalorokomduromkolakopulovski. Ob dieser Familienname auch gleichzeitig der längste der Welt ist, konnte bis jetzt nicht eindeutig festgestellt werden.
§ Guiness-Baby. Im zarten Alter von sieben Tagen konnte jetzt ein Baby aus Beaumont (USA-Bundesstaat Texas) ins Guiness-Buch der Rekorde vordringen. Das Mädchen erhielt einen aus 1055 Buchstaben bestehenden zweiteiligen Vornamen. Er enthält Abkürzungen von insgesamt 108 Namen von Verwandten, Städten und Ländern. Die Mutter teilte einschränkend mit, sie wolle das Kind nicht ständig mit vollem Namen, sondern schlicht und kurz «Jameshauwnnel» rufen.
b) Welche interessante Informationen zum Thema haben Sie? Tauschen Sie sich darüber in der Gruppe.
35. Projekt
Wenn Sie Lust haben, weitere Informationen über Ihre Vornamen einzuholen, sollen Sie einen Besuch in der Bibliothek organisieren. Fragen Sie nach, welche Nachschlagwerke zu Ihrem Thema vorhanden sind. Sie können auch im Internet weitere Informationen zu diesem Thema finden. Folgende Untersuchungen können zu interessanten Ergebnissen führen:
1. Herkunft und Bedeutung meines eigenen Vornamens.
2. Herkunft und Bedeutung der Vornamen meiner Geschwister, Eltern und Großeltern.
3. Wie viele Vornamen gibt es in unserer Gruppe, die aus fremden Sprachen stammen? Aus welchen?
4. Welche Paare verwandter Namen, wie Ulrike und Ulrich oder Michaela und Michael, gibt es noch im Deutschen und im Russischen?
5. Herkunft und Bedeutung meines eigenen Familiennamens.
6. Herkunft und Bedeutung der Familiennamen meiner Verwandten, Freunde.
Bestimmt fallen Ihnen noch weitere Fragen ein. Verteilen Sie die Aufgaben so, dass jeder von Ihnen etwas herausfinden muss. Die interessantesten Ergebnisse sollten Sie in der Gruppe veröffentlichen.
Leseecke
1. a) Lesen Sie den Text und erfüllen Sie die Aufgaben danach.
Woher haben die Hauptstädte Ihre Namen?
Brasilia (Brasilien) hat im Portugiesischen die Bedeutung Glut, Hitze, aber auch Kohle, die aus brasilianischem Holz gewonnen wird. Brazzaville (Kongo) erhielt den Namen des französischen Kolonisators Pierre de Brazza, der 1880 die Stadt an der Stelle gründete, wo er den Fluß Kongo erreicht hatte. Das Suffix «ville» ist der französische Begriff für Stadt. Brüssel (Belgien) leitet sich von den Worten «Bruoc» und «Sella» ab, die verbunden soviel wie «Siedlung im Morast» bedeuten. Überliefert ist zudem der Name Brughsenna, der als «Brücke über den Fluß Senna» übersetzt wird. Beide Varianten haben einen realen Bezug, da die Stadt am Fluß Senna auf sumpfigem Gebiet entstand. Buenos Aires (Argentinien) ist die verkürzte Form des Namens, den spanische Siedler der Stadt 1536 gaben. Die volle Bezeichnung lautete: «Ciudad de la Santisima Trinidad y puerto de nuestra senora la virgen Maria de los buenos aires» Geblieben ist nur «bueno» im Spanischen «gut»und «aire» als Begriff für «Luft» und «Wind». Damit huldigt man sinngemäß der Jungfrau Maria als Schutzpatronin der Seeleute. Budapest (Ungarn) heißt nach den Siedlungen Buda und Pest, die sich zu dieser Stadt zusammenschlossen. Beide Begriffe sind slawischen Ursprungs. «Buda» kann «Haus am Wasser» heißen, «Pest» wird als «Höhle», aber auch «Herd» übersetzt. Bukarest (Rumänien) soll seinen Namen vom Hirten Bucur erhalten haben, der an diesem Ort eine Kirche errichtete. Nicht ausgeschlossen wird eine Abstammung vom albanischen Wort «bucur» im Sinne von «angenehm», «schön», das im Rumänischen aber «sich erfreuen» bedeutet. Canberra (Australien) wurzelt wahrscheinlich in der Sprache der Eingeborenen und heißt Platz, auf dem man sich trifft. Zugleich ist der Name der Region «Kalkstein-Ebene» in den Stadtnamen mit eingegangen. Caracas (Venezuella) kann nach dem indianischen Stamm benannt sein, der in diesem Gebiet zu Zeiten der spanisachen Eroberung lebte und der ausgerottet wurde. Der volle Name lautete ursprünglich «Santiago de Leon de Caracas» womit man den Provinz-Gouverneur Don Pedro Ponce de Leon ehrte. Colombo (Sri Lanka) geht zurück auf den singhalesischen Begriff für neuen Hafen «Kolamba». Möglich ist aber auch eine Deutung über das Portugiesische, das sich in diesem Fall aber auch an singhalesische Begriffe anlehnt. Demzufolge heißt «kola» Blätter und «amba» Mango-Frucht. Conacry (Guinea) ist abgeleitet vom Namen des Dorfes, das in der Nähe existierte und vom Stamm der Susu bewohnt war. In deren Sprache heißt der Name «Stadt an der anderen Seite des Wassers».
b) Erzählen Sie über die Herkunft der Namen der im Text erwähnten Hauptstädten.
c) Was wissen Sie aus der Geschichte der Namen von russischen und deutschen Städten (Moskau, Sankt Petersburg, Saratov, Balaschow, Berlin, Köln, München u. a.)? Machen Sie kleine Vorträge zum Thema in der Gruppe.
2. a) Lesen Sie den Text und erfüllen Sie die Aufgaben danach.
Woher stammen die deutschen Namen der Monate und Tage?
Die deutschen Monatsnamen sind bekanntlich — ebenso wie die russischen — in ihrer schrift-mäßigen Form sämtlich dem Lateinischen entlehnt. Hier sei gleich daran erinnert, dass der März ursprünglich der erste Monat war. Im Jahre 153 vor unserer Zeitrechnung traf der Amtsantritt der Konsuln in Rom auf den l. Januar, und seitdem blieb dieser Tag praktisch der erste des Jahres:
Gesetzlich ordnete es Cäsar so an. Aus der Tatsache, dass einst der März das Jahr eröffnete, erklärt sich die jetzt verschobene Bedeutung der Monatsnamen September bis Dezember als des siebenten bis zehnten Monats.
Der Januar ist von dem Namen des römischen Gottes Janus abgeleitet. Der Name Janus ist uns in dem internationalen geflügelten Wort «der Januskopf» erhalten. Janus wurde mit zwei Gesichtern dargestellt, die, wie die Sage erzählt, in die Zukunft und in die Vergangenheit blickten. Daher sagt man von einem nicht aufrichtigen, doppelzüngigen Menschen, er habe einen Januskopf. Diese Bedeutung des Ausdrucks erklärt uns auch den Umstand, dass eine schwankende Politik als Januspolitik bezeichnet wird. Außerdem kennen wir diesen Namen aus der Redensart «der Janustempel ist geschlossen», d. h. «es ist Friede». Der eigentliche Inhalt des Ausdrucks ist dadurch zu erklären, dass der Tempel des Janus zwei einander gegenüberliegende Eingänge hatte, die im Frieden geschlossen, im Kriege aber offen waren.
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