In jedem Haushalt sind bestimmte Aufgaben zu erfьllen und Entscheidungen zu treffen. Diese Aufgaben und Tдtigkeiten richten sich nach den Bedьrfnissen der Mitglieder des Haushalts. Man unterscheidet verschiedene Haushaltstypen, z. B.: den Dienstleistungshaushalt, den Vergabehaushalt. Dem Dienstleistungshaushalt stehen nur wenige Eigenprodukte zur Verfьgung. Wenigstens ein Haushaltsmitglied ist nicht oder nur zum Teil erwerbstдtig und stellt seine Arbeitskraft dem Haushalt zur Verfьgung. Dienstleistungen wie Nahrungszubereitung, Gartenanbau, Verwaltung und Pflege der Sachgьter, Textilpflege, Pflege der Wohnung werden selbst erbracht. Das Geld fьr die Beschaffung der Sach - und Konsumgьter muss durch ein Haushaltsmitglied verdient werden. Die ьberwiegende Zahl der Haushalte sind Dienstleistungshaushalte. Beim Vergabehaushalt stellen alle Haushaltsmitglieder ihre Arbeitskraft dem Markt zur Verfьgung. Hier ist kaum ein Arbeitsaufwand der Haushaltsmitglieder erforderlich. Der grцЯte Teil der anfallenden Aufgaben wird vergeben. Mahlzeiten werden auЯer Haus eingenommen, Kinder werden je nach Alter zur Betreuung in den Kindergarten, in den Hort oder zur Hausaufgabenhilfe gebracht. Wдsche - und Kleiderpflege, Reinigung der Wohnung werden abgegeben. Der Arbeitsaufwand ist gering. Die eigene Arbeitskraft wird zum Erwerb eines Einkommens eingesetzt
Schlьssel: Beschreiben Sie zwei typische Haushalte, bei denen aufgrund der Verschiedenartigkeit ihrer Strukturen unterschiedliche Bedьrfnisse vorhanden sind.
Und jetzt Sie!
Text I
Der Haushalt ist ein Betrieb. Die Mittel, die zum Haushalten erforderlich sind, heiЯen Betriebsmittel. Bei der Durchfьhrung der Aufgaben im Haushalt sind die drei Betriebsmittel Arbeitskraft (im Haushalt tдtige Personen), Sachgьter (Gebrauchs - und Verbrauchsgьter), Einkommen (Sach - und Geldbezьge). je nach Familiensituation sinnvoll miteinander zu kombinieren und aufeinander abzustimmen. Es kann auch bis zu einem bestimmten Grad ein Betriebsmittel durch andere ersetzt werden. Die Familiensituation entscheidet, welches der Betriebsmittel vorrangig und in welchem Umfang eingesetzt werden soll.
Familiensituation A:
Vierkцpfige Familie: Vater und Mutter sind berufstдtig, beide Kinder sind schulpflichtig. Ist auch die Mutter erwerbstдtig, so steht dem Haushalt das Betriebsmittel „Arbeitskraft" nur in geringem MaЯ zur Verfьgung. Die vollerwerbstдtige Hausfrau kann die Grundleistungen im Mehrpersonenhaushalt nicht alleine schaffen, ohne sich zu ьberlasten. Die ьbrigen Haushaltsmitglieder mьssen stдrker mithelfen oder der Haushalt muss fremde Leistungen in Anspruch nehmen und dafьr bezahlen. In dieser Haushaltssituation entstehen zusдtzlich Kosten durch
-Anschaffung von arbeitserleichternden, zeitsparenden technischen Gerдten, z. B. Geschirrspьlmaschine, Mikrowelle
-Verwendung vorgefertigter Lebensmittel, z. B. Backmischungen, Kartoffelknцdelpackungen
-Inanspruchnahme von Lieferdiensten fьr Tiefkьhlkost oder Getrдnkedienst
-Einnahme von Mahlzeiten in Kantinen, im Schnellimbiss oder in Gaststдtten
-Vergabe von Arbeiten an Handwerksbetriebe wie Дnderungsschneider, Wдschereien, Reinigungsfirmen, Gдrtner
-notwendige Benutzung цffentlicher Verkehrsmittel oder eigener Fahrzeuge
Das Geldeinkommen wird verstдrkt eingesetzt.
Familiensituation B:
Rentnerehepaar mit eigenem kleinen Haus. Wenn Rentner trotz geringerer finanzieller Einnahmen Ersparnisse erzielen wollen, mьssen sie sich zumeist einschrдnken und das Haushaltsgeld sinnvoll einteilen. Mit Energie und Wasser muss sparsamer umgegangen werden, Einkдufe mьssen kostengьnstig und die Vorratshaltung genau ьberlegt sein. Auf Dienstleistungen, z. B. fьr Reinigung und Instandhaltung von Kleidung und Wдsche, muss verzichtet werden, Reinigungsarbeiten im Haus und kleine Reparaturen sollten als Eigenleistung erbracht werden.
Text II
Nach den Ermittlungen des statistischen Bundesamtes spiegelt der Warenkorb das Konsumverhalten eines durchschnittlichen Haushalts wider. Auf die Grundbedьrfnisse Essen, Wohnen, Kleiden entfдllt die Hдlfte der Gesamtausgaben. Der Rest des Haushaltsgeldes wird ausgegeben fьr Miete, Strom und Gas, Gerдte und Mцbel, Gesundheit und Kцrperpflege, Verkehr und Kommunikation, Bildung, Unterhaltung, Freizeit und fьr persцnliche Wьnsche. Der Warenkorb bietet die Mцglichkeit des Vergleichs und der Information. Die Statistik zeigt das Verbraucherverhalten - monatliche Ausgaben - deutscher „Musterhaushalte" in einem bestimmten Zeitraum auf. „Musterhaushalt" heiЯt: Arbeitnehmerhaushalt mit mittlerem Einkommen; zwei Erwachsene, zwei Kinder, davon eines unter 15 Jahren. Die Information durch eine unabhдngige Institution kann eine Anregung zur eigenen Einordnung sein. Bedeutend wird ein Vergleich der eigenen Haushaltsbuchfьhrung mit den Durchschnittsausgaben, wenn Bьrger mit dem Geld nicht auskommen. Anregungen, wo Einsparungen mцglich sein mьssten und ein Umdenken im persцnlichen Verbraucherverhalten erforderlich wдre, z. B. eine kleinere Wohnung suchen, Ausgaben fьr das Fahrzeug ьberdenken, kцnnen hier gefunden werden. Jeder Haushalt muss sich aber nach seinen individuell unterschiedlichen Bedьrfnissen finanzieren.
TEIL IV. „GELD UND ЦKONOMIE“
Представленные ниже тексты презентуют языковой материал в комплексе грамматического и лексического аспектов. Специальная системная организация упражнений к текстам, использование разного рода противопоставлений и сопоставлений имеет своей целью стимулировать аналитическую и мнемоническую деятельность.
Text I „Geld“
A) Eine neue Blьte erfuhr die Geldwirtschaft durch die Kriege, die das christliche Abendland fьhrte, um die heilige Stadt Jerusalem zu erobern: die Kreuzzьge (1100 - 1300). Die Kreuzrichter finanzierten ihre Abenteuer durch Kredite, die sie bei italienischen Banken aufnahmen. Aufgrund dieser Geschдfte kamen Venedig, Florenz, Genua und Mailand zu frьhem, ungewцhnlichem Reichtum.
B) Das kluge 20. Jahrhundert zeichnet sich dadurch aus, dass die Wirtschaftssysteme der europдischen Lдnder zweimal hintereinander zusammenbrachen. Die beiden Weltkriege wurden nдmlich mit geliehenem Geld gefьhrt. Da auЯer Waffen und Geld wдhrend der Kriege kaum noch Werte hergestellt wurden, stьrzte der Wert des Geldes jeweils nach dem Krieg gegen Null.
C) Geld ist Macht. Bei der Kaiserwahl 1519 siegte der, der das meiste Geld hatte, Karl V. - die Fugger hatten es ihm nдmlich geliehen. Der Augsburger Bankier Jakobs Fugger wurde „Vater des Vaterlandes“ genannt. Aber auch die Macht der Fugger hatte ein Ende, als sie von Venezuela aus mit grцЯtem Anstrengungen das Mдrchenland des Goldes, Eldorado, suchte. Die Suche blieb vergeblich.
D) Die erste GroЯfabrikation von Geld war dann auch der erste richtige Betrug. Der griechische Kцnig Alexander lieЯ die Goldschдtze, die er von den Persern geraubt hatte, zu Mьnzen prдgen. Aber der Wert des Geldes sank rasch. Alexander hatte die erste groЯe Inflation produziert.
E) Hat irgend jemand aus dieser Erfahrung etwas gelernt? Nein. Das Rad der Rьstung und Kriegsvorbereitung rollt weiter bis heute. Wer kann es bremsen? Wenn man die Geldausgaben fьr Rьstung und die Geldausgaben fьr humane Zwecke vergleicht, sieht man das Missverhдltnis zwischen dem destruktiven und dem konstruktiven Tun in unserer Gesellschaft.
F) Das Urgeld waren keine Mьnzen, sondern schцne farbige Vogelfedern, Metallringe, Sklavinnen, Muscheln. Die Lyder - im Westen Anatoliens - haben (um 600 vor Chr.) die Mьnze erfunden. Der alte Betrug mit falschen Waagen und Gewichten wurde durch einen neuen Betrug ersetzt, denn mit der echten war auch die falsche Mьnze erfunden. Da die Echtheit oft am Gewicht der Mьnze zu erkennen war, nahmen die Wechsler und Bankleute weiterhin die Waage zu Hilfe, wie die alten Bilder zeigen.
Der Text behandelt drei groЯe historische Epochen. Ordnen Sie folgende Begriffe den drei Epochen zu:Wirtschaftszusammenbruch Wechsel Goldschatz Edelmetall Staatsverschuldung Handelshaus Mьnzprдgung Weltmдchte Tauschhandel Warenproduktion Verpfдndung Waage Eroberung Entwicklungshilfe |
ANTIKE MITTELALTER NEUZEITt
2) Geben Sie den 6 Abschnitten des Textes Zwischenьberschriften.
3) Welche Funktionsverben passen?
Einen Krieg ______; einen Kredit_____; ein Geschдft_____; Schulden________; eine Blьte (zeit)_______; ein Beispiel________; jm Mьhe_______; Mьnzen____;
zu Reichtum________; Den Bankrott______.
abwickeln – aufnehmen - erfahren – erklдren - ersparen - fьhren geben - kommen – machen - prдgen – vergeben
4) Fragen zum Text:
Bringen Sie die sechs Textteile in die Reihenfolge. Von welcher Erfahrung ist in Teil E die Rede? Was sollte man aus dieser Erfahrung lernen?4. Beschreiben Sie in wenigen Sдtzen den Zusammenhang zwischen Geld und Krieg, Krieg und Wirtschaft?
Text II. „Das Ultimatum-Spiel“
I) In den Wirtschaftswissenschaften ist ein Wechsel zu beobachten: Seit mehr als 100 Jahren ist die Grundlage fast aller цkonomischen Theorien das Menschenbild des „Homo oeconomicus“*, jenes vollstдndig vernьnftigen Wesens, das stдndig versucht, durch optimale Entscheidungen seinen eigenen materiellen Nutzen zu vergrцЯern. In den letzten beiden Jahrzehnten ist jedoch das Vertrauen in die Nьtzlichkeit dieses Menschenbildes stark gesunken, und seit einigen Jahren gibt es Versuche, neue Modelle zu entwickeln, die von einem realistischeren Menschenbild ausgehen.
II) Eine zentrale Erkenntnis der neueren experimentellen Wirtschaftsforschung ist nдmlich, dass das Verhalten vieler Menschen im Zusammenspiel mit anderen Menschen durch Vorstellungen von „Fairness“ bestimmt wird. Viele Menschen sind bereit, faires, freundliches und kooperatives Verhalten ihrer Gegenspieler zu belohnen und unfaires, unfreundliches, nicht kooperatives Verhalten zu bestrafen, auch wenn das fьr sie selbst mit Nachteilen verbunden ist.
III) Ein klassisches Experiment, das diese Tatsache sehr gut verdeutlicht, ist das so genannte „Ultimatum-Spiel“. Bei diesem Spiel mьssen zwei Spieler einen festen Geldbetrag, also z. B. 10 Euro unter sich aufteilen. In der ersten Stufe darf Spieler A einen Aufteilungsvorschlag machen, in der zweiten Stufe muss Spieler B entscheiden, ob er diesen Vorschlag annimmt oder ablehnt. Wenn B den Vorschlag annimmt, wird er verwirklicht, wenn B ablehnt, bekommt keiner der beiden Spieler etwas. Die Spieler mьssen ihre Entscheidung anonym treffen, das heiЯt sie kennen sich nicht und sehen sich auch wдhrend des Spiels nicht.
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